G
gesger
Gast
Das was du schreibst ist sehr typisch..Wir schieben öfter die Schuld an jemand anderes...Obwohl wir mehr Schuld tragen, als wir denken...
WIR haben gar keine Fehler begannen. Wenn, dann haben die beiden ersten Menschen das verbockt. Ich weigere mich aber die Schuld dafür anzunehmen oder auch nur im mindesten zu akzeptieren, ebensowenig wie ich mich für die Taten der Nazis oder der deutschen Kolonisten in Afrika verantwortlich machen lasse. Sippenhaft, so wie es das Christentum propagiert zeugt nicht von Liebe oder Gerechtigkeit, sondern von Diktatur und Unterdrückung. Es gibt einen Grund, warum die SIppenhaft in jedem zivilisierten Land der Welt nicht durchgeführt wird und nur von Diktaturen der allerübelsten Sorte als Mittel zur Massenkontrolle dient.
Wenn Gott nur liebevoll wäre, würde er nicht permanent mit der Hölle drohen. Das Argument "Es liegt ja bei einem selbst" ist genau so dumm wie einer Frau die von ihrem Ehemann verprügelt wird, wenn das Essen nicht rechtzeitig fertig ist, zu sagen: "Selber Schuld, du hättest ja nur pünktlich anfangen müssen zu kochen".
Wer mit ewigen Qualen droht kann kein gerechtes und liebendes Wesen sein. Die allermeisten Menschen können so etwas nicht einmal ihren allerschlimmsten Feinden wünschen, ich gehöre dazu. Bin ich dann liebender und verzeihender als Gott, weil ich denke, dass endliche Verbrechen keine unendlichen Strafen verdient haben? Wenn sogar ich als normaler Mensch mehr Güte zeigen kann als Gott, dann gibt es nur eines was man in Bezug auf Gott empfinden sollte: Furcht.
Ich für meinen Teil glaube an den göttlichen Zorn, ich habe panische Angst davor und weiß aber auch, dass ich nichts gegen diesen Zorn ausrichten kann. Die Regeln der Bibel sind zu verquer, zu realitätsfern und absolut nicht einzuhalten. Dazu kommt, dass ich diese Regeln nur aus Angst, aber nicht aus Liebe befolgen würde. Es würde mir also nichts nützen. Wenn Gott wirklich ein verzeihendes, allgütiges Wesen hat, dann wird er meine Angst verstehen und vielleicht Gnade walen lassen. Aber glauben tue ich daran nicht, im Gegenteil. Ich hoffe deswegen inständigst, dass nach dem Tod einfach alles vorbei ist.
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