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5 AM Club, Morgenroutine und Co. Bringt das was oder ist das nur Gelaber?

@Zebaothling
Bewusst gebe ich sogar der BPS+PTBS die Schuld, das ich nichts schaffe und nicht voran komme...ich denke mir dann...wenn ich den Scheiss nicht hätte...wo ich dann jetzt wäre...ich hätte den Biss an einer Sache dran zu bleiben und wäre da oben irgendwo, voll erfolgreich und so.
Ist echt schwer damit...und es nervt mich wenn ich zurück blicke und sehe warum sovieles nicht klappte.
Und es immer noch schwer ist...schleppe ziemlich viel Gepäck mit mir rum und das kann man nicht liegen lassen..ist fest an mich gebunden...unkaputtbares Gepäck.
Und vorm Burnout guckte ich schon längere Zeit Coaches...extra viel..ich versuchte mir selbst eine Gehirnwäsche zu verpassen...so wie das mit Werbung funktioniert...irgendwann ist es in mir drin, so dachte ich...aber nö...so einfach ist das nicht.


Der Thread hier hat sich anders entwickelt als ich dachte, dafür bin ich euch dankbar.
Ich werde mal schauen was ich machen kann und schaffe und mir Selbstfürsorge/Belohnungen einbauen um ein bischen was zu schaffen. Nicht 100% aber ein bischen reicht ja schon.

Und wenn ich nur für meine Katzen lebe, auch gut...Katzen sind toll. 🥰
Was für die Katzen zu tun, das gibt mir tatsächlich etwas Antrieb und Sinn.
 
Zuletzt bearbeitet:
Und wenn ich nur für meine Katzen lebe, auch gut...Katzen sind toll. 🥰
Was für die Katzen zu tun, das gibt mir tatsächlich etwas Antrieb und Sinn.
*dick unterschreib*
Katzen sind Seelentiere, die geben dir was wie kein anderes Tier, vorrausgesetzt, man ist dafür empfänglich. Dazu muss man ein "Katzenmensch" sein und die nonverbalen Signale aufnehmen können.
Ich habe eine Lieblings-Kaffeetasse, darauf steht.....ich bin zwar alles andere wie perfekt, aber meine Katze liebt mich.
Warum nach den Sternen streben, die man doch nie erreicht, wenn man auch an kleinen Dingen sich erfreuen kann? Ist sowas wie mein Lebensmotto geworden 🙂
 
Wenn man eine Borderline Persönlichkeitsstörung hat ist es oft so , dass Impulsivität ein Thema ist.

Diese Impulsivität kann auch "unbemerkt " trugschlussbehafteter Weise den Aha Effekt haben - ne so geht das nicht.
Der führt aber oft in der Mehrheit zur Resignation und die ist nicht gewollt.

Da hilft keine Gehirnwäsche - weil das Gehirn ist nicht dreckig - da hilft aber eine Einstellungsänderung eine andere Logik, als bei anderen - warum - weil
manche Dinge , die für normale Menschen völlig wertefrei passieren
ziehen Dir ggf. die Füße unterm Hintern weg.
Manche Situation , die für normale Menschen völlig wertefrei durchlebt werden, schnüren Dir den Hals zu und Du bist handlungsunfähig, obwohl die Situation das gar nicht erfordert.

Alle diese Erlebnisse formen Dich als Mensch - Dein Gehirn schafft für jeden Gedankengang den Du hast ein neuronales Netz, je öfter Du einen Gedanken denkst, desto einfacher wird es ihn zu denken , doch Dein Gehirn besteht ja auch aus Dir ( ich drücke das mal so aus )
und der Standpunkt
ich verpasse mir mal ne Gehirnwäsche obwohl das Gehirn sauber ist , nur die getroffenen Entscheidungen waren sozusagen unsauber , aber Vergangenheit waschen - ??? wenn Du das Rezept für das Waschmittel hast .....
hier waschen sie sich sauber - Altlasten , Liebeskummer, Ängste , Sorgen, Nöte, Leid, Gram, Unzufriedenheit, Charakter"Müll" - vom Psycho zum Vorzeigeleistungsfleissigsten und weil wir es ja nicht wirklich wollen
den Weichspüler haben wir schon eingefüllt und den Schongang bei 30 Grad eingestellt lässt sich das Gehirn
die hätte hätte Fahradkette mentalität auf - wo wäre ich heute - hätte nicht , wäre nicht ,wenn nicht

ja und wie sieht es mit einer Selbstaufwertung aus , die sich mal nicht an dem ganzen Schmuh orientiert , sondern an Deinem grundsätzlichen Menschsein ?

