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Altersvorsorgedepot (AVD)

Menschen, die wissen, dass ein breit gestreute Aktien ETFs historische Renditen von 7% haben und das sehr kalkulierbar sicher.
Wie gesagt, hatten wir alles schon bei Riester. Der Staat könne nicht wirtschaften, die Beiträge könnten gering bleiben, "die Märkte" könnten bis zu 10 % Rendite erwirtschaften, hieß es damals. Was ist von übrig geblieben? Nichts.
Und wir werden auch sehen, was vom ETF-Hype übrig bleibt, wenn in ein paar Jahren die Anleger in den Ruhestand gehen und im großen Stil ihre Anlagen monetarisieren.
 
Wie gesagt, hatten wir alles schon bei Riester. Der Staat könne nicht wirtschaften, die Beiträge könnten gering bleiben, "die Märkte" könnten bis zu 10 % Rendite erwirtschaften, hieß es damals. Was ist von übrig geblieben? Nichts.
Nein das hatten wir nicht bei Riester.
Riester war als Garantieprodukt aufgebaut. Beiträge in einem Riestervertrag flossen eben nicht in "die Märkte" sondern in schlechte verzinste Garantieprodukte.
Und wir werden auch sehen, was vom ETF-Hype übrig bleibt, wenn in ein paar Jahren die Anleger in den Ruhestand gehen und im großen Stil ihre Anlagen monetarisieren.
An der These, dass der Renteneintritt der Babyboomer („Demografischer Wandel“) zu einem kollabierenden ETF- und Aktienmarkt führen könnte, ist bei genauerer Betrachtung theoretisch und praktisch wenig dran. Die Befürchtung übersieht wesentliche Mechanismen des globalen Finanzsystems.

1. Verkäufe geschehen schleichend, nicht auf einen Schlag: Anleger verkaufen mit 65 oder 67 Jahren nicht über Nacht ihr gesamtes Portfolio. Die Entnahmephase erstreckt sich über 20 bis 30 Jahre. In der Praxis werden meist nur 3 bis 4 % des Kapitals pro Jahr liquidausgezahlt, während der verbleibende Großteil im Markt investiert bleibt und weiter erwirtschaftet.

2. Globale Entkopplung der Märkte: Sollten in einzelnen Ländern (wie Deutschland) altersbedingt mehr Anteile verkauft als gekauft werden, wirkt das global kaum nach. Breit gestreute ETFs (wie MSCI World oder FTSE All-World) investieren in globale Märkte. Der demografische Wandel verläuft weltweit zeitversetzt, und schwellende Mittelschichten in anderen Regionen treten zeitgleich als neue Käufer an die Kapitalmärkte.

3. Institutionelles Kapital dominiert das Volumen: Der Großteil des weltweit in ETFs und Aktien investierten Kapitals stammt nicht von privaten Kleinanlegern, sondern von institutionellen Investoren (Pensionsfonds, Staatsfonds, Versicherungen, Banken). Diese schichten Portfolios zwar um, lösen aber keine panikartigen Liquidationswellen aus.

4. Die Funktion von ETFs ist passiv: ETFs sind lediglich Hüllen. Der Preis eines ETFs richtet sich nach dem Marktwert der enthaltenen Unternehmensaktien. Wenn Aktionäre Anteile verkaufen, wird dieser Angebotsschub von den Fundamentaldaten der Unternehmen abgefedert: Generieren diese weiterhin Gewinne und Cashflows, finden sich Käufer oder die Unternehmen kaufen eigene Aktien zurück.

Der Eintritt der geburtenstarken Jahrgänge in den Ruhestand erzeugt keinen strukturellen Marktcrash bei ETFs.

Überhaupt: Es geht um Unternehmen. Ich würde 10 mal eher auf globale Finanzmärkte wetten als auf irgendeine andere Anlage, sei es das Tagesgeldkonto oder eine Staatsanleihe. Ich weiß nicht ob es meine Bank oder Deutschland noch in 50 Jahren gibt; aber dass es so etwas wie eine Weltwirtschaft noch gibt, ist vergleichsweise sicher. ETFs sind in Bezug auf Rente die meines Ermessens sichersten Anlage.
 
Nein das hatten wir nicht bei Riester.
Riester war als Garantieprodukt aufgebaut. Beiträge in einem Riestervertrag flossen eben nicht in "die Märkte" sondern in schlechte verzinste Garantieprodukte.

An der These, dass der Renteneintritt der Babyboomer („Demografischer Wandel“) zu einem kollabierenden ETF- und Aktienmarkt führen könnte, ist bei genauerer Betrachtung theoretisch und praktisch wenig dran. Die Befürchtung übersieht wesentliche Mechanismen des globalen Finanzsystems.

1. Verkäufe geschehen schleichend, nicht auf einen Schlag: Anleger verkaufen mit 65 oder 67 Jahren nicht über Nacht ihr gesamtes Portfolio. Die Entnahmephase erstreckt sich über 20 bis 30 Jahre. In der Praxis werden meist nur 3 bis 4 % des Kapitals pro Jahr liquidausgezahlt, während der verbleibende Großteil im Markt investiert bleibt und weiter erwirtschaftet.

2. Globale Entkopplung der Märkte: Sollten in einzelnen Ländern (wie Deutschland) altersbedingt mehr Anteile verkauft als gekauft werden, wirkt das global kaum nach. Breit gestreute ETFs (wie MSCI World oder FTSE All-World) investieren in globale Märkte. Der demografische Wandel verläuft weltweit zeitversetzt, und schwellende Mittelschichten in anderen Regionen treten zeitgleich als neue Käufer an die Kapitalmärkte.

