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Alleinerziehend - keine Kraft mehr

dein sohn hat dich ziemlich in griff. und du ihn.
du musst mal loslassen können, damit das auch mit einer fremdbetreuung klappt.
andere kinder gehen in dem alter in den kindergarten/krippe, das wird dein sohn auch können.
nach einer gewissen eingewöhnungsphase eben.
wäre am vernünftigsten!!!!!
 
Das Kind ist 12 Monate und wird noch gestillt. Die Mutter braucht Unterstützung und keine Bevormundung!
Natürlich gibt es Kinder, die es "schaffen" dann schon in eine Betreuung zu gehen. Heißt aber nicht, dass es auch gut für das Kind ist.
Mein Kinder sind mit 1 1/2 Jahren und mit 2 Jahren in die KITA gegangen und das war auch schon am Rande von zu "früh", obwohl es im Endeffekt dann gut lief.
Schön, wenn ImmerMeer ihrem Kind so viel Nähe gibt. Darin sollte sie bestärkt und nicht verunsichert werden!
 
dein sohn hat dich ziemlich in griff. und du ihn.
du musst mal loslassen können, damit das auch mit einer fremdbetreuung klappt.
andere kinder gehen in dem alter in den kindergarten/krippe, das wird dein sohn auch können.
nach einer gewissen eingewöhnungsphase eben.
wäre am vernünftigsten!!!!!

Anmaßend. Weil mein Kind mit einem Jahr fremdelt (was ein völlig normaler und gesunder Entwicklungsschritt ist), behauptest du, wir hätten unsgegenseitig im Griff? Was soll das heißen? Ich MUSS gar nichts, außer irgendwann sterben! Finde ich ne Frechheit, dass du mir hier Vorschriften machen willst. Hast du selbst Kinder? Wenn ja, hoffe ich sehr, dass du mit denen nicht so übergriffig, voreilig urteilend und bevormundend umgehst, wie du es mit mir getan hast.

Mit einer Fremdbetreuung muss es nicht klappen. Und wenn es so weit ist, dass er fremdbetreut werden soll, weil ich wieder arbeiten gehe, dann werden WIR wissen, was dafür nötig ist. Loslassen muss und werde ich mein Kind in dem Maße, wie ich es für richtig halte - und das tue ich auch jetzt schon. Völlig loslassen werde ich mein Kind nie - und das halte ich für gut und richtig.

Was andere Kinder in dem Alter machen, ist mir völlig Rille. Andere Kinder im Alter meines Sohnes werden in ungesunde Lauflernhilfen gesteckt, nicht geimpft oder viel allein gelassen. Machen wir nicht so. Andere Erwachsene in meinem Alter gehen jeden Tag zu ner Party, sagen ihren Kindern, dass sie Versager sind, sind drogensüchtig oder betrügen ihre Partner, mache ich nicht nach. Was soll dieses Vergleichen? Wieso soll ich machen, was andere machen? Weil du es sagst? Ganz sicher nicht.

Mein Sohn geht dann in die Kita, wenn ICH es für richtig halte - nicht eine wildfremde Person, die mich und mein Kind nicht kennt und meint, mal schnell übers Internet ein Urteil abgeben können, was für uns am vernünftigsten sein soll (vor allem mit 5 Ausrufezeichen, haha).
 
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Das Kind ist 12 Monate und wird noch gestillt. Die Mutter braucht Unterstützung und keine Bevormundung!
Natürlich gibt es Kinder, die es "schaffen" dann schon in eine Betreuung zu gehen. Heißt aber nicht, dass es auch gut für das Kind ist.
Mein Kinder sind mit 1 1/2 Jahren und mit 2 Jahren in die KITA gegangen und das war auch schon am Rande von zu "früh", obwohl es im Endeffekt dann gut lief.
Schön, wenn ImmerMeer ihrem Kind so viel Nähe gibt. Darin sollte sie bestärkt und nicht verunsichert werden!


