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26 Jahre alt, selbstbewusst, dennoch ewiger Single

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Gast

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Ich hätte nicht als Mann geboren werden sollen. Ich denke, dass nur Weltfremde leugnen können, dass sowohl das Mannsein als auch das Frausein prinzipiell bzw. potentiell Vorteile wie auch Nachteile birgt und dass je nach Aussehen, Persönlichkeit und eigener Lebenskonzeption die Vorteile bzw. Nachteile überwiegen. Wer könnte ernsthaft behaupten, dass in zahllosen Köpfen, teils bewusst, teils unbewusst, bestimmte mehr oder weniger starre Rollenbilder vorherrschen, die Erwartungen an eine Frau qua Frau andere sind als an einen Mann qua Mann.

Ich hatte nie eine Freundin, weil bei mir eine fatale Kombination vorliegt: Ich verfüge über gewisse Ansprüche an meine zukünftige Partnerin (keinesfalls utopische!) und verkörpere fast all das, was Mann in unserer Gesellschaft nicht verkörpern sollte.

Vorab: Nein, ich bin weder übermäßig unsicher im Umgang mit Frauen, noch war ich in den vergangenen Jahren verzweifelt auf der Suche. Aber inzwischen setzt bei mir dann doch eine unglaubliche Frustration, Einsamkeit und Traurigkeit ein.

Früher, in meiner Jugend, plagten mich allerdings durchaus starke Selbstzweifel. Ich hatte Probleme bei der Identitätsfindung, Probleme mit meinem Körper und meinem Aussehen (obwohl ich ganz ansehnlich aussehe). Aufgrund meines extrovertierten Gemüts neigte ich diesbezüglich auch gelegentlich zur leichten Querulanz, jammerte bisweilen. Bereits damals fiel mir eine signifikante Ungleichbehandlung von Mädchen und Jungen auf. Ich möchte gar nicht behaupten, dass Mädchen / Frauen es im Leben allgemein leichter hätten, aber in Hinblick auf den Umgang mit Selbstzweifel habe ich die Erfahrung gemacht, dass Mädchen viel mehr nachgesehen wird als Jungen. Mindestens eine Handvoll Mädchen in meinem Jahrgang verhielten sich objektiv betrachtet nicht anders als ich – äußerten gelegentlich lautstark Selbstzweifel, legten eine generelle Unzufriedenheit mit sich selbst an den Tag. Selbst nach intensiver Reflexion konnte ich keinen grundlegenden Unterschied zwischen ihnen und mir feststellen. Während sowohl die meisten Jungs als auch die meisten Mädchen auf die Selbstzweiflerinnen natürlich auch bisweilen genervt, aber eher wie folgt reagierten: "Heey, nein, du bist nicht zu dick! Rede dir sowas nicht ein! Du siehst klasse und toll aus und musst wirklich keine Komplexe haben!", bekam ich stets Folgendes zu hören, von Mädchen (teils sogar von den Selbstzweiflerinnen selbst!) tendenziell noch häufiger als von den Kerlen: "Tut mir leid, aber du bist ein richtiger Jammerlappen. Diese Selbstzweifel sind sowas von unsexy... Hör mal auf, ständig über dein Gewicht zu grübeln, (du Loser)!". Immerhin führte dies dazu, dass ich zusehends anfing, fundamental an meinem Selbstwertgefühl zu arbeiten, statt über mein Gewicht zu grübeln, welches Ausdruck meines geringen Selbstwertgefühls war. Ich müsste für die abfälligen Bemerkungen also letztendlich sogar fast dankbar sein. Allerdings bekam ich in der Schulzeit nichtsdestotrotz keine ab. Und es hatte sicherlich etwas mit meinen Komplexen zu tun, welche nur schleichend weniger wurden. Und die Mädchen mit derselben Meise? Hatten natürlich kein Problem bei der Partnersuche. Immer gehätschelt, immer wieder externe Anerkennung, immer wieder neue Partner. Ich konnte es nicht fassen, dass sich die Jungs auf solche Nörgeltanten einließen. Zum damaligen Zeitpunkt wünschte ich auch keinem Mädchen mich als Partner. Von daher war das Singledasein damals zu verkraften.

