Na dann such dir einen zuverlässigen Babysitter oder evtl doch ne Leihoma. Du musst ja nicht sofort einem wildfremden Menschen dein Kind anvertrauen. Du kannst dich mit der Person vorher einige Male treffen und sie kennenlernen. So hat dein Kind auch Zeit, diese Person kennen zu lernen und du kannst beobachten, wie sie mit deinem Kind umgeht.
Jap, mache ich.
Wsas heisst loswerden? Vielleicht will dein Kleiner dich loswerden, weisst du es?! Ausprobieren.
Naja, ein paar Stunden mal - mit 8 Monaten mag ich den Kleinen nicht so oft und lange weggeben. Er hängt an mir, das weiß ich ;-).
Also ich kenne auch viele Alleinerziehende. Soll kein Vorurteil sein, aber die geben ihre Kinder bei jeder sich bietenden Gelegenheit weg. Mit dem Motto, sind ja immer allein mit ihm. Trotzdem haben sie aber jedes zweite Wochenende frei. Kinder frei. Ich habe in 15 Jahren zwei mal ein Kinderfreies Wochenende gehabt. Da mein Mann auch immer sehr lange arbeiten muss, bin ich auch immer mit den Kindern bis Abends beschäftigt.
Mitlerweile habe ich schon richtig Panik, andere Mütter zu treffen, weil ich jedesmal ihre Kinder aufgedrück bekomme. Nur weil ich so gern mit meinen Spiele. Aber heißt ja nicht, dass ich deren Job mitmachen will.
Aber du kannst dir ja auch mal einen Babysitter für paar Studen holen. Aber ich würde mich einfach die nächsten Jahre bis zum Kindergarten alles so einteilen, dass es nur mit Kind geht. Ich musste mein Baby sogar mit zum Sterbebett meiner Mutter tragen, weil mein Mann arbeiten musste. Und ich niemanden hatte wo ich es hätte hintun können. Die Dame vom Hospitz hat dann mir das Kind abgenommen, als ich meine tote Mutter besucht habe, weil ich nicht wusste wohin mit dem Kleinen. Ich wollte nur sagen, es ist eben gerade so in der Babyzeit. Als ich mein zweites Kind gekommen habe, wusste ich, dass ich dass alleine machen muss. Und wenn man das so akzeptiert, geht es auch. Heute sind meine Kinder besonders lieb. Liegt auch daran, dass ich mich auch viel um sie gekümmert habe und sie nicht den ganzen Tag agbeschoben haben, wie es viele andere machen. Sind drei Jahre und die Zeit fliegt dahin. Darum nicht denken, ach wie wäre es ohne Kind sondern hey was mache ich cooles mit dem Kind.
Hm, ich merke, ich bin dir sehr unähnlich. Ich liebe mein Kind mehr als jeden anderen Menschen auf der Welt - und trotzdem ertrage ich es nicht, niemals Zeit für mich allein zu haben. Dass ich mein Kind zu einer Beerdigung oder an ein Sterbebett mitnehme, wäre für mich selbstverständlich - da versteh ich das Problem gar nicht - dürfen Kinder nicht mit sterbenskranken Menschen oder dem Tod bzw. Trauer in Berührung kommen? Auch da ticke ich anscheinend nicht wie du. Natürlich geht es irgendwie, dass man alles allein schafft - die Frage ist halt, wie - und was man da mit sich selbst macht. Und ich weiß, dass ich nicht glücklich bin, wenn ich nicht wenigstens mal ein paar Stunden in der Woche das Kind in vertrauenswürdige Hände abgeben kann. Das hab ich ja eindeutig geschrieben. Ich finde den Tipp: "nicht denken, ach wie wäre es ohne Kind sondern hey was mache ich cooles mit dem Kind." ziemlich unpassend, wenn man bedenkt, dass ich seit 8 Monaten ohne Pause etwas "Cooles" mit dem Kind mache.
Ich glaub, du kannst dich nicht wirklich in meine Lage hineinversetzen ... wahrscheinlich hattest du hin und wieder mal deinen Mann oder jemand anderen, der dein Kind mal ne Stunde genommen hat. Sicherlich hast du hin und wieder mal den riesigen Luxus genießen können, dass du in Ruhe duschen (o.ä.) konntest, während dein Mann sich abends mit dem Kind beschäftigt hat. Kann mir nicht vorstellen, dass der NIE mit dem Kind allein war, sondern du dich IMMER um dein Kind kümmern musstest, obwohl du nen Mann hast.
Meien Lösung für meine Überforderung und den starken Drang, mal allein zu sein, ist eben nicht, dass ich mir alles so einrichte, dass ich es mit KInd machen muss, sondern dass ich nach Wegen finde, wie ich etwas tun kann, damit es mir besser geht. Mir geht es nicht besser, wenn ich mich mit der einengenden Situation abfinde und es als normal annehme. Ich denke nicht, dass es normal ist.
Und dass du es nicht hinbekommst, anderen Müttern zu sagen, dass es dir zu viel ist, wenn du ihre Kinder mitbetreuen sollst, ist ein Problem, das bei DIR liegt.
du bist frische Mutter, und in Trennung. Es ist klar, dass du am Ende bist!!!! frisch-Mutter sein bedeutet auch, erstmal mit dem Nie-wieder-Allein-sein und der engen Körperlichkeit klar zu kommen: ständig ist da jemand, der dich braucht, am rockzipfel klebt (jetzt mal "ganz nüchtern" betrachtet) und dich nie in Ruhe lässt. obwohl das kind sogar durchschläft, mittagsschlaf macht etc etc - der Tag ist nie wieder unabhängig. Damit musst du erstmal zurechtkommen. und manchmal auch immer wieder neu...
dein wunsch, 2 stunden pro woche mal alleine zu sein, ist das "mindeste". Ab und an (du sagtest, du warst 1,2 std. schwimmen) klappt das auch. Dennoch auf Grundlage freundlicher helfender Großeltern, die man immer "bitten muss".
Wieder ein Punkt, den man als "frische mutter" lernen muss (wie so vieles andere): DAs Kind kann man gerne bei den Großeltern abgeben.
Sie freuen sich!
Wenn also eine Krippe nicht in Frage kommt für dich, solltest du FESTE ZEITEN mit deinen Eltern/Familie absprechen, auf die du dich verlassen kannst, ohne schuldgefühle etc. Ansonsten würde ich mich an deiner stelle doch mal nach Kinderbetreuungsstellen umhorchen, und die Kosten durchrechnen - für die vormittage?
Ich hab bei ner Tagesmutter angefragt, ob sie das Kind mal für kurze Zeiten bzw. 2 Vormittage pro Woche nehmen würde - dann könnte ich in der Zeit schon wieder arbeiten gehen ... war zwar nicht geplant - so schnell schon - aber ich denke, es würde mir guttun - mal sehen, ob das geht.
Meine Eltern wohnen leider 1,5 h von hier weg und haben insgesamt 6 Enkel und auch sonst recht viel um die Ohren ... Sie kommen alle paar Monate - oder wir fahren hin ... aber dann ist eben immer viel anderes los und zu erledigen - und so richtig Ruhe für mich finde ich nicht. Ansonsten ist niemand in der Nähe, der sich kümmern könnte.
Aber wie gesagt ... ich hab jetzt ein paar Sachen angeleiert - eben auch so eine Leihoma-Sache ... muss jetzt eben schauen, was dann wirklich klappt und wie es zu organisieren geht.