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63% der jungen Männer sind Single

Ich lebe auf einem anderen Planeten, scheint mir.

Ich sehe dicke Männer, dünne Männer, ohne Haare, mit schiefen Zähnen, kleine Männer, riesige Männer, Männer mit Akne(Narben) mit Frauen an der Hand.

Anscheinend bin ich wohl in einem Paralleluniversum unterwegs.

Ich glaube, wir leben im gleichen Paralleluniversum, vielleicht trifft man sich ja mal. 🙂
 
Warum denn dann nur der normale Mann? Da schon seit langer Zeit mit übergewichtigen Frauen geworben wird, warum dann nicht auch mit dünnen Männern? Oder kleinen Männern?

Finde ich gut und würde ich unterstützen, wenn auch Männer ihre Stimme gegen Bodyshaming erheben! Finde ich persönlich nämlich genauso schei*e wie Shaming gegenüber allen anderen Geschlechtern, auch zB immer diese Sprüche über vermeintliche kleine Penisse. Muss nicht sein, lasst uns das gerne überwinden.
 
Von mir aus all diese Männertypen... völlig egal... aber kann ja nicht sein dass man Frauen nicht "Bodyshamen" darf obwohl sie aus allen Nähten platzen ... aber der Mann mit Bauch und eher untrainiert wird sofort als nerdiger fauler Typ abgestempelt von den Frauen und für diese Meinung bekommen die Damen auch noch Beifall geklatscht. Die Zustände werden immer schlimmer zum Vorteil der Frauen.
Man sieht , was man sehen will. Ob das dann die Realität ist, ist was anderes.
Wir sprachen von der medialen (Re)Präsentation.

Klar kann auch ein Mann mit ein bis zwei optischen Makeln noch in irgendeine Beziehung gelangen.
Wer sich der medialen Präsentation unterwirft ist selber schuld. Ob Mann oder Frau.
Ja die hatten halt alle irgendwie das Glück im "warmen Umfeld" des Bekanntenkreises auf eine Frau zu treffen wo es gepasst hast. Das hab ich nicht und viele andere Männer auch nicht. Wir sind auf Online Dating oder Kaltansprache angewiesen... und das ist hoffnugsloser BS... also gehe ich weiter ins Bordell ansonsten gibt es keine Chance auch nur in die Nähe einer Frau zu kommen.
Dann hatten alle bei mir im Umfeld auch Glück.
Vielleicht suchen sich manche schlicht das falsche Umfeld aus.
 
Und ich wunder mich, warum so viele über die Statistiken nicht reden wollen.
Also ich würde gerne über Statistiken reden, aber eben WIRKLICH reden und nicht nur eine Denkweise zulassen: Zum REDEN gehört für mich dann schon auf die Überlegung, was zb Stärken und Schwächen einer Statistik sind, wo sie nützlich und wo sie nicht nützlich sind usw.

Und vor allem finde ich absolut wichtig, zu betonen, dass Statistiken keine Aussage über das EIGENE persönliche Schicksal treffen können.
Statistisch gesehen gewinnt man nicht im Lotto: Und was macht der Lottogewinner mit dieser Info?
Nichts!
Statistisch gesehen ist ein Mensch zu soundso viel Prozent mit 18 Jahren nicht mehr Jungfrau/Jungmann, aber was macht jemand, der mit 15 schon sein erstes mal hatte mit dieser Aussage?
Statistisch stirbt ein Mann mit knapp unter 80 Jahren: Und was hilft das demjenigen ,der mit 40 eine tödliche Krankheit hat und weiß, dass er mit 99prozentiger Wahrscheinlichkeit eben NICHT knapp unter 80 wird?
Statistik ist nur EINER unter ganz vielen Aspekten, wie man eine Sache beschreiben kann und genau deswegen macht es überhaupt garkeine Sinn, zB die eigene Partnerlosigkeit mit der Verteilung der Geschlechter erklären zu wollen.
Du kannst dir zwar ausrechnen, dass Du zB als Mann von Anfang 20 mit soundso viel prozentiger Wahrscheinlichkeit keine Partnerschaft hast und als Frau mit Anfang 20 vielleicht ein paar Prozentpunkte wahrscheinlicher, aber was nützt das wenn Du zB eine Frau, die nie das Haus verlässt mit einem Mann, der jeden Abend auf der Piste ist, vergleichst?
Sagst Du dann auch nicht: Statistisch gesehen hat dieser Mann eine höhere Wahrscheinlichkeit, allein zu sein, während die Frau bessere Chancen hat?
Das wäre Quatsch, denn die für DIESE Situation relevante Zahl wäre eine ganz andere: Dann wäre zB eine Statistik interessant, die die Wahrscheinlichkeit untersucht, mit der man einen Partner/in findet, wenn man rausgeht, im Vergleich zu nicht rausgehen. DAS wäre dann die gesuchte Statistik, die hier Erklärungen liefern würde.