Nun ja, inzwischen verfüge ich über ein recht gesundes Selbstvertrauen, wobei psychische Probleme derzeit (seit wenigen Monaten) in Form einer Depression zurückkehren. In den sieben Jahren zuvor war jedoch alles in Ordnung. Ich lernte sporadisch Frauen kennen, ging mal offensiver, mal defensiver zu Werke, sah natürlich auch nicht in jeder Frau, die ich kennenlernte, eine potentielle Freundin; doch abgesehen von einigen Annäherungen (Küssen) entwickelte sich nie mehr. Ich bin noch Jungfrau und hatte bisher keine einzige Beziehung. Gelegentlich passte es einfach beidseitig oder einseitig nicht, sei es wegen der Persönlichkeit oder weil Gefühle schlicht und einfach ausblieben... Manchmal erteilte ich der Frau einen Korb, weil sie mir zu hysterisch / selbstgefällig / unsicher erschien oder weil ich feststellte (häufig), dass sie überhaupt nicht über sich selbst lachen kann und sich viel zu ernst nimmt. Früher hätte ich nie und nimmer gedacht, dass so dermaßen viele Frauen tatsächlich keine Selbstironie haben.

Umgekehrt passt es jedoch auch fast nie. Nur selten zeigt eine Frau ein weitergehendes Interesse an mir. Stattdessen muss ich mir andauernd abschätzige Bemerkungen anhören, Unverständnis, mich demütigen lassen. An einem dieser drei Aspekte hatten bisher (fast) alle Frauen etwas auszusetzen:

1.) Bei meinem ersten Kuss vor fünf Jahren musste ich mir anhören: "Sorry, dir das so deutlich sagen zu müssen, aber das war der schlechteste Kuss aller Zeiten! Hast du noch nie eine Frau geküsst?!". In der Tat bin und war ich immer etwas unbeholfen, was Annäherungen angeht. Diese Unsicherheit steigt nun im fortschreitenden Alter natürlich mangels Erfahrungen UND einiger weniger äußerst negativer Erfahrungen weiter an. Während ich in Gesprächen selbstbewusst wirke, bin ich bei Annäherungen sehr unsicher. Ich beschloss daher nach jenem äußerst demütigenden Erlebnis, meine Jungfräulichkeit anzusprechen, wenn es denn "drohte", intim zu werden. Leider erhielt ich im Zuge dessen gleich drei Körbe, auch wenn es vorher lief. "Tut mir leid, aber so etwas ist bei Männern der absolute Abtörner... Ich kann mich auf keinen Mann einlassen, der keine Ahnung hat, wie er eine Frau zu berühren hat." Dies musste ich mir in einem Fall anhören. In den anderen beiden Fällen zog meine Beichte Verwunderung auf sich und das amouröse Interesse ließ sichtlich nach.

2.) Natürlich ist es jedoch nicht so, dass nun alle Frauen mich nur aufgrund meiner fehlenden Erfahrung abweisen würden. Es ist vielmehr so, dass immer mindestens eines der folgenden angeblichen "Defizite" dafür sorgt, dass das Interesse bei Frau schwindet. Es sind allesamt Defizite, die nicht direkt mit meinem Charakter, meiner Persönlichkeit zu tun haben. Und das finde ich dann doch ziemlich erschreckend.
Ich habe vor, so lange wie möglich weiterzustudieren. Ich schließe nicht aus, früher oder später einen Sprung ins stete Berufsleben zu wagen, doch derzeit scheint es mir unwahrscheinlich. Ich bin wissbegierig und möchte noch zahlreiche Fächer studieren, koste es, was es wolle, und mein jeweiliges Studium, sofern möglich, erfolgreich abschließen. Meinen Lebensunterhalt sichere ich mir seit Jahren durch mehrere Nebenjobs. Natürlich bin ich mir der Tatsache bewusst, dass ich im Alter – wenn überhaupt – lediglich auf den Grundsicherungsbeitrag zurückgreifen kann und mir sicher kein materiell luxeriöses Dasein bevorsteht. Dies nehme ich für die Verwirklichung meiner Lebenskonzeption in Kauf. Bei "Dates" bzw. beim Kennenlernen einer Frau teile ich ihr meine Pläne stets mit. Natürlich wäre es aus taktischen Gesichtspunkten sinnvoller, es ihr vorzuenthalten, aber ich möchte mit meiner Lebenskonzeption akzeptiert werden. Die Offenheit bezüglich meiner Zukunftspläne sehe ich auch als kleinen Test an. Leider fällt dieser fast immer negativ aus. Die Reaktion reicht von völliger Entgeisterung und Sprachlosigkeit über abschätzige Bemerkungen bis hin zu Empörung und Vorwürfen. In jedem Fall liegt obendrein eine Unvereinbarkeit mit den Familienplänen einiger Damen vor.

