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Absolute Ziellosigkeit

XXYJuliaYXX

Mitglied
Hey,

Ich bin Julia, bin 21 Jahre alt und habe überhaupt keine Ziele im Leben. Ich habe überhaupt keine Ahnung, was mir gefällt, was mir Spaß macht und komme mit der Arbeitspolitik nicht klar. Es war allerdings nicht immer so.. Als ich 14 war sind ich und meine Eltern nach Deutschland gekommen, ich war damals super motiviert und wollte unbedingt viel Geld später verdienen, weshalb ich mir das Medizinstudium als Ziel vor Augen gesetzt habe. Habe über die Jahre immer fleißig gelernt und mein Abitur mit 1,3 abgeschlossen. Das Ziel Medizin zu studieren verschwand jedoch irgendwann, da mir klar wurde, dass ich keine Lust hatte mit Menschen zu arbeiten und für mich das Aspekt Geld und nicht Leidenschaft im Vordergrund stand, wodurch ich vermutlich keine gute Ärztin geworden wäre. Aufgrund meiner nicht allzu wohlhabenden Familie (Mutter - alleinerziehend), war ich dazu gezwungen arbeiten zu gehen. Und da hat es alles angefangen. Das Bild eines reichen, unbekümmertes Leben, mit sauberen 40 Stunden Arbeitswoche wurde von der bitteren Wahrheit der Arbeitspolitik vernichtet. Dazu kam auch noch, dass ich über Altersversorgung erfahren habe und dass man mit einem angemessen Betrag nur dann rechnen kann, wenn man genug eingezahlt hat. Klartext: ein Job mit einem geringen Einkommen = beschissene Rente.
Nach dem 1 Jahr habe ich mich für Jura entschieden, da ich wie bereits gesagt, Geld verdienen wollte. Eine 60 Stunden+ Arbeitswoche ist aber bei Juristen normal, weshalb ich das Studium abbrechen werde. Ich komme mit dem Gedanken nicht klar den größten Teil des Lebens mit den Arbeitskollegen zu verbringen, statt mit Menschen, die man gerne hat (Familie, Freund). Außerdem gefällt mir die Tätigkeit an sich ebenfalls nicht. Und momentan sitze ich da komplett ohne Ziele und jegliche Motivation. Ich möchte Geld haben, möchte später mehrere Häuser haben, ein tolles Auto und eine abgesicherte Rente.Dei Berufe, die mir Spaß machen (Wissenschaftler), bringen jedoch keine Sicherheit mit sich und kein großes Einkommen mit, weshalb ich mich nebenbei auch um meine Rente kümmern müsste. Ich möchte aber auch keine 60 Stunden die Woche dafür arbeiten, das ist für mich einfach kein Leben. Ich stehe im Endeffekt vor der Wahl:
1. EIn Beruf auszuüben, womit man viel Geld macht, dafür finanzielle Sicherheit hat, aber kein Spaß am Leben
2. Ein Beruf mit mittelmäßigen Einkommen, der vielleicht einigermaßen Spaß machen würde, dafür aber keine Abgesicherte Rente
3. Oder ganz viel schuften und versuchen in Aktien zu investieren oder etwas Neues zu erfinden, was im Endeffekt mit Investitionen und großem finanziellen Risiko verbunden ist, was ich mir aufgrund der schlechten finanziellen Umstände meiner Familie nicht leisten kann.
Womit ich am wenigsten klarkomme ist meine finanzielle Situation im Endeffekt. Ich habe Bekannte , die Immobilien erben werden, ich habe Bekannte , die ihr Leben durchfinaziert bekommen, ich habe sogar eine Bekannte, die so viel Geld geerbt hat, dass sie nicht arbeiten braucht und sich lebenslang ihrem Hobby widmen kann. Und ich kann von Glück sprechen, wenn ich keine Schulden erben werde. Diese Bekannten können ihr ganzes Leben das machen, worauf sie Lust haben, ohne sich Sorgen über ihre Rente oder Einkommen machen zu müssen und ich müsste fast jede Sekunde meiner Freizeit arbeiten, nur damit ich bei rapide steigenden Immobilienpreisen am Ende wahrscheinlich weniger als die habe? Der Gedanke daran macht mich einfach kaputt. Ich hasse es zu arbeiten und ausgerechnet ich musste in eine arme Familie hineingeboren werden, was mir meine komplette Lebenslust und Motivation geraubt hat. Wer kommt überhaupt auf die Idee Kinder zu bekommen, ohne denen was bieten zu können? Ich bin so unglaublich sauer auf meine Eltern mich in diese beschissene Welt gebracht zu haben, die ohne finanziellen Wohlstand noch schlimmer ist.
Ich vermisse meine Zielstrebigkeit, aber ich sehe wirklich keinen Ausweg mehr wieder zu mir zu finden.

