So, ich habe meinen Sachbearbeiter wohl so sehr mit diversen Fragen per Mail genervt,d ss er mich an eine Kollegin abgegeben hat. Sie hat dann den Urlaub gleich genehmigt. Es ist noch nicht 100% sicher, ob es klappt mit dem Überbrückungsvertrag, deshalb muss ich mich mit dem Amt rumschlagen. Hier wird behauptet, Personaler würden irgendwelche Probleme von mir riechen. Es ist doch klar, dass man nicht erfreut darüber ist, wenn man vom Amt so behandelt wird. der Typ war außerdem noch sehr unfreundlich: der Mann vor mir ist rausgegangen, dann habe ich geklopft und gesagt, dass ich da bin, er in einem unfreundlichen Ton: Einen Moment noch bitte. dann gibt er mir nicht die Hand und unterstellte mir nach der Urlaubsdiskussion eine Abwehrhaltung. Ist doch klar, dass man die annimmt.
Ja. Vor allem nimmst du eine Abwehrhaltung gegen jegliche Hilfestellung an, weswegen andere Menschen dann sehr schnell ihre Geduld verlieren. Jeder hat so seinen Werdegang. Die meisten, die irgendwie was im sozialen Bereich machen, haben die leidvolle Erfahrung gemacht, dass sich die meisten nicht helfen lassen wollen. Der Selbstschutzmechanismus dieser Menschen sorgt dann in sehr vielen Fällen dafür, dass man die beratungsresistenten "Kunden" eben machen lässt.
Das Verhalten deines Sachbearbeiters hast du viel zu persönlich genommen. Der macht eben seinen Job. Wenn du mit deinem Eindruck richtig lägest hätte der dich nicht an eine Kollegin "abgegeben". Vielmehr hätte er dich fertig gemacht. Das wäre aus seiner Position heraus ein Kinderspiel gewesen.
Zu den Abläufen im AA: man hat einen Termin! Wenn jemand vor einem dran war, dann ist es regelmäßig so, dass der Sachbearbeiter noch Daten von diesem anderen ins System einpflegt und es dadurch zu kleineren Wartezeiten kommt bevor man selbst rein gebeten wird. Da ist man selbst derjenige, der unhöflich ist, wenn man dann "mit der Tür ins Haus fällt". Was auch mitunter vorkommt ist, dass sich "gesammelt" werden muss, bevor man den nächsten "bearbeitet". Letztlich ist es aber Wurscht was da noch getan wird. Regel ist: man sieht dich, man ruft dich, wenn du dran bist und basta.
Weiter erwarten die Mitarbeiter des AA's, dass man informiert ist und dass man Arbeit sucht. Aus deren Perspektive ist es also tatsächlich ohne wenn und aber nicht im Mindesten nachvollziehbar, dass dein Septemberurlaub überhaupt von dir thematisiert wurde. Dies bedeutet NICHT, dass die denken, du als Arbeitslose hättest kein Recht auf Urlaub, das bedeutet einfach nur, dass die damit JETZT irgendwie gar nichts anfangen können, weil die nämlich unter anderem davon ausgehen (dürfen), dass dieser Urlaub eine Nebensächlichkeit, auch für dich ist. Oder vor allem für dich. Weil die nämlich nicht vollumfänglich über deine persönlichen Verhältnisse informiert sind. Vielleicht hätten die mehr Geduld, respektive Verständnis, wenn die wüssten wie schwierig es derzeit in deiner Ehe ist und über all die anderen Dinge informiert wären. Sind sie aber nicht. Und es ist auch nicht der richtige Ort, sich dort auszuheulen. Da generierst du auch nur wieder Reaktionen, die du nicht nachvollziehen kannst oder willst. Ist auch nicht deren Job.
Nimm folgende Aussage:
"Du machst dir dein Leben unnötig schwer und sorgst ganz alleine für Komplikationen, die nicht sein müssten."
Ich verwette meinen fetten A**** darauf, dass du darin eine ungerechte und unverschämte Behauptung liest.
Es ist aber einfach nur ein wohlwollender Hinweis, um mit dir ins Gespräch zu kommen, damit dir die eine oder andere kleine, erleichternde Hilfestellung zugute kommen könnte.