3. Aufgrund der geringen Distanz zwischen meinem Elternhaus und der Uni, an der ich zurzeit studiere, sowie meines nicht sonderlich üppigen Gehalts lebe ich eben noch zuhause. Ich habe auch nicht unbedingt vor, in den nächsten Jahren auszuziehen. Das Verhältnis zu meinen Eltern ist gut, ich verfüge über meinen eigenen privaten Bereich und bringe mich im Haushalt mit ein. Ständig muss ich mir aufgrund meiner fehlenden Auszugspläne jedoch Vorwürfe und abermals abschätzige Bemerkungen gefallen lassen (was ich mir im Grunde jedoch nicht gefallen lasse). Man mag diese Tatsache abtörnend finden, aber man kann mir sicherlich keinen moralischen Vorwurf machen, zumal ich noch nicht einmal (ausschließlich) dem deutschen Kulturkreis entstamme. In meiner zweiten Heimat ist eine langandauernde Wohngemeinschaft aus Eltern und Kindern völlig alltäglich. Ich denke auch, dass ich rein theoretisch nach kurzer Zeit meinen eigenen Haushalt schmeißen könnte und mir (noch) fehlende Kompetenzen rasch aneignen würde.


Warum habe ich diesen Thread nun erstellt? Ich hoffe klammheimlich, dass meine latente Frauenverachtung, die sich über die Jahre hinweg so herausentwickelt hat, dem Erdboden gleichgemacht wird. Dass mir gezeigt wird, dass nicht alle Frauen mich als minderwertig ansehen (so fühle ich mich nämlich nicht), weil mir ein ewiges Studentendasein vorschwebt, weil ich in Bezug auf einen einzigen Lebensbereich eine Unselbstständigkeit an den Tag lege (schmeiße eben keinen eigenen Haushalt) oder weil ich bisher Jungfrau bin. Dass es noch Charaktere gibt, die sich nicht steif an gesellschaftlichen Normen orientieren, sondern tolerant sind, selbstironisch sind, Individualität schätzen und gleichzeitig nicht zu dogmatisch daherkommen.

Es kann doch nicht sein, dass Frauen und meine Wenigkeit grundsätzlich inkompatibel sind????? Es scheint mir inzwischen fast so.
 
Danke für deinen Beitrag! Leider kann ich ihm nicht viel abgewinnen...

Ich leide zwar seit einigen Monaten unter Depressionen (multifaktoriell bedingt) und habe auch größere Probleme mit einigen Eigenschaften von mir; aber nein, ich bin garantiert nicht unzufriedener mit mir selbst als die meisten Leute, die dort draußen so herumlaufen und strahle dies erst recht nicht aus. Im Gegenteil: Ich bin eben bedingt durch meine Entwicklung zu Schulzeiten ziemlich selbstbewusst und habe klare Ziele. Ich selbst kann mich hervorragend mit meinem Lebensstil, meiner Lebenskonzeption arrangieren. ANDERE können es nicht und bezeichnen mich wahlweise als Gammler, Muttersöhnchen, Vagabund, Parasit, ewige Jungfrau usw. Mir schwebt kein geregelter Job als Angestellter der Firma XY vor. Ich will mich weiterbilden. Ich will auch mit Anfang 30 noch studieren. Ich habe (erstmal) noch nicht vor auszuziehen. Ich schäme mich nicht für mein jungfräuliches Dasein.
 
Ich habe vor, so lange wie möglich weiterzustudieren. Ich schließe nicht aus, früher oder später einen Sprung ins stete Berufsleben zu wagen, doch derzeit scheint es mir unwahrscheinlich. Ich bin wissbegierig und möchte noch zahlreiche Fächer studieren, koste es, was es wolle, und mein jeweiliges Studium, sofern möglich, erfolgreich abschließen. Meinen Lebensunterhalt sichere ich mir seit Jahren durch mehrere Nebenjobs. Natürlich bin ich mir der Tatsache bewusst, dass ich im Alter – wenn überhaupt – lediglich auf den Grundsicherungsbeitrag zurückgreifen kann und mir sicher kein materiell luxeriöses Dasein bevorsteht. Dies nehme ich für die Verwirklichung meiner Lebenskonzeption in Kauf. Bei "Dates" bzw. beim Kennenlernen einer Frau teile ich ihr meine Pläne stets mit. Natürlich wäre es aus taktischen Gesichtspunkten sinnvoller, es ihr vorzuenthalten, aber ich möchte mit meiner Lebenskonzeption akzeptiert werden.