Und genau das ist es, was ich hier vermisse: nackte Zahlen können noch so wissenschaftlich ermittelt sein: Die Schlüsse, die daraus gezogen werden sind es leider nicht immer. Und auch passt nicht jede Statistik auf jede Fragestellung.
Das hat uns doch auch die Coronakrise gezeigt: Plötzlich hatte es jeder mit Statistik und Wissenschaft, aber was da teilwesie für Schlussfolgerungen aus haargenau den gleichen zahlen gezogen wurden war doch hahnebüchen und mancher Wissenschaftler hat sich seine Zehennägel dabei bis zum Stehkragen aufgerollt.

Hier ist es ähnlich: Ja, mag ganz interessant sein, zu sehen, wie die Geschlechterverteilung in der Gesellschaft ist, aber um das riesen Thema Einsamkeit oder Partnersuche auch nur annähernd zu erklären, ist das doch nur ein Mini-Puzzleteil.
Manche Posts, die ich hier lese suggerieren aber, als wäre das quasi die einzige und alles entscheidende Info und damit wäre das Phänomen (und nebenbei auch die eigene Partnerlosigkeit) komplett geklärt. Und das ist einfach nicht der Fall.

Eine ganz simple Überlegung, die eigentlich das ganze schon erklärt:

Wenn man die Frage aufwirft: "Es gibt mehr Männer als Frauen, drum bleiben mehr Männer allein", trifft man zB automatisch folgende Annahme mit: Ein Mensch hat einen einzigen Partner und ist dann "besetzt": DH es findet kein Wechsel statt.
Und dass das Quatsch ist, wissen wir.

Wenn wir aber die Frage beantworten wollen: Erklärt der Überschuss an Männern die Tatsache, dass es Männer gibt, die zu einem gewissen Zeitpunkt GARKEINE Partnerin jemals hatten, dann müssen wir sagen: NEIN tut er nicht!
Denn rein logisch gesehen könnte auch bei einem Männerüberschuss von 30 zu 70 jeder Mann mal eine Phase der Beziehung gehabt haben: Die Frauen würden dann nur häufiger wechseln und quasi mehrere Partner abdecken.
Diese Überlegung zeigt, dass der entscheidende Faktor eben NICHT die Geschlechterverteilung sein KANN: Zumindest eben nicht wissenschaftlich haltbar, solange die Annahme, dass Menschen ihre Partner wechseln nicht ausgeschlossen ist.
DH es müssen andere Faktoren einbezogen werden.
Selbst in Gesellschaften wie China, wo es ja wirklich einen extremen Männerüberschuss gibt, ist dies nicht der alleinige Faktor dafür, dass viele Männer allein bleiben. Viele Frauen in solchen gesellschaften ziehen es eben auch vor, allein zu bleiben, weil sie inzwischen unabhängiger sind und sich ihr eigenes Leben aufbauen können: Auch in solchen Ländern "braucht" eine Frau keinen Mann mehr und das hat zur Folge, dass das Alleinsein offenbar für viele Frauen ein gangbarer Weg ist.
Also auch solche Aspekte spielen mit rein und wiegen vor allem bei uns mehr als das reine Zahlenverhältnis. Offenbar ist dauerhaftes Alleine leben für Frauen viel vorstellbarer als für Männer.
Oder was ist zB mit dem Faktor der lokalen Veteilung? Gerade in Strukturschwachen Regionen gibt es eine sehr viel stärkere Abwanderung von Frauen als von Männern, was dazu führt, dass es Männer dort schwerer haben, als Männer an anderen Orten.
DAS wären zB auch Punkte, die man diskutieren könne: Warum ist das so? wie ist das bei uns und was kann ein Mann im Hinblick darauf tun, um SEINEN persönlichen Weg zu finden?

