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Abschalten und Kopf frei, wie macht ihr das?

Lesen konnte ich früher sehr gut zur Entspannung nutzen. Derzeit fehlt mir die innere Ruhe dazu.
Aktuell ziehe ich meine Entspannung eher aus Spaziergängen mit dem Hund. Auch Spaziergänge ohne Hund sond machbar. Aber bei der aktuellen Wetterlage ist der Hund tatsächlich der Motivator. Und nicht so ein Schlendern sondern richtig stramm gehen. Irgendwann kommt bei mir dann auch immer der Punkt, an dem die Gedanken sich mit jedem Schritt leichter anfühlen. Gleichzeitig sammel ich immer noch die ganzen Kippen ein, die irgendwer auf unseren Strecken einfach in die Pampa geworfen hat.
Ansonsten poliere ich gerade mein Französisch wieder online auf. Da werden mal wieder andere Synapsen beansprucht, als beim täglichen Scheixx.
Pilates und Tai Chi setze ich gezielt zur Entspannung ein.
Muss ich auch mal wieder machen, dass ich jeden Tag spazieren gehe. Früher habe ich das jeden Tag gemacht. Minimum 10000 Schritte, das waren bei langsamen Schlendern ca. 2 Std.
Es ging mir gar nicht um die 10000 Schritte selbst, sondern um das, was ich alles sehe, wenn ich meine Umwelt aufmerksam aufnehme. Wenn ich 9000 Schritte hatte, dann bin ich extra nochmal los, da hat mich dann der Ehrgeiz gepackt. Es hat gut getan, aber jetzt kriege ich den Hintern nicht mehr hoch.
Sollte ich vielleicht als guten Vorsatz für 2026 notieren.
 
Also das ich Arbeit im Kopf mit nach Hause nehme, ist schon lange vorbei.
Ich arbeite nicht im Rettungsdienst und die wenigsten von uns retten Leben im Alltag. Stress auf der Arbeit kann es immer mal geben. Aber keinen der mich so weit runter zieht das ich ein besonderes Erholungsprogramm benötige. Schließlich gibt es am Ende einer jeden Woche ein freies Wochenende plus Urlaubstage.

Das was du beschreibst kommt im Beruf in der Spitze mal vor, aber nicht täglich. Meine Partnerin ist auch Erzieherin und natürlich gibt es Kinder mit denen man gut kann und andere nicht. Genauso wie Eltern, Kollegen, etc. Aber auch hier sehe ich nichts besonderes. Ein schwieriges Elterngespräch hat man nicht täglich. Und ich halte es auch für völlig normal, gerade im Berufsleben ein gewisse zumutbare Belastungskapazität zu besitzen. Wer hier die Grenzen nicht mehr gesund ziehen kann, sollte sich dringend etwas anderes suchen. Es ist auch wenig Professionell, permanent alles möglich an sich ran zu lassen und zeigt auch das man für tatsächlich stressige und verantwortungsvollen Positionen eher eine Fehlbesetzung wäre.

Pflege von Angehörigen kann belastend sein. Aber wer pflegt denn rund um die Uhr? Zumindest sicherlich niemand der Vollzeit arbeitet. Also hat man entweder das eine, oder das andere.
Ich sehe es im übrigen eh sehr kritisch, Angehörige selbst zu pflegen wenn es bis in die Selbstaufopferung geht. Dafür gibt es andere Institutionen.

Und Dumpfbacken in der Gesellschaft, nun ja....wenn ich mich mit jedem Individuum länger als 4 Sekunden beschäftige muss ich bei mir auch Sachen hinterfragen. Zu Hause Tür zu, Feierabend.

Natürlich, "das Leben ist eines der härtesten", mit seinen Problemen und Unwegbarkeiten.
Wer aber permanent "over the top" ist, sollte schauen ob es nicht auch Verbesserungsmöglichkeiten gibt.
Nicht immer genügt es, ein bißchen zu Lesen oder Sport zu machen.
Ich benötige solche Ventile nicht, denn es ist egal was ich tue. Sobald ich dieser Belastung gerade nicht ausgesetzt bin, ist es eine Ablenkung und Erholung. Dafür muss ich nicht extra ein Buch lesen. Davon wird auch nicht die restliche Arbeit erledigt, die ich sonst noch auf dem Zettel habe. Wer also für alles einen zeitlichen Ausgleich benötigt, hat schon mal genug Zeit zur Verfügung. Die habe ich oftmals nicht.
Schön, wenn man Leuten in sozialen Berufen erklärt, dass sie nicht alles so an sich ranlassen sollen. Was meinst du wie die ihren Job machen? Was meinst du denn wer sich um die kümmert die hinten runter fallen, weil die Leute Job Job sein lassen ?

Das gleiche mit der Pflege. Sobald mein Vater alleine war, konnte der auch nicht mehr so toll abschalten... Das ging dann wieder wo sich andere drum gekümmert haben und er gebettelt hat, dass wir ihn unterstützen.
Aber er ist auch so super toll wie du und kann jederzeit abschalten 😊 hab ich vergessen.


