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Ärger mit anderen Familienmitgliedern über Erziehung von ADHS-Kind

. Für uns war dann die medikamentöse Therapie mit Methylphenidat (in Ergänzung mit Leistungssport als körperlichem Ausgleich für das H) ein Game Changer,
Hallo
Wir haben in einem Monat einen Termin bei der Kinderärztin, welche auf ADHS spezialisiert ist. Dort wollen wir das Thema Medikation ansprechen.
Denn auch die Unaufmerksamkeit und Ablenkbarkeit ist bei unserer Tochter deutlich ausgeprägt. Wenn die Pädagogin kommt, um mit ihr spielerisch zu lernen, merkt man, wie leicht unsere Tochter ablenkbar ist. Das reicht, wenn die Katze vorbeiläuft. Und nach ca. 30 Minuten kann sie sich gar nicht mehr konzentrieren, nimmt nicht mehr auf, was ihr gesagt wird, kann nicht mehr mitmachen, steht einfach auf und läuft herum.
Wenn nicht mal eine Stunde mit der Pädagogin klappt, wie sollen dann mehrere Stunden Schule klappen?
Da sie bald 6 Jahre wird und im Sommer eingeschult wird, würden wir eine medikamentöse Einstellung gerne vor Einschulung machen. Wenn die Kinderärztin dem zustimmt.
 
Genau das ist es - du hast es perfekt benannt: Ich brauche meine Kraft für die wichtigen Dinge und nicht für Kleinigkeiten wie barfuß laufen. Denn es gibt echt Wichtigeres!
Ebenso ist dieser ständige Streit um Kleinigkeiten schlecht für das Familienklima und schädlich für das Selbstwertgefühl des Kindes. Denn unsere Tochter macht das nicht, weil sie uns ärgern will, sondern weil sie sich unwohl fühlt (Socken) oder weil sie nicht anders kann (zappelig sein, nicht stillsitzen können)
Es bräuchte wohl jemand der das für dich klar gegenuber deiner Familie kommunizieren kann.
Bzw evtl kannst du lernen so zu kommunizieren, dass sie es verstehen.
Und wenn es nur ist, dass du darüber mit ihnen nicht mehr diskutieren willst. 🤔

Wie nimmt man Besserwissern den Wind aus den Segeln.
Evtl nicht darauf eingehen? Und nur Ja ja, du hast Recht sagen? 🤔
Das scheint ja ein Kampf zu sein, den du eh nicht gewinnen kannst.

Aber evtl gibt es bessere Möglichkeiten.
Wichtig finde ich zu allererst, dass es dich nicht mehr belastet.

Jeder hat ja eine anderes Auftreten und Ausstrahlung. Bei mir reicht oft nur ein Blick und jemand der mich kritisiert, geht wieder ein Schritt zurück.
Das ist wohl eine verborgene Aggressivität, wo ich mir oft denke, sag nur ein falsches Wort und ich spring dir an dir Gurgel. Das scheinen viele irgendwie zu spüren.
Mir hat keiner was zu sagen und zu kritisieren, der meine Situation nicht durch lebt hat. Blöd daher labern ist immer leicht.

Weißt du mit welchen Leuten ich gar nicht mehr diskutiere. Mit jene die immer "Aber" sagen. "Das kann ja schon sein, dass dein Kind schwierig ist, "aber"..... ".
Das führt zu gar nichts, da redet man sich nur den Mund fusslig.
Sollen sie meinen sie sind im Recht und dann anderes Thema bitte! 😉
 
Ja, da muss ich mir eine Strategie zulegen. Sowas kann man ja erlernen. Ich muss das nachschauen und mir was rausschreiben und dann üben.
Da gibt es ja verschiedene Methoden. Wenn du eine Übersicht findest, gerne hier Posten.
Ich wende beim Vater meiner Tochter, der sie nur 2-3 mal im Jahr sieht, eine Methode der Übertreibung an.
In etwa so: Wenn er mich kritisiert, dann sage ich, kann schon sein, ich bin wirklich eine schlechte Mutter, vielleicht sollte ich das Kind besser weg geben.
Da rudert er aber schnell zurück, dass es ja so schlimm oder wichtig nun auch wieder nicht ist. Ich würde das schon gut machen, wahrscheinlich wird das mit der Zeit schon besser oder ist halt nicht zu ändern.
In der Form mache ich das aber echt selten, nur wenn gar nichts mehr geht und er sich noch nicht zu sehr hineingesteigert hat.
 
