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Abneigung gegenüber Stiefvater wird immer größer

  • Starter*in Starter*in Sheik
  • Datum Start Datum Start
Ich kann verstehen, dass es dich anödet, in dem langweiligen Kaff abzuhängen.

Wenn deine Freunde allerdings nur 20 km entfernt wohnen, dann ist es deiner Mutter durchaus zuzumuten, dich gelegentlich zu ihnen zu kutschieren.

Sie hat doch eh`nix zu tun.

Wenn sie dich schon in so eine Einöde verschleppt, dann soll sie sich auch darum kümmern, dass du genügend Abwechslung bekommst.
 
Oh, je, ja, ich kann das auch gut verstehen. Mit 16 J. war ich auch durstig nach dem Leben und da fing es an, daß ich viel mit Freunde abgehangen habe und das war die Zeit der Diskotheken Besuche.

20km als Strecke ist nicht so weit, zu mindestens am Wochenende nicht.

Kannst Du nicht bei einem Kumpel übernachten?

Sofia hat schon recht, wenn man ein Auto hat, dann sind 20km ca. 20 min. Mein Freund wohnt 35 km von mir entfernt und wir sehen uns fast täglich.

Ich hoffe, daß Dich Deine Ma öfters mal in die Heimatstadt fährt. Verfügt sie über einen eigenen PKW? Das sollte kein Problem sein.

Im Kaff:
bist Du im Sportverein oder Musikschule? Viell. sind da Gleichgesinnte. Schule auch so gar niemanden? Manchmal beißt man sich leider an den Negativ Kram fest und dann gelingt so gar nichts. Manchmal will man der verhassten Situation auch keine Zugeständnis machen, so daß man sich innerlich auch sträubt.

Mir ist entfallen, wie lange Du nun dort wohnst.

Ich würde Dir wenigsten einen Freund wünschen, dessen Freundschaft Dir wenigsten ein wenig Heimatgefühl vermittelt.


Kolya
 
Dass sich bei der Pubertät der Körper verändert usw. ist mir bewusst, aber dass sich dadurch auch die Wahrnehmung anderer Menschen verändert ist mir neu. Klingt für mich einfach nur nach diesem Evergreen-Pubertäts-Argument, tut mir leid.
Naja, und was der zweite Satz aussagen soll, ist mir auch nicht so klar. "Okay, er prügelt mich nicht tot, also hab ich ihn ab sofort lieb" - Die Beziehung zu einem Menschen lässt sich nicht in Pro- und Contra-Punkten abwiegen und dann über Argumente bestimmt werden. Sie entwickelt sich einfach.

Nein, lieb haben musst du ihm nicht aber zumindest mit ihm auskommen wenn du unter einen Dach mit ihm leben möchtest. Dein Verhalten scheint durch deine Mutter initalsiert worden zu sein, da du erst durch ihre Abneigung eine Abneigung gegen deinen Stiefvater entwickelt hast. Vorher kamst du halt mit ihm einigermaßen aus, auch wenn es keine besonders gute Beziehung war. So hab ich dich verstanden.

Du möchtest dich also weder mit ihm vertragen noch ausziehen... Dann musst du halt im Kaff bleiben...
 
Devi meinte:
Nein, lieb haben musst du ihm nicht aber zumindest mit ihm auskommen wenn du unter einen Dach mit ihm leben möchtest.
Devi meinte:
Du möchtest dich also weder mit ihm vertragen noch ausziehen... Dann musst du halt im Kaff bleiben...

Ich weiß nicht, wie lang du schon mitließt, aber ich würde definitv, sehr, sehr, SEHR gerne ausziehen. Und mit ihm vertragen will ich mich um ehrlich zu sein auch nicht mehr. Wir leben seit 5 Jahren zusammen und sind uns im Grunde immer noch fremd. Der Käß ist schon gegessen mit uns beiden.

Devi meinte:
Dein Verhalten scheint durch deine Mutter initalsiert worden zu sein, da du erst durch ihre Abneigung eine Abneigung gegen deinen Stiefvater entwickelt hast. Vorher kamst du halt mit ihm einigermaßen aus, auch wenn es keine besonders gute Beziehung war. So hab ich dich verstanden.