Ich meine wo ordnest Du Dich selbst ein - ganz reflektiert - die Starke - die Ängstliche - die Schwache - Die Mutige ? Die Verletzte ? Da ist Deine Meinung nicht so hoch, also von Dir selbst

wenn alles andere wegfällt und Du mit Dir alleine bist.
 
@Zebaothling

Mit der Impulsivität hab ich weniger Probleme gehabt, da ich meist ruhige Partner hatte. Es ist ja eine Beziehungsstörung und man ich abhängig von Umfeld...bedeutet wenig triggerndes/stabiles Umfeld = weniger Symptome.
Ich gehöre zu den stillen Borderlinern, heisst nach außen weniger auffällig da ich gelernt hab zu unterdrücken.
Meist hab ich eher das chronische Leere Gefühl als Problem und der niedrige Selbstwert und Ängste.
Das äußerte sich so das ich 10 Jahre im gleichen Job mit Niedriglohn war, aus Angst es woanders nicht zu schaffen, ich wurde dort auch absichtlich klein gehalten, man redete mir ein das ich es woanders nicht schaffe. Obwohl ich meinen Job gut machte und so Situationen wo es Probleme gab mit Kunden, kann ich an einer Hand abzählen...aber meist kam ein Kollege dazu wenn ein Kunde aufgebracht war und half zu schlichten...denn ich konnte die Kunden nicht beruhigen, auch wegen Gefühlsansteckung und bei hoher Anspannung setzt mein Gehirn aus und kann nur noch auf Sparflamme funktionieren und wiederholt eine Kassette..die aber niemanden weiter bringt...eher mehr aufbringt.

Vor meinem Burnout hatte ich sogar die Power abends noch 1-2 Stunden zu zeichnen um Richtung Tätowierer zu gehen. Aber das ist auch ein sehr harter Job und da fehlt mir der Biss das 24/7 zu machen. Als sich dann auf allen Ebenen Probleme einstellten war es damit auch vorbei und ich fiel immer tiefer bis zum Burnout.
Dazu führten: toxische Beziehung=ab Kipppunkt täglich Stress, Pflegefall in der Familie=hab mich drum gekümmert 2 Tage die Woche, Stress mit neuem Chef=leicht narzisstisch will Aufmerksamkeit und sein Wort gilt egal was man denkt, misst mit zweierlei Maß, andere wurden besser behandelt etc., zu wenig Geld für Partnerin=neuer Job nötig, Wohnung gekündigt=Wohnungssuche bei dem harten Wohnungsmarkt mit Niedriglohn=Herzlichen Glückwunsch, neuer Job nicht antretbar wegen Kündigungsfrist 3 Monate.
Ich hatte noch bis zum Schluß gekämpft und hätte eine neue Stelle antreten können mit mehr Gehalt...aber der Chef ließ mich nicht gehen (Kündigungsfrist) und gab mir den letzten Rest im persönlichen Gespräch...Fass lief über - zack Burnout.
Und warum das ganze? Weil man mit BPS dumme Entscheidungen trifft und sich nicht abgrenzt. Für andere lebt und es jedem Recht machen will...aber wenn dann alle an einem ziehen...
Niedriger Selbstwert und nicht abgrenzen ist ein großes Problem (Nicht im Kundenkontakt, da konnte ich es, schauspielern und nicht "Ich" sein war da nötig).
Ich habe reflektiert und werde nicht nochmal so eine Beziehung führen und schaue jetzt das ich mich abgrenze und mehr auf mich achte und auch an mich denke und versuche "Ich" zu sein, nicht mehr allen alles Recht machen zu wollen.
Vor der Arbeit hab ich etwas Angst, weil ich nicht mehr Mädchen für Alles sein will...ich meine es nimmt mich immer noch mit..ich war fleissig habe immer gearbeitet und für was? Für ein Lohn der ans Bürgergeld/Hartz IV grenzt...
Ich hab immer alles gut organisiert und geplant, sodass es kein Problem war Aufgaben von Kollegen zu übernehmen, obwohl ich selbst einen Berg voll Arbeit hatte. Normalerweise würden andere da aber Nein sagen, wenn wer fragt ob man dies oder das noch mit machen kann.