PS ich weiß, dass man alles erreichen kann und bla bla, Jeff Bezos, aber man muss sich auch immer vor Augen führen, dass es Millionen gibt, die es nicht geschafft haben. Plus, es ist immer mit Investitionen und Risiken verbunden, die ich mir leider nicht leisten kann. Und der Wille ist bei leider auch nicht vorhanden, denn wie ich eben sagte, ich hasse es zu arbeiten.. Ich möchte einfach ein sorgloses Leben führen, ohne mir zu viele Gedanken über meine Altersversorgung und 1000 Kreditte machen zu müssen.. Mehr will ich nicht. Es ist in meiner Situation aber leider nicht möglich...
 

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Schroti

Sehr aktives Mitglied
Ich hasse es zu arbeiten und ausgerechnet ich musste in eine arme Familie hineingeboren werden, was mir meine komplette Lebenslust und Motivation geraubt hat. Wer kommt überhaupt auf die Idee Kinder zu bekommen, ohne denen was bieten zu können? Ich bin so unglaublich sauer auf meine Eltern mich in diese beschissene Welt gebracht zu haben, die ohne finanziellen Wohlstand noch schlimmer ist.
Du Arme. Ja, das Leben kann sehr hart sein.
 

momo28

Moderator
Teammitglied
Wer kommt überhaupt auf die Idee Kinder zu bekommen, ohne denen was bieten zu können? Ich bin so unglaublich sauer auf meine Eltern mich in diese beschissene Welt gebracht zu haben, die ohne finanziellen Wohlstand noch schlimmer ist.
Da hast du selbst letztendlich zwei Möglichkeiten.
Du kannst dich weiter als Opfer deiner Eltern sehen, die dir nichts Materielles mit auf den Weg gegeben haben.
Dir aber dann doch die Chance auf ein sehr gutes Abitur gegeben haben, damit du selbst etwas aus deinem Leben machen kannst.
Mit deinem Abitur stehen dir alle Wege offen.

Warum beweist du dir nicht selbst, dass du es auch ohne reiches Elternhaus zu etwas gebracht hast?
Wenn man will, kann das so viel Ansporn sein.

Ist aber halt nicht so bequem und einfach wie auf die Eltern zu schimpfen.
 
Frag doch mal Elon Musk, so schwer kann es ja nicht sein..

Aber Spaß beiseite, du fixierst viel zu sehr auf das Geld. Mehrere Häuser? Die brauchst du nicht für ein erfülltes Leben. Wenn dich Dinge interessieren, die wenig einbringen, dann tue sie trotzdem, denn am Ende hast du mehr davon, wenn auch nicht materiell. Natürlich gibt es Leute, die viel erben, aber die Norm ist das nicht. Das Leben ist ungerecht, das muss man akzeptieren lernen. Es gibt sehr viel, das nichts (oder wenig) kostet und bereichert. Eben eine glückliche Beziehung, ein forderndes und spannendes Arbeitsfeld, gute Gesundheit, interessante Freunde, entspannte Zeit, gutes Essen und und und..

Also befreie dich mal von diesen quälenden Gedanken und konzentriere dich darauf wie du dein Leben verbessern kannst, ohne reich zu sein.

PS und lass doch mal die Rente ruhen.. ich bin Mitte 40 und das kommt mir vor wie in einer Ewigkeit, du bist erst 20..
 
