Also auch vor 30, 40 oder vor 50 bis 60 Jahren haben die wenigsten Leute noch "auf den Feldern geschuftet".
Daran liegt's also eher nicht...
Und auch damals haben die meisten Menschen, ob sie nun Handwerker oder Büroangestellte waren, einfach mehr freundschaftliche und nachbarliche Kontakte gehabt, da hat
@MisterEko ganz Recht.
Anscheinend haben viele Leute heutzutage die Fähigkeit verloren, unbefangen zu kommunizieren, und auf andere zuzugehen. Oder noch schlechter, haben das gar nicht erst gelernt...
Gerade in den Sozialen Medien machen sich auch viele Leute gegenseitig ihre Kontakte schlecht, so nach dem Motto:" guck doch mal wie die aussieht, mit der würde ich nicht auf das Konzert gehen", oder "was willst du als Akademiker mit einem Elektriker befreundet sein, das passt doch gar nicht" usw usf....
Und wenn es dann erst zu den leidigen politischen Ansichten kommt... naja, dann ist sowieso nur jemand aus der eigenen Blase passend.
Da nehmen sich auch die verschiedenen politischen Richtungen nicht wirklich viel, höchstens drücken sich politisch sehr stark Rechte noch etwas heftiger aus. Aber das ist auch schon alles...
Früher hat man sich m.E. über dieses ganze Status-Gedöns gar nicht soviel Gedanken gemacht, mir war es auch immer egal, welchen Schulabschluss irgendwelche neuen Freundinnen und Kumpels hatten, solange wie sie nicht gerade stockdumm waren.
Außerdem, schließlich leben wir heute in einer Zeit, die uns oft bedrohlich vorkommt, den einen mehr, den anderen weniger.
Und deshalb zieht man sich dann vielleicht lieber ins Private und Vertraute zurück, und ist einfach weniger neugierig auf neue und unbekannte Menschen.
Auf jeden Fall fühlen wir uns heute doch mehr überfordert, vor allem auf der Arbeit, weil es einfach mehr Druck zum Funktionieren gibt.
Alles das macht einen auf Dauer innerlich mürbe und erschöpft, das ist dann natürlich kein Zustand, in dem man noch viel Lust auf neue Leute kennenlernen hat...