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Alkohol- mein denken zu spießig?

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Gast

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Hallo.
Ich habe einen sehr lieben und netten Partner an meiner Seite (6 Monate), doch ein Thema spukt zwischen uns, was mich einfach fertig macht... Alkohol.
Ich habe ihm von Anfang an gesagt, dass ich damit ein gewaltiges Problem habe, da ich einen alkoholkranken Vater hatte.
Er hat mit Alkohol keine Probleme und konsumiert es regelmäßig... fast jeden Tag (ohne betrunken zu werden).
Er akzeptiert meine Meinung aber geht keine sichtbaren Kompromisse ein.
Es macht mich fertig... liege wieder hellwach im Bett weil ich darüber nachdenken muss. Vorhin am Telefon meinte er schon, dass er auf jeden Fall am Wochenende 2-3 Glühweine trinken möchte (Fernbeziehung, wir sehen uns nur am Wochenende).

Meine Frage an euch: sehe ich das durch meine Vorerfahrung zu spießig oder trinkt er wohl wirklich zu viel Alkohol?
Auch bin ich der Meinung, dass er mir zu liebe, Kompromisse eingehen sollte... oder sehe ich das zu eng... verlange ich zu viel?

Wie sind eure Erfahrungen?

Viele Grüße,
das Grübelmonster ;-)
 
Deine Beziehung wird keine Zukunft haben - Leute die jeden Abend ein Bier regelmäßig (Feierabendbier) konsumieren, habe bereits eine abhängigkeit entwickelt, welche leicht auch in die Sucht abrutschen kann. Suche dir einen Partner der den Alkohol auch als Genußmittel sieht und diesen auch so konsumiert. Vielleicht findest du auch jemanden der dich so respektiert und liebt das er sogar darauf verzichten kann.
 
Hallo Grübelmonster,

ich kann dich sehr gut verstehen und finde absolut nichts spießig an deinen Gedanken. Ich weiß, es ist schwierig, die Beziehung deswegen in Frage zu stellen, wenn sonst alles passt. Da solltest du mal ganz doll in dich hineinhorchen - passt sonst wirklich alles?

Wie alt seid ihr denn? Ich kenne einige Leute (jetzt alle so um die 40), die früher auch ordentlich gebechert haben, im Laufe der Jahre ruhiger geworden sind und seitdem Kinder da sind, kaum noch Alkohol trinken.

Meine persönliche Erfahrung ist leider eine andere: es wurde nicht besser, eher von Jahr zu Jahr ein bißchen schlimmer. Auch die Kinder haben daran nichts geändert (was ich gehofft hatte). Nun, mit Kindern, ist es schwer, zu gehen. Aber auch schwer, zu bleiben, denn das Thema ist da und beschäftigt mich viel.

Wenn es dich so stört und du vorbelastet bist, versuche den Absprung jetzt zu schaffen, wo die Beziehung noch jung ist.

Alles Gute für Dich, Anne
 
Also bei 2-3 Glühwein finde ich Deine Ansicht übertrieben.

"Auch bin ich der Meinung, dass er mir zu liebe, Kompromisse eingehen sollte"
Solche Sätze finde ich immer brandgefährlich in einer Beziehung. Das ist emotionale Erpressung.

Ich kehre Dein eigenes Argument mal gegen Dich:
Ihm zuliebe könntest Du es akzeptieren, dass er in begrenztem Umfang Alkohol trinkt.
 
Hallo!

Wieviel Alkohol trinkt er denn genau? Und was trinkt er in der Regel?

Für einen Mann sind 2 - 3 Glühwein tatsächlich nicht viel, finde ich.

Ich glaube eher der Alkohol ist für dich ein "rotes Tuch", weil dein Vater ein Alkoholproblem hatte. Darum ist für dich der Konsum mit viel negativem besetzt. Alkoholkonsum kann aber auch einen positiven Aspekt haben, vielleicht entspannt dein Freund gern mal bei einem Bier. Solange er nicht zu viel konsumiert und nicht besoffen ist, dann ist das ein ganz normaler Umgang mit dem Alkohol. Und dagegen kann man nichts sagen.
 
Gratwanderung. Hab Exi fertig gemacht deswegen - weiß heute, ohne Grund.
Beobachte das Verhalten - mehr kann man da nicht tun.
 