Zuletzt bearbeitet:

Amatio

Aktives Mitglied
Hallo Julia,

Willkommen im Forum. Hier werden Sie geholfen! (kleiner Joke!:))
Hey,

Ich bin Julia, bin 21 Jahre alt und habe überhaupt keine Ziele im Leben.
Doch, hast Du: Kohle ohne Ende ohne viel Arbeit. Das ist doch ein super Ziel! Wenn Du gut aussiehst, dann lach Dir doch einen Millionär an. Dann hast Du Geld. Oder spiele Lotto, mach Pferdewetten, investiere etwas in Aktien, Gold, Immobilien oder Bitcoin.

Oder bewirb Dich bei der Firma Heldental. Die machen Daytrading, bilden Dich aus und statten Dich gegen Gewinnbeteiligung und ohne Verlustrisiko mit einem Traderkonto aus. Genau das Richtige für Dich, wenn Du ohne eigenes Geld viel Kohle machen willst.

Das Ziel Medizin zu studieren verschwand jedoch irgendwann, da mir klar wurde, dass ich keine Lust hatte mit Menschen zu arbeiten und für mich das Aspekt Geld und nicht Leidenschaft im Vordergrund stand, wodurch ich vermutlich keine gute Ärztin geworden wäre.
Du weißt doch ganz genau, was Du willst: Nicht mit Menschen arbeiten und Geld statt Leidenschaft. Das sind ganz klare Ziele. Glückwunsch!

Bei den meisten Deiner Mitmenschen werden diese Ziele jedoch nicht auf Gegenliebe stoßen. Das muß Dir klar sein. Kümmer Dich nicht drum und mach einfach Dein Ding. Du kannst es schaffen; und es ist gar nicht mal so schwer!

Albert Einstein hat mal gesagt:

Eine wirklich gute Idee erkennt man daran, dass ihre Verwirklichung von vorne herein ausgeschlossen erscheint.

Also hast Du Dir ein super Ziel gesetzt, da es ja tatsächlich ausgeschlossen scheint, es erreichen zu können. Absolut super! So soll es sein! Du machst alles Richtig! :cool:

Klartext: ein Job mit einem geringen Einkommen = beschissene Rente.
Du solltest Dich von der gesetzlichen Rente unabhängig machen und Dir ein Vermögen aufbauen. Das kannst Du dann anlegen und im Alter prima von den Zinsen leben.

Ich möchte Geld haben, möchte später mehrere Häuser haben, ein tolles Auto und eine abgesicherte Rente.
So wird es sein!

Dei Berufe, die mir Spaß machen (Wissenschaftler), bringen jedoch keine Sicherheit mit sich und kein großes Einkommen mit, weshalb ich mich nebenbei auch um meine Rente kümmern müsste. Ich möchte aber auch keine 60 Stunden die Woche dafür arbeiten, das ist für mich einfach kein Leben.
Du bist echt klug! Mit Arbeit versaut man sich den ganzen Tag! :cool:

Ich stehe im Endeffekt vor der Wahl:
1. EIn Beruf auszuüben, womit man viel Geld macht, dafür finanzielle Sicherheit hat, aber kein Spaß am Leben
2. Ein Beruf mit mittelmäßigen Einkommen, der vielleicht einigermaßen Spaß machen würde, dafür aber keine Abgesicherte Rente
3. Oder ganz viel schuften und versuchen in Aktien zu investieren oder etwas Neues zu erfinden, was im Endeffekt mit Investitionen und großem finanziellen Risiko verbunden ist, was ich mir aufgrund der schlechten finanziellen Umstände meiner Familie nicht leisten kann.
3. ist die beste Wahl. Und am Anfang nur 1.000 Euro investieren und 10.000 Euro draus machen. Die wieder investieren und 100.000 Euro drausmachen. Nochmal investieren und 1.000.000 draus machen. Und nochmal investieren und 10 Millionen draus machen.

Du mußt also nur 4 x Deine Investition verzehnfachen (und das geht auch ohne weiteres!), dann machst Du aus 1.000 Ocken 10 Mille.

