hallo ihr.
ich bin 19, sie auch.
wir kennen uns schon lange, und sind eigtl schon immer gut befreundet gewesen. hatten mal mehr kontakt, mal weniger.
aber besonders die letzten 3 jahre haben wir sehr viel zusammen gemacht. ich mochte sie schon immer wahnsinnig gerne, ich hatte echt dass gefühl dass ich ihr alles erzählen konnte und ich glaub auch, dass sie die einzigste ist, die mich wirklich immer versteht und mich aufheitern kann wenns mir mal nicht so gut geht.
sie hat auch einen freund, eigtl schon seit längerer zeit. das war überhaupt kein problem bis vor n paar monaten, wir haben trotzdem sehr viel unternommen mal zu 2 mal zu 3 mit ihm zusammen und mal mit anderen freunden. haben uns jeden tag gesehn, manchmal hab ich mehrere tage über bei ihr übernachtet, etc.
alles schön und gut. es hätte so perfekt sein können.
iwann hab ich gemerkt wie gut es mir eigtl in ihrer nähe geht. wenn ich bei ihr war, war mir eigtl alles andere egal. ich hab mir manchmal gedacht, auch wenn wir nur hier zu 2 sitzen, ich möchte jetzt nirgendwoanderst sein. und dass es mir auch nichts ausmachen würde wenn dieser moment einfach für immer andauern würde.
es hat mir trotzdem immer noch nicht viel ausgemacht, wenn sie bei ihrem freund war, solange sie sich trotzdem bei mir gemeldet hat. ich hatte das gefühl ich war ihr trotzdem wichtig.
ich weiß nicht, irgendwann hat es mir dann doch was ausgemacht, als sie sich seltener gemeldet hat und auch mehrere tage lang keine zeit für mich hatte. ich wusste zu dem zeitpunkt gar nicht wieso ich mir denn so einen kopf darüber mache. wieso ich mich denn nicht für sie freuen kann sie ist doch so glücklich. ich hab mich selber gezwungen mich für sie zu freuen, aber dass hat nicht lange geklappt.
irgendwann hab ich ihr dann mal gesagt, dass mich das schon auf ne gewisse weise verletzt, weil ich das gefühl hab sie ist nicht mehr da für mich wenn ich sie mal brauche, und er auch immer da ist wenn ich sie besuch oder sie anruf. Und dass mich das ein bisschen stört.
sie war da dann ziemlich niederschlagen, hat aber gesagt dass es wichtig ist dass ich ehrlich zu ihr bin, und dass sie das gut findet, dass ich ihr sowas sag.
naja. das war der anfang von allem echt. ab da gings nur noch bergab.
sie hat sich immer sofort angegriffen gefühlt, wenn ich was gesagt hab was man auch nur andeutungsweise als kritik an ihrem freund deuten könnte.
sie hat mich nicht mehr angerufen.
und wenn ich sie angerufen hab war sie abweisend und komisch.
ich bin in der zeit richtig gestorben.
ich meine wege trennen sich das ist mir klar. auch freundschaften sind mal mehr, mal weniger intensiv, aber das hat mich echt so fertig gemacht.
ich bin die ganze zeit quasi vor dem telefon gesessen und hab gewartet, nein gebetet dass sie anruft.
und wenn sie nicht angerufen hat dann hab ich mich so schrecklich gefühlt. irgendwann hab ich sie dann doch immer angerufen. sie brauchte nur ein falsches wort zu sagen und ich hab sofort nachdem ich aufgelegt hab losgeheult.
ich könnte mich selber echt dafür hassen. ich versteh gar nicht was mit mir los ist.
ich war dann auch immer komisch zu ihr, ich weiß selbst nicht warum, ich hab irgendwann angefangen gereizt und abweisend zu reagieren, wenn sie was von ihm erzählt. Und ich konnte einfach nicht mehr damit aufhören. Ich hab mich sicher verändert. Aber ich konnte einfach nicht mehr fröhlich und lustig sein. das hat mich so bedrückt. und es hat mir dann so weh getan dass ich sie gerade verletzt habe mit dem was ich gesagt habe. und ich hab damit immer mehr davon zerstört was mir doch so wichtig ist. was das letzte ist was ich auf dieser welt verlieren möchte. Ich hab selbst nicht verstanden was ich da tu. Und ich hab gemerkt dass es ihr nichts ausmacht, dass wir uns verlieren. Zumindest hab ich geglaubt das zu merken. wahnsinn wie viel einem fehlt, wenn der tägliche anruf nicht kommt.
Nunja ich mag davon jetzt gar nicht mehr so viel erzählen.
Ich hab mich natürlich irgendwann gefragt ob das normal ist, dass mich das so mitnimmt. Ich hatte echt das gefühl mir fehlt etwas existentielles.
Hab mich manchmal gefragt wie um alles in der welt ich denn ein leben führen soll, in dem sie keine rolle spielt. Auf der anderen seite hab ich mir echt gedacht ich muss aufhören ständig an sie zu denken und daran was sie jetzt gerade denkt, und ob sie es denn nicht ein kleines bisschen vermisst wie es damals war etc.. und das funktioniert eben nur wenn ich abstand nehm. Anfangs hab ich mir gedacht, dass das eigtl das letzte ist was ich will. Aber irgendwann, als ich echt nur noch jeden abend heulend daheimsaß hab ich dann doch beschlossen dass es so nicht weitergeht.
Ich weiß immer noch nicht wie ich fühl. Keine ahnung. Es ist nur erstaunlich wie viel von dem was ihr schreib auch auf mich zutrifft. Der ständige drang ihr zu schreiben o anzurufen. Wie S**** ich mich fühl wenn sie was mit ihrem freund oder anderen guten freunden macht.
Bin jetzt wirklich n bisschen auf abstand gegangen. Anfangs wars furchtbar, aber jetzt geht’s.
Hab mich dran gewöhnt, dass sie mich halt einfach nicht mehr anruft.
Wenn sies doch mal tut, hass ich sie fast ein bisschen dafür, weil’s mir danach wieder schlechter geht.
Nun denn,
sorry, dass ich so viel geschrieben hab.
Wie geht’s euch so?