Pfefferminzdrops
Sehr aktives Mitglied
Mag sein, dass "ein paar Kinder nicht schaden würden". Mein Kind wäre mir aber wertvoll genug als ich es eben nicht als Frontkind für die Entwicklung neuer Zustände einsetzen wollte und wo es sich eben doch immer noch mit den Widrigkeiten des Stadtteils konfrontiert sähe. Daher bin ich da ganz bei @Gene08, es seinem jungen und elternabhängigen Kind so einfach = schön = passend wie möglich machen zu wollen. Für mich ist das auch keine Nebendiskussion, sondern ganz gezielt eben die Meinung, dass Berlin nicht Berlin ist und man bei der Auswahl der Stadt schon auch schauen sollte, wohin es einen genau verschlägt. Ob man das bei dem aktuellen Wohnungskampf überhaupt noch so angehen könnte, spielt ja tatsächlich eine Rolle bei der grundsätzlichen Überlegung.Das soll hier auch keine Nebendiskussion zu Marzahn werden. Aber die Stigmatisierung einzelner Stadtteile ist ja oft ein Problem, weil genau deswegen zB keine Menschen mit Kinder dort hinziehen, dabei ist das gezeichnete Bild oft ziemlich realitätsfern. Ich wohne nicht weit von Marzahn weg, mein Exfreund lebt dort und es ist nicht der (nach meinem Geschmack) hübscheste Stadtteil, das stimmt, aber tatsächlich ein ziemlich ruhiger, in den auch in Bezug auf Infrastruktur und Grünflächen, Spielplätze, etc. immer mehr investiert wird. Tatsächlich wohnen dort (neben Nazis, die sind schei*e, definitiv) vor allem auch sehr viele ältere Menschen, die Rollatorendichte ist sehr hoch und da würden ein paar Kinder nicht schaden. 🙂
Meine Tochter hatte z. B. das Studienplatzangebot an der Charité - aufgrund des Rufes der Klinik steht die immer noch extrem hoch im Kurs bei den Studis. Abgesehen davon, dass selbst die Realität an der Charité mittlerweile anders aussieht und es Unis mit viel besseren Gegebenheiten für die Studierenden gibt, war allein schon das dortige Wohnungsdesaster Grund genug, dass sie sich mit der Stadt gar nicht weiter auseinandergesetzt hat.
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