Dann den Großteil der Kohle sicher anlegen (8 Mille) und von den Zinsen leben. 1 Million über lassen für größere Anschaffungen; und eine Million weiter investieren. 10 Investitionen zu je 100.000 Euro mit hohen Renditeerwartungen (Minimum 100% pro Jahr) und hohem Risiko, das Du Dir bei so viel Kohle aber auch locker leisten kannst.

Womit ich am wenigsten klarkomme ist meine finanzielle Situation im Endeffekt. Ich habe Bekannte , die Immobilien erben werden, ich habe Bekannte , die ihr Leben durchfinaziert bekommen, ich habe sogar eine Bekannte, die so viel Geld geerbt hat, dass sie nicht arbeiten braucht und sich lebenslang ihrem Hobby widmen kann. Und ich kann von Glück sprechen, wenn ich keine Schulden erben werde. Diese Bekannten können ihr ganzes Leben das machen, worauf sie Lust haben, ohne sich Sorgen über ihre Rente oder Einkommen machen zu müssen und ich müsste fast jede Sekunde meiner Freizeit arbeiten, nur damit ich bei rapide steigenden Immobilienpreisen am Ende wahrscheinlich weniger als die habe? Der Gedanke daran macht mich einfach kaputt. Ich hasse es zu arbeiten und ausgerechnet ich musste in eine arme Familie hineingeboren werden, was mir meine komplette Lebenslust und Motivation geraubt hat.
Ja, Du hast Recht: Das Leben ist sehr ungerecht! Aber Du bist taff. Du läßt Dich einfach nicht unterkriegen und machst was aus Dir und Deinem Leben. Und dann kannst Du auch sehr stolz auf Dich sein! Du packst das! (y)

Wer kommt überhaupt auf die Idee Kinder zu bekommen, ohne denen was bieten zu können? Ich bin so unglaublich sauer auf meine Eltern mich in diese beschissene Welt gebracht zu haben, die ohne finanziellen Wohlstand noch schlimmer ist.
Nun bist Du auf der Welt. Also mach das beste draus. Das Leben hat auch sehr schöne Seiten!

Ich vermisse meine Zielstrebigkeit, aber ich sehe wirklich keinen Ausweg mehr wieder zu mir zu finden.
Doch, Du findest wieder zu Dir!

PS ich weiß, dass man alles erreichen kann und bla bla, Jeff Bezos, aber man muss sich auch immer vor Augen führen, dass es Millionen gibt, die es nicht geschafft haben.
Na und? Seit wann gehörst Du zu diesen Loosern? - Du bist was Besseres als die und kannst alles schaffen, was Du wirklich willst! Natürlich ist dieser Bezos ein knallhartes A*schloch, der viele kleine Online-Händler ruiniert hat. Gewissen und Anstand sind also eher hinderlich auf dem Weg nach oben.

Plus, es ist immer mit Investitionen und Risiken verbunden, die ich mir leider nicht leisten kann.
Ein bißchen was kann sich jeder leisten. Spar einfach was ein, was nicht unbedingt notwendig ist und investiere es.

Und der Wille ist bei leider auch nicht vorhanden, denn wie ich eben sagte, ich hasse es zu arbeiten..
Kann ich gut verstehen. Irgendeinen Scheiß-Job zu machen für ein paar Kröten, das ist Lohnsklaverei.

Ich möchte einfach ein sorgloses Leben führen, ohne mir zu viele Gedanken über meine Altersversorgung und 1000 Kreditte machen zu müssen.. Mehr will ich nicht.
Das finde ich prima!

Es ist in meiner Situation aber leider nicht möglich...
Das stimmt! Aber nur deswegen, weil Du das glaubst! In Deinem Leben passiert immer das, was Du glaubst:

Egal ob Du glaubst, dass Du etwas kannst oder es nicht kannst, Du hast Recht.
Henry Ford

Ändere Deine negativen Gedanken, umgib Dich mit positiven Leuten, denke Dich reich und dann wird Dein reiches Inneres sich im Äußeren manifestieren. Das ist ein Gesetz des Lebens.

