Hast Du denn die Möglichkeit, zu einer Mutter-Kind-Kur zu fahren, ich habe selbst eine gehabt und muss sagen, das war für mich und die Kinder wie ein Neubeginn. Ich würde es immer wieder machen.
Ich kann Dich auch verstehen, dass Du Dich nach einem Partner sehnst, wobei ich eher dazu rate, erstmal die nähere Vergangenheit aufzuarbeiten, damit Du ein Kapitel beenden kannst.
Kur klingt an sich gut - aber nach beantragen, organisieren, packen, wegfahren ... das ist gleich wieder so viel Stress - da kann ich auch zu meinen Eltern fahrebn - oder zu Freunden ... die nehmen mir das Kind ja auch mal für ein paar Stunden ab (gestern war ich 1,5 h schwimmen) ... aber es ist eben immer mit Organisationsaufwand und der expliziten Bitte darum verbunden ... fühlt sich für mich dann nicht mehr so richtig entspannt an. Meine Eltern haben mir hier bei vielem geholfen, viel erledigt ... das war super toll ... aber gleichzeitig waren eben die wenigen Tage, die sie hier waren, so vollgepackt, dass ich auch nicht wirklich entspannen konnte - das schwimmen war schön - aber ich war vorher schon geschafft vom Tag - und hatte irgendwie zum Teil das Gefühl, ich würde wieder nur was abarbeiten ...
Also - ich denke, ich brauche nicht kurzfristig ganz viel Entlastung - sondern langfristig, dauerhaft ein bisschen.
Es ist völlig daneben dass ein Mensch mit seinem Kind ganz allein durch die Weltgeschichte dümpelt!
Hast Du schon mal in Erwägung gezogen Dir eine Gemeinschaft zu suchen und Deine Isolation aufzugeben?
Ja, es fühlt sich auch daneben an - es war so ja auch nicht geplant. Was für ne Gemeinschaft meinst du denn? Ich bin vor 1,5 Jahren wegen meinem Job in einen neuen Ort gezogen, wo ich niemanden kannte. Dann hat mein Mann mich mit allem im Stich gelassen, sodass es mich unendlich viel Kraft gekostet hat (und immer noch kostet), mich hier einzuleben. Aber ich würde sagen, ich habe inzwischen hier Freudne gefunden - und ein Zuhause. Umziehen möchte ich demnach nicht schon wieder. Und ich fühle mich nicht isoliert - hab ich auch nicht geschrieben, denke ich.
Wo wohnst du denn?
Ich kenne das, ich war zwar nicht alleinerziehend, aber verheiratet und mein Mann war oft bis spät Abends außer Haus. Hatte auch niemanden der mir mal unter die Arme gegriffen hat. Das zerrt einen aus.
Selbst als meine Mutter im Sterben lag, musste ich mit dem Baby dorthin, weil es auch keine Möglichkeit für mich gab, den Kleinen iwo mal kurz zu lassen. Ich kann dich gut verstehen.
Doch gebe ich dir den Tipp. Die Zeit vergeht und in drei Jahren ist dein Zwerg im Kindergarten. Die Babyzeit geht schnell vorbei. Ich habe dir eine Pn geschrieben, wie du vielleicht wenigstens geistig mal eine Auszeit machen kannst.
Was auch gut ist, meine Schwester macht alle aktivitäten mit ihrem Kind. Im Gegensatz zu mir ist sie total aufgeschlossen und gern unter Menschen. So macht sie Kinderfeiern oder ging zum Babyschwimmen oder auch mal zu Krabbelgruppen und so hat sie ein Haufen junger Mütter kennengelernt. Ich meine so hast du abwechlung und Unterhaltung. Das Kind ist nunmal jetzt bei dir und da wäre es einfach so, dass du in deinen Gedanken nicht daran denkst wie toll es jetzt wäre alleine zu schwimmen, sondern wie toll es wäre mit dem Baby was zu machen. Er merkt es ja auch.
Ich wohne in Görlitz (ganz im Osten). Ich amche auch alles mit Kind - muss ich ja - und macht mir auch Freude ... aber gewisse Dinge gehen eben nicht mit Kind. Mit kind kann ich im babybecken sitzen und dem Kleinen ne Freude machen - alleien kann ich eben richtig schwimmen. Und wenn er am Rand auf ner Decke liegt, muss ich auch dauernd aus dem Wasser, wenn er meckert - das ist also auch wenig entspannend. Ich kenne auch junge Mütter ... die treffe ich regelmäßig. Aber nach denen sehne ich mich nicht, sondern nach ner Auszeit für MICH - ohne Babygequatsche, ohne Menschen, die ich nur wegen dem Kind kenne und mag ...
...und wenn du eine Mutter-Kind-Kur machst? Da ist für Mütter auch immer Freiraum vorgesehen, Möglichkeiten zur Entspannung und ähnliches, Gesprächsangebote und so...
außerdem hättste mal Abstand von deinem wie Du ihn schilderst nicht sehr sympathischen Noch-Ehemann, das tut in solch´ angespannten Situationen, wie Deiner auch immer gut, oder?
Infos hierzu könnte Dir Deine Krankenkasse geben.
Ich frag mich, wei es weitergehen soll, wenn ich jetzt schon ne Mutter-Kind-Kur brauche ... die kreigt mabn nur alle paar Jahre - wie übersteh ich die Zeit bis zur nächsten Kur? Ich brauch was für den Alltag. ]
Das was du hier in diesem thread absonderst ist ein bedeutender Hilferuf! In weniger "bedrohlichen" Situationen sind Leute schon zusammengeklappt. Du bist stark, aber dies muss ja deshalb nicht bis zum Anschlag getestet und ausgereizt werden! Es braucht auch Zeiten in welchen man schwach sein und sich fallen lassen kann!