Also WENN wir schon statistisch und wissenschaftlich diskutieren wollen, dann bitte RICHTIG!
Wir können auch über die individuelle Wahrnehmung und die Gefühle bei dem ganzen reden (fände ich sinnvoller), aber bitte nicht beides vermischen.
Das ist unwissenschaftlich.

Und WENN wir sachlich reden wollen, müssten wir schon erstmal die Fragen richtig formulieren: Warum Männer keine Frau bekommen ist doch keine richtige Frage. Um was geht es? Darum, jemals in seinem Leben eine Beziehung gehabt zu haben? Jemals in seinem Leben eine langdauernde Beziehung gehabt zu haben? Jemals verheiratet zu sein? Bis an sein lebensende verheiratet zu sein? Sex zu haben? oder um was?
Nicht mal diese total grundliegende Frage wird hier präzisiert, wie soll man dann anhand so grober Zahlen überhaupt eine Aussage treffen oder die am Ende sogar noch diskutieren?
Also DAS müsste man schon als aller erstes mal klären: Was ist hier überhaupt gemeint?

Aber wie ich schon geschrieben habe: Ich persönlich halte es für total sinnlos, die eigene Partnerlosigkeit aus der Geschlechterverteilung erklären zu wollen, oder zB untermauern zu wollen, ein Geschlecht hätte es leichter: Was bringt das? Wissenschaftlich ist es in dieser Einfachheit nicht haltbar (egal wie sehr man das möchte und sich auf den Kopft stellt)
Viel viel sinnvoller fände ich es, von seiner EIGENEN Warte aus zu sprechen und quasi seine eigene "Quote" zu analysieren und zu verbessern.
Also ein Mensch, der sich nicht unter Leute begibt, hat eine Chance von nahezu null, einen Partner zu finden: Selbst die steilste Blondine mit Traummaßen und Millionenerbe hat dann keine Chance ,wenn sie nicht das Haus verlässt und auch sonst nicht sucht.
Da hat dann eben auch der kleine untersetzte Sparkassenangestellte mit dicker Brille größere Chancen, wenn er halt ein Typ ist, der gesellig ist und mit dem man Pferde stehlen kann.
Und DARUM geht es doch letztlich, oder?
So viele Menschen sinnieren über die Ungerechtigkeit der Natur, der Biologie und des anderen Geschlechts und sehen dabei nicht das Naheliegndste: Nämlich einfach mal bei SICH anzufangen und zu schauen, wie sie IHRE persönliche Ausgangslage verbessern können.
Also wenn ich ein Mann- Typ: PC-Nerd bin, in einem 200 Seelen-Kaff wohne, am Wochenende mit den Kumpels zocke und nicht mal zur Arbeit mein Homepffice verlasse, dann habe ich auf jeden Fall mehr davon, wenn ich an meinem Leben was ändere, als wenn ich mir einhämmere, ich würde ja eine Frau finden, wenn es nur mehr Frauen gäbe und wenn die nicht so oberflächlich wären.
Ich habe keine Ahnung, was es einem bringt, wenn man sich einredet, man könne daran nichts verbessern, weil quasi die Natur gegen einen wäre und weil das so ist, kann man es gleich lassen. Außer die Bestätigung des eigenen Misserfolg bringt es nichts, also sollte man es beizeiten bleiben lassen...finde ich.

Besser beraten ist dann der, der sich halt mal ehrlich betrachtet und dann halt den Stier bei den Hörnen packt: Also seinen Weg mal beginnt zu gehen. Und dann kann einem irgendwelches Zahlenzeugs auch komplett wuppe sein.

Mir tut es sehr leid, dass manche diesen Schritt offenbar nicht zu gehen bereit sind...ich sehe schon die "ja aber...." und "nein da liegst du falsch" Antworten unter meinen Beitrag.
Aber letztlich kann so eine Statistik vor allem halt EINS leisten: Es kann zur eigenen Beruhigung beitragen und einem helfen, sich einzureden, man könne halt nicht tun und guten gewissens vom PC hocken bleiben. Stimmt zwar nicht, aber ich denke, das ist das, wozu diese Zahlen leider hauptsächlich herangezogen werden.
 