Noch besser wird dein Post, wenn du Leuten mit psychischen Problemen vorwirfst, dass sie Probleme haben ihren Alltag zu bewältigen. Wenn du alles so perfekt von dir wegschieben kannst, dann ignoriere doch einfach wie Leute nach Strategien zur Lebensverbesserung suchen. Oder ist dein abschalten, andere runter zu machen ?

Also ich Klatsche wie wunderbar du bist und wenn du allen mal sagen wolltest, wie nutzlos und inkompetent sie sind, dann hast du das erfolgreich geschafft. Können wir dir sonst noch weiterhelfen ?
 
Mein Kopf ist häufig voller Ideen und Gedanken und Aufgaben die ich zu erledigen hab und oft mach ich dann nichts weil es zuviel ist und ich den Überblick verliere.

Was habt ihr für Strategien um abzuschalten?
Eine ganz einfache:
Ich schreibe aufkommende Gedanken und Ideen in mein Notizheft, damit sie nicht verloren gehen. So wird mein Kopf frei, und ich kann mich zu einem späteren Zeitpunkt bewusst damit beschäftigen. 🙂
 
Die Erziehung fremder (oder eigner) Kleinkinder, wo sich die Eltern ziemlich raushalten. Und glaub mir, viele Kinder sind keine kleinen Engel mehr, manche werden sogar körperlich übergriffig sobald sie mal ein " nein" hören (erst neulich gehabt, als ich einem Kind erklärt habe, dass es bitte nicht das andere Kind hauen soll).

Die Pflege von pflegebedürftigen Familienangehörigen und das herumschlagen mit Behörden, Krankenkasse, Ärzten...
Das Klarkommen mit Arbeitskollegen, welche die Arbeit nicht erfunden haben und lieber Klischees erfüllen, statt volle Windeln zu wechseln...

Das Zurechtkommen in der Gesellschaft mit all den Dumpfbacken...
Die eignen Gedankenschleifen im Kopf, die einem an allen und vor allem sich selbst zweifeln lassen...

Da gibt es so vieles, von dem man mal abschalten möchte und muss.
Und ich glaube, dass wirklich jeder mal von etwas Abstand gewinnen muss, nur manche sind sich dessen nicht ganz bewusst, bis es irgendwann kippt. Oder sie haben ein super tolles, entspanntes Leben mit richtig geilen Bewältigungsstrategien.
Dann bitte her damit, damit wir alle von lernen können 😉

Vielleicht kümmern solche Leute sich auch einfach um nichts außer sich selbst rund um die Uhr - dann ist es wenig verwunderlich das man keine Bewältigungsstrategien braucht.
 
Vielleicht kümmern solche Leute sich auch einfach um nichts außer sich selbst rund um die Uhr - dann ist es wenig verwunderlich das man keine Bewältigungsstrategien braucht.
Ja, genau. Rund um die Uhr. Weil ich auch nicht berufstätig bin und den lieben, langen Tag machen kann was ich möchte....🙄
Und weil ich grundsätzlich für mich beschlossen habe, dass ich ganz sicher nicht für die pflegebedürftige Schwiegermutter aufkomme und dafür auch noch meinen Vollzeitjob auf Teilzeit reduziere oder ganz an den Nagel hänge? Nur weil ihr das gerne tut?

Dann gebe ich dir gerne Recht. Dafür benötige ich dann tatsächlich keine besonderen Bewältigungsstrategien und bin auch sicher das ich richtig handele. Ich bin nämlich kein Altenpfleger.

Dafür habe ich andere Verpflichtungen. Aber diese geben mir mindestens genauso viel zurück, wie sie kräftezehrend sind. Von daher trägt sich der mentale Ausgleich hier in sich selbst.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich wundere mich, dass kaum jemand schreibt, er würde etwas zu Ende bringen.
Zumindest tu ich das, wenn ich den Kopf voll Gedanken habe.
Alles was ich zu Ende bringe macht Platz in meinem Kopf und wenn ich schnell und erfolgreich genug bin, kann sogar (kurzzeitig) Langeweile aufkommen.
 
@Piepel
Ja, kann befriedigend sein. Aber wenn bei mir Gedankenkarussel herrscht, schaffe ich das oft nicht. Dann muss ich teilweise einfach ausklinken, um wieder runter zu kommen. Spaziergänge mit Hund oder auch Handarbeiten (die habe ich weiter vorne vergessen), helfen mir tatsächlich.
 
Meditation. Braucht allerdings Übung. Das klappt nicht gleich.

Aber einfach dasitzen oder lieben, ohne einen bewussten Gedanken zu verfolgen ist ein super Gefühl.

Am Anfang denkt man ständig über was nach. Wie sitze ich gerade? Tut meine Schulter so weh? Wie lange sitze ich wohl schon? Hinterher muss ich noch die Wäsche machen...
Man soll sich dann vorstellen, Gedanken wären Wolken, für man beim vorbei ziehen beobachtet.
Wenn ein Gedanke kommt, ihm einfach anschauen und ziehen lassen. Aber ihn nicht bewusst verfolgen.
 

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