Hallo Gast,

sechs Monate (in einer Fernbeziehung) sind erst mal nicht so viel. Die Partnerschaft kann auch aus anderen Gründen zu Ende gehen. Ihr kennt Euch meines Erachtens noch nicht lange genug.

Vermutlich bist Du durch Deine Vorerfahrungen mit Deinem Vater so stark negativ geprägt, dass Du in der Tat manches im Hinblick auf Alkohol nicht mehr objektiv sehen kannst.

Ich denke auch, dass (fast) täglicher Alkoholkonsum meistens nicht OK ist. Ich schätze, dass mindestens 90% dieser (moderaten) Gewohnheitstrinker dies nicht mehr auf angemessene Weise tun. Dennoch könnte so eine Beziehung recht gut ein Leben lang halten.

Wenn er Rücksicht auf Dich nehmen würde, dann müßte er wohl eigentlich seinen Konsum ganz einstellen. Dass dies für ihn schwierig ist, kann ich gut nachvollziehen. Immerhin greifst Du in seine Freiheit ein. Interessant wäre es, wie er sich im Falle einer drohenden Trennung verhalten würde ("entweder der Alkohol oder ich").

Ich würde es wohl so machen: Du hast ihm Deine Probleme und Wünsche im Hinblick auf den Alkohol gesagt. Nun lass mal ein paar Wochenenden ins Land ziehen. Es wird sich zeigen, ob Du mit seiner Praxis leben kannst. Ob Du es aushalten kannst? Ob er sich vielleicht doch noch verändert.

Also ich würde das noch eine angemessene Zeitspanne beobachten. Und wenn es nicht mehr gehen sollte, dann geht es eben nicht. Es ist doch sonnenklar, dass man als Tochter eines Alkoholikers (schwerste) Probleme mit dem Alkohol hat.
 
Hallo Gast,
Ich finde nicht das du spießig bist.
Ich finde Alkohol als Getränk absolut unnötig.
Und ich kann mir überhaupt nicht vorstellen mit einem Menschen zusammenzusein, wenn auch nur an Wochenenden, der einen Alkoholatmen hat.
Das triggert mich so sehr. Da ich extrem gut rieche, habe ich auch so meine Mühe mit den Kindern über den Weihnachtsmarkt zu gehen, muß vorrausschauend gehen, um einen großen Bogen um diese Stände zu machen.
Sofort sind die Erinnerungen da und zerren an mir.
Wie soll damit Gemütlichkeit aufkommen.

Naja, vielleicht gehts es dir noch nicht so heftig wie mir🙄

Von der Fernbeziehung zu verlangen damit aufzuhören, ist der alte Traum, das durch Liebe alle Hürden genommen werden können, die da im Leben so auftauchen. (Funktioniert meistens nicht.)
Ich finde das ist zuviel verlangt. Wenn man sich erst verbiegen muß, um Beziehung lebbar zu machen.
Du kannst dich ja auch nicht verbiegen und darüber hinwegsehen.

Auch denke ich, das er schon gemäßigt süchtig ist, so wie du die Häufigkeit beschreibst.
Wenn du dir so eine Beziehung vorstellst. Es ist deine Entscheidung.



Alles Liebe und Gute Pecky
 
Es ist doch sonnenklar, dass man als Tochter eines Alkoholikers (schwerste) Probleme mit dem Alkohol hat.

Ja, das stimmt wohl, aber wer ist für die Lösung dieses Problems verantwortlich?

Wenn der Mann nicht auf zB den Glühwein verzichten will, weil er ihm eben in geselliger Runde schmeckt, ist das sein gutes Recht.

Wäre zB der Vater der TE durch einen Autounfall ums Leben gekommen, würde sie dann verlangen, dass ihr Freund kein Auto mehr fahren soll?
Wahrscheinlich nicht. Trotzdem hätte sie wahrscheinlich vermehrte Angst, wenn er längere Autofahrten tätigt.
Das ist dann aber ebenso ein Problem was SIE lösen müsste.
 
Dein armer Freund muss jetzt für deine Probleme herhalten. Schade. Du schreibst von Fernbeziehung; woher weißt du denn, dass er jeden Tag trinkt? Wenn man sich zu einem leckeren Essen ein Glas guten Wein gönnt, hat man ganz sicher kein Problem. Am Wochenende auf dem Weihnachtsmarkt 2-3 Glühwein? Ich bitte dich. Das machen alle dort! Haben die alle ein Alkoholproblem?
 

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