Finde ich gut und würde ich unterstützen, wenn auch Männer ihre Stimme gegen Bodyshaming erheben! Finde ich persönlich nämlich genauso schei*e wie Shaming gegenüber allen anderen Geschlechtern, auch zB immer diese Sprüche über vermeintliche kleine Penisse. Muss nicht sein, lasst uns das gerne überwinden.

Im RL ist es doch so das jede(r) etwas an sich nicht so toll findet selbst die schönste Frau oder Mann.
Keiner ist perfekt und die meisten Makel sind keine wirklichen sondern nur in der Einbildung relevant.
Ich zb. bin 172cm, wiege 69kg und habe eineneher fast schon zierlichen Knochenbau, respektieren tun mich trotzdem alle.

Es kommt nicht nur auf das äussere an auch wenn viele dieser Meinung sind, viel wichtiger sind die inneren Werte und ja auch Intelligenz.
Der kleine Penis interessiert weder hier noch sonstwo und selbst der findet eine Frau die auch mit ihm glücklich ist.

Kleine/grosse Brüste/Penis, ausladender Po alles äussere Merkmale die füe die allermeisten Menschen unsichbar und auch unwichtig sind wo hingegen jemand mit dem man über vieles reden kann und vielleicht auch etwas lenren kann wesentlich interessanter erascheint, weil sichtbar.
Ein vielseitig interessierter Mensch mit einem gewissen Niveau auf allen Ebenen macht vieles Wett auch die Warze auf der Nase.
 
Aber wie ich schon geschrieben habe: Ich persönlich halte es für total sinnlos, die eigene Partnerlosigkeit aus der Geschlechterverteilung erklären zu wollen, oder zB untermauern zu wollen, ein Geschlecht hätte es leichter: Was bringt das? Wissenschaftlich ist es in dieser Einfachheit nicht haltbar (egal wie sehr man das möchte und sich auf den Kopft stellt)
Viel viel sinnvoller fände ich es, von seiner EIGENEN Warte aus zu sprechen und quasi seine eigene "Quote" zu analysieren und zu verbessern.

Es liegt nun mal voll im Trend, die Statistik als Maßstab aller Dinge zu nehmen und daraus Schlussfolgerungen und Forderungen abzuleiten. Sieht man ja an der Diskussion über Benachteiligungen von Frauen in der Arbeitswelt: Statistisch gesehen verdienen Frauen weniger als Männer, in der Praxis aber ist jede einzelne Frau selbst dafür verantwortlich, wo und wie sie sich bewirbt und was sie dann verdient - genauso wie jeder Mann. Wenn sich mehr Frauen Jobs als Maurer suchen würden statt als Friseuse, stiege sofort ihr eigenes Einkommen wie auch das Durchschnittseinkommen der Frauen in Deutschland. Sie haben es also selbst in der Hand! Aktivisten aber, unterstützt von Medien und Politik, reden den Frauen ein, sie würden benachteiligt und bräuchten eine Quote. Und genau das machen die Männer jetzt den Frauen nach. Allerdings ohne dabei von Medien und Politik unterstützt zu werden. Das kommt vielleicht noch.
 
Hallo Viloetta,

ja, es macht immer Sinn eine Statistik zu hinterfragen und in einem Gesamtkontext einzubetten.

Leider empfinde ich dies hier als eindimensional.

Es wurden jetzt mehrfach zwei Argumente wiederholt:

1. Weniger Frauen bedeutet nicht, dass die "überschüssige" Anzahl von Männern dauerhaft alleine bleibt, weil ja Frauen "rotieren":
Diese Überlegung zeigt, dass der entscheidende Faktor eben NICHT die Geschlechterverteilung sein KANN: Zumindest eben nicht wissenschaftlich haltbar, solange die Annahme, dass Menschen ihre Partner wechseln nicht ausgeschlossen ist.
Prinzipiell richtig, es bleibt aber ein Nachteil für Männer. Damit sozusagen jeder Mann mal für eine Weile eine Frau hat, muss der Durchschnittsmann länger/öfter Single sein als die Durchschnittsfrau. Und das ist auch so: Die Statistiken zeigen, dass es mehr Single Männer als Single Frauen gibt. Es wäre statistisch gar nicht anders möglich!

