Trifft bei mir so zu, ob es auch immer so bleiben wird, weiß ich natürlich nicht. Ich denke, die Gründe sind gar nicht mal so verschieden. Sofern es keine gravierenden, charakterbezogenen Dinge wie z.B. ein verachtendes Frauenbild allgemein oder ähnliche Merkmale sind, ist es am Ende fast immer die fehlende Gelegenheit, überhaupt Kontakte zu knüpfen. Solche Leute haben meist werder beruflich noch privat Kontakt zu Frauen und können andererseits auch nicht aus ihrem "Schneckenhaus" herauskommen und auf andere zugehen, da sie dies noch nie getan haben und es mit zunehmendem Alter eher schwerer wird. Die einzige Chance, die solche Leute haben, ist meist das indirekte Kennenlernen über den Freundes- oder Bekanntenkreis. Sollten diese aber gar nicht bestehen, sieht es leider sehr schlecht für solche Menschen aus.
Ja genau so wird es wohl den meisten gehen, die sehr lange oder gar dauerhaft ohne Partnerschaft sind. Egal ob Männer oder Frauen: Es ist einfach diese ungute Mischung aus fehlenden Gelegenheiten, (der Zufall schlägt auch nicht immer zu) und der sich daraus entwickelnden Scheu. Natürlich wird es mit den Jahren nicht leichter.
Je älter man wird, desto "schrulliger" (im positiven Sinn wie im negativen Sinn) wird der Mensch: Man wird festgefahrener in seinen Ansichten und in seiner Lebensgestaltung.
Natürlich ist es für einen Menschen mit 20 leichter, sich zB neue Hobbys und Freundeskreise zu erschließen, als für einen Mittvierziger, der seinen Vollzeitjob und seine mehr oder weniger eingefahrene und zeitraubende Routine hat.
Neuland zu erobern wird einfach mit den Jahren schwerer: Kann ja jeder bei sich selbst beobachten: Irgendwann werden die Dinge, die man völlig neu ausprobiert immer weniger. Man probiert nicht mal eben ein neues Hobby aus oder geht einfach mal so mit einer neuen Gruppe Leute aus oder sowas. Und natürlich ist die Hemmschwelle, potentielle Partner anzusprechen und anzubandeln auch viel größer, wenn man es eben noch nie gemacht hat.
Umso mehr ist es halt wichtig,dass man sich selbst genau an diesem Punkt "packt".
Im Gegensatz zum Jugendalter, fliegen einem spätestens ab dem Berufsleben die neuen Freizeitaktivitäten und anderen Gelegenheiten, neue Leute zu treffen nicht mehr so zu. Das heißt aber nicht, dass es sie nicht gäbe: Man muss sich nur viel aktiver darum bemühen (wenn man nicht gerade einen Beruf hat, wo man viele neue Leute kennenlernt) und auch die eigene Komfortzone verlassen.
Und auch das wird dadruch nicht einfacher, dass man es nie vorher "geübt" hat.
ich kann mir durchaus vorstellen, dass man zB nach einer anstrengende Arbeitswoche einfach nur noch Bock hat, sich mit einer Pizza vor den Fernseher zu hauen und sich eben nicht so leicht aufraffen kann, zum jahrestreffen des Alpenvereins, oder der Probe des Gospelchores zu gehen, auch wenn man weiß, dass es einem vielleicht gut tun würde und man dort neue Menschen treffen kann.
Der innere Schweinehund wird mit den Jahren auch nicht kleiner und Menschen sind Gewohnheitstiere. Genauso wie es menshcen gibt, die immer in Beziehungen waren und garnicht allein sein können, gibt es auch Menschen, die lange allein waren und denen es dann verständlicher Weise schwer fällt, auf andere Menschen zuzugehen.
Trotzdem: Es ist möglich und lohnend.
Auch wenn manche behaupten, das wäre nicht so: Doch: Jeder kann in jedem Alter neue Horizonte erkunden und sich neue Welten erschließen und hinter jeder neuen Tür, die man aufmacht kann auch ein Potentieller Partner schlummern.
Das einzige Garant für Misserfolg ist es halt, wenn man sich weigert, neue Türen zu öffnen, aber alle anderen können zu jeder Zeit und in jedem Alter neue Wege einschlagen.