Ja, damit könntest du schon recht haben. Aber es ist auch so, dass ich hier einige Dinge nicht aufgezählt habe, die bereits hier in diesem Haus geschehen sind. Und als meine Mutter mir von denen erzählt hat, ist mir fast die Kinnlade runtergeklappt. Sowas vergisst man dann halt nicht, sondern hat es immer im Kopf, wenn man mit der Person zu tun hat.

Kolya meinte:
Kannst Du nicht bei einem Kumpel übernachten?

Sofia hat schon recht, wenn man ein Auto hat, dann sind 20km ca. 20 min. Mein Freund wohnt 35 km von mir entfernt und wir sehen uns fast täglich.

Ja, aber meine Mutter macht ja täglich noch 3 mal die Pferde und so. Also ich kann verstehen, dass sie mich nicht täglich irgendwo hin fährt. Und ich sehe meine Freunde ja auch täglich in der Schule. Ist aber trotzdem S****, nach der Schule allein rumzuhängen und die einzige Beschäftigung Musik hören, Internet und Schlafen ist (ja, Schlafen ist inzwischen zu einem Zeitvertreib für mich geworden).

Kolya meinte:
bist Du im Sportverein oder Musikschule? Viell. sind da Gleichgesinnte. Schule auch so gar niemanden? Manchmal beißt man sich leider an den Negativ Kram fest und dann gelingt so gar nichts. Manchmal will man der verhassten Situation auch keine Zugeständnis machen, so daß man sich innerlich auch sträubt.

Nein, gar nicht. Wie schon vorhin erwähnt habe ich keine Talente oder Interessen. Ich glaube, wenn ich dazu noch keine Freunde hätte, wäre ich ziemlich sicher selbstmordgefährdet.

Kolya meinte:
Ich würde Dir wenigsten einen Freund wünschen, dessen Freundschaft Dir wenigsten ein wenig Heimatgefühl vermittelt.

Nawww danke ^^ Ist ja nicht so, als ob ich wirklich jeden, der hier wohnt, sofort S**** finden würde, aber ich bin dazu noch extrem introvertiert und hab Angst auf Leute zuzugehen, obwohl es hier schon 2-3 Leute gibt, die einen netten Eindruck machen (in meinem Alter natürlich).

Kolya meinte:
Mir ist entfallen, wie lange Du nun dort wohnst.

4 1 /2 Jahre. Mit 11, 12, 13 Jahren hat mich das Dorfleben noch nicht so gestört, aber jetzt mit 16 merke ich, dass es jetzt dann genug ist für mich. Mir fehlt die Großstadt sehr. Ich würde halt auch gern mit meinen Freunden mal in die Stadt fahren und was unternehmen (machen die ja zsm, meistens halt ohne mich, weil ich zu weit wegwohne), ich fühle mich in diesem Dorf wirklich wie in einem Knast. Es ist nur noch schwer zu ertragen.

-sofia- meinte:
Wenn sie dich schon in so eine Einöde verschleppt, dann soll sie sich auch darum kümmern, dass du genügend Abwechslung bekommst

Das mein ich auch manchmal zu ihr xd Sie meint dann immer "Wo wir in der Großstadt gewohnt haben, warst du auch den ganzen Tag nur daheim" - Dass die Interessen eines 16-jährigen deutlich anders als die eines 10-jährigen sind, beachtet sind wohl irgendwie nicht. Das traurige ist, dass ich von der Großstadt aus (in meinem Wohnort steht eigentlich schon, welche aber egal xd) eine bessere Verbindung zu meinen Freunden aus meiner Klasse habe, da fährt stündlich ein Bus zwischen den beiden Orten. Hier in dem Kaff ist die Verkehrsanbindung wirklich für'n A*sch, es ist als ob dieses Dorf gebaut wurde, um Menschen zu isolieren. Hat ja auch funktioniert.


PS: Danke für die vielen, zahlreichen Antworten! Das tut auch n Stück weit gut, sich das ganze Zeug von der Seele zu reden, auch wenn ihr natürlich fremde Menschen sind xd Ich liebe das Internet.
 
Ich weiß nicht, was für dich in einer Beziehung eine Rolle spielt, aber meine Mutter gibt auch viel auf Sachen wie Liebe und nicht nur auf's Geld. Eine von diesen 2 Dingen sind in dieser "Beziehung" noch zu genüge vorhanden.
Nun, da Liebe wohl nicht mehr "zu genüge" vorhanden ist, wird es wohl das geschmähte Geld sein, was sie noch bei ihrem Mann hält.