Ich sehe mich schon als die Starke, denn ich halte viel aus und stehe immer wieder auf wenn ich am Boden liege. Aber Resilienz hat Grenzen, es braucht bei mir Ausgleich, damit ich die Starke sein kann. Nochmal Burnout will ich nicht, deswegen hab ich alle Stellschrauben die dahin führten reflektiert. Ich brauche Stabilität auf möglichst vielen Ebenen dann läuft das. Die Arbeit war bis zum Chefwechsel meine größte Stabilität...selbst wenn es privat mal nicht so lief, die Arbeit und gute Kollegen dort erdete mich.
Ängste nerven häufiger mal, wenn mich was triggert.

Ich suche Stabilität...deswegen bin ich auch so hin und weg von Morgenroutinen und Coaches...?
Wenn ich mir selbst ein bischen Stabilität mit Routinen schaffen kann, dann bin ich auch weniger abhängig von meinem Umfeld?

Was ich ja schon mache ist möglichst Selbstfürsorge einbauen, entweder nach was anstrengendem oder wenn ich mich nicht gut fühle und mich Gefühle übermannen und zur Steigerung des Selbstwertes und das bringt schon sehr viel.

Eine DBT-Therapie für das BPS hatte ich erst nach dem Burnout, hat schon sehr geholfen. 🚀
Leider klärte mich bei der Diagnose vor ca. 15 Jahren niemand auf, wie Ernst zu nehmen das ist...und eine Therapie zwingend notwendig ist, wenn man auch glücklich werden will, ein halbwegs normales Leben führen und so weiter...tja nun steh ich wieder vorm Trümmerhaufen...Déjà-vu, aber diesmal bin ich schlauer und baue das Haus/Anwesen besser/anders auf, mit abschliessbaren Türen und besorge mir einen Türsteher. 🤪 😎
Vorher hatte ich ein Schloss aufgebaut...leider wurde es ein Luftschloss...muhaha...wenn man kein festes Fundament hat. 🤣
Trotzdem gibt's viele Einzelbereiche wo ich allein noch nicht weiter komme, es geht leider alles nicht von null auf 100.
 
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Kennst Du den Scary Guy ?

der hat sich der Gewaltprävention verschrieben und ich denke, er ist ein sehr weiser Mensch .

Doku ist in Deutsch viel Spaß ....nimm Dir Zeit ....
The Scary Guy - Der Taetowierte (German Doku)
Kannte ich noch nicht, hab nur nach Tätowierern, nicht nach Tätowierten gesucht, als ich mich versucht habe über Youtube zu informieren.
Hab die Doku geschaut, eine echt schöne Story, da kann man vieles lernen.

Was mich ja fasziniert an dem Beruf, ist eben das man Menschen damit hilft und Tattoos immer eine Bedeutung haben und bei Verarbeitung helfen und Kraft geben. Am Ende des Tages hätte man wirklich was bewirkt und geholfen...es gibt einen tieferen Sinn.
Friseure schneiden ja auch nicht einfach Haare, auch die geben Menschen sehr viel.
Eben die Kreativität die mir als Talent gegeben wurde positiv zu nutzen.
Ich meine bisher nutze ich sie für mich als Ventil, hat auch gut geklappt.
Nur das ich gerade resigniere und nichtmal für mich was zeichne/male, vermutlich weil ich daran binde, das ich erfolgreich sein muss und es nutzen muss um Geld zu verdienen und das von null auf 100...also irgendwie krieg ich deswegen garnichts mehr hin, weil ich mir Druck mache.
Würde aber schon gern das zeichnen/malen als Routine haben.
 
