Ich denke, genau das ist der springende Punkt.Weiteres Risiko: Der Staat kann auch sonst jederzeit die Regeln ändern.
Der Staat ist nicht die Heilsarmee und auch die Finanzdienstleister, die solche Produkte dann anbieten sind nicht die Heilsarmee: In der Regel bieten sie solche Produkte an, weil sie daran verdienen wollen und je mehr Pateien an einem Konzept verdienen, desto schlechter für den Anleger.
Erinnere mich noch gut an den Bausparvertrag: Plötzlich, in der Niedrigzinsphase wurde es für rechtens erklärt, (Alt-)Verträge mit hohen Verzinsungen zu kündigen....ich meine...hey... kann das der Privatmensch jetzt auch machen: Oh das Marktumfeld hat sich geändert und mein Kreditvertrag ist ungünstig für mich. Dann kündige ich mal eben ohne Konsequenzen. "Pacta sunt servanda" gilt halt nicht für jeden.
ich habe auch schon bei einem Sparprodukt erlebt, dass die Bank einfach so festlegen konnte, dass man nur noch eine sehr geringe Summe im jahr ansparen durfte, weil es eben in der Niedrigzinsphase eine sehr hohe verzinsung hatte (und damit war das ganze Ding im Grunde wertlos). Tja, das ist eben eigentlich das Spiel: man spekuliert auf gewisse Erträge und Entwicklungen und manchmal hat man Glück und manchmal Pech.
Das Problem ist aber eben, dass Banken oder halt auch der Staat immer Mittel und wege finden, die Spieregeln des Marktes zu umgehen und dann schaust Du als Anleger dumm aus der Wäsche.
Wer sich auf die Versprechen im heute verlässt, ist halt der Dumme, wenn die Anlageform sich plötzlich doch als "zu gut" für den Anleger erweist.
Allein schon deswegen würde ich von so einem Konzept nicht erwarten, dass es besonders gut ist- maximal ist es Ok und sicher nicht besser, als selber anzulegen und zu sparen.
ich persönlich würde eher selbst in ETF investieren - ohne ein staatliches Konstrukt drum herum. Dann ist man auch flexibler und kann ggf auf andere Anlagen umsteigen, wenn es die persönliche Situation erfordert oder der Markt sich ändert.