Wie wäre es einfach nicht auf solche fragen zu antworten? Sag doch einfach: "weil es für uns so gut funktioniert." und wenn sie mit ihren Ratschlägen oder Kommentaren anfangen, einfach die Schultern zucken.
 
Das alles ist leichter geschrieben als umgesetzt. Ein ADHS - Kind erfordert SOviel Kraft, dass man für ständige Kontroversen mit der Umwelt nicht auch noch welche übrig hat.
Und doch vergeht kein Tag, an dem man genau dazu heraus gefordert wird....

Eine Frage an Blume444: Bekommt dein Kind Medikamente oder wollt ihr dies ohne handhaben?
 
Das alles ist leichter geschrieben als umgesetzt. Ein ADHS - Kind erfordert SOviel Kraft, dass man für ständige Kontroversen mit der Umwelt nicht auch noch welche übrig hat.
Und doch vergeht kein Tag, an dem man genau dazu heraus gefordert wird....

Eine Frage an Blume444: Bekommt dein Kind Medikamente oder wollt ihr dies ohne handhaben?
Da hast du Recht - diese Konfrontationen mit der Umwelt braucht man nicht auch noch. Aber sie kommen halt ständig. Unsere Tochter zeigt ja auch Verhalten, das Konflikte mit anderen Kindern fördert, z.B. hat sie Impulse, die sie nicht unterdrücken kann, wie einem Kind einfach so in den Bauch zu boxen, ein Bein zu stellen, ihrem kleinen Bruder in den Rücken zu treten usw.

Was Medikamente angeht, waren diese noch nicht möglich, da sie erst ab 6 Jahren verschrieben werden und unsere Tochter noch 5 Jahre alt ist.
Aber bald ist sie 6 Jahre und dann haben wir einen Termin bei der behandelnden Kinderärztin und streben eine Medikation ein.
 
Da gibt es ja verschiedene Methoden. Wenn du eine Übersicht findest, gerne hier Posten.
Ich wende beim Vater meiner Tochter, der sie nur 2-3 mal im Jahr sieht, eine Methode der Übertreibung an.
In etwa so: Wenn er mich kritisiert, dann sage ich, kann schon sein, ich bin wirklich eine schlechte Mutter, vielleicht sollte ich das Kind besser weg geben.
Da rudert er aber schnell zurück, dass es ja so schlimm oder wichtig nun auch wieder nicht ist. Ich würde das schon gut machen, wahrscheinlich wird das mit der Zeit schon besser oder ist halt nicht zu ändern.
In der Form mache ich das aber echt selten, nur wenn gar nichts mehr geht und er sich noch nicht zu sehr hineingesteigert hat.
Das hört sich nicht schlecht an.
Ich habe auch eine Strategie gefunden, die ich zum ersten Mal angewendet habe. Nämlich die Frage: "Wie würdest du es denn machen?"
Da hat meine Schwiegermutter nur total verdutzt geschaut und gesagt: "Das weiß ich nicht". Und dann hat sie Ruhe gegeben.
Das wäre vielleicht auch was für dich: Frag den Vater einfach mal, wie er es besser machen würde, wenn du es ja so schlecht machst. Mal schauen, was er sagt.
Eine andere Methode ist ähnlich: "Wenn du meinst, ich mache es so schlecht, dann übernimmst du jetzt diese Aufgabe, da du es ja besser kannst" Und dann das Kind mit dem Vater oder der Oma allein lassen und die müssen dann z.B. Hausaufgaben mit dem Kind machen. Die werden bestimmt ganz schnell ihren Mund halten, wenn sie wissen, dass sie sich dann mit dem Kind auseinander setzen müssen. Natürlich geht das nicht immer und nicht mit allen Personen.
LG und Danke für deine Hilfe!
 
Könnte eine Therapie dem Kind helfen..?
Sie ist schon jede Woche in Frühförderung (Pädagogin plus Ergotherapie).
Gewisse Dinge sind besser geworden, aber das Problem mit der Konzentration nicht, denn das ist ein neurologisches Problem. Man kann das Umfeld so gut wie möglich gestalten und es den Kindern damit leichter machen, aber das Grundproblem der Neurodivergenz bleibt bestehen.
 

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