Viel Glück! (y):)
 
D

Die Queen

Gast
Ich würde mir an deiner Stelle Prioritäten setzen und mich von dem Gedanken verabschieden nach der eierlegende Wollmilchsau als Beruf zu suche .

Es gibt kein Beruf dass dir viel Kohle bringt, Spaß macht aber gleichzeitig nicht zu viel heilige Freizeit frisst. Entweder oder.

Worauf du auf deine Eltern eher sauer sein müsstest ist eher, dass sie darin versagten dich aufs Leben vorzubereiten und eine Prinzesschen Attitüde anerzogen haben.
 

Ca!N89

Mitglied
Guten Morgen,

Es erschreckt mich sehr das noch sehr Junge Menschen extrem überzogenen Erwartungen an das Leben haben.
Ich bin nur 10 Jahre älter wie du aber auch mir war schon immer bewusst das ohne Leistung auch nichts auf den Teller kommt.
Leider sehe ich das hier auf der Arbeit auch immer wieder, wir haben hier einen 19 Jährigen Dualen Student mit Fachrichtung BWL der in unserer Softwareabteilung arbeitet.
Der ist felsenfest davon überzeugt mit 60.000€ einzusteigen und weiß so gerade eben wie ein PC angeht.
Hat übrigens auch ein 1,3 Abbi oder so, das sagt nicht viel aus über die persönlichen Kompetenzen.

Wie stellst du dir das denn alles vor? Wie willst du dein Ziel erreichen ohne mal irgendwo anzufangen?
Teils verstehe ich deine Situation bis zu meinem 21 Lebensjahr habe ich der Arbeitswelt und dem "System" auch den Rücken gekehrt.

- Bin mit 17 aus der Schule gekommen
- Fachabbi angefangen weil ich keine Lust hatte in eine Lehre zu gehen, hab ich dann nach 9 Monaten geschmissen
- danach Ausbildung im Hanfwerk angefangen, der Meister hat mich blöd angemacht, hat mir alles nicht gepasst, geschmissen!
- Fachabbi im Sozialbereich ----->geschmissen

NACHTRAG:

DU bist für dein Leben verantwortlich und nicht deine Eltern!
Deine Eltern sollen dich unterstützen, was sie ja getan haben, sind mit dir nach Deutschland gekommen und du durftest hier ganz in Ruhe dein Abbi machen und studieren, was willst du noch mehr?

Daran sieht man das du ein überhebliches neidisches Kind bist was sauer ist das es nicht mit einem goldenen Löffel im Mund geboren wurde.

Diese reichen Kiddies die von Beruf Sohn/Tochter sind und nichts selber erreicht haben aber permanent einen auf dicke Hose machen und ohne ihre Eltern gar nichts erreicht haben sind für mich mit die erbärmlichsten Kreaturen die es in der Menschheit gibt!
und danach folgten dann zwei Jahre im Wechsel zwischen gar nichts tun und Hilfsarbeiter.
Hätte auch genug Möglichkeiten gehabt auf andere Art und Weise Geld zu verdienen aber habe mich zum Glück dagegen entschieden.

Mit 20 haben meine Mutter und ich dann Kollektiv entschieden das ich ausziehe, natürlich auf Staatskosten.
Nachdem ich dann ein halbes Jahr in meiner abgeranzten Sozialwohnung lebte wurde mir schnell klar das dass kein Leben für mich ist und ich mich in diese verhasste Arbeiterkultur wohl oder übel eingliedern muss.
Bin mir sehr sicher, dass wenn wir kein Sozialsystem hätten, es gar nicht zur Debatte gestanden hätte da ich von Anfang an ja gar keine andere Möglichkeit gesehen hätte als direkt zu Arbeiten.
Das trifft auf so einige junge Menschen zu und ich finde es falsch wie sehr das vom Staat unterstützt wird.
Ausreden finden kann man immer, auch ich hatte eine schwere Zeit hinter mir, sehr schlechtes Verhältnis zum Vater der sehr dominant war, verstarb als ich 15 war und ich bin dann auch quasi "ausgebrochen" und meine Mutter hat da auch erstmal schön ihre Midlife Crisis ausgelebt und ich dümpelte quasi Ziel und Führungslos durch die Welt.
Später auch Depressionen diagnostiziert bekommen die sich wohl schon in der Kindheit aufgrund bestimmter Dinge eingeschlichen haben ....blablabla....
Könnte man toll als Ausrede benutzen, war auch ein Faktor das es nicht sofort geklappt hat aber die Schuld an dem verpatzten Start lag bei mir und nicht bei anderen Menschen, ich habe viele Chancen bekommen die ich nicht genutzt habe.