Danke Phelia, richtig - ich suche hier eher emotionale Unterstützung. Jemanden, der mir Mut macht und mögliche Lösungen aufzeigt. Lösungshilfen sind m.E. nur dann sinnvoll, wenn sie im Sinner der Person sind, die Lösungen sucht - also wenn sich der Vorschlagende gut in die Person hineinversetzen kann/will.

Übrigens hatte ich dir ja mal wieder eine PN geschrieben ;-).
 
du lehnst so ziemlich alle vorschläge ab. fremdbetreuung willst du nicht, mütter-kindkur ect. auch nicht. auf die vermutung einer depression bei dir, bist du auch nicht eingegangen und bei beiträgen die nicht deine zustimmung finden, reagierst du unhöflich und beleidigend.
emotianale unterstützung ist gut und schön. aber du willst doch nichts ändern und gegen verbesserungsvorschläge kommen immer gegenargumente.
 
du lehnst so ziemlich alle vorschläge ab. fremdbetreuung willst du nicht, mütter-kindkur ect. auch nicht. auf die vermutung einer depression bei dir, bist du auch nicht eingegangen und bei beiträgen die nicht deine zustimmung finden, reagierst du unhöflich und beleidigend.
emotianale unterstützung ist gut und schön. aber du willst doch nichts ändern und gegen verbesserungsvorschläge kommen immer gegenargumente.

Ich habe doch geschrieben, dass ich den Vorschlag, mir in meiner Stadt Betreuung für mein Kind zu suchen, ausprobiert habe. 2 Monate lang. Was soll ich denn noch tun? Obwohl ich weiß, dass mein Kind momentan nicht reif dafür ist und es mir keine Entspannung bringt, wenn ich das durchziehe, neue Betreuung suchen? Wem soll das was bringen? Wieso sollte ich ihm und mir das antun?

Über die Mutter-Kind-Kur habe ich ja mit euch "geredet" - und meine Bedenken geäußert. Darf ich das nicht? Darauf ist keiner eingegangen. Wenn mir jemand plausibel machen kann, wie ich das Ganze so hinkriegen kann, dass es für mich und das Kind eine hilfreiche Sache ist, dann mache ich das sehr gern. Aber wenn ich die Bedenken habe, wieso muss ich mir das trotzdem antun?

Die Dame, die vermutete, ich hätte eine Depression, hat mir keine Frage gestellt und keinen für mich passenden Hinweis gegeben. Wieso sollte ich darauf eingehen? Wenn sie mich gefragt hätte, ob ich auch denke, dass ich eine Depression habe - oder was mein Psychologe dazu sagt - dann hätte ich gern geantwortet. Hat sie aber nicht.

An welcher Stelle habe ich unhöflich und beleidigend reagiert?

"du willst doch nichts ändern" - ja, das ist eine psychologisch sehr sinnvolle Vorgehensweise - so bringt man Gespräche zum Stillstand, legt den anderen fest, ohne nachzufragen, wie es wirklich ist - und lässt tatsächlich keinen Platz mehr für Veränderung. Warum fragst du mich nicht, was ich will, anstatt über mich zu urteilen?

Weil cih keine Veränderung will, habe ich in den letzten Jahren mein Leben völlig umgekrempelt? Kommt mir unlogisch vor, diese Unterstellung. Aber wenn es dir guttut, das zu denken, mach es.

"Verbesserungsvorschläge" - lustig. Ich muss also etwas verbessern, weil ihr es sagt? Also, ich dachte, es ginge hier um meine Lage, die ich in Ruhe mit euch besprechen will. Ich suche Verständnis und keine "Ratschläge" von Menschen, die meine Lage nicht einmal ansatzweise verstehen, weil sie nie etwas ähnlisch Schlimmes durchgemacht haben. Und wenn jemand zu einer Person sagt, er denkt, sie hätte eine Depression - und dann der "Tipp" folgt, sie solle Literatur darüber lesen - dann zeigt das, dass diese Person nicht mal ansatzweise versteht, was eine Depression ist - geschweigedenn schon in einer ähnlichen Lage war.

