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Alles auf einmal...

mellchen

Aktives Mitglied
Ich muss grad mal mir was von der Seele schreiben denn irgendwie kommt mal wieder alles auf ein mal.
Vor 8 Jahren starb meine Mutter an Krebs (damals war ich 19). Das habe ich gut verkraftet.. war gerade dabei mich nach meinem ABI vom Elternhaus abzukapseln.
2001 bin ich dann selbst erkrankt.. auch das habe ich gut überstanden und hatte keine Probleme es zu verkraften.
Aber 2008 toppt alles... Erst mein Vater an Leukämie erkrankt, dann vom Freund verlassen der meinte fremdgehen zu müssen (das noch nicht ganz verarbeitet), dann Vater an Knochenkrebs erkrankt, Job gewechselt (dort unter Leistungsdruck), Vater nun ohne Heilungsmöglichkeiten... also um ehrlich zu sein wächst mir gerade alles über den Kopf. Ich schlucke eine schlechte Nachricht nach der nächsten.
Wie viel kann ein Mensch auf ein mal ertragen? Ich glaube wenn bald noch so ein paar Dinger kommen dann haut es mich um und man kann mir burn-out diagnostizieren.

Sorry, daß ich alles so auf einen Haufen geschrieben habe.. musste es mir nur gerade von der Seele schreiben.

Hat jemand ne Adresse wo ich dieses verdammte Arschkarten-Abbo abbestellen kann?
 

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HI;
WOW. Das ist wirklich viel auf einmal.
Aber gut das du es dir mal von der seeleredest.
Wenn es geht solltest du Uraub nehmen. Damit du die Arebit erstmal weg hast.
In deinem Fall kan dich vll auch der hausarzt krankschreiben. Da es verständlich ist das es nicht leicht ist, wenn ein enges Familienmitglied so erkrangt. Und er versteht es bestimmt wenn du es ihm erklärst.
Das mit deinem Ex...tja Männer. Aber vll. soltest du versuchen es abzuschließen und als schlechte Erfahrung abzustempeln.
Wenn du urlaub hast versuche mal zur ruhe zu kommen und verarbeite die alles mal und versuche einen klaren Kopf zu bekommen wie du die Sachen jetzt angehen willst.
Fahre vll mal weg oder besuche deinen Dad.
Wenn es nicht mehr gehen sollt, dann spreche mit jemanden aus deriner Fam darüber.
Du musst da aber auf keinen Fall alleine durch :)

lg h.e.
 

lassereden178

Aktives Mitglied
Ist echt heftig, was Du im Moment so alles mitmachen musst. Aber weisst Du, der Mensch ist in der Lage (Gott sei Dank oder leider sei dahingestellt) eine Menge zu verkraften und über sich hinaus zu wachsen.

Schon heftig, wenn man mit 19 Jahre die Mutter verliert und dann mit einemmal ganz schnell erwachsen werden muss.

Dann noch ein Freund, der nicht treu ist (aber zeig mir den Kerl der 100%ig treu ist, ich hab noch keinen getroffen), die Liebe verloren mit einem Schlag.

Neue Arbeitsstelle ist doch supi auch wenn man unter Leistungsdruck steht, das sollte Dich aufbauen, viele haben gar nicht das Glück, dass sie eine Arbeitstelle haben...

Das mit Deinem Daddy tut mir richtig leid für Dich und kann Dir nur raten, genieße die Zeit, die Du mit ihm hast, sei für ihn da. Wer weiss, wie lange das noch ist. Nur so dass er die letzten Jährchen, die ihm bleiben, wenigstens eine schöne Zeit hat.

Hoffe für Dich, dass Du gute Freunde hast, die Dir zuhören und Dir zur Seite stehen, wenn Du jemanden zum reden brauchst, denn das ist es, was Du im Moment für Dich tun solltest. Wieder ein wenig Kraft tanken, indem Du schöne Sachen machst. Dann nimmst Du die momentanen Belastungen auch etwas leichter.

