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18 Jahre kein Kontakt zum Vater - mein größter Fehler

1. Sie kann in guten Phasen eine herzensgute Frau sein. Aber in schlechten Phasen extrem.
2.Todesfälle, Unterhaltsprobleme, stetige Krankheit.

1. Ja das stimmt, so sehe ich das auch. Meine Mutter würde für mich ihren letzten Pfenig opfern, ist sehr fürsorglich und auch lieb. Aber wenn sie nervös (leider ohne vorankündigung) wird, dann möchte man nur weit weglaufen.

2. Ja, das alles habe ich schon als Kind (unter 10) gehört! Probleme.... Probleme der Beziehung... Geldprobleme...einfach alles. Alles dinge, die Kinder nicht hören sollen. Höre aber all das heute immer noch!
Sie erzählt mir sogar all die Probleme mit ihrem lebenspartner. Das sie am liebsten (bereits 20.tausend mal gesagt) von ihm trennen will, dann die geldsorgen um das Haus usw...

Und rein von der Verwandschaft (Mama, Oma, Tanten) höre ich, egal wann ich da bin, es ist schon vorprogrammiert: Probleme (die keine sind), Krankheitsgeschichten (von bekannten, fremden), Todesfälle (von fremden), Friedhofsgeschichten, alles immer der selbe mist und nur negative sachen.

Das einzige was ich an meiner Mama nicht mag, das sie damals diesen Lebenspartner nicht verlassen hat.
Den er hat mir noch zuhause (als mein vater ausgezogen war), in seiner Wohnung, in unserer gemeinsamen und in dem Haus immer wehgetan und das mit unrecht. Einmal (im Haus) stellte ich mich ihm, indem ich ihm meine Meinung sagte. Ihm hat es nichtmal gejuckt, da er sturr ist. Die sturre Seite sah meine Mutter zwar irgendwann auch - aber trotzdem lebt sie noch mit ihm zusammen.

Seitdem gehe ich diesem Mann aus dem weg. Da er für mich rein garnix bedeutet und ich mich mit ihm auch nicht unterhalten möchte. Außerdem ist das ausdemweg gehen für mich immer schutz gewesen.


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Ja mein Vater ist schon sehr wertvoll. Aber trotzdem bekam ich eines Tages Angst vor ihm.
Zuerst war es ja die Situation der Scheidung. Er war auf einmal weg. Ein neuer Mann war da. Dann das ganze gerede, ach er "Holte sich immer das Geld zurück, wenn ihr einen Ausflug gemacht habt" oder "Er hat sich nie für dich interessiert" usw usw.

Dann bekam ich eines Tages irgendwie Angst vor ihm. Obwohl er mich nie geschlagen hat. Ich kann mich daran nicht erinnern.

Aber ich sah in ihn eines Tages den schuldigen für alles. Obwohl meine Mutter ja fremd ging (sie nahm mich übrigens immer mit)

Ich erinnere mich aber daran, das mein Vater mal verzweifelt war und mich mit nahm, als er zu den besten Freundinnen ging und nachfragte, wo meine Mutter sei. Das war nicht gut, also das er mich da mit nahm.

Woran ich mich auch noch erinnere, das war ein Streit zwischen beiden. Ich saß mit meiner Mutter vor der Tür in meinem Zimmer und er wollte rein. Ich meine sogar, das meine Mutter mir, in diesem Moment von der Scheidung erzählte. Ich weiß es nicht.

Getrunken hat mein Vater allerdings nie. Das weiß ich auch von meiner Mutter.
Aber es gab eine Zeit, das ihr Lebenspartner getrunken hat. Da erinnere mich noch an die Geschichte an Weihnachten, wo er mich am liebsten aus dem Auto zerren wollte. Er zog immer an dem Gurt. Ab da machte meine Mutter es aber richtig, da sie ihn aus dem auto ließ...und die Verwandschaft stand auch zu mir, indem sie sagten, der soll sich noch einmal bei uns blicken lassen.

2 Wochen später, fragten sie aber, wie es ihm geht...und alles war vergessen.
Das löste glaub die deprissionen oder das fehlende vertrauen aus.

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Gestern habe ich mir wieder sehr viele Gedanken um den Brief gemacht. Mein Mut hat mich wieder verlassen.....
ich träumte das ich bei der Post anrief und bat, das sie den Brief zurück nach mir senden. Ich weiß zwar nicht ob das per einschreiben möglich ist. Aber mein innerstes hielt mich (nach dem traum) am tag davon ab.

Trotzdem habe ich sehr große Angst, auf das erste treffen.

Ich weiß nicht. Aber ich habe Angst meinem Vater in die augen zu schauen und wie er nun aussieht.


Und damals hatte ich sogar auch große Angst vor ihm. Als Person. Obwohl er mir ja nie etwas tat......
Aber ich hatte auf einmal Angst vor meinem eigenen Vater. Und er wurde mir dann fremd.

Ich erinnere mich an einem polter abend. es hieß "Dein Vater ist da" und schon löste es panik und angst aus. Ich lief in dem Wald und versteckte mich.

Wenn es nur gute tricks und tipps zum überwinden der angst gebe?

Und woher kommt diese angst? Er tat mir ja nichts.

Zu dem lebenspartner (zurecht!!!) habe ich ja auch die gleiche angst. Allein würde ich schon panik bekommen, wenn ich mit ihm in einem raum wäre.

Außerdem mache ich mir wieder Sorgen/Gedanken um meine Wohnung und welche Stadt. Sonst konnte ich mich nicht zwischen stadt a (Oma, vater) und b (mama) endscheiden. Wenn die Gefühle zu meinem Vater genauso groß wie bei meiner mutter werden, dann kann ich mich garnicht endscheiden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mein Vater hat heute den Brief erhalten, da er mir um 11.20 auf mein Handy gesprochen hat.