Manchmal ist es im Grunde recht einfach , wenn man mal die Logik nicht außer Acht lässt.

Stell Dir mal vor da kommt etwas auf Dich zu gerannt , wild brüllend mit wedelnden Armen, Dir ist klar
das wird Dich ganz bewusst umrennen aber es könnte auch sein, Du bist stärker.

Ist es ein kleines Kind das Dich grade als Feindfigur ausgesucht hat oder ein alter Mensch , der gebrechlich die Arme kaum noch heben kann, ist Dir klar Du kannst stehenbleiben. Du bist stärker.

Ist es eine Krise - die Du schon kennst , wo Du schon Erfahrung mit hast , ist es so , das Du damit lernst zurecht zu kommen oder Deinen Standpunkt zu festigen - ich bin stark mich schubst das nicht so leicht um.

Du machst Dir Druck ( da sehe ich Deine Impulsivität die sagt mir das Du Dir viel Druck machst). Impulsivität kann auch ganz still sein für andere, aber in Dir selbst tobt grade ein Krieg währenddessen.

Und grade rennt dieser Druck auf Dich zu wie eine wütende Person und Du musst Dich konzentrieren, den Stand festigen um nicht umzufallen, denn Du willst Dir ja beweisen Du bist stark.

Belächle den Druck der wild schreiend und wütend in beängstigender Geschwindigkeit auf Dich zu stürmt und dann kurz vor dem Aufprall
machst Du einen Schritt zur Seite .........

schau - Du willst erfolgreich werden - gut dann solltest Du Dir klarmachen , wenn der Weg für Dich blockiert ist, hast Du keinen Erfolgszugang.

Wenn nun die Taktik ist - sich selbst Druck machen - oder Gehirnwäsche - oder Coach- oder - nicht Du selbst und das in einer logisch analytisch reflektierten Form , sich dann daran messen - schaffe ich das ....stehenbleiben oder wirft es mich aus der Bahn ......
so suchst Du ja die Konfrontation und das kann nur so lange gehen , bis Du etwas erfindest, was Dich sicher aus der Bahn wirft....
wie ein Kämpfercharakter der sich ständig neue Gegner sucht um sich zu messen, weil er nicht um die eigene Stärke weiß.

Was ist wenn Du einen Schritt zur Seite machst. der Druck rennt dann ins Leere und was ist , wenn Du dann die freie Bahn nutzt um den Schritt nach vorne zu machen, den Du Erfolg nennst ?

Verstehe mich nicht falsch , aber wenn Du das Muster innehast - ich bleibe stehen und umschubsen lass ich mich niemals.....darfst Du Dir erlauben einen Schritt zur Seite zu machen ,
das wird Dich weniger Kraft kosten
als den Aufprall auszuhalten
und kein Stück nach hinten zu rücken.......

wenn Du allerdings darüber stehen kannst( also über dem Prinzip des Kämpfers ), weil in Dir selbst Klarheit herrscht, so ist logisch
die größte Kunst des Kämpfers ist es ,
das nicht zu tun.
Erfolg geht auch mit Frieden
 
@Zebaothling
Irgendwie macht es bei mir nicht Klick mit dem Schritt zur Seite. 😅
Gibt's die Anleitung auch für Dummies?
Ein Beispiel evtl.?

Den Druck hab ich selbst aber noch nicht in Impulsivität eingeordnet, das muss ich erstmal verarbeiten.
Dachte Impulsivität sei nur auf starke Gefühle und gegebenenfalls daraus sich ergebende krasse Reaktionen/Verhalten gepolt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bewusst gebe ich sogar der BPS+PTBS die Schuld, das ich nichts schaffe und nicht voran komme.

