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Als Mann schwieriger neue Freunde mit Substanz zu finden

Meiner Meinung nach hängt das nicht vom Geschlecht ab - auch viele Frauen haben große Schwierigkeiten, neue Freundschaften aufzubauen oder zu halten. Viel entscheidender sind Persönlichkeit, Offenheit, Lebensphase, Arbeitsplatz und leider auch einfach Zufall und Timing. Ein leichter Tipp wäre, den Fokus weniger auf Freundschaft finden zu legen und mehr auf Aktivitäten, die dir wirklich Spaß machen – Kontakte entstehen oft dann, wenn man es am wenigsten erwartet 🙂
 
Vielleicht liegt das an den modernen Zeiten? Heute haben wir so viele Möglichkeiten uns zu beschäftigen. Und Maschinen übernehmen mit der Zeit immer mehr Dinge. Was für Beschäftigungen haben Leute damals gehabt neben der Arbeit? Also Dinge, die man alleine machen konnte? Sicherlich weniger als heutzutage. Damals hat das alleine für viele sicher nicht gereicht. Um mehr Abwechslung ins Leben zu bringen musste man gesellig sein. Heute gibt es dagegen superviele Alternativen und Möglichkeiten.

Oder man ist generell fauler und träger geworden. Während man damals noch auf den Feldern schuften musste, Bewegung hatte und aktiv sein musste, kann man heute einfach eine Büroarbeit machen und überall mit dem Auto hinfahren. Heutzutage muss man schon aktiv Sport machen oder ins Fitnessstudio gehen, um sich aktiv und lebendig zu fühlen.

Dazu kommt, dass es uns in Deutschland gut geht. Was für "harte" Zeiten müssen wir überhaupt überstehen, so im Vergleich zu armen Ländern? Darum meckern viele über sinnlose Dinge, wenn sie in Kneipen zusammensitzen. Es gibt für solche Leute sonst nichts Sinnvolles mehr zu bequatschen.

Und anstatt mit Menschen zu reden und von ihnen zu lernen, kann man das meiste auf Wikipedia etc. nachlesen. Man kann sich theoretisch eine Expertise aneignen, ohne überhaupt mit jemandem reden zu müssen. Also ab einem gewissen Alter natürlich.

Und mit der ganzen Vielfalt, driftet man auch weiter auseinander. Es wird schwieriger Gleichgesinnte zu finden, weil jeder andere Interessen hat. In einer Welt mit wenigen Möglichkeiten dagegen, wäre man gezwungen, das beste aus dem Wenigen zu machen. Man würde eher Gleichgesinnte finden.

Heute muss man nicht mehr unbedingt Freundschaften haben und pflegen, man kann auch alleine gut auskommen und sich sicher fühlen. Und man muss sich auch die Frage stellen, ob die Menschen damals überhaupt glücklicher waren?

Das wären so meine Gedanken dazu. 🙂 Ich glaube, dass all diese Faktoren ineinandergreifen.
Also auch vor 30, 40 oder vor 50 bis 60 Jahren haben die wenigsten Leute noch "auf den Feldern geschuftet".
Daran liegt's also eher nicht...
Und auch damals haben die meisten Menschen, ob sie nun Handwerker oder Büroangestellte waren, einfach mehr freundschaftliche und nachbarliche Kontakte gehabt, da hat @MisterEko ganz Recht.

Anscheinend haben viele Leute heutzutage die Fähigkeit verloren, unbefangen zu kommunizieren, und auf andere zuzugehen. Oder noch schlechter, haben das gar nicht erst gelernt...

Gerade in den Sozialen Medien machen sich auch viele Leute gegenseitig ihre Kontakte schlecht, so nach dem Motto:" guck doch mal wie die aussieht, mit der würde ich nicht auf das Konzert gehen", oder "was willst du als Akademiker mit einem Elektriker befreundet sein, das passt doch gar nicht" usw usf....
Und wenn es dann erst zu den leidigen politischen Ansichten kommt... naja, dann ist sowieso nur jemand aus der eigenen Blase passend.
Da nehmen sich auch die verschiedenen politischen Richtungen nicht wirklich viel, höchstens drücken sich politisch sehr stark Rechte noch etwas heftiger aus. Aber das ist auch schon alles...

Früher hat man sich m.E. über dieses ganze Status-Gedöns gar nicht soviel Gedanken gemacht, mir war es auch immer egal, welchen Schulabschluss irgendwelche neuen Freundinnen und Kumpels hatten, solange wie sie nicht gerade stockdumm waren.