2. Männer sind selber Schuld:
Es kann zur eigenen Beruhigung beitragen und einem helfen, sich einzureden, man könne halt nicht tun und guten gewissens vom PC hocken bleiben. Stimmt zwar nicht, aber ich denke, das ist das, wozu diese Zahlen leider hauptsächlich herangezogen werden.
Es gibt sowohl bei Frauen als auch bei Männern, Personen, welche aufgrund ihres Lebenswandels recht schwer Partnerschaften finden. Was hat das mit dem Thema des Threads zu tun?
Selbst wenn alle Stubenhocker-Männer Morgen raus rennen würden um eine Partnerin zu finden, hätten sie es schwerer als Frauen, weil es weniger Frauen als Männer gibt.
Noch brutaler: Jeder Stubenhocker-Mann der eine Frau findet, sorgt ja indirekt dafür, dass ein anderer Mann diese Frau nicht kriegt. Laut Statistik muss jemand (zumindest zeitweise) alleine bleiben.

Ich finde die Statistik eigentlich noch schlimmer als sie klingt:
Man könnte ja sagen: Ok statistisch gibt es vielleicht 5% mehr Frauen, deswegen sind Männer statistisch "nur" 5% länger Single. Leben Frauen im Schnitt vielleicht 40 Jahre im Leben in festen Beziehungen, tun es Männer halt nur 38 Jahre, so what? Ist doch kein Problem!

Diese These geht aber von einer mathematischen Gleichverteilung aus, die es soziologisch aber nicht gibt. Stell dir einen Sprinter bei Olympia vor, der 50% langsamer läuft als die anderen. Gewinnt der nur 50% weniger Rennen als die Anderen? Nein er gewinnt gar keine Rennen.

Mehr noch: Die Angst zu den unteren 5% zu gehören, die statistisch kaum Chancen haben, wirkt einen extremen Druck auf alle Männer aus. Das habe ich zuvor ja deutlich gemacht. Es geht nicht nur darum, dass Männer öfter Single sind, sondern auch um ein gesamtgesellschaftliches Bild, welches massiven Druck auf Männer ausübt. Einen Druck, der zu Gewalt, Suizid, Ungleichheit und viel mehr führt.

Eine Gesellschaft, die systematisch Nachteile für Männer nicht wahrhaben will und die Schuld immer beim Mann sucht.
Das ist die jetzt mehrfach auch in diesem Thread klargewordene Taktik:
1. Erstmal jede Statistik, die mögliche Nachteile für Männer aufzeigt, in Frage stellen
2. Nachteile nicht zugeben
3. Statistik gezielt so hinterfragen, dass es nicht so schlimm für den Mann aussieht
4. Männer selbst die Schuld geben

Und ich frage mich warum?
Warum kann man nicht mal auf den Minimalkonsens kommen, dass es es nachteilig für ein Geschlecht ist, wenn es auf der anderen Seite weniger potenzielle Partner gibt?
Warum fühlen sich hier einige so berufen, immer am Ende dem Mann die Schuld zu geben?
 
Und ich frage mich warum?
Warum kann man nicht mal auf den Minimalkonsens kommen, dass es es nachteilig für ein Geschlecht ist, wenn es auf der anderen Seite weniger potenzielle Partner gibt?
Warum fühlen sich hier einige so berufen, immer am Ende dem Mann die Schuld zu geben?

Ich habe in meinem letzten Thread vor einigen Monaten das auch immer wieder zur Sprache gebracht. Der Grund warum ich seit 10 Jahren kein Bein auf dem Partnermarkt bekomme (hab nicht mal eine Chance auf ein Date) ist sicherlich zu einem gewissen Teil meine Schuld, aber eine ganz große Komponente sind eben die äußeren Umstände zum Nachteil der Männer.

Wäre ich in der Position der Frauen, die heute auf dem Partnermarkt so viele Möglichkeiten haben... wäre sicherlich schon lange nicht mehr Single oder hätte wenigstens ein paar kurze Beziehungen oder Geschichten hinter mir.

