Was kann ich tun, damit sich mein Umfeld endlich raushält und aufhört seinen Senf und seine Besserwisserei von sich zu geben und mir zu sagen, was ich (angeblich) tun soll? Das machen die ohne jegliches Hintergrundwissen, wohlgemerkt. Und will man was erklären, wollen sie es nicht hören.
Hi Blume,
ich kenne das auch, aber nur sehr selten, da es keine Familie bis auf Vater mehrere 100 km weit weg und die Großeltern ebenso, gibt.
Aber was ich darin erkenne, schon seit Anfang an beim Vater und früher auch von Freunden,- es ist eine Art von Verdrängung.
Denn es wird ja alles nur verharmlost. Und es liegt ja nicht an der Störung des Kindes sondern ganz bestimmt nur an der Erziehung und Verhalten der Mutter/Eltern.
Es ist wie ein Nicht-Wahr-Haben wollen.
Man will kein Enkel, Neffe mit einer Auffälligkeit.
Manche beziehen das scheinbar auf sich selbst, wenn sie erzählen ihr Enkel, Neffe, Kind von der Freundin ist anders, befürchten sie, das fällt auf sie als etwas unangenehmes zurück.
"Oh ein Kind mit ein Störung, wie bemitleidenswert." Kein Wunderkind das schon 5 Sprachen spricht, Klassenbester usw ist.
Viele Leute wollen einfach, das alles normal ist, dass sie nicht mit etwas unangenehmen hervorstechen.
Sie wollen mit ihrem Enkel, Neffe, etwas angeben, das fällt dann positiv auf sie zurück.
Und noch etwas dazu erwähnt, ich finde meine Mutter hatte wenn ich jetzt zurück blicke auch starke ADHS Verhaltensweisen. Ebenso der Vater meiner Tochter.
Meine Mutter hatte diese schlechte Ansprechbarkeit, man musste ihr manchmal auch etwas mehrmals erklären und erzählen bis sie es verstand.
Beim Vater ist es so, das er nur schwer einfach nur mal sitzen und zuhören kann. Da wird dann schnell gezappelt oder sich mit was anderem nebenher beschäftigt.
Eine Psychologin meinte auch, dass es in den Genen liegen könnte. Von daher schau mal bei deiner Familie genauer hin 😁
Also was es wohl braucht damit es für euch alle leichter wird, ist Akzeptanz. ADHS ist nichts schlimmes oder etwas wofür man sich schämen müsste.
Wichtig sollte allen doch nur sein, dass es dem Kind gut geht, es fröhlich ist usw.
Vielleicht hast du unbeabsichtigt diese Störung als zu dramatisch, zu folgenschwer dargestellt.
Mit zu vielen Problemen?
Ich weiß man könnte sich da oft drüber auskotzen, weil es einfach anstrengend ist.
Immer barfuß rum laufen, ist hier das gleiche^^
Und alles mögliche wird vergessen, immer muss man darauf achten und dran erinnern.
Ist halt so. Wird aber sicher immer besser, wenn Routinen gefestigt sind.
Das habe ich bei meiner Mutter ja gesehen. Immer die selben Abläufe. Ich fand es schrecklich, aber jetzt im Nachhinein weiß ich warum sie es gemacht hatte.
Also mir stellt sich die Frage, wie du mit der Diagnose klar kommst. Wie bringst du das rüber, als etwas schlimmes und dramatisches?
Darauf reagieren viele mit einem Herunterspielen und Absprechen von Tatsachen.
Ein Punkt könnte auch sein, dass sie nicht wollen dass du wegen deiner Tochter als etwas Besonderes hervor stichst. Als jemand der anders als alle andere behandelt wird, weil du es ja schwerer mit deiner Tochter hast zb.
Das weiß ich jetzt nicht, ob das von dir signalisiert wird oder die anderen darauf Wert legen sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen um schöne heile Welt vor zu spielen.