Habe mich auch früher immer für was "besseres bestimmt" gehalten und habe darauf gewartet da kommt gleich einer angelaufen und schmeißt mir einen Sack Geld hin.
Wenn ich heute an diese Zeit zurück denke kommt es mir vor als kenne ich diese Person von damals nicht und es ist so surreal das es so war.

Auch heute noch bin ich kein glückliches Herdentier was fröhlich zur Arbeit geht und geil darauf ist 8-12 Stunden zu arbeiten, aber ich brauche das zum Leben.
Mit 21 fing ich meine Ausbildung im Kaufmännischen Bereich an und wusste das dass meine Einzige Chance ist mir das Leben und die Arbeitswelt erträglicher zu gestalten.
Schnell war mir klar das ich später aus verschiedenen Gründen in die Führungsebene möchte und das ich da echt Gas geben muss um da hinzukommen.

Habe ich auch getan, habe mir den A**** aufgerissen, mich untergeordnet, von Menschen die es besser wussten helfen lassen und so auch an diesem verhassten Hierarchiesystem positive Seiten und tolle Menschen entdeckt.

Meine Lehre schloss ich als einer der Besten in meinem Bundesland ab, diesen Erfolg habe ich dringend gebraucht, ich habe gesehen das sich das echt auszahlt.
Danach wechselte ich den Job und habe mich richtig reingekniet und hochgearbeitet, habe mich bis vor kurzem noch nebenberuflich Weitergebildet, insgesamt 5 Jahre was mich eine Menge Zeit, Geld und Kraft gekostet hat und ich langsam auch merke das es Genug ist.
Aber ich habe mir diesen schweren Weg ausgesucht, ich hätte es viel leichter haben können, aber ich lebe jetzt und bin stolz auf mich selber das ich das alles noch geschafft habe.
Was ich in den letzten 10 Jahren geleistet habe bekommen viele nicht hin die "ganz normal" gestartet sind und die verlorene Zeit konnte ich aufholen.

Ich habe mein Ziel erreicht, seit gut vier Jahren bin ich in einer Führungsposition in einer Firma mit tollen Arbeitskollegen und einem super Team.
Finaziell fängt es jetzt erst an besser zu werden, habe noch Schulden abzutragen aus meiner Zeit von früher und meiner geilen Spielautomatenkarriere die ich Blödmann erst 2015 ablegen konnte + die Kosten für meine Weiterbildungen.

Sind jeden Monat knapp 900€ die Weg sind, wäre das nicht so hätte ich schon lange ein Eigenheim was ich Zeitnah mit meiner Frau abbezahlen könnte, aber ich will mich nicht beschweren mein Leben bessert sich immer mehr!

Was ich dir damit sagen möchte

Ich kann deine Gedankengänge sehr wohl nachvollziehen, aber komm erstmal von deinem hohen Ross runter und schraube deine Erwartungshaltung runter.
Dein Abbi ist keine maßgebende Referenz und wenn du nicht irgendwo einen Anfang findest und das auch durchziehst hast du einen schweren Weg vor dir.
Das was du erreichen möchtest bekommst du nur wenn du hart Arbeitest und unten anfängst.

Gerade ihr jungen Leute habt total überzogene Erwartungen an das Leben und die Arbeitswelt, ihr wollt nichts leisten aber alles haben, haltet euch für total schlau, wisst alles besser und könnt im Endeffekt nichts außer rumschwallen! Das trifft nicht auf alle zu aber das wird immer extremer, selbst auf die harte Tour gibt es keinen Lerneffelt da ja auch alles in Watte gepackt wird.

