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Altersvorsorgedepot (AVD)

Stimmt. Die Frage ist, gehören wir zu den "ein oder anderen" bei denen ein Plus rauskommt?

Ich habe das für mich mal mit Excel durchgerechnet und von KI gegenprüfen lassen
Bei 1800 € Einzahlung komme ich auf ein Endvermögen zum Renteneintritt von 105.000 € beim AVD Depot, inklusive aller Steuervorteile
Beim normales ETF Depot wären es nur 90.000 €.
Aber jetzt kommt der Knackpunkt, den du zurecht angesprochen hast. Auszahlungen aus dem AVD werden mit meinem persönlichen Steuersatz besteuert

Ich zitiere das KI Ergebnis:
___________________________________________________
Das Altersvorsorgedepot ist in Ihrem Fall finanziell leicht im Nachteil, wenn man den gesamten Lebenszyklus bis zum 85. Lebensjahr betrachtet.
Gründe:
  • Hohes Ruhestandseinkommen (Pension): Als Beamter werden Sie im Ruhestand eine relativ hohe Pension erhalten, die im Gegensatz zu Angestellten zu 100% versteuert wird. Ihr persönlicher Steuersatz im Alter bleibt dadurch relativ hoch (ca. 28–32 %). Die nachgelagerte Vollbesteuerung des AVD frisst den anfänglichen Förder- und Zinseszinseffekt auf.
  • Steuerprivileg des freien Depots: Beim freien ETF-Depot greift die Teilfreistellung (30 % steuerfrei bei Aktien-ETFs) und es wird nur der Gewinn besteuert. Beim AVD wird im Alter der gesamte Auszahlungsbetrag (Beiträge + Gewinne) versteuert.
Ergebnis: Das freie ETF-Depot bringt Ihnen netto voraussichtlich ca. 700 bis 1.000 € mehr Netto-Auszahlung pro Jahr in der Rente und bietet maximale Flexibilität. Das AVD lohnt sich für Sie als Beamter ohne Kinderzulagen nur bedingt.

Stratege-Tipp: Wenn Sie das AVD ab 2027 nutzen möchten, macht es bei Ihrem Einkommen Sinn, den Eigenbeitrag auf 360 € pro Jahr (30 €/Monat) zu reduzieren. Damit greifen Sie die maximale relative Förderung ab (50 % Zulage = 180 € geschenkt auf 360 € Eigenbeitrag). Die restlichen 1.440 € fahren im freien ETF-Depot deutlich besser.
___________________________________________________

Das hat mich überrascht, dass das AVD sogar schlechter ist als ein normales ETF Depot.
Überrascht mich nicht. Wir haben auch mehrere Fälle die für uns in Frage kommen durchgerechnet .
Kein einziger wäre zu unserem Vorteil gewesen .
 
Ich bin wie gesagt noch nicht durch mit meinem Gedanken, zumal die AVD Rechner widersprüchlich sind.

Daher mal ein einfaches Beispiel:

- 30% persönlicher Steuersatz während der Arbeits- und auch der Rentenphase
- unterstellt das eingezahlte Kapital wird sich verdoppeln
- unterstellt man zahlt 100 € ein (damit wir eine glatte Größe haben)

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Wenn ich im AVD 100 € einzahle, werden daraus am Ende nach Abzug von 30% persönlicher Steuern 140 €

Beim normalen Depot wäre die Einzahlung netto kleiner, weil ich vom versteuerten Brutto einzahle. Bei 30% Lohnsteuer würde ich als statt 100 € nur 70 einzahlen können. Aus diesen 70 würden dann nach Abzug von 25% Kapitalertragssteuer auf den Gewinn (0,25*70) insgesamt 123 €

Gewinner: AVD Depot

Wenn man die Teilfreistellung berücksichtigt könnte dies die Kapitalertragssteuer beim normalen Depot zwar verringern, aber das normale Depot würde selbst dann nicht das AVD schlagen wenn ich keiner Abgeltungssteuer zahlen müsste.

Heißt für mich: Solange der persönliche Steuersatz in der Rentenzeit nicht höher ist als der Steuersatz in der Arbeitszeit, ist das AVD durchaus sinnvoll.

Rechnen wir mal etwas realistischer mit einer Einzahlung über gesamte Leben von 50.000, nur 25% Steuer in der Rentenzeit und die Kapitalertragssteuer reduziert um die Teilfreistellung... dann wäre das AVD sogar mit rund 10.000 € spürbar im Plus

Allerdings ein echter Gamechanger bei der privaten Vorsorge ist es nicht. In der öffentlichen Darstellung klingt die staatliche Zulage besser als sie ist. Und es fehlt eigentlich auch der Warnhinweis, dass es sich umso weniger lohnt, desto höhere Einkünfte man im Alter sowieso hat.
 
Beim normalen Depot wäre die Einzahlung netto kleiner, weil ich vom versteuerten Brutto einzahle. Bei 30% Lohnsteuer würde ich als statt 100 € nur 70 einzahlen können. Aus diesen 70 würden dann nach Abzug von 25% Kapitalertragssteuer auf den Gewinn (0,25*70) insgesamt 123 €
Warum rechnest Du immer mit der Lohnsteuer?
Das trifft ja nur bei einer Lohnumwandlung zu.
Aber die Beiträge müssen und werden ja nicht zwingend per Lohnumwandlung einbezahlt.
 
Ich bin wie gesagt noch nicht durch mit meinem Gedanken, zumal die AVD Rechner widersprüchlich sind.