Für mich ist es so - ich suche hier nicht nach Lösungen, die IHR gut findet, sondern nach Lösungen für MEIN Leben. Wer freundlich und ohne "du musst/du willst ja nur/du machst nie, was wir vorschlagen"-Bevormundungen und -Vorwürfe mit mir kommuniziert, dem bin ich dankbar für seine Beiträge. Aber so empathielose Hobbypsychologen, die mir meine Entscheidungsfreiheit nehmen wollen und nicht akzeptieren können, wenn ich sachlich benenne, wieso ich einen Vorschlag nicht bzw. anders umsetze, kann ich nicht brauchen. Die machen mir das Leben nur noch schwerer, als es für mich momentan schon ist. Und ich schreibe hier, damit mein Leben leichter wird.

Wie mein Leben leichter wird, kann nur ICH ausprobieren/herausfinden/wissen. Auch wenn jemand meint, er wüsste, was gut für mich ist, sollte er m. E. respektvoll genug mit mir umgehen, mir selbst die Entscheidung zu überlassen, ob ich das auch so sehen möchte wie er.
 
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Ich suche Verständnis und keine "Ratschläge" von Menschen, die meine Lage nicht einmal ansatzweise verstehen, weil sie nie etwas ähnlisch Schlimmes durchgemacht haben.


Wie soll denn deiner Meinung nach das "Verständnis" aussehen? Also, so ganz konkret? Soll das mehr sein als dass Leute dir sagen, wie leid ihnen das alles für dich tut? Die Frage meine ich durchaus ernst - hier kann ja keiner Gedanken lesen, also ohne Weiteres nicht wissen, was du von den Leuten willst. Und die "Ratschläge" sind sicher nicht böswillig gemeint, sonst würden sie kaum gemacht werden. Man hat auch Besseres im Leben zu tun, als deinen (oder irgend einen anderen) Thread zu lesen und zu kommentieren. Aus Böswilligkeit tun sowas die wenigsten.

Letztendlich kann aber keiner wissen, wie passend oder unpassend welche Ratschläge für dein Leben sind, da wir dich und deine ganze Situation gar nicht kennen, sondern nur die Ausschnitte, die du hier kommunizierst. Und wenn du wirklich auf alles, was kommt, nur mit: "Nee, kann ich nix mit anfangen", reagierst (und zwar eher unhöflich im Ton) und überhaupt keine Dankbarkeit zeigen kannst, dass Leute sich mit dir beschäftigen und dir Lösungsvorschläge anbieten, kommt das ziemlich ungut rüber. Damit meine ich nicht, dich überschlagen und zu Kreuze kriechen und alle Vorschläge annehmen, sondern auch nur mal sagen: "Danke, dass ihr euch da Gedanken macht."

Ich wäre übrigens sehr vorsichtig mit der Überzeugung, die Leute, die hier schreiben, hätten "nie etwas ähnlich Schlimmes" durchgemacht. Woher willst du das wissen? Du kennst doch hier auch keinen und kannst keine Gedanken lesen. Nur weil sie anders denken oder reagieren als du? Das ist ein Trugschluss.


Und wenn jemand zu einer Person sagt, er denkt, sie hätte eine Depression - und dann der "Tipp" folgt, sie solle Literatur darüber lesen - dann zeigt das, dass diese Person nicht mal ansatzweise versteht, was eine Depression ist - geschweigedenn schon in einer ähnlichen Lage war.