Damit tut sie ja schon mal mehr als er.
Mit rumnörgeln, aushalten lassen und ihre eigenen Kinder erziehen tut sie also schon mal mehr als ihr Mann. Soso. was ist daran bitte "mehr", als arbeiten zu gehen um Geld für Frau und Stiefkinder, nicht mal die eigenen!, nach Hause zu bringen? Zumindest das sich um euch kümmern kann sich dein SV also auch auf die Fahne schreiben. Und wenn es nur in finanzieller Hinsicht ist.
Also ist rumnörgeln und rumparasitieren nun eine großartige Leistung, die sich nur positiv auf eine Beziehung auswirken muß. Kann man der Meinung sein... 😀

Sie spricht im Gegensatz zu ihm die offensichtlichen Probleme in der Beziehung an, gesteht sich im Gegensatz zu ihm einige Fehler ein
Und warum fängt sie dann nicht bei sich an, etwas zu ändern? Sich einen Job suchen zum Beispiel, wenn ihr nur Hausfrau doch so gar nicht ansteht.

und zieht uns im Gegensatz zu ihm nicht aktiv mit in die Sache hinein.
Äh, nein... Is klar...
Aber ich mach mir meinen SV insofern zum Feind, dass ich, wenn sie streiten und er sich wutentbrannt ins Auto setzt und wegfährt, zu meiner Mutter geh und mit ihr rede. Sie ist mir gegenüber auch sehr offen, was das angeht und erzählt mir auch alles.
(...)
Ihre beste Freundin ist der selben Meinung wie ich und versucht sie auch immer dazu zu bewegen, den Schritt zu gehen, aber sie traut sich einfach nicht aus finanziellen Sorgen. Ich bin echt geschockt davon, meine Mutter war immer eine sehr starke und kämpferische Frau, wo ihr ganzes Selbstvertrauen hin ist, wüsste ich gerne.

Er hat absolut gar nichts geleistet außer das zu tun, was er schon seit ganzes Leben lang tut: Arbeiten gehen und ein Mamasöhnchen sein.
Nun, zur Zeit ist das schon mal mehr, als deine Mutter tut. Sie verarscht ihren Mann, tut ihm gegenüber immer wieder so, als ob alles gut wird, und 2 Tage später is wieder alles doof.

Und daß du arbeiten gehen und eine Familie zu versorgen als "nichts leisten" hinstellst, sagt mehr über dich aus, als über deinen SV. Wenn reines arbeiten keine Leistung ist, dann wundert mich, warum du in der Schule nicht Klassenbester bist - muß man halt was tun. Dafür arbeiten. Aber da "arbeiten" ja nun nichts ist, was einen anstrengt oder irgendwas abverlangt - woran liegts, daß du es nicht gebacken bekommst?

Naja, ich weiß nicht, was ich da jetzt noch entgegenbringen soll. Ich kenne die Leute hier und weiß wie sie sind, es gibt nunmal eine Fleckchen auf dieser Erde an denen es einfach mehr ekelhafte Menschen als anderswo gibt. Und ich habe nie behauptet, dass alle hier so sind, es gibt auch freundliche Menschen. Aber es überwiegt doch eher die andere Seite. Wir waren schon bei unseren Herzug nicht willkommen und es sind es jetzt nach 5 Jahren immer noch nicht, natürlich gibt mein SV uns allein die Schuld dafür. Was auch sonst.
Sagt ebenfalls mehr über dich und deine Mutter aus, als über das Dorf.
 
Dass deine Mutter, nach deiner Schilderung, nicht gut abschneidet, ist verständlich.

Sie reisst euch aus eurer gewohnten Umgebung und zieht zu einem, fast fremden Mann, in ein gottverlassenes Kaff, weil er ihr finanzielle Sicherheit bietet.

Nun nölt sie herum und flüchtet sich in den Suff, weil sie erkannt hat, dass der "Hinterwäldler" ein Muttersöhnchen ist und nicht zu ihr passt.

Sie ist aber nicht gewillt, ihre Situation zu ändern und sieht lieber zu, wie ihr 9-jähriger Sohn zu seinem Vater zieht, du dich vor Schulabschluß schon mit Auszugsplänen rumschlägst und deine Langeweile wegschläfst.

