hm, wenn es Mut ist, dann ist es der mut der verzweiflung!
eigl finde ich, ist es sogar genau das gegenteil.
sich seinen problemen zu stellen, sie zu bekämpfen, nicht aufzugeben, "das" ist mut!
selbstmord ist ein davonlaufen und eigl sehr feige!
so gute gründe auch jdn haben mag, so verständlich es auch ist, wenn es jdn tut....aber "mutig" ist es nicht.
lg,kena
Unrecht hast du nicht – kommt drauf an ob man wirklich noch eine Chance hätte etwas im Leben zu ändern oder nicht. Ich bin allerdings der Ansicht, dass es manchmal mehr als eine Wahrheit gibt.
Mut ist der Gegensatz von Angst grob gesagt. So wie es verschiedene Formen von Ängsten gibt (reale/rationale Angst // neurotische, krankhafte Angst (z.B. Phobien) // Gewissensangst // existenzielle Ängste // individuelle/kollektive Ängste // etc.), gibt es auch verschiedene dazu passende Formen von Mut.
Den Mut zu haben die Probleme in einer menschlichen Gesellschaft zu bewältigen oder den Mut zu haben sich das Leben zu nehmen sind zwei ganz verschiedene Seiten. Ein Mensch der im Leben Erfolg hat weil er seine alltäglichen Probleme meistert, kann gleichzeitig an einer Phobie leiden, oder ganz andere Ängste entwickeln, und hat aber auch ganz natürliche Ängste (die ihn schützen). Auch erfolgreiche Menschen nehmen sich das Leben. Jeder Mensch hat aber seine eigenes 'Angstmuster', also unterschiedlich starke Angst vor unterschiedlichen Dingen.
Ein Mensch dessen Leben normal verläuft hat mehr oder weniger Angst sein Leben zu verlieren. Für manche Menschen kehren sich die Relationen mit der Zeit um, das 'Angstmuster' verschiebt sich, oder Ängste/Probleme erhalten ein anderes/größeres Gewicht. Die Angst vor dem Tod wird kleiner als die vor alltäglichen Problemen.
Ein Mensch der sein Leben beenden möchte bringt dann mehr oder weniger leicht den Mut auf dies zu tun, als den zu versuchen sich den Problemen zu stellen. Jeder Mensch ist ein Individuum und die Gründe warum ein Mensch sich das Leben nehmen möchte sind so vielschichtig und der Prozess dahin so komplex, das man es nicht allgemein erklären kann.
Tabletten zu schlucken löst im ‚kritischen Moment’ vermutlich weniger rationale Angst aus als ein heranrasender Zug.
Aber eigentlich meine ich den Mut auf der Ebene einer Entscheidung. Eine Entscheidung zu fällen braucht ebenfalls eine Form von Mut. Je größer die Tragweite der Entscheidung ist, desto mehr Mut wird gebraucht. Sich für etwas zu entscheiden bedeutet ja auch es umzusetzen. Eine unumkehrbare Entscheidung zu treffen braucht so gesehen enorm viel Mut. Wofür man sich entscheidet spielt keine Rolle. Vor allem schwere Entscheidungen trifft man mit Hilfe seines Gewissens, dies ist bei den Betroffenen bewusst oder unbewusst meist stark belastet. Das Wer, Wo, Wann, Wie oder Warum spielt dabei keine Rolle.
Mag sein das ich Unrecht habe, aber es ist meine wohlüberlegte Sichtweise.
Gruß, Shubunkin