Außerdem, schließlich leben wir heute in einer Zeit, die uns oft bedrohlich vorkommt, den einen mehr, den anderen weniger.
Und deshalb zieht man sich dann vielleicht lieber ins Private und Vertraute zurück, und ist einfach weniger neugierig auf neue und unbekannte Menschen.
Auf jeden Fall fühlen wir uns heute doch mehr überfordert, vor allem auf der Arbeit, weil es einfach mehr Druck zum Funktionieren gibt.
Alles das macht einen auf Dauer innerlich mürbe und erschöpft, das ist dann natürlich kein Zustand, in dem man noch viel Lust auf neue Leute kennenlernen hat...
 
Tja. Ich habe gerade begonnen, Hermann Hesse, "Der Steppenwolf" zu lesen.

Und ich muss sagen, ich sehe da bei mir selbst durchaus hier und da gewisse Parallelen. Ich kann mich mit dem Protagonisten im Buch, dem selbt ernannten "Steppenwolf" namens Harry Haller hier und da identifizieren.

Dieser tut sich schwer damit, ein Leben wie das Groß der Bürger es pflegt, selbst gerne zu leben, weil er anders ist, andere Interessen vertritt als die Meisten.

Da ist es natürlich schwer, wahre Freundschaften aufzubauen und dauerhaft zu pflegen.

Aber Gott sei dank, hab ich mir den ein oder anderen Kontakt aus Jugendzeiten, zu dem ich Freundschaften pflege, bewahrt - auch wenn wir uns nicht oft und nicht regelmäßig im Jahr sehen oder einander schreiben, etc.

Wichtig finde ich jedoch, zu versuchen wenigstens ein, zwei Freundschaften im Leben zu haben.
Ganz alleine zu bleiben, wäre schrecklich.

Ich muss noch dazu sagen, dass ich auch Kinder habe.
Durch die Kinder alleine kommt man dann auch oftmals nicht drumherum, Kontakte zu anderen Eltern aufzubauen. Und das ist auch gut so - selbst wenn sich dadurch vielleicht keine Freundschaften entwickeln.
Aber Kinder erden einen selbst und man kommt immer wieder mit Anderen in Kontakt.
 
Also auch vor 30, 40 oder vor 50 bis 60 Jahren haben die wenigsten Leute noch "auf den Feldern geschuftet".
Daran liegt's also eher nicht...
Und auch damals haben die meisten Menschen, ob sie nun Handwerker oder Büroangestellte waren, einfach mehr freundschaftliche und nachbarliche Kontakte gehabt, da hat @MisterEko ganz Recht.

Anscheinend haben viele Leute heutzutage die Fähigkeit verloren, unbefangen zu kommunizieren, und auf andere zuzugehen. Oder noch schlechter, haben das gar nicht erst gelernt...

Gerade in den Sozialen Medien machen sich auch viele Leute gegenseitig ihre Kontakte schlecht, so nach dem Motto:" guck doch mal wie die aussieht, mit der würde ich nicht auf das Konzert gehen", oder "was willst du als Akademiker mit einem Elektriker befreundet sein, das passt doch gar nicht" usw usf....
Und wenn es dann erst zu den leidigen politischen Ansichten kommt... naja, dann ist sowieso nur jemand aus der eigenen Blase passend.
Da nehmen sich auch die verschiedenen politischen Richtungen nicht wirklich viel, höchstens drücken sich politisch sehr stark Rechte noch etwas heftiger aus. Aber das ist auch schon alles...

Früher hat man sich m.E. über dieses ganze Status-Gedöns gar nicht soviel Gedanken gemacht, mir war es auch immer egal, welchen Schulabschluss irgendwelche neuen Freundinnen und Kumpels hatten, solange wie sie nicht gerade stockdumm waren.

Außerdem, schließlich leben wir heute in einer Zeit, die uns oft bedrohlich vorkommt, den einen mehr, den anderen weniger.
Und deshalb zieht man sich dann vielleicht lieber ins Private und Vertraute zurück, und ist einfach weniger neugierig auf neue und unbekannte Menschen.
Auf jeden Fall fühlen wir uns heute doch mehr überfordert, vor allem auf der Arbeit, weil es einfach mehr Druck zum Funktionieren gibt.
Alles das macht einen auf Dauer innerlich mürbe und erschöpft, das ist dann natürlich kein Zustand, in dem man noch viel Lust auf neue Leute kennenlernen hat...

Sehe ich wie du.. dann Brösel noch ein bisschen andere Dinge rein wie Neid / schlechte Kommunikation und und .. Respektlosigkeiten oder grenzüberschreiter .. dann ist man auch nicht wirklich heiß mehr drauf … und verliert auch Stück weit seine offene Art .
 
Ich glaube nicht das es nur für Männer so sehr schwer ist „echte“ Freundschaften zu finden die auch dick über dünn überdauern.

Der Ansatz mit gemeinsamen Interessen oder Themen ist schon mal nicht schlecht . Wie ich finde
 

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