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26 und noch keine Beziehung

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Re: 26 und noch keine Beziehung
Die Mutter meines Freundes war 26, als sie ihren Mann kennenlernte- er war lebenslang ihr Einziger- so war das doch früher eher normal.

Meine Schwiegertochter war übrigens auch noch Jungfrau, ihr Erstes Mal war mit jemanden, den sie sehr liebt und der sie sehr liebt- das ist sicher netter, als mit irgendwem.

Eine Bekannte, die Bi war, sagte mir, ich verliebe mich in den Menschen, egal, welches Geschlecht.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass man in dieser weiten Welt keinen liebenswürdigen Menschen findet, egal, wie alt, wie neu- wenn man selber liebenswert ist.

Ich habe mich meist in Eigenschaften verliebt- also in ein Benehmen, ein Verhalten, einer Art, die ich anziehend fand. Bei jedem ist etwas da, das anziehend ist, das man mag, das man braucht, das einem gut tut- zb ist ruhig sein und sensibel sein schon ein großes Plus für mich, ich steh auf diese Eigenschaften.
Dann kommt mir vor, wenn man jemanden kennenlernt und erfährt, dass jener mit niemanden noch Sex hatte, dann ist man ja praktisch "noch nicht markiert"- es gab noch keinen, der einem zeigte, wie es geht... es darf von neu begonnen werden. Sex vor der Ehe kam ja deshalb nicht gut an, weil dahinter ein Leid steckt oft- man zeigt sich lieb und nett, aber ist nicht ernsthaft interessiert, das tut weh. Um sich abzusichern gabs die Auflage, nur wenn wir wirklich und auch gern heiraten würden, dann machen wir es.

Liebe TE, liebe Generous Fly, wenn du Mama einer Tochter wärst, was würdest du ihr wünschen...eine Enttäuschung nach der anderen, eine Liebschaft nach der anderen, oder kann hier irgendwer behaupten, dass das gewollt war und erwünscht war, dauernd zu wechseln?
 
Ich glaube nicht, dass du bisexuell bist. Du bist lesbisch.

Nur traust du dich nicht, dazu zu stehen. Du bist 26. Ob du nun schon mal Sex hattest oder nicht, ist völlig unwichtig. Was aber nicht unwichtig ist: Mit 26 brauchst du weder Zustimmung noch Wohlwollen deiner Mutter, um die Bar deiner Wahl zu gehen.

Pass bitte auf dich auf. Mit einem Mann zu schlafen, obwohl die Männer eher nicht attraktiv findest, weil deine Mutter und dein familiäres Umfeld Homosexualität ablehnen, das wird dich sehr unglücklich machen.
 
Ich glaube nicht, dass du bisexuell bist. Du bist lesbisch.

Pass bitte auf dich auf. Mit einem Mann zu schlafen, obwohl die Männer eher nicht attraktiv findest, weil deine Mutter und dein familiäres Umfeld Homosexualität ablehnen, das wird dich sehr unglücklich machen.
Glaubst Du nicht, dass Du hier ein bisschen viel in ihre bisher wenigen Worten hinein interpretierst? Lassen wir sie doch erst einmal alles erklären und auf das bisher geschriebene eingehen, bevor wir noch wild herum spekulieren, ob sie nicht vielleicht sogar ein Alien ist (völlig überspitzt paraphrasiert, versteht sich).
Sie hatte nämlich nicht geschrieben dass sie die Männer nicht attraktiv findet, sondern die meisten. Das bedeutet aber nicht alle! Kleiner Unterschied! ;D Und ob die Familie, insbesondere die Mutter, ein Homosexuelles bzw. queeres Umfeld für sie ablehnen würde wissen wir auch nicht mit Bestimmtheit, weil sie es nur oberflächlich angerissen hat, dass sie sich selbst nicht traut laut auszusprechen dass sie Bisexuell ist.
Wir sollten hier solche Mutmaßungen ganz klar vermeiden, denn das kann dazu führen, dass sie, die eh schon unsicher ist, sich noch unsicherer fühlt und dann in eine Ecke gedrängt wird, in der sie sich selbst vielleicht gar nicht sieht. Stichwort "Kollektive Beeinflussung".
 
26 Jahre ist noch nicht alt. Wenn niemand daherkam, der dich interessiert hat,ist das so. Ich würde mich da nicht stressen. Du kannst in so viele Queerbars gehen, wie du willst. Erstens steht deine Mutter nicht dort und kontrolliert. Zweitens muss man nicht queer sein, um da hinzugehen. Viele gehen auch nur aus Interesse oder weil jemand in ihrem Umfeld queer ist und dort hin will.
 
Wir sollten hier solche Mutmaßungen ganz klar vermeiden, denn das kann dazu führen, dass sie, die eh schon unsicher ist, sich noch unsicherer fühlt und dann in eine Ecke gedrängt wird, in der sie sich selbst vielleicht gar nicht sieht. Stichwort "Kollektive Beeinflussung".