Daher mal ein einfaches Beispiel:

- 30% persönlicher Steuersatz während der Arbeits- und auch der Rentenphase
- unterstellt das eingezahlte Kapital wird sich verdoppeln
- unterstellt man zahlt 100 € ein (damit wir eine glatte Größe haben)

image.png.986db278960665b08924be07c6b43280.png

Wenn ich im AVD 100 € einzahle, werden daraus am Ende nach Abzug von 30% persönlicher Steuern 140 €

Beim normalen Depot wäre die Einzahlung netto kleiner, weil ich vom versteuerten Brutto einzahle. Bei 30% Lohnsteuer würde ich als statt 100 € nur 70 einzahlen können. Aus diesen 70 würden dann nach Abzug von 25% Kapitalertragssteuer auf den Gewinn (0,25*70) insgesamt 123 €

Gewinner: AVD Depot

Wenn man die Teilfreistellung berücksichtigt könnte dies die Kapitalertragssteuer beim normalen Depot zwar verringern, aber das normale Depot würde selbst dann nicht das AVD schlagen wenn ich keiner Abgeltungssteuer zahlen müsste.

Heißt für mich: Solange der persönliche Steuersatz in der Rentenzeit nicht höher ist als der Steuersatz in der Arbeitszeit, ist das AVD durchaus sinnvoll.

Rechnen wir mal etwas realistischer mit einer Einzahlung über gesamte Leben von 50.000, nur 25% Steuer in der Rentenzeit und die Kapitalertragssteuer reduziert um die Teilfreistellung... dann wäre das AVD sogar mit rund 10.000 € spürbar im Plus

Allerdings ein echter Gamechanger bei der privaten Vorsorge ist es nicht. In der öffentlichen Darstellung klingt die staatliche Zulage besser als sie ist. Und es fehlt eigentlich auch der Warnhinweis, dass es sich umso weniger lohnt, desto höhere Einkünfte man im Alter sowieso hat.
Bei der Rechnung von 50 000 zahlst du rund 28 Jahre ein. Selbst wenn du es schaffst deine anderen Altersvorsorgen vorher auszahlen zu lassen, dass dein Einkommen dann nicht so hoch ist, dass sich dein Steuersatz erhöht , und deine obige Rechnung stimmt : 10 000 Euro eventueller Gewinn? Dafür 28 Jahre Bangen, dass denen da oben nicht wieder was anderes einfällt wie sie noch mehr abgreifen können ? Die 10 000 Euro werden das Leben im Rentenalter nicht groß verändern. Das reicht dann gerade mal für 2 Monate länger . Und du musst auch 85 werden , sonst kriegst ja nicht alles .
Wenn die Erben ( alle außer Ehepartner ) die Förderung zurückzahlen müssen , dann fährst du / die Erben schlechter als bei rein privater Anlage .
Tradest du mit einem Teil des Geldes , hast du 10 000 ruckzuck zusammen .
Und bist nicht gebunden .
 
Ich glaube Andreas versucht immer noch nen Vorteil darin zu finden, den es aber nicht gibt, wenn man parallel anderweitig noch vorsorgt und dadurch im Rentenalter höhere Einkünfte hat.
Ich glaube - wie in meiner Rechnung dargestellt - dass der Vorteil schon da ist.

Natürlich hast du mit allen deinen Anmerkungen Recht:
  • Nachteil Kapitalbindung
  • Mögliches Gesetztesänderungsrisiko
  • Potenzielles Risiko bei Vererbung
  • und kein Gamechanger
Allerdings bestehen auch bei einem privaten Depot Risiken. Wenn der Staat morgen die Kapitalertragssteuer erhöht, wäre das für ein privates Depot schlecht. Und unter uns: Jetzt wo jedem das AVD zur Verfügung steht, könnte der Staat besser als jemals zuvor sagen: Lass uns die Kapitalertragssteuer erhöhen, schließlich könnt ihr ja jetzt im AVD vorsorgen!
Ich wette sowas ginge (leider) leichter durch als eine nachträgliche Verschlechterung des AVD.

Und wenn du sagst, dass man 10.000 € ruckzuck zusammen hat, mag das für manche Menschen stimmen, aber meist ist es mit Risiko verbunden und 10.000 € mehr ist für Viele verdammt viel Geld. Beim AVD ist es dagegen eine relativ sichere Steuerersparnis (Ja, 100% sicher ist immer nur der Tod...)

Würde ich alleine auf das AVD setzen? Nein! Aber als Baustein der Altersvorsorge neben Rente + eventuell Betriebsrente, privaten Depot, Immobilie etc. halte ich es für denkbar.

Bin ich in der Gesamtsumme dennoch enttäuscht? Ja! Es ist zu kompliziert, hat die genannten Nachteile und der Vorteil ist überschaubar. Ich glaube das AVD wird erfolgreicher und besser als Riester, aber unter den Möglichkeiten einer wirklich richtig populären privaten Vorsorge.
 
Inwiefern ist es eine Steuerersparnis?
Siehe meine Berechnung.
Du sparst im AVD effektiv die Abgeltungssteuer ein und hast den Vorteil dass sich durch die nachgelagerte Besteuerung auch deine Lohnsteuer nach hinten verschiebt (und bei den meisten Menschen geringer ausfällt, weil sie im Alter geringere Steuern haben).

Ich habe ne Weile gebraucht um das zu verstehen, aber rein steuerlich ist das AVD für 95% der Menschen vorteilhaft.
 

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