Das ist ein zweischneidiges Schwert, finde ich. Vorsicht, dass das nicht zu einer Ausrede wird.
Man braucht liebevolles Verständnis für sich selbst einerseits, dass es da eben diese Geschichten im Hintergrund gibt, die manches erschweren bis unmöglich machen können.
Andererseits ist die Gefahr groß, dass dies zum Vorwand wird, warum man dies oder das nicht hinbekommt, obwohl es doch eher die Anstrengungsbereitschaft ist, die fehlt.
Da gnadenlos ehrlich zu sich selbst zu sein kann, wie ich das empfinde, helfen Druck herauszunehmen.

Denn es ist Energieverschwendung mir Druck zu machen bei etwas, das ich nicht genug will, um es tatsächlich anzugehen, mich durchzubeißen.
Es kann eine riesige Erleichterung sein, sich selbst einzugestehen, dass es dafür einfach nicht reicht.
Dann kann man das ad acta legen, entspannt lächeln und sich überlegen, was sich denn umsetzen ließe, ohne derart unter Druck zu geraten.

wäre...ich hätte den Biss an einer Sache dran zu bleiben

Das scheint mir ein ganz wesentlicher Punkt zu sein. Nicht genug Biss. Es ist doch egal, ob dad evtl. anders wäre oder auch nicht, arbeiten kannst du nur mit dem, was du hast.
Also, wenig Biss.
Was soll's! Chill mal!
Das geht Millionen von Menschen so, damit lässt sich gut leben!
Es braucht nur einen Weg, der zu dir passt.

wäre da oben irgendwo, voll erfolgreich und so.

Wozu sich mit solchen Gedanken das Leben schwermachen? So wahrscheinlich ist das gar nicht, dass dem so wäre und der daraus entstehende Druck durch die Verantwortung wäre enorm.
Dafür bist du nicht gemacht!
Also hake das ab, diese Gedanken bringen dich sowieso nicht weiter, sondern blockieren dich nur.

Und vorm Burnout guckte ich schon längere Zeit Coaches...extra viel..ich versuchte mir selbst eine Gehirnwäsche zu verpassen...so wie das mit Werbung funktioniert...irgendwann ist es in mir drin, so dachte ich...aber nö...so einfach ist das nicht.

Hast du irgendwo Berge von realen Erfolgsberichten, das Leute durch GUCKEN erfolgreich oder reich geworden wären?
Wie du selbst erkannt hast, gucken bringt nix.
Handeln kann zum Ziel führen, sonst nix.

Die Frage ist, zu welchen Zielen?
In welche Teilabschnitte zerlegt?
Wie priorisiert?
In welchem Zeitrahmen?

der niedrige Selbstwert und Ängste.
Das äußerte sich so das ich 10 Jahre im gleichen Job mit Niedriglohn war, aus Angst es woanders nicht zu schaffen, ich wurde dort auch absichtlich klein gehalten, man redete mir ein das ich es woanders nicht schaffe.

Da kann man an sich arbeiten, herauswachsen.

ich fiel immer tiefer bis zum Burnout.

Vermutlich muss du nicht nur anders mit dir und deinen Kräften umgehen, sondern vielleich auch damit leben, dass dir Dinge nicht mehr so leicht von der Hand gehen.

Vor der Arbeit hab ich etwas Angst, weil ich nicht mehr Mädchen für Alles sein will...ich meine es nimmt mich immer noch mit..ich war fleissig habe immer gearbeitet und für was? Für ein Lohn der ans Bürgergeld/Hartz IV grenzt...

Dann denk' dich neu, erfinde dich neu!
Was willst du?
Und wichtiger:
Was kannst du?
Was kannst du lernen?
Wieviele Arbeitsstunden kannst du noch liefern, ohne dich wieder außer Gefecht zu setzen?

Warst du auf Reha? Gibt es ein Gutachten?

Ich sehe mich schon als die Starke, denn ich halte viel aus und stehe immer wieder auf wenn ich am Boden liege. Aber Resilienz hat Grenzen, es braucht bei mir Ausgleich, damit ich die Starke sein kann.

Für den Ausgleich bist du zuständig.
Einen Bereich, der dafür bisher gut funktionierte, würde ich nicht aufgeben.

Ich suche Stabilität...deswegen bin ich auch so hin und weg von Morgenroutinen und Coaches...?
Wenn ich mir selbst ein bischen Stabilität mit Routinen schaffen kann, dann bin ich auch weniger abhängig von meinem Umfeld?