Dazu zieht sie hinterrücks bei dir über ihren Ernährer her und vergisst dabei, dass du ihr minderjähriger Sohn und nicht ihr Beichtstuhl bist.

Was würdest du denn als Unbeteiligter von so einer egozentrischen Person halten?

Vielleicht findest du deine Situation erträglicher, wenn du erst einen Führerschein hast.
So bist du mobil und kannst aus dem Kaff flüchten.

Da du noch keine Pläne hast, wo es bei dir beruflich hingehen soll, wäre es unüberlegt, irgendeine Ausbildung anzufangen, nur um von dort wegzukommen. Wenn du dich für den falschen Beruf entscheidest, könntest du unglücklicher werden als du jetzt bist.

Vielleicht wäre dein Stiefvater ein besserer Ansprechpartner für deine Zukunftspläne als deine Mutter.

Das Wohl ihrer Pferde, scheint ihr wichtiger zu sein.
 
Ich weiß, es kommt so rüber als ob ich meine Mutter total in Schutz nehmen und ihr keine Mitschuld zuweisen würde. Aber so ist es nicht, wirklich. Das Ding ist, dass ich nie einen Vater hatte und sie sich mein ganzes Leben als einzige um mich gekümmert hat und ich dementsprechend sehr an ihr hänge und ihr auch nicht von der Seite weiche.

Athanasia meinte:
Nun, da Liebe wohl nicht mehr "zu genüge" vorhanden ist, wird es wohl das geschmähte Geld sein, was sie noch bei ihrem Mann hält.

Ja, so sieht es aus. Leider.

Athanasia meinte:
Zumindest das sich um euch kümmern kann sich dein SV also auch auf die Fahne schreiben. Und wenn es nur in finanzieller Hinsicht ist.

Das ist deine Sichtweise, mir ist eine Bezugsperson wichtiger als eine, von der ich unfreiwillig finanziell abhängig bin.

Athanasia meinte:
Also ist rumnörgeln und rumparasitieren nun eine großartige Leistung, die sich nur positiv auf eine Beziehung auswirken muß.

Natürlich hast du recht, nur rumnörgeln bringt nichts. Aber meine Mutter nörgelt ja nicht ohne Grund rum. Und wenn mein SV nach jedem Streit verspricht, sich zu ändern und es dann aber doch wieder nicht tut, kann ich verstehen, dass meine Mutter gefrustet ist.

Athanasia meinte:
Und warum fängt sie dann nicht bei sich an, etwas zu ändern? Sich einen Job suchen zum Beispiel, wenn ihr nur Hausfrau doch so gar nicht ansteht.

Als klar war, dass mein Bruder im August auszieht, meinte sie, dass sie sich im Sommer einen Job sucht, um nicht daheim alleine zu verwahrlosen. Diese Pläne hat sie komischerweise wieder verworfen, ich frage mich ob mein SV da seine Finger im Spiel hatte, schließlich weiß er was ihm blüht, sobald meine Mutter wieder einen eigenen Verdienst hat, wenn's auch nur ein geringer ist.

Athanasia meinte:
Sie verarscht ihren Mann, tut ihm gegenüber immer wieder so, als ob alles gut wird, und 2 Tage später is wieder alles doof.

Umgekehrt verarscht aber auch er sie am laufenden Band mit seinen falschen Versprechungen. Es ist nur noch ein Trauerspiel, von beiden Seiten.

Athanasia meinte:
Und daß du arbeiten gehen und eine Familie zu versorgen als "nichts leisten" hinstellst, sagt mehr über dich aus, als über deinen SV

Tu ich überhaupt nicht, ich finde nur, dass er hier ein wenig zu gut wegkommt bei euch, nur weil er einer Arbeit nachgeht. Ist ja nicht so als ob das 80-90 % der erwachsenen Bevölkerung machen würde. Es geht hier halt mehr als nur um Kohle.

Athanasia meinte:
Sagt ebenfalls mehr über dich und deine Mutter aus, als über das Dorf.

Ich lade dich ein, hierherzukommen und dir selbst ein Bild von den Menschen hier zu machen. Wie gesagt, ich spreche nicht von allen, es gibt wohl keinen Ort auf der Welt, wo es nicht mindestens eine ertragbare Person gibt, aber die Idiotendichte ist hier eben sehr hoch. Und wenn ich zu diesen Idioten mitzähle, soll es so sein.