So wie du dir das vorstellst wird das nichts, verabschiede dich doch erstmal von Gehaltszahlen und Häusern, fang klein an.

PPS:
Warum müssen es eigentlich immer fünf Häuser und "ne fette Karre" sein?
Falls du mal das Geld dafür haben solltest dann kaufe fünf vorhandene Häuser und lass sie Sanieren, schon mal was von Nachhaltigkeit gehört? Deine Nachkommen werden es dir danken, wird schon alles genug zubetoniert.
Ein Durchzugsstarkes Auto finde ich auch gut, aber bald kommt eh ein Tempolimit da tut es auch eine 150PS Kiste ;)

Du und ich werden uns in Zukunft eh mit ganz anderen Problemen beschäftigen dürfen, sei dir sicher.

Ich hoffe mein Appell ist angekommen, ich weiß wo von ich rede!
Deinen Erfolg gönne ich dir, du kannst deine Ziele erreichen, aber dazu musst du (vorerst) Dinge tun die du eigentlich nicht gut findest.

Immer mehr solche Threads hier......
 

Styx.85

Aktives Mitglied
Die meisten meiner Vorsprecher haben sich bereits ausgiebig mit deinem Problem beschäftigt, dem schließe ich mich an und mag dem nichts mehr groß hinzufügen.

Stattdessen würde ich dir mal bei ein paar Musterbeispielen alternative Sichtweisen nahelegen, welche mindestens die gleiche Berechtigung haben wie deine:

1. Eltern / alleinerziehende Mutter / deren Armut:

Deine Eltern / deine Mutter ist mir dir nach Deutschland gekommen, da es hier anscheinend bessere Möglichkeiten gibt als in deinem Herkunftsland. Wahrscheinlich hat sie damit Recht.

Sie hat mit dem Verlassen ihrer Heimat, was kein Mensch wirklich gerne tut (!), dir alle Chancen eingeräumt, die man braucht und die du bis zu deinem Abi zumindest auch in Anspruch genommen hast. Wenn du Glück hast, wirst du auch keine Schulden erben.
Deine Mutter hat dir somit zumindest neutrale Startbedingungen in einem neuen Land geschaffen und viel gravierendere Probleme bereits im Vorfeld eliminiert (Schlechte Wirtschaftliche Bedingungen im Heimatland eventuell sogar politische Spannungen oder Krieg...).
Dafür solltest du ihr dankbar sein und nicht latente Vorwürfe wegen mangelndem Reichtum schwelen lassen. Ich hoffe du hast dies noch nicht gegenüber ihr durchblicken lassen, ansonsten rate ich dir zu einer Entschuldigung.

2. Arbeit und Vermögen

Wenn man kein Erbe / Lottovermögen hat, bleibt einem nur bei Null anzufangen. Harte Arbeit, Partizipation am Finanzmarkt (Invests), eventuell eine eigene Firma gründen. Vermögen speist sich nicht aus Nichts. Das ist nunmal so. Ohne Durchhaltevermögen wird das nix mit mehrere Häusern und Autos.

3. Vergleiche mit reichen Bekannten

Wenn man sich mit anderen Menschen vergeleicht, das tut nahezu jeder, sollte man lernen diese Vergeleiche fair zu führen und alle Aspekte mit einfließen lassen.
Du bist nicht fair zu dir selber, wenn du dich mit einem Erben vergeleichst, dem eventuell mehrere Generationen "intakte" Familie vorausgegangen und in dessen familiären Umfeld entsprechend Wohlstand akkumuliert wurde.
Vergleiche dich finanziell mit Leuten, die ähnliche Startbedingungen haben wie du, falls du dich auf dieses Thema beschränken magst.