Hm. Als ich damals in einer (ärztlich diagnostizierten) Depression steckte, hat es mir sehr weitergeholfen, Literatur darüber zu lesen, weil ich wissen wollte, was das ist, was ich habe, und was helfen könnte. Meidkamente und Therapeutin habe ich dann auch noch gebraucht, aber mich auch selbst damit zu beschäftigen und mir Wissen darüber anzueignen, was in mir vorgeht, hat mir durchaus geholfen. Grad am Anfang war es wichtig, zu erkennen: "Okay, das klingt alles sehr nach mir. Vielleicht muss ich mir doch Hilfe besorgen."

Von daher ergibt deine Aussage (bzw. dein Vorwurf) für mich wenig Sinn.
 
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Über die Mutter-Kind-Kur habe ich ja mit euch "geredet" - und meine Bedenken geäußert. Darf ich das nicht? Darauf ist keiner eingegangen. Wenn mir jemand plausibel machen kann, wie ich das Ganze so hinkriegen kann, dass es für mich und das Kind eine hilfreiche Sache ist, dann mache ich das sehr gern. Aber wenn ich die Bedenken habe, wieso muss ich mir das trotzdem antun?

Die Dame, die vermutete, ich hätte eine Depression, hat mir keine Frage gestellt und keinen für mich passenden Hinweis gegeben. Wieso sollte ich darauf eingehen? Wenn sie mich gefragt hätte, ob ich auch denke, dass ich eine Depression habe - oder was mein Psychologe dazu sagt - dann hätte ich gern geantwortet. Hat sie aber nicht.
Hallo ImmerMeer,

es gibt Situationen im Leben, da ist man so erschöpft, dass man schon nicht mehr beurteilen kann, was gut für einen wäre. Man kreist nur noch um sich selbst und kann sich nicht vorstellen, dass andere vergleichbare oder schlimmere Probleme haben. Da ist es schon hilfreich, wenn man auch einmal etwas ausprobiert, was andere einem raten. Auch wenn man Bedenken hat. Manchmal kommt der Appetit mit dem Essen.

Ich hatte mal eine Mitarbeiterin, die auch alleinerziehend war. Sie hat von einer Mutter-Kind-Kur sehr profitiert und dort eine nette, ebenfalls alleinerziehende Frau kennen gelernt, mit der sie bis heute befreundet ist. Sie haben sich gewiss nichts vorgejammert, sondern sich gegenseitig aufgebaut und ermutigt. Sie telefonieren bis heute häufig miteinander und besuchen sich einmal im Jahr, obwohl die Bekannte über 600 km entfernt wohnt. Hast du die Möglichkeit, dich bei Frauen zu erkundigen, die selbst eine Mutter-Kind-Kur gemacht haben?

Ich kann auch deine Sehnsucht nach einem Partner verstehen. Gleichwohl habe ich den Eindruck, dass du - erschöpfungsbedingt - zu sehr darauf fixiert bist und nur in einer neuen Partnerschaft dein Heil suchst. Dadurch sehe ich eine Gefahr, dass du bei der Partnerwahl zurzeit zu unkritisch bist, zu sehr von deinem Frust, deiner Depressivität, deiner Angst vor dem Alleinsein bestimmt, und dadurch auf jemanden hereinfallen könntest, der dir wieder nicht gut tut. Eine gute Freundin, der du dich anvertrauen kannst, wäre doch für den Anfang auch schon was.

Für vorteilhafter halte ich es, wenn du zunächst durch eine Mutter-Kind-Kur, vielleicht in Kombination mit einer anschließenden Psychotherapie, aus deinem Erschöpfungszustand herauskommst. Es gibt auch Möglichkeiten kostenloser Beratung in Lebens- und Familienberatungsstellen (da darf man auch die Kinder mitbringen, die haben Spielecken etc.), was deine finanzielle Situation und die Betreuung deines Kindes betrifft. Sehr wichtig wäre auch, dass du mittelfristig ein eigenes Einkommen erzielst, von dem du leben und dein Kind versorgen kannst. Dass das anstrengend ist, darüber brauchen wir uns nicht zu unterhalten. Aber es ist zu schaffen, wenn man gut für sich selbst sorgt und bewusst darauf achtet - unabhängig davon, ob man einen Partner hat oder nicht - mit seinen Kräften zu haushalten und sich kleine Oasen im Alltag zu schaffen, sodass man immer wieder auftanken kann (was ja nicht teuer sein muss). Auch meine Mitarbeiterin war jahrelang in Teilzeit berufstätig. Ihr Sohn ist inzwischen erwachsen und studiert, da hat sie die Arbeitszeit aufgestockt.

