Dass er eben gehen soll, wenn er nicht klar kommt darauf, dass sie noch nicht Mutter werden möchte.
Ich kann nur für mich sprechen. Wenn ich gehen würde, nur wenn, dann aber nicht weil meine Partnerin noch nicht Mutter werden will, sondern weil unsere Auffassung von Menschenwürde und Verantwortung unvereinbar zu sein scheinen.
Aber eben wirklich gehen, nicht die ganze Zeit nur "androhen" zu gehen, in der Hoffnung sie rumzukriegen oder bis eine Abtreibung nicht mehr geht. Das hat dann für mich tatsächlich nichts mit Konsequenz zutun, sondern ganz klar andere Absichten.
Und eben auch mal Verständnis für die TE aufbringen. Immer sagen "wir schaffen das", "wird schon alles", etc. bringt da leider auch nicht viel.
In meinen Augen ist es eine Zumutung, dieses "wir schaffen das schon" am Ende nur der Partnerin aufzuhalsen. Ich wäre auch so ein Typ, der evt. die Konsequenzen androhen könnte. Aber das wäre nur das Letzte und auch nicht das Beste, was ich versuchen würde. Mir wäre es wichtig, den Wert des neuen Lebens hoch zu schätzen und diese Werteinstellung in liebe- und verständnisvoller Form rüberzubringen. Gelänge mir das nicht, dann würde ich schon Konsequenzen ziehen.
Ich habe keine Ahnung, wie alt der Partner unserer Gast-Schreiberin ist. Das ganze Gespräch (...und sicher gab es mehrere Gespräche) kennen wir nicht. Dabei kann ich mir schon vorstellen, dass er sich nicht sehr geschickt ausgedrückt hat. Ich denke, da ist über Form und Inhalt solch wichtiger Gespräche nachzudenken.
Finde es auch etwas ulkig... Wenn ein Mann kein Kind will und Frau wird doch ungeplant schwanger und will das Kind bekommen, dann wird immer auf die Frau geschimpft und was nicht alles. Will eine Frau kein Kind und wird doch ungeplant schwanger und will das Kind nicht austragen, wird auch wieder auf die Frau geschimpft, bzw. ihr in's Gewissen geredet.
Kann es sein, dass zumindest Männer immer eher zum Mann halten? 😕
Nee, das ist doch nicht ulkig. Ich halte gewiss nicht eher zu Männern. Alles was wir in einer festen Beziehung tun, das fördert und pflegt die Beziehung - oder lockert sie. Auf die Frau zu schimpfen, wäre daher in meinen Augen grundfalsch.
Finde es unmöglich ihr nur in's Gewissen zu reden und kein bisschen daran zu denken, dass sie sich für die Mutterrolle noch nicht bereit fühlt und es hier um ihren Körper geht, über den sie ganz alleine bestimmen muss.
In dem Punkt widerspreche ich Dir.
Wir können das Gewissen nicht abkoppeln wie einen im Moment überflüssigen Waggon. Tun wir das, dann entscheiden wir gewissenlos.
Selbstverständlich steht das Problem "sie fühlt sich noch nicht für die Mutterrolle bereit" im Zentrum des aktuellen Geschehens. Wäre es meine Partnerin, so würde ich alles dran setzen sie zu unterstützen und ihr Mut zu machen und ich würde mir überlegen, womit ich ihr ihre Aufgabe leichter machen könnte. Natürlich darf sie über ihren Körper alleine entscheiden. Aber über den Körper des von mir mitgezeugten Kindes nicht. Rein rechtlich kann sie es doch. Aber es wäre eine Handlungsweise, die ich als höchst beziehungsfeindlich empfinde.
Ist ja schon schlimm, wenn ein Kind ohne Vater aufwächst, weil er das Kind nicht wollte und sich dafür nicht interessiert.
Aber wohmöglich ohne Mutter oder einer Frau, die nicht die Mutter sein kann, die das Kind braucht? Ist das wirklich besser...? 😕
Beides sind ganz schreckliche Szenarien.