Du erklärst viel zu viel, wie anstrengend.
Fettgedruckt: ja, das ist absolut abtörnend. Stell dir vor, eine Frau erzählt dir beim ersten Date diese ganze Litanei vom Kennenlernen bis zum Sterben, vom Wunschgeschlecht der Kinder, Soll-Gehalt des Ernährers, gewünschte Bestattungsart nach dem Ableben, wo im zukünftigen Zuhause was stehen soll und welche Farben die Gardinen haben müssen...wie unsexy.
Klärt bei ersten Dates doch einfach mal, ob ihr euch sexuell anziehend findet und euch symphatisch seid, ob ihr miteinander lachen könnt.
 
Du erklärst viel zu viel, wie anstrengend.
Fettgedruckt: ja, das ist absolut abtörnend. Stell dir vor, eine Frau erzählt dir beim ersten Date diese ganze Litanei vom Kennenlernen bis zum Sterben, vom Wunschgeschlecht der Kinder, Soll-Gehalt des Ernährers, gewünschte Bestattungsart nach dem Ableben, wo im zukünftigen Zuhause was stehen soll und welche Farben die Gardinen haben müssen...wie unsexy.
Klärt bei ersten Dates doch einfach mal, ob ihr euch sexuell anziehend findet und euch symphatisch seid, ob ihr miteinander lachen könnt.

deinem Punkt schließe ich mich an. Mich schreckt das auch ab, wenn jemand beim ersten Date schon fünf oder sechs Schritte weiter ist als ich. Wegen so was habe ich einer Reihe von Männern bereits eine abfuhr gegeben. Kinderwunsch Diskussion nach 30 Minuten zum Beispiel.... Lol.... Das geht gar nicht!

Warum kann man so was nicht mal unverkrampfter und ohne direkt einen Status aufzudrücken, angehen?
 
Warum werde ich hier gleich abgestempelt?

Ja, ich erkläre hier viel, weil ich hier MEIN Problem schildere und die Frustration, die sich mit der Zeit angesammelt hat. Ich musste all das, was sich über die Jahre angestaut hat, mal von der Seele schreiben. Daraus mit Sicherheit schließen zu wollen, dass ich es auch im Alltag tue, ist doch Quark. Ich bin keiner, der zu ausschweifenden Monologen neigt.

Eure Interpretationen meiner Ausführungen gehen viel zu weit und entbehren irgendwie jedweder Grundlage.

Nein, ich bin beim Kennenlernen nicht schon drei oder sechs oder zehntausend Schritte voraus. Nein, ich plane nicht mit einer Frau schon meine gemeinsame Zukunft, wenn wir noch nicht einmal zusammen sind.

Ich stelle hier mal exemplarisch den Verlauf (bzw. den Zeitpunkt des Wendepunktes) eines Dates dar. Ja, ich teile ihr von meinen Plänen mit, weil es sich quasi zwangsläufig ergibt, wenn mich jemand nach meinem Beruf fragt. Das passiert üblicherweise beim ersten Date.

Sie: "Und, was machst du eigentlich so beruflich? Studierst du noch?"
Ich: "Ja, ich studiere noch... Mache momentan meinen Bachelor in Politikwissenschaft."
Sie: "Ah, okay... Deinen Bachelor? Du bist ja schon 26. Was hast du vorher gemacht?"
Ich: "Nach meinem Abi habe ich erstmal Zivildienst geleistet, dann war ich ein Jahr im Ausland, anschließend habe ich meinen Bachelor in Philosophie und VWL erfolgreich abgeschlossen."
Sie: "Achso... Und wieso machst du nicht deinen Master in VWL oder Philosophie? Warum jetzt noch mal ein Bachelorstudium?"
Ich: "Naja, weil mich politische Zusammenhänge sehr interessieren und ich mein Wissen gerne vertiefen möchte."
Sie: "Und was möchtest du dann mal beruflich machen? Wann willst du denn endlich anfangen, richtig zu arbeiten?"

Das ist nun der Punkt, wo ich einfach erwidern könnte: "Naja, ich werde sicherlich bald einige Praktika absolvieren, um mich beruflich zu orientieren und dann möglichst noch vor meinem 30. Lebensjahr einen geregelten Job zu haben."
Stattdessen bin ich schlicht und einfach EHRLICH und sage:

"Das weiß ich selbst noch nicht so genau. Ich bin unglaublich wissbegierig und möchte mein Studium jetzt erstmal abschließen. Eigentlich möchte ich danach weiterstudieren. Ich könnte mir vorstellen, irgendwann einmal als Dozent tätig zu sein. Vielleicht studiere ich auch ewig weiter und jobbe nebenher. Mir schwebt da nichts Konkretes vor. Einen geregelten Job strebe ich jetzt erstmal nicht an."
Sie: "Kein stetes Berufsleben?? Aaaaha. Interessant."

