Tja ImmerMeer..es ist wie es ist..leider.Du kannst vielleicht nichts an den momentanten Umständen ändern aber sehr wohl deine Sichtweise.
Hast du denn positives in deinem Leben?Kannst du daraus keine Kraft ziehen?Was ist denn genau an deinem Lebensumstand so schlimm?
Was genau zieht dich so runter..und eigentlich die viel wichtigere Frage..warum?
Es ist dein subjektives empfinden aber wie ist es denn objektiv?
Ja, ich habe auch viel Gutes in meinem Leben. Daraus ziehe ich wenig Kraft, weil ich mehr erwarte.
Schlimm an meinem Lebensumstand ist, dass ich in einen fremden Ort gezogen bin, weil mein Mann mir vorgelogen hat, er würde mitkommen - dass ich mich in der schweren Situation auch noch auf ein Kind eingelassen habe, weil ich nicht damit gerechnet habe, dass mein Mann mich im Stich lässt - und dass eben keine Klärung der Geschehnisse möglich ist - Unfrieden zwischen ihm und mir herrscht. Für mich ist es schlöimm, dass ich mich auf ihn verlassen habe - und auf ganzer Linie verarscht wurde. Nun ist für mich fraglich, ob ich überhaupt jemandem vertrauen kann. Alles, was für mich im sozialen Umgang selbstverständlich und wichtig war, ist weggebrochen, seit ich das mit ihm erlebt habe. Und nun ist die Zukunft ungewiss ... und ich bin körperlich und seelisch nicht stark genug, mein Leben zufriedenstellend zu leben, momentan.
Also - objektiv gibt es doch in der Bewertung der Lebensumstände gar nicht. Es ist doch immer die Frage, welche Maßstäbe ich anlege. Vergleiche ich mich mit misshandelten Frauen in Kriegsgebieten, dann gehts mir natürlich sehr gut. Vergleiche ich mich mit jemandem, der einen Mann hat, auf den er sich verlassen kann, der etwas beiträgt, mit dem er etwas aufbauen kann, dann gehts mir mies.
Ja, ich besinne mich immer wieder aufs Positive - aber auch das kostet Kraft - und es fühlt sich nicht ehrlich an. Wenn ich ehrlich auf mein Leben schaue - auf die letzten 2 Jahre, sieht es wie ein Trümmerhaufen aus.