Dir ist sicherlich nicht entgangen, wie ich "intakt" geschrieben habe. Viele wohlhabende Unternehmerfamilien sind absolut strikt hierachisch strukturiert. Das ist nötig, um Wohlstand "in der Familie" zu halten. Ausreißer haben es schwer. Ich weiß hier aus erster Hand, von was ich spreche. Menschen in solchen Familien-Gefängnissen geht es von außen betrachtet blendend, doch frage nicht, welche Zwänge damit verbunden sind... diese sieht der Außenstehende gezielt nicht... soll er auch nicht sehen. Doch du solltest intelligent genug sein, dich rein von finanzieller Fassade nicht blenden zu lassen.

4. Reichtum selbst

Dies scheint dein primäres Ziel zu sein. Dummerweise sind die meisten aus eigener Kraft reich gewordenen Menschen durch etwas reich geworden, was ihnen Freude bereitet. Bill Gates und Steve Jobs haben gerne an Computern in ihrer Garage gebastelt und programmiert. Der Reichtum kam später. Es gibt viele Beispiele für solche Erfolgsgeschichten.
Die wenigsten Menschen wurden reich, weil sie Reichtum als Ziel hatten, sondern weil sie durch Zufall ihre Passion zu Geld machen konnten.
Du hast aber keine Passion, nur überzogene Ziele... ich sehe hier ziemlich schwarz.

5. Ehrgeiz

Ehrgeiz scheint bei dir vorhanden, doch Fleiß und Durchhaltewillen fehlen. Ehrgeiz kann schnell in Neid umkippen, wenn weltfremde Ziele nicht in kurzer Zeit erreicht werden und sich der erhoffte soziale Status einstellt.

Gut für dich: Du bist noch jung, hast ein sehr gutes Abi und eigentlich stehen dir immernoch alle Türen offen.

Schlecht für dich: Wenn dein Ehrgeiz in Neid um schlägt (Indizien dafür sind deine unpassenden Vergleiche und die Haltung gegenüber deiner Mutter), kann es zu einer Abwärtsspirale kommen.

Achte hier ein wenig auf dich.

Und dann noch ein paar pragmatische Ratschläge für den Alltag:

- Reiche Freunde sind dann gut für dich, wenn du dich in ihrer Gegenwart wohlfühlt und ihr Reichtum bzw. ihr Weg dorthin für dich Inspiration darstellt.
Erzeugen sie dagegen Neid und haben nichts Inspirierendes an sich (Erbe sonst nix), suche dir neue Freunde.

- Nimm deine Mutter als Inspiration für dich selber, nicht als Negativbeispiel. Sie hat es alleinerziehend in einem fremden Land geschafft, Bedingungen zu kreiren, welche ihre Tochter bis zum 1,3er Abi zu bringen. Sie hat offensichtlich Fleiß und Durchhaltewillen. Dies sind Dinge die dir fehlen, selbst wenn du klüger und gebildeter bist als deine Mutter.

- Lege deinen blinden Kosum-Glauben ab. Haste was, biste was... das stimmt nicht. Selbst wenn du es am Ende deines Lebens nicht zu mehreren Häusern etc. geschafft hast, muss es absolut kein schlechtes Leben gewesen sein.
 

Geißblatt67

Aktives Mitglied
Hallo,

ich frage mich, warum hier fast täglich junge Leute ganz ähnliches schreiben wie du. Keine Lust auf Arbeit, keine Lust auf irgendwas, nichts durchziehen, aber viel Geld haben wollen und im Luxus leben, möglichst ohne etwas dafür zu tun.

Woher kommt das? Ich habe selbst zwei Kinder in diesem Alter und bin gottfroh, dass es bei denen nicht so ist. Meine Tochter studiert Fächer, mit denen sie nicht die Wahnsinns Kohle scheffeln wird, aber sie arbeitet nebenher schon in dem Bereich und ist da sehr glücklich. Sie wird ihren Weg machen.

Bei meinem Sohn ist es ähnlich.

Und nein, sie haben nicht die große Kohle vom Elternhaus im Hintergrund.

Ich weiß nicht, was ich dir raten soll. Wenn es bei dir nicht von selbst Klick macht hinsichtlich Motivation, dann kann dir das auch kein Außenstehender vermitteln.
 

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