Ich würde nicht auf Stabilität von außen (Job, Coach, Partner) setzen, sondern auf mich.
Selbsterschaffene Routinen.
Und tägliche Rituale, aus denen du Kraft ziehst, die dich erden.
Die bewusste Tasse Kaffee am Nachmittag, die Teestunde abends bei Kerzenschein, der Nachtspaziergang vor dem Schlafengehen, was immer zu dir passt.

Trotzdem gibt's viele Einzelbereiche wo ich allein noch nicht weiter komme, es geht leider alles nicht von null auf 100.

Tja, da hilft nur ausdauernd an sich arbeiten, sich Pausen gönnen und: Geduld.
Du bist kein Sportwagen, dein Motor ist wenig leistungsstark und du arbeitest derzeit daran, dass er wieder runder läuft.
Was das Ding kann, wenn es wieder läuft, ist Langstrecke. Wenn man ihn nicht überdreht und zusätzlich regelmäßig Pausen einlegt, ihn etwas verwöhnt.
Möglicherweise geht dann sogar ein wenig Tuning, aber vorsichtig.

Was mich ja fasziniert an dem Beruf, ist eben das man Menschen damit hilft und Tattoos immer eine Bedeutung haben und bei Verarbeitung helfen und Kraft geben. Am Ende des Tages hätte man wirklich was bewirkt und geholfen...es gibt einen tieferen Sinn.

Willst du dann angestellt arbeiten in dem Bereich?
Wie sind die Jobchancen?
Das Einkommen?

Oder willst du Gründer werden?
Hast du das nötige kaufmännische Wissen?
Und was ist dann mit dem Biss?

Eben die Kreativität die mir als Talent gegeben wurde positiv zu nutzen.
Ich meine bisher nutze ich sie für mich als Ventil, hat auch gut geklappt.
Nur das ich gerade resigniere und nichtmal für mich was zeichne/male, vermutlich weil ich daran binde, das ich erfolgreich sein muss und es nutzen muss um Geld zu verdienen und das von null auf 100...also irgendwie krieg ich deswegen garnichts mehr hin, weil ich mir Druck mache.

Ein Hobby, dass bisher als Ausgleich funktionierte.
Bis du Druck reinbrachtest...
Ich würde gut überdenken, ob ich mir diesen Ausgleich auf diese Weise nehmen und daraus ein Pflichtprogramm mit Druck machen möchte.
Was die Freude daran dauerhaft zunichte machen kann.

Was kannst du gut?
Welche Hobbys gibt es noch?
Es lassen sich bestimmt Alternativen finden. Einen Plan B und möglichst auch C sollte es eh immer geben.
Nimmt Druck raus.
 
Och das ist ganz einfach erklärt - jemand der stehenbleibt nimmt den Aufprall in Kauf

Sätze wie , wenn ich umgefallen bin stehe ich immer wieder auf - zeigen das deutlich.

änderst Du nun bewusst die Strategie und machst einen Schritt zur Seite

rennt der Angreifende Moment, der sonst die Konfrontation auslöst, ins Leere.

Sätze wie da gehe ich keinen Schritt zurück - zeigen das deutlich ....also das "Druck Muster" es darf nicht nach hinten gehen ( weniger werden - ärmer - erfolgloser ) sondern es soll und muß von Null auf hundert nach vorne ......



Du möchtest ein Beispiel Du hast geschrieben auf der Arbeit haben sie Dir 10 Jahre eingeredet - Woanders keine Chance !
So nun sind aber ja bei Dir auf der Arbeit keine Menschen , die das zu beurteilen haben , die Menschen bei Dir auf der Arbeit können ja nur beurteilen wie Du auf der Arbeit wo Du bist arbeitest.

Also hoffst Du nun darauf , 10 Jahre lang , das der Job den Du gut machst, dazu führt das die auf der Arbeit, die aber ja woanders gar nicht kennen und deshalb auch nicht beurteilen können , plötzlich behaupten
Ach woanders hast Du jede Chance der Welt bei Deinen Fähigkeiten ...