Das was hier nicht eingesehen wird ist die Tatsache dass es zwar beide Geschlechter gleich schwer haben eine erfüllende Partnerschaft zu finden...es aber für die Frauen um ein 100.000 mal vielfaches einfacher ist überhaupt an Kontakte und Interessenten zu kommen.

Dann wird auch immer negiert dass das ja gar kein Vorteil ist für die Frauen bla bla... natürlich IST ES ein rieeesiger Vorteil. Denn selbst wenn 80% nur Idioten sind die nur Sex wollen, so kann man unter den anderen 20% auswählen.

Ich hingegen bekomme nicht mal ein Match, nicht auf eine Antwort auf Single Börsen.
 
Das mag daran liegen, dass Männer anspruchsloser sind. Vielleicht sind sie bedürftiger.
Wie auch immer - es gibt hier keine "Schuld". Es gibt Männer, die schwer vermittelbar sind. Es gibt Frauen, die schwer vermittelbar sind. Und es gibt die Möglichkeit, sich über negative Erfahrungen der Vergangenheit hinwegzusetzen, neue soziale Fähigkeiten zu entwickeln.
Dem jeweils anderen Geschlecht irgendeine Schuld zuzuweisen, hilft keinem weiter.

Ich will den Frauen keine Schuld zuweisen. Hätte ich die überragenden Vorteile auf dem Partnermarkt als Mann würde auch ich sie genießen und ausnutzen. Es ist nun mal wie es ist... viel schwerer für die Männer.
 
1. Weniger Frauen bedeutet nicht, dass die "überschüssige" Anzahl von Männern dauerhaft alleine bleibt, weil ja Frauen "rotieren":
Prinzipiell richtig, es bleibt aber ein Nachteil für Männer. Damit sozusagen jeder Mann mal für eine Weile eine Frau hat, muss der Durchschnittsmann länger/öfter Single sein als die Durchschnittsfrau. Und das ist auch so: Die Statistiken zeigen, dass es mehr Single Männer als Single Frauen gibt. Es wäre statistisch gar nicht anders möglich!
Nein, auch das zeigt die Statistik (allein)so nicht, denn auch dazu müsste sie präzisiert werden. Man müsste zB genauere Aussagen über die "RotationsWILLEN" der einzelnen Beteiligten machen. Und da würde ich sogar behaupten, schaut die Statistik für Männer noch schlechter aus, als wie sie sich bloß aus dem Überschuss an Männern erklärt: Wenn Männer und Frauen grundsätzlich GLEICH viel Interesse an dauerhaften Bindungen hätten, wäre das was Du sagst eher eine Erklärung, aber das ist ja nicht so.
Meine persönliche Vermutung ist zB, dass es Männer deswegen schwerer haben, weil:
1. die Zahl der Frauen, die was festes sucht, größere ist als die der Männer (zumindest in der hier angesprochenen Altersgruppe) Also die Frauen weniger rotieren als die Männer
2. Frauen eher dazu bereit sind, allein zu bleiben, wenn sie nicht den Richtigen finden.
3. Frauen eher dazu bereit sind, auch in anderen Altergruppen zu fischen, oder Frauen mit Kindern oder sonstigem Vorleben (Scheidung oä) zu akzeptieren.

DH, das ganze schaut noch ungünstiger für Männer aus, vor allem für die, die nichts dauerhaftes suchen und die nur auf ein bestimmtes Alter festgelegt sind, denn die konkurrieren um eine WIRKLICH sehr geringe Zahl Frauen.
Ob das wirklich so ist oder nicht: Weiß ich nicht, vermute es aber sehr stark, aber eins ist sicher: Um eine Aussage treffen zu können, wie Du es tust, MÜSSTEN diese Fragen beantwortet werden (durch andere Statistiken)
so allein für sich sagt das Zahlenverhältnis nicht viel aus.