Adele meinte:
Ausziehen, eine eigene Wohnung etc., das wird so nicht klappen. Du siehst es ja ganz richtig, dafür brauchst du Geld. Das hast du nicht und die Fördergelder kommst du so einfach nicht. Wenn dir bei einer Bewerbung nicht mehr einfällt als "ich bin jung, keine Ahnung ob ich Bock auf den Job habe aber ich brauch das Geld" - das wird schwierig einen zu finden, der dich dann für eine Ausbildung nimmt.

Das ist ja alles noch Zukunftsmusik. Natürlich werde ich mir da einen Plan machen, wenn es so weit ist. Jetzt muss ich erstmal die 9. Klasse fertigbringen (Bewerbungszeugnis) und dann schauen, dass ich im laufenden des nächsten Schuljahrs eine Ausbildung finde.

Adele meinte:
Nur mal angenommen, du müsstest da noch ein paar Jahre bleiben - was muss passieren, damit du dich wohler fühlst? Versuch doch mal deine Wünsche zu formulieren - die könntest Du dann versuchen mit Mutter und SV zu besprechen.

Bezeichnet mich als einen Pessimisten, aber ich sehe keine Möglichkeit mehr, an diesem Ort noch mein Glück zu finden. Mein Bruder hat das ebenfalls aufgegeben und flüchtet jetzt von hier, meine Mutter hat auch mehrmals gesagt, dass sie es hier absolut nicht schön findet, aber warum sie nicht wegzieht, wisst ihr ja alle genauso gut wie ich. Und ich weiß, hier meinen irgendwie alle, dass wir allein daran Schuld sind, dass die Leute uns hier nicht mögen, aber mei.

-sofia- meinte:
Dass deine Mutter, nach deiner Schilderung, nicht gut abschneidet, ist verständlich.

Ja, ist es.

-sofia- meinte:
Sie reisst euch aus eurer gewohnten Umgebung und zieht zu einem, fast fremden Mann, in ein gottverlassenes Kaff, weil er ihr finanzielle Sicherheit bietet

Naja, so war das nicht. Sie hatte bereits davor finanzielle Sicherheit, einen gut bezahlten Job, eine Wohnung. Ihr einziges Problem war, dass sie einsam war ohne Mann. Sie war auch lange auf der Suche und als sie ihn dann kennengelernt hat, hat sie alles stehen und liegen gelassen und ist zu ihm gezogen. Warum sie bereits zum zweiten Mal alles für einen Mann aufgibt, den sie grade mal ein paar Monate kennt (war bei ihrer 2. Ehe genau das gleiche), verstehe ich bis heute nicht. Jetzt hat sie die Quittung dafür.

-sofia- meinte:
Sie ist aber nicht gewillt, ihre Situation zu ändern und sieht lieber zu, wie ihr 9-jähriger Sohn zu seinem Vater zieht, du dich vor Schulabschluß schon mit Auszugsplänen rumschlägst und deine Langeweile wegschläfst.

Das verstehe ich auch nicht. Ihre Reaktion auf den bevorstehenden Auszug meines Bruders waren wochenlange Streitereien mit meinem SV (was ihn das überhaupt angeht, weiß ich nicht, interessiert hat er sich ja nie für uns). Wenn dein 9 jähriger Sohn, der dein Leben lang bei dir gewohnt hat, jetzt auszieht wegen deinem Ehemann (!) und 2 Monate später der ältere Sohn ebenfalls seinen Auszug mit der selben Begründung (!) ankündigt und man trotzdem so verhältnismäßig gleichgültig reagiert, sowas stößt bei mir auf Unverständnis. Ich glaube, ihr versteht, dass sich in mir immer mehr das Gefühl ausbreitet, dass unsere Mutter sich nicht wirklich für uns interessiert. Zumindest haben wir erheblich an Stellenwert für sie verloren.

-sofia- meinte:
Vielleicht findest du deine Situation erträglicher, wenn du erst einen Führerschein hast.
So bist du mobil und kannst aus dem Kaff flüchten.

Ich glaube, es ist klüger, mein angespartes Geld (welches ich jetzt gezielt für den Auszug anlege) dann als Startkapital für den Auszug zu benutzen. Ich bin dann 17 und darf sowieso noch nicht alleine Autofahren und in der Stadt genügen auch der ÖPNV. Das Auto hat dann noch Zeit.