Diese Zeiten fehlen dir aktuell und das gefährliche daran ist, dass es auch nicht so aussieht als würde sich dies in naher Zukunft ändern.
Bitte denke über eine MUTTER-KIND-KUR nach! Das wäre auch nach meinem Empfinden das optimalste!
Dieser Tapetenwechsel würde dir gut tun! Inklusive Kinderbetreuung sodass dir die Möglichkeit gegeben ist, auch mal alleine zur Ruhe zu kommen!
Du schreibst du kommst aus Görlitz! Lasse die Kur weit in Richtung Westen stattfinden!^^ Dann würde ich mich bereit erklären, als abrufbaren kostenlosen "Betreuer" zu fungieren, der dir die Gegend zeigt, dich zum Abendessen einlädt und mit dir kleinkarierte, anstrengende Gespräche führt! 😉
So als FREUNDSCHAFTSANGEBOT meinerseits! 🙂
Mein anderer Thread war kein bedeutender Hilferuf? Fühlte sich für mich aber schon so an. War ne beschissene Zeit, die immer noch nachwirkt ... mit ner anderen Vorgeschichte würde ich sicher auch das Alleinerziehen besser verkraften ...
Wie ich schon auf deiner Pinwand fragte: Was sagt deien Mutter dazu, dass du verzweifelte Frauen zum Essen einladen willst? Und deinde Freundin? Ich erinnere mich, dass du ziemlich unempathisch und hart zu mir warst, als ich über meine Trennung geschrieben habe. Demnach würde ich mich wohl nicht wohlfühlen, wenn ich mein Kind in deinen Händen wüsste. Und trotzdem - wie weit in Richtung Westen denn?
Danke für die netten Worte und dasd Freundschaftsangebot.
Ich werde auch nie den Tag vergesen, als mein Sohn dann auch in den Kindergarten kam. Das war ein unbeschreibliches Gefühl von Freiheit, nur alleine einkaufen zu gehen oder auch daheim zu sein.
Kannst du dein Kind nicht einmal ein paar Tage bei deinen Eltern lassen?
Er ist 8 Monate ... 8 Monate, in denen ich ihn allein großgezogen, versorgt, betreut, für alles die Verantwortung allein getragen ... und jedes Problem allein gelöst habe. Ich merke gerade, es ist auch das Grundgefühl, dass ich mit all der Verantwortung überlastet bin. Alles allein entscheiden, planen ... wenn ich mal nicht so kann, dann fehlt meinem Kind automatisch was ganz Wichtiges. Niemand kann das ausgleichen ...
Ich habe mir schon mal gewünscht, schwer krank zu werden, damit mein Mann das Kind nehmen MUSS.
Mehrere Tage allein bei meinen Eltern würde ich ihn nicht einfach lassen. Das wäre für den Notfall - aber ich stille noch - und er ist einfach noch zu klein. Grad beginnt ja auch die Zeit des Fremdelns ... Kindertagesstätte wird nächsten Sommer aktuell, dann wird alles anders, ja.
Es gibt auch Mutter-Kind-Kuren, wo die Kinder den ganzen Tag bis auf die Essenszeiten in Betreuung sind.
Ich war selbst mal in einer Mutter-Kind-Kur und konnte mir die Kureinrichtung selber aussuchen. Man muss sich nur im Vorfeld erkundigen, wie das in der jeweiligen Kur gehandhabt wird.
Was mir aber auch gut getan hat als mein Sohn noch sehr klein war, waren so Sachen wie Mutter-und-Kleinkindtreff. Da waren die Kinder beschäftigt und die Mütter konnten sich bei einer Tasse Kaffee austauschen. Oder später dann Mutter-und-Kind-Turnen.
Ich könnte mein Kind nicht so lange am Stück weggeben ... würde nicht ruhig sein, dabei. Und ich hab momentan wenig Nerven, mir verschiedene Kureinrichtungen intensiv anzusehen (wenn auch nur übers Internet).
Der Kleine kann noch nicht frei sitzen ... in der Krabbelgruppe beschäftigt er sich nicht ohne mich mit anderen Kindern. Und ich sehen mich nicht nach Austausch mit Müttern (den Habe ich min. 2x pro Woche), sondern nach dem, was ich vor dem Kind gern gemacht habe.
und--in der krabbelgruppe, gibt es da keine mütter, die dein kind mal danach mitnehmen könnte, zum spielen daheim??
und dann eben du??
Er ist 8 Monate und wird noch gestillt ... 2 h weggeben ist da das Höchste der Gefühle ... udn den Krabbelgruppenmüttern möchte ich das nicht zumuten - ich würde auch nicht ihre Kinder mit betreuen und versorgen müssen. Wir sind ja auch keine dicken Freunde, die sich super kennen und vertrauen, sondern eben Bekannte, die nur durch die Kinder eine Verbindung haben - und eben gemeinsame Gesprächsthemen. Aber ich gehöre nicht zu den Müttern, die nur noch über Kinder reden wollen und darin Erfüllung finden.
Hast du schon mal versucht, in der Nachbarschaft oder übers JA eine sog. "Leihoma" zu finden? Viele Ältere sehen inzwischen darin eine Lebensaufgabe und stehen gegen einen Unkostenbeitrag zur Verfügung - und dich würde das doch entlasten, wenn da jemand hin und wieder käme.
Ja, ich hab jetzt bei der Caritas angefragt und ein paar Tipps bekommen, da muss ich mich mal drum kümmern ... aber erstmal sind andere wichtige Dinge zu erledigen, die ich nicht gemacht habe, weil ich ja Besuch hatte ...