Ich wünsche Dir viel Kraft, Ausdauer und wirklich gute Freunde...
 

mellchen

Aktives Mitglied
danke schön.. weiß auch gerade gar nicht wo mir der kopf steht und wo ich zuerst anfangen soll. aber habe gott sei dank gute freunde die ich jederzeit anrufen kann und sie für mich da sind wenn ich sie brauche. irgendwie muss man wohl durch...ändern kann ich es eh nicht. aber es tut gut wenn man einfach mal was von der seele schreiben kann ohne nachzudenken.
 

mellchen

Aktives Mitglied
Ich glaube das hört nie auf.. es kommt eine schlechte nachricht nach der anderen. mein vater kämpft seit monaten gegen den krebs. jetzt hatte er am mittwoch einen schlaganfall und ist halbseitig gelähmt, kann nicht mehr sprechen und ist völlig neben sich. liegt noch auf der intensiv. verbringe jede mögliche minute mit ihm und versuche ihn zum reden zu bringen um die gestörte gehirnregion wieder anzuregen. aber was braucht ein krebskranker schlaganfallpatient noch zu seinem glück? klar - epilepsie.. ausgelöst durch den schlaganfall.
ich bin 27 jahre alt, habe bereits meine mutter verloren und werde wohl bald meinen job aufgeben müssen um meinen vater zu pflegen wenn es so weiter geht. habe mir mein leben wirklich anders vorgestellt!

Ps. bin ich ein schlechter mensch weil ich darauf hoffe einen anruf vom krankenhaus zu bekommen der mir mitteilt dass er eingeschlafen und nicht mehr aufgewacht ist? können wahrscheinlich die wenigsten nachvollziehen.
 
Zuletzt bearbeitet:

lassereden178

Aktives Mitglied
Ps. bin ich ein schlechter mensch weil ich darauf hoffe einen anruf vom krankenhaus zu bekommen der mir mitteilt dass er eingeschlafen und nicht mehr aufgewacht ist? können wahrscheinlich die wenigsten nachvollziehen.[/quote]

Hallo Mellchen,

nein Du bist kein schlechter Mensch, weil Du so denkst. Du hast einfach Angst, Angst alles nicht zu schaffen und Deinem Vater nicht richtig helfen zu können. Auch die Angst es finanziell nicht zu packen (du schreibst, Du müsstest Deinen Job aufgeben) spielt eine große Rolle.

Die Angst davor ist normal, aber es ist nicht nur die Angst, sondern auch das Denken, dass Du Deinem Vater Leiden ersparen möchtest. Wenn er entgültig geht, muss er nicht mehr leiden.

Alles normale Gedankengänge, Du solltest Dich aber nicht von der Angst klein kriegen lassen und alle Kräfte mobilisieren, Dein Vater braucht Dich und Du wirst es schaffen, ich glaube an Dich.
 

Tilia

Mitglied
Ps. bin ich ein schlechter mensch weil ich darauf hoffe einen anruf vom krankenhaus zu bekommen der mir mitteilt dass er eingeschlafen und nicht mehr aufgewacht ist? können wahrscheinlich die wenigsten nachvollziehen.
Genau das habe ich als mein Vater totkrank war auch gehofft.
Ich habe mir lange Vorwürfe deswegen gemacht.
Nein ein schlechter Mensch ist man deswegen nicht. Einen schlechten Menschen wäre es egal was wird.
Als ich deine Beiträge gelesen habe hat es mich an meine eigene Geschichte erinnert. Es ist mehr als heftig was du gerade durchmachst und es wäre gut wenn du damit nicht alleine kämpfen musst. Hast du Freunde, Verwandte - oder irgendjemanden der sich um dich kümmert? Es darf nicht sein dass du dich alleine um alles kümmerst. Oder wende dich an Selbsthilfegruppen .
 

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