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Abrupte Kündigung als Honorarfachkraft- was tun?

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AnjamitVicky

Aktives Mitglied
Es geht um meine Schwägerin und sie weiß auch, dass ich diesen Beitrag schreibe.
Sie hat mich um Hilfe gebeten und ich würde euch gerne involvieren und um Rat bitten.
Sie ist im Bereich der Pflege tätig und hat neben der Tätigkeit auch auf Honorarbasis Altenpflegerinnen ausgebildet.
Seit 2015 tat sie dies als Nebenbeschäftigung.
Gelder gab es immer über einen Fond.

Das lief bis jetzt. Nun hat man ihr abrupt gekündigt.
Zum Jahresende. Begründung: Das Budget gibt es nicht her.
Andere Leiter dürfen aber ihre Kurse behalten. Nur sie und eine Kollegin gehen.

Zuvor war die Koordinatorin ins Babyjahr gegangen und auch mit dem Ersatz lief alles super.

Bevor diese ins Babyjahr ging, hat es aber Auseinandersetzungen gegeben.
Soweit ich das verstanden habe, wollte die Koordinatorin Macht ausüben und hat sie und andere Mitarbeiter ständig kontrolliert.
Das ging soweit, dass sie bei uns zur Grillparty saß und in der Freizeit stets und ständig auf Abruf parat sein musste.

Dann war wohl die Vertretung da und alles lief gut und jetzt kam die alte Koordinatorin aus dem Babyjahr und nun ist angeblich das Budget nicht mehr möglich.

Der Witz ist: Am gleichen Tag als sie die Kündigung erhielt, zeigte sie mir die Mail ihrer Kollegin, in der die oberste Chefin schrieb, dass auch im neuen Jahr alle Gelder zur Verfügung stehen.

Ist dies anfechtbar?

Meine Schwägerin geht davon aus, dass Gelder veruntreut werden und Gelder, die beim Fond locker gemacht werden, sich von anderen in die Taschen gestopft werden.
 
Es stellt sich die Frage, ob eine Honorarfachkraft dem Arbeitsrecht unterliegt. Sie wird ja wissen was in ihrem Honorarvertrag steht. Und ein Honorarvertrag ist kein Arbeitsvertrag. Durch einen Honorarvertrag entsteht kein Arbeitsverhältnis. Das heißt, sie kann nichts tun.
 
Altenpflegerin werden überall gesucht, daher sollte sie sich keine Sorgen um eine neue Stelle machen. In so einem Betrieb würde ich nie mehr arbeiten wollen. Dennoch sollte man ihrer Chefin die Leviten zeigen! Kündigung + besagte Mail ausdrucken und ab zum Anwalt eures Vertrauens. Dieser sollte definitiv auf Arbeitsrechts spezialisiert sein!

Es betrifft hier nicht das Arbeitsrecht. Es besteht kein Arbeitsvertrag. Sind zwei ganz unterschiedliche Dinge.
 
Nein, ist er nicht. Will den Träger aber nicht nennen. Sonst weiß jeder wo sie arbeitet und das will ich zu ihrem Schutz nicht.

Sie ist nicht direkt als Altenpflegerin tätig gewesen. Sie hat die Azubis nur ausgebildet und ihnen Wissen vermittelt.

Der Hergang wirkt auf euch aber auch so, als ob es persönliche Gründe hatte, dass sie rausgeschmissen wurde, oder?
 
Auf mich wirkt das nicht so. Es wird ein Budget für festeingestelltes Personal geben und für die Honorarkräfte wohl nicht mehr. Wie gesagt, Honorarverträge begründen kein Arbeitsverhältnis.
 
Es geht darum, dass gesagt wird, das Budget wäre nicht da und zeitgleich schreibt die Leitung, die Gelder fürs kommende Jahr sind sichergestellt.
 
Vermutlich für Kräfte in Festanstellung.

Den Unterschied kennt halt nicht jeder. Es gibt einen Personalschlüssel für den das Geld fest eingeplant ist. Ist Geld übrig, können Honorarkräfte eingestellt werden. Ist keines mehr da, keine Honorarkräfte. Unabhängig davon, durch einen Honorarvertrag entsteht kein Arbeitsvertrag. Somit gibt es nichts zu tun und die Frage ist beantwortet, ob es gefällt oder nicht. Eine Honorarkraft ist selbstständig und sie weiß das auch. Also was soll das Ganze?
 
Es geht darum, dass gesagt wird, das Budget wäre nicht da und zeitgleich schreibt die Leitung, die Gelder fürs kommende Jahr sind sichergestellt.
Das ist für einen Honorarvertrag völlig irrelevant. Zur Kündigung ist keine Begründung erforderlich (beidseits). Ich habe früher viel auf Honorarbasis gemacht.
Einzig - aber auch da kommt es auf den Vertrag an - in einem laufenden Kurs/Ausbildungselement ist es nicht so einfach zu kündigen oder gekündigt zu werden.
Das wird Deine Schwägerin aber nicht sein dem EP nach, schätze ich.
 
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