Also stellst Du das Urteil der anderen über das Urteil das Du Dir selbst bilden könntest, da kommt dann "nein Du machst Deinen Job gut, aber für woanders reicht es nicht und für ne wirklich Lohnerhöhung auch nicht ..... " das ist stehenbleiben und auf den Aufprall warten jedesmal wieder ......

ein Schritt zur Seite ............Erstmal besinnst Du Dich auf Dich selbst und jetzt stellen wir mal fest Du besitzt Kreativität, das vergessen wir jetzt mal nicht .

Nun gibt es aber Menschen, die versuchen den richtigen Beruf zu finden, den vorzustellen, also anderen und diese ggf. dafür zu begeistern oder zu interessieren. Da gibt es was die Berufswahl angeht ja von vielen Behörden oder Wissenszentren ganz genaue Beschreibungen der einzelnen Berufszweige und auch im Hinblick auf die Zukunft beweisbar erkannte Richtungen .

Du möchtest jetzt wissen hättest Du woanders ne Chance - der Schritt zur Seite im konkreten Fall - ein Test Deiner Fähigkeiten.

Direkt schon am ersten Tag - wenn Du Dir die Frage stellst - " Ey Leute - meint ihr ich hätte woanders ne Chance ? " " Nenenene" ( Konfrontation " Warum nicht " wäre die Frage ( Begründung für nenenene) aber Schritt zur Seite wäre
dann
ab zum Berufswahlzentrum da ganz konkret vorstellig werden - Fragen " Kann ich mich hier testen lassen für welche Berufe ich mich eignen würde ? "
Klar Antwort " Ja "

Du machst also einen Test - die stellen fest - Du bist eine von 3 % wirklich sprachbegabten Menschen oder besitzt die Fähigkeit eine Person in einer Menschenmenge wieder zu erkennen, mit einem Blick - dann ( letzteres) geh zur Polizei , Du bekommst sofort einen sehr gut bezahlten Job -

Das Urteil hast Du ja akzeptiert - Die haben Dich klein gehalten - nein - Du hast für Dich nicht die Verantwortung übernommen wirklich Deinem Erfolg mit Realität zu begegnen, indem Du Dir selbst ein qualitativ hochwertiges Urteil bildest und zwar mit der Hilfe von Fachleuten.

Jetzt machst Du natürlich nicht nur einen Test - sondern im Berufswahlzentrum erfährst Du die IHK hat auch sowas und da erfährst Du der TÜV ( technischer Überwachungsverein )die BG ( Berufsgenossenschaft) , etc .....da kannst Du auch sowas herausfinden - wofür bin ich geeignet- wo liegen meine Stärken - wo habe ich Talent ....wie ordne ich mich da ein ????

Dann 4 Wochen nachdem Du zum ersten Mal gehört hast " ne woanders kene Chance " belächelst Du das doch und sagst " na , wenn Du meinst " aber weißt wo und warum Du Dich bei XYZ beworben hast , Deinem neuen Arbeitsplatz....
soweit verstanden ?

Stehenbleiben umrennen lassen wieder aufstehen

Schritt zur Seite , Schritt nach vorne , Schritt weiter

jetzt verständlicher ?

Wenn das Leben nun eine Kunst ist - man sagt ja der lebt gut der ist ein Lebenskünstler - also scheint der ja was richtig gemacht zu haben , dann ist das aber doch kein Kampf , sondern die Kunst eben nicht
stehenbleiben umrennen lassen wieder aufstehen praktizieren
sondern
Ein Stück zur Seite , den Angriff ins Leere rennen lassen, von wem oder was auch immer - das ist Resilienz, denn Du übernimmst Verantwortung - im Falle der Berufswahl und Deiner Talente, indem Du Dir ein qualifiziertes Urteil bildest.

Dann ist also der Kampf - gar nicht nötig - denn der kostet Dich nur sinnlos Kraft die Du ja brauchst.
Warum wirst Du nicht friedlich mit Dir selbst , sondern stellst Dich hin und lässt Dich umrennen ?

Eine berechtigte Frage - oder ?
 

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