-sofia- meinte:
Vielleicht wäre dein Stiefvater ein besserer Ansprechpartner für deine Zukunftspläne als deine Mutter.

Warum sollte ich meine Zukunftspläne einem wildfremden Mann anvertrauen? Dazu kommt ja noch, dass er der Hauptgrund ist, warum diese Pläne jetzt überhaupt auf den Tisch kommen, ich bezweifle, dass er mir da mit Rat und Tat zur Seite stehen wird. xd
 
Bis nächstes Jahr, musst du auf jeden Fall noch dort ausharren. Sieh zu, dass du einen guten Schulabschluß bekommst.

Versuche, bis dahin das beste aus deiner Situation zu machen.

Lass dich in diesen Ehekrieg nicht so involvieren und grenze dich davon ab.

Du bist ein sympathischer Junge und wirst deinen Weg schon machen.
 
Auch wenn es Dir bis aus die Ohren rauskommt:

Beende die Schule gut und suche Dir eine Ausbildung, die Dir Spaß macht. Viell. machst Du mal ein Praktikum als Schifffahrtskauffmann. Der ist echt cool der Job. Ich hätte das nie für möglich gehalten.

Viel Erfolg und ich bin mir sicher, Du schaffst das. Denke in kleine Schritte: Erst Schule, Ausbildung (bewerbe Dich doch in eine anderen Stadt) und WG oder Zimmer zur Untermiete. In 5 Jahren sieht alles ganz anders aus und Du bist - vorausgesetzt Du tust etwas dafür - schon ganz woanders 🙂.

Kolya
 
Ich weiß nicht, wie lang du schon mitließt, aber ich würde definitv, sehr, sehr, SEHR gerne ausziehen. Und mit ihm vertragen will ich mich um ehrlich zu sein auch nicht mehr. Wir leben seit 5 Jahren zusammen und sind uns im Grunde immer noch fremd. Der Käß ist schon gegessen mit uns beiden.



Ja, damit könntest du schon recht haben. Aber es ist auch so, dass ich hier einige Dinge nicht aufgezählt habe, die bereits hier in diesem Haus geschehen sind. Und als meine Mutter mir von denen erzählt hat, ist mir fast die Kinnlade runtergeklappt. Sowas vergisst man dann halt nicht, sondern hat es immer im Kopf, wenn man mit der Person zu tun hat.

Hi Bacon,

ja, da hast du recht. Habe wohl einige Beiträge aus versehen "verschluckt". Las irgendwo, dass du nicht ausziehen willst weil du deiner Mutter nicht das Herz brechen möchtest oder so...
Ist ja nicht so, dass ich dich nicht verstehen kann nur bist du in deiner Handlungsfähigkeit aufgrund deiner Situation eher eingeschränkt. Ich habe mich früher auch mit meinen Vater nicht verstanden. Er ist echt ein seltsamer Typ (das finde ich heute noch mit über 40). Er macht anderen Menschen die Laune kaputt mit seinen semi-paranoiden Meinungsäußerungen und der ganzen Jammerei, aber er ist halt mein Vater... Bestimmt wäre es nochmal ne andere Kiste, wenn er nicht mein Blutsverwandter wäre. Jedenfalls ohne Geld keine eigene Wohnung und wir haben damals auch ziemlich weit vom Schuß gewohnt. Es war zwar kein Dorf aber im Brennpunkt-Virtel in der Vorstadt mit wenig Infrastruktur und das obwohl meine Eltern zur Mittelschicht gehörten. Aber die Wohnung war ja sooo schön... 🙄 Ich war die Leidtragende dabei und hinterher wunderten sich meine Eltern, dass ich mit 14 trank/Bong rauchte und früh schwanger wurde. Egal, andere Situation... Will dir nur sagen, dass du daran nicht viel ändern kannst außer du hast andere Verwandte bei denen du leben könntest.

Natürlich weiß ich nicht alles über deinen Stiefvater. Muss ich auch nicht. Kannst du vielleicht dennoch ein Beispiel bringen warum dir die Kinnlade runter gefallen ist? Nur damit ich eure Situation besser einschätzen kann sonst kommt doch dein Stiefvater hier eher recht harmlos rüber, finde ich.
 
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