zu suizid kann ich auch einiges loswerden....
ich bin erst im sommer 18 geworden und somit noch ziemlich jung die ganze zukunft liegt noch vor mir,dieses jahr mache ich mein abi, ich habe noch alle möglichkeiten.
aber vergangenes jahr hatte ich dann doch die erste krise meines lebens, da war suizid des öfteren kein abwägiger gedanke.
warum denkt man an selbstmord?
meiner meinung kann man einen solchen gedanken erst richtig nachvollziehen wenn man sich in einer ähnlichen situation befand, als außenstehender fällt es einem natürlich einfacher zu sagen, dass das leben nicht weggeworfen werden darf.
aber bei mir persönlich kam so viel auf einmal zusammen, sodass iwann der punkt erreicht war, wo ich einfach nicht mehr konnte.
mich quälten dinge die andere nie wahrnehmen wollten, die für andere nebensächlich waren, ich fühlte mich unverstanden und fraß den frust in mich herein, fragte mich oft warum muss mir so etwas passieren? hinzu kam die wirklich belastende lehrerwillkür in der schule mit der dir einfach zunehmend die motivation genommen wurde. besonders schlimm für mich war auch der kontrast zum vorherigen jahr, das bisher wirklich einer meiner besten war, ich war einfach so glücklich.
auch wenn ich endlich das mädchen meine freundin nennen kann, in welches ich sehr verliebt war und ich wirklich gute freunde gefunden haben (hatte 2jahre zuvor die schule gewechselt, nie so richtig anschluss gefunden), konnte mich dies aus meiner damaligen situation nciht befreien
ich versuchte meine probleme vor anderen zu verstecken, zu verdrängen, weil ich mich schämte, ich wollte keine schwäche zeigen.
hätten mich meine eltern nicht damals zu einem psychater geschleppt und wären mit mir das problem nicht offen angegangen so wüsste ich jetzt nicht wo ich wäre.
ich bin jetzt doch sehr ausgeschweift aber was ich sagen will ist, dass es oft sehr schwer ist für unbeteiligte einen solchen gedankengang nachzuvollziehen. es ist sehr schwer zu verstehen wie sich der andere gerade in diesem moment fühlt. vor allem wenn dann noch probleme in schule/uni/beruf dazukommen ist realtiv schwierig aus diesem loch rauszukommen und zu kämpfen, vorallem wenn es soweit fortgeschritten ist, dass man sich nur noch gleichgültig vorkommt, die kraft fehlt.man kommt auch nicht von anfang an auf den gedanken, sich das leben zu nehmen,ich denke es ist die folge aus einem langen leidensprozess, der für einen selbst nicht zu ende gehen scheint.
ohne die hilfe von familie freunden und des partners ist es sehr schwierig für sich selbst den absprung zu finden, man ist einfach so sehr in dieser depressiven stimmung verankert.
ich kann mich glücklich schätzen dass meine eltern in dieser hinischt sehr konsequent waren, weil ich oft professionelle hilfe ablehnte.
natürlich liebt man die menschen mit denen man sein leben verbringt, aber wenn das wirklich vor SM hindern soll, wäre die suizid rate relativ gering. hier ist robert enke mit frau und kind nicht zuletzt ein gutes bsp