Hi diaries!
Vielen Dank für das Thema! Ich glaube es ist sehr gut, dass man sich darüber mal austauscht, warum manche menschen meinen, dass SM die Lösung für ihr "Leben" ist. Um ganz ehrlich zu sein, ich war zu feige, und habe mir immer eingeredet, dass ich es nicht tue, um dem armen Menschen der mich finden muss, nicht weh zu tun. Denn, und ich habe alles durchdacht, es gibt keine Möglichkeit einfach zu verschwinden. Oder vielleicht doch, so von den Haien oder Bären gefressen werden, würde schon gehen. Die lassen ja nichts übrig. Aber da sind wir dann wieder beim Thema. Sollte man wirklich dahin kommen, wo sich diese lieben Tierchen aufhalten, dann hat man vielleicht auf der Reise so viel interessantes entdeckt, dass man gar keinen Grund mehr sieht zu gehen, oder gehen zu wollen. Das ist glaube ich, einer der Hauptgründe,
warum Menschen den Freitod wählen. Weil sie, warum auch immer, (krankheit, scheuklappeneffekte oä.) nur den weg sehen, den sie bisher gegangen sind. Fast keiner versucht in einer misslichen, oder aussichtslos-aussehenden Lage etwas ganz ganz anders zu tun, als das was da schief gegangen ist. Klar kann man nicht einfach nach canada fliegen und sich vom Bären fressen lassen wollen, aber man kann nach Berlin auf die Strasse gehen, mal im Sommer ausprobieren... oder sich als sani in ein krisengebiet abwerben lassen. Einen "Bruch" herstellen zum "normalen" Leben halt. Das kann einem dann auch wieder die kraft nehmen, ich weiss. Aber aussichtslos ist es doch meist "nur" von einer Warte her. Ach, es ist schon kompliziert. Sehr schade nur, dass viele Menschen glauben, denen die SM begangen haben über zu sein. Es ist schon ein sehr schlimmes Gefühl nicht mehr aus und ein zu wissen, nicht mehr klar denken zu können, und zu nichts mehr in der lage zu sein. Ich habe mich auch immer als kämpfernatur gesehen. leider kann einem das egal wem, wann oder wie alt nur zu leicht heimsuchen. Toleranz zu diesem Thema wäre auf jeden fall sehr angebracht. Annica