Manchmal fallen die Erwiderungen auch deutlicher aus. Und wenn mal nicht an dieser Stelle Schluss ist, dann an eine der anderen zuvor bereits erwähnten.
 
Dir sieht doch keiner an, dass du noch Jungfrau bist, bzw. Jungmann 😉 und dass du noch nie eine richtige Beziehung hattest. Das ist auch nebensächlich, wenn man den Menschen vor sich wirklich gern hat, schätzt und interessant findet. Keiner stellt sich doch vor "Hallo, ich bin XY, ich bin noch total unerfahren und Jungfrau."

Du gehst zu sehr aufs Gas. Und deine mittlerweile prinzipielle Grundhaltung - deine Frauenverachtung - sind viel abschreckender, denn das strahlst du auch wahrscheinlich im Umgang mit Frauen aus.

Du solltest dir überlegen, eine Therapie zu besuchen. Das meine ich nicht, um dich lächerlich zu machen oder um dir eins reinzudrücken, sondern wegen diesen Wünschen hier:

Ich hoffe klammheimlich, dass meine latente Frauenverachtung, die sich über die Jahre hinweg so herausentwickelt hat, dem Erdboden gleichgemacht wird. Dass mir gezeigt wird, dass nicht alle Frauen mich als minderwertig ansehen (so fühle ich mich nämlich nicht), weil mir ein ewiges Studentendasein vorschwebt, weil ich in Bezug auf einen einzigen Lebensbereich eine Unselbstständigkeit an den Tag lege (schmeiße eben keinen eigenen Haushalt) oder weil ich bisher Jungfrau bin. Dass es noch Charaktere gibt, die sich nicht steif an gesellschaftlichen Normen orientieren, sondern tolerant sind, selbstironisch sind, Individualität schätzen und gleichzeitig nicht zu dogmatisch daherkommen.

Es kann doch nicht sein, dass Frauen und meine Wenigkeit grundsätzlich inkompatibel sind????? Es scheint mir inzwischen fast so.

Das Forum hier ersetzt keine Therapie. Es kann auch keine fachliche Hilfe bieten, die größere Probleme "dem Erdboden gleich" macht. Du kannst dich hier mit anderen austauschen, dich unterstützen lassen und Meinungen erhalten - aber wenn es dir wirklich schlecht geht und du einen großen Leidensdruck im Moment verspürst (und so scheint es mir zu sein), dann solltest du überlegen, eine Therapie anzufangen.
 
Ich bin ja sowieso der Meinung, dass wenn alles passt, man auch Unerfahrenheit nicht merkt... bzw. der Andere über Vieles auch hinwegsehen würde dann. Ginge zumindest mir so. 😱😱😱
 
Als Langzeitstudent, der sich mit Nebenjobs über Wasser hält und noch bei den Eltern wohnt, schindest du keinen großen Eindruck beim weiblichen Geschlecht. Ist vermutlich noch abturnender als deine Jungfräulichkeit.
Wäre vielleicht besser, wenn du dich in deinem Kulturkreis nach einer passenden Frau umschaust. Vielleicht sind die Frauen dort anspruchsloser.
Falls du Moslem bist, würde eine Muslimin eh besser zu dir besser. So könnt ihr euch in eurer Jungfräulichkeit die Hand reichen.
 
Als Langzeitstudent, der sich mit Nebenjobs über Wasser hält und noch bei den Eltern wohnt, schindest du keinen großen Eindruck beim weiblichen Geschlecht. Ist vermutlich noch abturnender als deine Jungfräulichkeit.

Länger zu studieren finde ich an sich nichtmal furchtbar schlimm, ich werde auch nicht in Regelstudienzeit fertig. Was ich eher irrtierend finden würde wäre eine Einstellung als wäre es ihm völlig egal ob und wann er sein Studium schafft. Sowas wirkt in der Tat unattraktiv. Gepaart mit der vollständigen Lebensplanung beim ersten Kennenlernen ist es nicht ganz verwunderlich,dass keine anbeißt.
Ich würde auch empfehlen die Zielgruppe zu wechseln und sich eine Partnerin zu suchen, die ebenso mit dem Erwerbsleben nichts anfangen kann. Dass jemand, dem ein Beruf ist wichtig und eventuell später Familie haben will mit einem (freiwillig) ewigen Studenten nichts anfangen kann, ist ja schon verständlich! Also wäre es besser sich eine zu suchen, die auch keinen Bock aufs Arbeiten hat. 😉
 

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