2. Männer sind selber Schuld:
Es gibt sowohl bei Frauen als auch bei Männern, Personen, welche aufgrund ihres Lebenswandels recht schwer Partnerschaften finden. Was hat das mit dem Thema des Threads zu tun?
Selbst wenn alle Stubenhocker-Männer Morgen raus rennen würden um eine Partnerin zu finden, hätten sie es schwerer als Frauen, weil es weniger Frauen als Männer gibt.
Noch brutaler: Jeder Stubenhocker-Mann der eine Frau findet, sorgt ja indirekt dafür, dass ein anderer Mann diese Frau nicht kriegt. Laut Statistik muss jemand (zumindest zeitweise) alleine bleiben.
Nein, Männer sind nicht "Schuld": Die SChuldfrage ist in so einem Fall komplett fehl am Platz. Ersetze das Wort Schuld durch "Verantwortung": Der, der ein Problem hat (egal welches) ist in der Verantwortung und hat damit auch die Chance, sein Problem zumindest zu verbessern.
Also eben eine Bestandsaufnahme zu machen, wo er noch Potential hat, näher an sein Ziel zu rücken.

Wir hatten- soweit ich mich erinnere- eine ganz ähnliche Diskussion beim Thema Arbeitsmarkt: Da wir meiner Erinnerung nach die allgemeine Sichtweise auch die, dass der Arbeitssuchende selber dafür Verantwortung trägt, seine Ausgangslage zu verbessern.
Bei der Partnersuche ist es nicht anders.
ich habe öfters den Satz gelesen: Ja, wenn man eben einen Job erlernt, den jeder haben will und dann natürlich nur eine super Wohlfühlstelle akzeptieren möchte, ist man selber "Schuld".
Warum ist das bei der Partnersuche plötzlich anders?
ich gehe jetzt nicht so weit, zu sagen: Ja, wenn man eben eine bestimmte Art Frau haben will, die jeder haben will, dann ist man doch selber "Schuld"....so sehe ich das keinesfalls! (Weder beim Job noch bei der Partnerschaft)
Auch bei der Jobsuche würde ich nicht von "Schuld" sprechen: Aber auch hier muss man sich halt ehrlich mit seiner Ausgangslage befassen und man kann seine Position IMMER verbessern, wenn man nicht mit dem zufrieden ist, was man hat.
Genau wie bei der Partnersuche auch. Das heißt nicht, dass man sich für einen Job oder für einen Partner verbiegen muss: Wenn man einfach diesen Wohlfühljob WILL und wenn man einfach die scharfe Blondine WILL, dann ist das jedermanns gutes Recht: Aber dann muss man halt entweder länger oder sinnvoller suchen.
Das ist doch ganz logisch, oder?
Also nix Schuld, sondern Eigenverantwortung.
Sich klar machen: Welche Wünsche habe ich? Welche Ziele, welche Hindernisse? Und dann handeln!

Mehr noch: Die Angst zu den unteren 5% zu gehören, die statistisch kaum Chancen haben, wirkt einen extremen Druck auf alle Männer aus. Das habe ich zuvor ja deutlich gemacht. Es geht nicht nur darum, dass Männer öfter Single sind, sondern auch um ein gesamtgesellschaftliches Bild, welches massiven Druck auf Männer ausübt. Einen Druck, der zu Gewalt, Suizid, Ungleichheit und viel mehr führt.

Eine Gesellschaft, die systematisch Nachteile für Männer nicht wahrhaben will und die Schuld immer beim Mann sucht.
Das ist die jetzt mehrfach auch in diesem Thread klargewordene Taktik:
1. Erstmal jede Statistik, die mögliche Nachteile für Männer aufzeigt, in Frage stellen
2. Nachteile nicht zugeben
3. Statistik gezielt so hinterfragen, dass es nicht so schlimm für den Mann aussieht
4. Männer selbst die Schuld geben

Und ich frage mich warum?
Warum kann man nicht mal auf den Minimalkonsens kommen, dass es es nachteilig für ein Geschlecht ist, wenn es auf der anderen Seite weniger potenzielle Partner gibt?
Warum fühlen sich hier einige so berufen, immer am Ende dem Mann die Schuld zu geben?
Diese Empathie wünschte ich mir hier im Forum oftmals mit Arbeitslosen, die ja auch immer damit zu kämpfen haben, dass man ihnen die volle Schuld für ihre Lebenslage zuschreibt und den Fakt der Demotivation, der Angst und Depression als nicht existent darstellt, bzw postuliert man müsse den Druck nur ordentlich erhöhen, und dann kommt der Pott schon zu seinem Deckel....