Wenn es dir wieder besser geht und du psychisch stabilisiert bist, hast du eine ganz andere Ausstrahlung, mehr Selbstvertrauen, ein besseres Urteilsvermögen und dadurch viel größere Chancen, die "richtigen" (=zuverlässigen, fürsorglichen, liebevollen und finanziell abgesicherten) Männer anzuziehen.

Wenn du allerdings jeden Vorschlag ablehnst und dich auf nichts einlassen willst außer auf einen neuen Mann, wird dir in der Tat niemand mehr helfen können.
 
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Guck mal ob es in deiner Stadt Treffs für Mütter mit Kleinkindern gibt. Mir haben die Stunden dort immer recht gut getan. Mein Kind war damals sehr anstrengend, aber die Stunden, in denen er mit anderen Kindern in seinem Alter in kleinkindgerechter Umgebung spielen konnte, während die Mütter sich bei einer Tasse Kaffee unterhielten fand ich sehr entspannend. 🙂
 
Wie soll denn deiner Meinung nach das "Verständnis" aussehen? Also, so ganz konkret? Soll das mehr sein als dass Leute dir sagen, wie leid ihnen das alles für dich tut? Die Frage meine ich durchaus ernst - hier kann ja keiner Gedanken lesen, also ohne Weiteres nicht wissen, was du von den Leuten willst. Und die "Ratschläge" sind sicher nicht böswillig gemeint, sonst würden sie kaum gemacht werden. Man hat auch Besseres im Leben zu tun, als deinen (oder irgend einen anderen) Thread zu lesen und zu kommentieren. Aus Böswilligkeit tun sowas die wenigsten.

Verständnis bedeutet für mich, dass man Sachen wie "du musst" und "du willst ja nichts verändern" stecken lässt, dass man meine Bedenken nicht ignoriert, sondern ernst nimmt und darauf eingeht (was hier so gut wie keiner macht), dass man mit Fragen arbeitet, so wie du es hier grad tust - nämlich danach fragt, was für MICH hilfreich ist, was MIR guttut,b und dass man formuliert, was helfen KÖNNTE - und nicht so tut, als wüsste man, was für mich der richtige Weg ist.
Naja, und das fängt dabei an, dass man überhaupt erstmal liest, was ich hier so schreibe. Ich empfinde es als hochgradig unfair, wenn mir jemand sagt, ich würde nichts verändern wollen. Ich schrieb bereits, dass mein ganzes Leben in den letzten 2 Jahren ständige Veränderung bedeutet hat - und dass ich auch jetzt beispielsweise den Vorschlag mit der Betreeung sehr wohl angenommen und ausprobiert habe. Das würdigt komischerweise niemand hier, sondern man sagt mir, ich würde ja gar nichts tun wollen. Wie viel Stress und Kraftaufwand es für mich bedeutet hat, das mit dem Großelterndienst in die Wege zu leiten, wird ignoriert.

Und wer hat mich denn schon mal gefragt, was ich bisher schon alles versucht habe, welche Veränderungen in meinem Leben schon so stattgefunden haben? Niemand.

Wer hat gefragt, was mir guttut, was ich mir vorstellen kann? Niemand.

Wer ist ernsthaft auf meine Bedenken eingegangen? Niemand.

Ich lese hier zum Großteil: Wenn das, was ich vorschlage, nichts für dich ist, dann bist du eben ein undankbares Ding und selbst schuld.