Dem werden wir doch dauernd ausgesetzt und mit der Zeit lernen wir auf unser eigenes Bauchgefühl zu hören. Wer das noch nicht kann, wird es lernen müssen, das ist eh unvermeidlich, Selektion findet dauernd statt.

Alleine schon die Bemerkung, ich bin BI, mir würde gefallen, mich in diese Kreise zu begeben, das ist doch ein Hinweis, den ich bestärken würde. Das ist ein Zeichen, auf das man achten sollte, das kann ein Ort sein, wo man findet, was man ersehnt. Umsonst fühlt man das doch nicht.
 
Ich hab das Turner System, bin introvertiert und hochsensibel und war auch noch nie auf einem Date und das macht mir mittlerweile echt Sorgen.

Mut ist, wenn man trotz Angst etwas durchzieht. Mut kann man lernen, trainieren und wie bei dir zu sehen ist, so gut ist dieser Mutmuskel offenbar nicht ausgebildet bei dir.

Ich habe eine Bekannte, die sehr zurückgezogen lebte, darunter litt, also musste sie dagegen ankämpfen- wie? Herausfinden, wieso sie keine Kontakte binden kann- Schmerzvermeidung... Angst...
Ist diese Angst berechtigt? Ja, schon, denn, wenn man nicht geübt ist, dann verlaufen Kontakte verkrampft, unlocker, schwierig, man ist ja nicht trainiert und kanns noch nicht.

Bei uns in der Schule gab es einen Lehrer, der ein Freifach einführte, es nannte sich Schulspiel. Angeblich ist das in Großbritannien ein Pflichtfach, sagte mir der Lehrer. Ziel war, die Kinder darauf zu trainieren, sie darin zu üben, mit anderen Menschen so umgehen zu können, dass Ende ist mit falscher Scheu, Ende ist mit Komplexe, mit vielen Befürchtungen und Ängsten.

Man musste dort zb eine Rolle einüben und miteinander ein Stück aufführen, wo jeder mit der Zeit viel Spaß hatte- aber nicht von Anfang an, sondern das kam nach und nach auf. Nach und nach kam auch der Mut auf, in ein Lokal zu gehen, um um ein Glas Wasser zu bitten- das trauten sich viele nicht, jeder musste einem Fremden auf der Straße um den Weg bitten, das trauten sich viele nicht. Blöd sein, etwas nicht können und dazu auch stehen, das wagten sich viele nicht- der Lehrer drillte sie und arbeitete mit ihnen daran, selbstbewusst und irgendwie cool und immer cooler zu werden und aufhören damit untereinander so ein komisches Zurückhalten an den Tag zu legen, das begründet ist auf Angst. Meine Kinder genossen diese Stunden sehr, ich bin überzeugt davon, dieses Fach hat viel dazu beigetragen, das nachhaltig noch immer Einfluss hat auf sie.

Bei dir könnte sich viel bessern, wenn du kleine Schritte machst- zb irgendetwas zu tun beginnst, das dir früher nicht gelungen ist, weil du dich nicht trautest. Oft sind das nur Hologramme, vor die du zurückschreckst, beim Tun lösen sich diese Befürchtungen auf- war doch leicht, nichts ist passiert, was habe ich mir da wieder ausgemalt..stimmt ja gar nicht...
 
Meine Bekannte, die so ungewollt einsam war, die hat jetzt vier, fünf Freundinnen, kann mittlerweile unnervös plappern und mitmachen bei allen möglichen Unternehmungen- sie stammt aus unserer Gegend, lebt in der Stadt, ich kenne sie seit der Schule her, hab sie vor Jahren wieder getroffen und seither stehen wir telefonisch und auch manchmal "leibhaftig" in Kontakt. Ich konnte mitverfolgen, wie sie nach und nach aus ihrem Verließ herausfand. Wir haben viel gequasselt, alles hinterfragt, immer wieder Zug um Zug durchgesprochen, das war sicher hilfreich.
Man geht doch wegen dem auch in Therapie, hast du an das schon gedacht? Vielleicht brauchst du nur einen Coach, der dich bestärkt, der dir beisteht bei deinen Bedenken und sie ausräumen hilft?
Die können das, haben das gelernt und möchten das gern machen, darum haben sie sich dazu ausbilden lassen. Nutze halt dieses Service. Oder machs wie ich- ich habe mir eine Scheu nach der anderen vorgeknöpft und diese angegriffen, bis sie sich aufgelöst hat. Manche Bücher haben dazu beigetragen, manche Leute, manche Situationen, wo ich super gute Unterstützung erhalten habe.

Wenn man nach Berlin will, dann muss man wissen, wie man da hin kommt. Wenn man sozial integrierter sein will, dann muss man sich durchfragen, wie man dort hin kommt. Es gibt unzählige Seiten im Internet, die sich auf genau dieses Spezialgebiet ausgerichtet haben.

Trau dich, erfinde dich neu..
 

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