Nochmal: Es geht nicht um SCHULD! Es geht darum, die EIGENEN Möglichkeiten zu nützen, anstatt sich hinter Zahlen zu verstecken.
Wie Du selber sagst: Druck und Schuld ist niemals ein guter Weg, ein Ziel zu erreichen: Egal welches.
Selbstmitleid und Resignation aber auch nicht.
Der Mittelweg ist der Weg zum Ziel.

JEDER kann verstehen, dass Partnersuche total demotivieren kann (brauchst Du mir nicht sagen, habe die besten Jahre meiner Jugend auch allein verbracht) und dass manch einer dabei aufgibt ist verständlich, aber eben trotzdem nicht sinnvoll. Genau wie bei der Jobsuche.

Solche Zahlen tragen halt auch nur dazu bei, sich zu demotivieren. Ich frge mich, warum Männer sich da oft gerne selber demotivieren. (Tun Frauen übrigens auch, aber nicht mit Statistiken sondern mit der Überzeugung, alle Männer wollen doch nur das eine)
Ich möchte Dich und andere Männer motivieren und euch zeigen: DIESE Zahlen sagen NICHTS über eure persönlichen Chancen aus!

Natürlich kann ich als Mann jetzt Angst haben, zu Männern zu gehören, die nie zu Potte kommen und ich kann mich von dieser Angst lähmen lassen- das ist ja auch irgendwie verständlich- nur was hilft es? Nichts! Wäre es nicht mal sinnvoller, sich GENAU anzuschauen, was für Gründe bei diesen Männer sonst noch vorliegen, AUSSER die reinen Zahlen? DAs motiviert doch viel mehr, weil es Lösungen aufzeigt. Ich persönlich keine KEINEN Menschen, der ungewollt überlängere Zeit ohne Partnerschaft ist, bei dem absolut alle Mittel und Wege ausgeschöpft sind und absolut keine einzige Erklärung vorhanden wäre, warum es bisher nicht geklappt hat: und ich kenne viele Singles: Männliche, wie weibliche, homosexuelle und Heteros
IMMER gibt es etwas, das sie noch tun könnten, einen blinden Fleck, den sie haben oder eine Chance, die sie noch nicht genützt haben.

Die Lösung ist, sich von solchen Zahlen NICHT demotivieren zu lassen, sondern sich ins Leben zu stürzen und seine EIGENE Chance (nicht die der "Gattung Mann als solches") anzupacken.

Ja, dass mag bedeuten, dass man sich mitunter auch selbstkritisch hinterfragen muss (was niemand gerne tut und was vielleicht auch weh tut), oder dass man seine Vorstellungen auch mal hinterfragen muss (Was auch nicht so angenehm ist, wenn man sich zB klarmachen muss, dass man es auf dem Weg des Onlinedatings als Mann einfach nicht schaffen wird und man drum andere Wege suchen muss).
Ich denke, wenn der Leidensdruck groß ist, sollte das aber auch diesen "Aufwand" wert sein.

Und Apropos Leidensdruck: Das wichtigste ist auch, sich mal klar zu machen, dass auch allein sein, nicht das schlimmste ist. Sobald man nämlich SELBER mal den Druck rausnimmt, wird man automatisch attraktiver für potentielle Partner.

Und um nicht so zu klingen, als wüsste ich nicht, wovon ich rede: Ich habe sehr sehr lange nach einer partnerschaft gesucht und erst mit Ende 20 habe ich gemerkt, was falsch läuft.
ich habe auch immer gedacht: Ich mache doch alles, gehe raus usw. Sind die Männer wirklich einfach nur unfair oder wollen Frauen wie mich nicht?

Aber als ich WIRKLICH ehrlich mit mir war musste ich mir eingestehen: Vio, Du machst Dich unsichtbar, stehst immer wie ein Mäuschen in der Ecke, bist schüchtern, einer ein Kumpeltyp und packst den Stier nicht bei den Hörnern. Du musst aktiv auf Männer zugehen, auch wenn Dir das schwer fällt.
OK, das war ne Weile ne größere Überwindung, aber dann hat es Klick gemacht und innerhalb weniger Wochen, hatte ich plötzlich so viele Verabredungen wie die ganzen 10 Jahre davor nicht.
 

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