Meine Erwartung ist aber, dass man mich als selbstbestimmtes Wesen wahrnimmt und behandelt, das durchaus selbst in der Lage ist, Entscheidungen zu treffen und durch Ausprobieren herauszufinden, was gut für es ist. - und eben manche Dinge aus guten Gründen nicht auszuprobieren.

Letztendlich kann aber keiner wissen, wie passend oder unpassend welche Ratschläge für dein Leben sind, da wir dich und deine ganze Situation gar nicht kennen, sondern nur die Ausschnitte, die du hier kommunizierst. Und wenn du wirklich auf alles, was kommt, nur mit: "Nee, kann ich nix mit anfangen", reagierst (und zwar eher unhöflich im Ton) und überhaupt keine Dankbarkeit zeigen kannst, dass Leute sich mit dir beschäftigen und dir Lösungsvorschläge anbieten, kommt das ziemlich ungut rüber. Damit meine ich nicht, dich überschlagen und zu Kreuze kriechen und alle Vorschläge annehmen, sondern auch nur mal sagen: "Danke, dass ihr euch da Gedanken macht."

Wer nachliest, der merkt schnell, dass ich nicht auf alles antworte: Nee, kann ich nix mit anfangen. Wer nachliest merkt auch schnell, dass ich durchaus Dankbarkeit zeige - in ganz klaren Worten. Aber eben nicht für Leute, die mich mit "du musst" und "du willst ja gar nichts verändern, weil du nämlich meinen Vorschlag nicht umsetzt" beballern. Dafür bin ich nicht dankbar, weil ich das für bevormundend und respektlos halte. Und da mir sowas nicht guttut, sage ich es auch ganz klar. Ich halte das für sinnvoll, da solche Leute sich dann zukünftig in anderen Threads austoben und mich verschonen können.

Ich wäre übrigens sehr vorsichtig mit der Überzeugung, die Leute, die hier schreiben, hätten "nie etwas ähnlich Schlimmes" durchgemacht. Woher willst du das wissen? Du kennst doch hier auch keinen und kannst keine Gedanken lesen. Nur weil sie anders denken oder reagieren als du? Das ist ein Trugschluss.
Diese Überzeugung habe ich nicht, habe ich auch nie behauptet. Ich habe nur gesagt, dass Leute, auf die das zutrifft, sich raushalten sollen. Mir in den Mund zu legen, ich hätte gesagt, dass niemand hier etwas ähnlich Schlimmes erlebt hätte, ist daneben.

Hm. Als ich damals in einer (ärztlich diagnostizierten) Depression steckte, hat es mir sehr weitergeholfen, Literatur darüber zu lesen, weil ich wissen wollte, was das ist, was ich habe, und was helfen könnte. Meidkamente und Therapeutin habe ich dann auch noch gebraucht, aber mich auch selbst damit zu beschäftigen und mir Wissen darüber anzueignen, was in mir vorgeht, hat mir durchaus geholfen. Grad am Anfang war es wichtig, zu erkennen: "Okay, das klingt alles sehr nach mir. Vielleicht muss ich mir doch Hilfe besorgen."

Von daher ergibt deine Aussage (bzw. dein Vorwurf) für mich wenig Sinn.

Ja, du sprichst von dir - genauso wie ich von mir spreche. Damit kann ich gut umgehen. Menschen machen unterschiedliche Erfahrungen - und wenn man es so formuliert, ist es auch leicht, das stehenzulassen. Wenn dich interessiert, wie ich eine Depression erlebt habe - und warum der Tipp mit dem Lesen für mich nicht passend scheint, kannst du gern fragen - schrieb ich ja schon.

Dass es dir gut geholfen hat, über Depression zu lesen, freut mich sehr. Wie gesagt - bei mir ist die Sachlage ganz anders. Und wenn du nachfragen würdest, würde vielleicht meine Aussage auch für dich Sinn ergeben.
 

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