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Alleinerziehend

Mutti2016

Neues Mitglied
Alleinerziehend – kennt das jemand?


Ich weiß gerade ehrlich gesagt nicht mehr so richtig weiter und möchte einfach mal meine Gedanken aufschreiben und hören, ob es anderen vielleicht ähnlich geht.


Vor ungefähr zehn Jahren bin ich von Berlin nach Brandenburg gezogen – damals gemeinsam mit dem Vater meines Kindes. Die Beziehung ist allerdings schon nach etwa einem Jahr zerbrochen. Seitdem bin ich hier geblieben und habe mein Leben alleine aufgebaut.


Mittlerweile merke ich aber immer stärker, dass ich hier nicht mehr weiterkomme. Beruflich habe ich das Gefühl, festzustecken. Gleichzeitig habe ich hier praktisch kein unterstützendes Umfeld. Der Vater meines Kindes unterstützt mich nicht und auch sonst gibt es niemanden, mit dem ich mich wirklich austauschen oder auf den ich mich mal verlassen könnte.


Dabei geht es mir ausdrücklich nicht darum, dass jemand mein Kind betreuen oder mir diese Verantwortung abnehmen soll. Ich komme meiner Verantwortung nach. Was mir fehlt, ist einfach ein soziales Umfeld. Menschen, mit denen man sich mal treffen, reden, lachen oder auch einfach mal über den Alltag austauschen kann. Menschen, bei denen man nicht das Gefühl hat, komplett alleine dazustehen.


Ich empfinde die Menschen hier leider oft als sehr reserviert. Jeder macht sein eigenes Ding und es ist unglaublich schwierig, wirklich Anschluss zu finden. Nach so vielen Jahren hier habe ich trotzdem nicht das Gefühl, wirklich angekommen zu sein.


Und inzwischen geht das Ganze auch gesundheitlich und emotional an meine Substanz. Seit ungefähr einem Jahr schlafe ich kaum noch, esse teilweise so gut wie nichts und weine sehr, sehr viel. Dazu kommen immer wieder starke Kopfschmerzen. Ich merke einfach, dass ich gerade nicht mehr die Kraft habe, die ich früher hatte.


Deshalb stelle ich mir inzwischen immer häufiger die Frage, ob ich hier überhaupt noch richtig bin. Ob ein Neuanfang vielleicht die bessere Lösung wäre. Vielleicht sogar zurück nach Berlin, wo ich ursprünglich herkomme.


Aber natürlich ist das keine Entscheidung, die man einfach mal eben trifft. Es hängen viele Dinge daran und ich möchte auch nichts überstürzen.


Mich würde deshalb wirklich interessieren, ob es anderen ähnlich geht. Gibt es hier Menschen, die irgendwann an einem ähnlichen Punkt waren – beruflich festgesteckt haben, sich sozial nicht angekommen gefühlt haben und irgendwann gemerkt haben, dass die Situation einfach zu viel wird?


Habt ihr es geschafft, noch etwas aufzubauen? Oder habt ihr irgendwann einen Neuanfang gewagt?


Ich würde mich sehr über ehrliche Erfahrungen und einen respektvollen Austausch freuen.
 
Ich war 10 Jahre AE in Berlin, 2 Kinder, Vater hat sich nur mit Gericht um seine Kinder gekümmert (teilweise).
Ja, teilweise ging es mächtig an die Substanz. Wichtig ist daher ein Netzwerk. Kindergarten, Schule, Nachbarn, einfach dort mal nachfragen.
Berlin hat schon viel zu bieten.
Wie alt sind die Kinder?
 
Deshalb stelle ich mir inzwischen immer häufiger die Frage, ob ich hier überhaupt noch richtig bin. Ob ein Neuanfang vielleicht die bessere Lösung wäre. Vielleicht sogar zurück nach Berlin, wo ich ursprünglich herkomme.
Im Grunde gibt es nichts, was dich in Brandenburg noch halten könnte. Ich würde tatsächlich anfangen die Fühler in Berlin auszustrecken: Alte Kontakte wieder aufwärmen und pflegen, sich informieren wie es mit der beruflichen Aussicht aussieht oder gar erste Bewerbungen schreiben und sich auf dem Wohnungsmarkt umsehen. Das kannst du jetzt schon machen ohne konkrete Pläne zu haben.

Gäbe es eventuell die Möglichkeit bei deinen Eltern unterzukommen bis du wieder Fuss gefasst hast? Dann wärst du schon vor Ort und Arbeits- und Wohnungssuche wären einfacher.

Die Zelte abbrechen und blind nach Berlin zurückgehen würde ich nicht. Immerhin hast du zur Zeit eine Wohnung und eine Arbeit, was dir Sicherheit gibt.
 
Hey Du, das klingt nach einer sehr schweren Situation! Wie weit wohnst du denn inzwischen von Berlin entfernt und wie oft bist du in der Stadt? Hast du noch Menschen, mit denen du in engem Kontakt stehst?
In Berlin ist es sicher viel einfacher Kontexte zu finden, in denen du Menschen in ähnlichen Lebenssituationen triffst, gleichzeitig ist ja leider auch ein Phänomen von Berlin, dass vieles unverbindlich bleibt (ich wohne in Berlin) und die Wohnungssuche ist sehr schwer. Trotzdem klingt es so, als würde dich nicht viel halten und als wäre es Zeit für einen neuen Lebensabschnitt.
 
Hm, gibtves keine Kontakte vielleicht durch die Kinder? Andere Mütter, Väter,

Kontakt durch irgendwelche Vereine, in denen die Kinder gehen?

Kontakt durch Arbeitskollegen?
 

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