3. Institutionelles Kapital dominiert das Volumen: Der Großteil des weltweit in ETFs und Aktien investierten Kapitals stammt nicht von privaten Kleinanlegern, sondern von institutionellen Investoren (Pensionsfonds, Staatsfonds, Versicherungen, Banken). Diese schichten Portfolios zwar um, lösen aber keine panikartigen Liquidationswellen aus.

4. Die Funktion von ETFs ist passiv: ETFs sind lediglich Hüllen. Der Preis eines ETFs richtet sich nach dem Marktwert der enthaltenen Unternehmensaktien. Wenn Aktionäre Anteile verkaufen, wird dieser Angebotsschub von den Fundamentaldaten der Unternehmen abgefedert: Generieren diese weiterhin Gewinne und Cashflows, finden sich Käufer oder die Unternehmen kaufen eigene Aktien zurück.

Der Eintritt der geburtenstarken Jahrgänge in den Ruhestand erzeugt keinen strukturellen Marktcrash bei ETFs.

Überhaupt: Es geht um Unternehmen. Ich würde 10 mal eher auf globale Finanzmärkte wetten als auf irgendeine andere Anlage, sei es das Tagesgeldkonto oder eine Staatsanleihe. Ich weiß nicht ob es meine Bank oder Deutschland noch in 50 Jahren gibt; aber dass es so etwas wie eine Weltwirtschaft noch gibt, ist vergleichsweise sicher. ETFs sind in Bezug auf Rente die meines Ermessens sichersten Anlage.
Dann investiere doch in diese Anlagen. Warum nicht?
Darum musst Du doch niemand anderen überzeugen das auch zu tun?

Ich bin da raus und werde und will nicht überzeugt werden.
 
Und auch wenn es jetzt ad hominem ist: Ich finde es etwas befremdlich, dass jemand, dessen Gehalt und Pension vom Steuerzahler bezahlt wird, hier kapitalgedeckte Altersvorsorge propagiert.
Es ist ad hominem. Und du bist herzlich eingeladen weiter über das Thema Altersvorsorgedepot zu diskutieren, aber nicht über mich persönlich. Das gilt für Alle Beteiligten. Danke.
 
Tja, genau mein Humor. Gehalt vom Steuerzahler kassieren und tagsüber im HR-Forum posten. Das Spielgeld an der Börse anlegen und vom tollen Finanzmarkt erzählen. Wenn das so toll ist, warum arbeitest du nicht in der freien Wirtschaft? Da, wo all die Leute arbeiten, die dein Gehalt und deine Rendite erarbeiten müssen.

Und wenn es dann nicht klappt mit den Aktien als Altersvorsorge dann kannst du dich entspannt zurücklehnen, denn immerhin zahlt der Steuerzahler auch deine Pension. Für die du selbstverständlich in deinem Leben keine Beiträge zahlen musstest. Denn Wirtschaften ist immer dann toll, wenn es die anderen machen.

Wir können gerne über das AVD diskutieren, aber dann bitte kein Verkaufsgespräch führen!
 
Also, ich habe mich damit nicht näher befasst. Wenn man damit in Summe nicht schlechter fährt als mit einem "durchschnittlichen Depot" oder anderen Anlageformen, warum sollte man dann die Zuschüsse nicht nutzen? Ist doch zum Teil "geschenktes" Geld?
 
Und ja, ich habe Vorbehalte gegen die Finanzindustrie.
  • Weil diese ganze Finanzwirtschaft keine Wertschöpfung betreibt. All die Kapitalgewinne müssen erarbeitet werden von den Leuten, die sich vor Ort die Finger dreckig machen müssen.
  • Weil ein guter Teil der Kohle mit Waffen gemacht wird und letztlich Menschen dafür mit ihrem Leben bezahlen
  • Weil die Spekulationen zu erhöhten Lebensmittelpreisen führen und dann schon wieder Menschen mit ihrem Leben für die Gewinne anderer bezahlen.
  • Weil keine der vergangenen Finanzkrisen von Experten vorhergesagt werden konnte und der Hinweis, dass dies oder jenes sicher sei, nichts wert ist
  • Und weil dieses ganze globale Finanzkasino schon längst zusammengefallen wäre, wenn nicht immer wieder massiv Steuergelder hineingeschossen würden, wie in der letzten Finanzkrise. Letztlich können die ihre Risiken nämlich nicht tragen, auch wenn sie anderes behaupten.
 
Tja, genau mein Humor. Gehalt vom Steuerzahler kassieren und tagsüber im HR-Forum posten. Das Spielgeld an der Börse anlegen und vom tollen Finanzmarkt erzählen. Wenn das so toll ist, warum arbeitest du nicht in der freien Wirtschaft? Da, wo all die Leute arbeiten, die dein Gehalt und deine Rendite erarbeiten müssen.

Und wenn es dann nicht klappt mit den Aktien als Altersvorsorge dann kannst du dich entspannt zurücklehnen, denn immerhin zahlt der Steuerzahler auch deine Pension. Für die du selbstverständlich in deinem Leben keine Beiträge zahlen musstest. Denn Wirtschaften ist immer dann toll, wenn es die anderen machen.

Wir können gerne über das AVD diskutieren, aber dann bitte kein Verkaufsgespräch führen!
Ich hab darauf hingewiesen, dass deine Aussagen zum AVD Depot falsch sind.

Darauf hin hast du, anstatt darüber sachlich zu diskutieren, mich jetzt zweimal ad hominem angegriffen.

Halte dich an das Thema des Threads oder ich werde deine Beiträge konsequent melden bzw. dich auf ignore setzen. Danke.
 

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