"Hallo Papa hier, geh doch mal ran und lass das Handy an"
Er hörte sich etwas traurig an. Aber es hörte sich auch so an, das er böse ist. Da mein Handy aus war.

Als ich seine Stimme hörte. Klang es so vertraut. Auch so, als ob wir täglich telefoniert hatten.

Doch jetzt trau ich mich nicht zurück zurufen. Ich habe sehr großé Angst. Alleine das telefonieren..... da bin ich immer schüchtern und bekomme keinen Ton heraus.

Und wie soll ich mich verhalten?
gegenüber meiner Oma rede ich immer kindisch. Da sie mich auch so hält. Bei meiner Mama normal.

Hab auch Angst vor diesem erst Kontakt. Da sich mein Leben danach doch schon verändern könnte...

Aber das er um 11.20 schon angerufen hat, wundert mich doch schon sehr. Den wir bekommen die Post in der Regel um 1 Uhr.

Und das er so früh den Brief gelesen hat und schon angerufen hat, bedeutet doch, das er es garnicht ausgehalten hat, anzurufen.

Ich hätte erst einmal den Brief mehrmals durchgelesen und gewartet
 
wenn du schon den mut gefunden hast, den brief abzuschicken, dann geh jetzt auch an dein handy.
oder ruf deinen vater zurück.
 
vor mir liegt mein handy. Ich drücke auf den Kontakt "Papa" und dann trau ich mich nicht auf das telefonzeichen zu drücken. es vergehen wieder sehr viele minuten, wie bei dem brief...und dann traute ich mich....

aber dann kommt der mailbox ton.....

und nun muss ich mich noch einmal überwinden. ist doch zum verrückt werden.
 
vor mir liegt mein handy. Ich drücke auf den Kontakt "Papa" und dann trau ich mich nicht auf das telefonzeichen zu drücken. es vergehen wieder sehr viele minuten, wie bei dem brief...und dann traute ich mich....

aber dann kommt der mailbox ton.....

und nun muss ich mich noch einmal überwinden. ist doch zum verrückt werden.

nicht aufgeben. versuche weiter, deinen vater zu erreichen.
 
das ist eine schöne nachricht, wenn dein vater sich umgehend auf deinen brief gmeldet hat.

versuche unbedingt weiter ihn zu erreichen.
 
Ich habe mich getraut und wir haben eine stundelang gesprochen.
Das erste was er mir sagte "Na mein Jung", das hat er mir damals als Kind immer gesagt. Wir haben sehr viel über damals gesprochen.

Und er sagte mir auch, das ich keine Angst haben soll. Da er weiß, das meine Angst von der Scheidung her kam. Und auch von dem Lebenspartner.
Er merkte das ich auch kein selbstbewusstsein habe.

Er erzählte mir sehr viel aus seinem Leben. Das es Dinge (krankheitsbedingt) gibt, die er mir persönlich sagen möchte. Ich glaube, da kommt noch was auf mich zu.

Er erzählte auch, das meine Mutter und derren Verwandschaft mich immer beeinflusst hat. Aber auch, das er eines Tages die Hoffnung (doch) aufgab, mir zu schreiben. Da er sagte, das ich alt genug bin und irgendwann reif bin, das ich mich melde. Aber er dachte, das es so ab 18 ist und nicht mit 31....

Er erzählte mir aber dann auch, das sein größter Fehler gewesen ist, das er meine Mutter geheiratet hat. Da er danach nur Schulden gehabt hat, von Anwälten usw...

Das sind aber für mich alles dinge, die zwischen ihm und meiner Mutter gelaufen sind. Und nicht zwischen mir und ihm.

Am ende hat er geweint. Und sgate, das er mich gerne treffen will. Nur ich soll auch den Mut haben. Da er mir nie böse war.
Er gab mir im Gespräch so Väterliche Tipps, die ich eigentlich nie gehört habe.


Ich persönlich habe es endlich geschafft, mich mit mit meinen Vater wieder zur versöhnen. Nach sovielen Jahren.
Und ich bereue es sehr, das ich es erst nach 18 Jahren geschafft hab.

Da ich nicht weiß, wieviel Zeit ich noch habe.
Hab aber auch das Gefühl, das es nur bei einem treffen bleiben wird.... es hörte sich so danach an
 
ich musste heulen als ich das gelesen habe. das ist so schön. laß nicht zuviel zeit bis zu eurem treffen verstreichen.
 
Das ist sehr schön, dass es zu dem Gespräch gekommen ist. Und dem jetzt persönliche Treffen folgen werden. Das ist die Chance für Euch beide.

Du schreibst:

Ich persönlich habe es endlich geschafft, mich mit mit meinen Vater wieder zur versöhnen. Nach sovielen Jahren.
Und ich bereue es sehr, das ich es erst nach 18 Jahren geschafft hab.

Da ich nicht weiß, wieviel Zeit ich noch habe.
Hab aber auch das Gefühl, das es nur bei einem treffen bleiben wird.... es hörte sich so danach an


Bleib doch erst einmal in der Gegenwart, und freue Dich darüber, lass die Reue jetzt und steh Dir nicht selbst im Wege, die Zeit ist vergangen, die Jahre vorbei und Du kannst die Zeit nicht zurückdrehen. Jetzt beginnt Teil 2 und nimm es auch in Deine Hände.
Und warte doch erst einmal das Treffen ab und mach Dir nicht so viele Gedanken, was kommen wird für Dich und für Deinen Vater.

Viel Glück und alles Gute
 
Hey, ich freue mich total mit dir, dass der Kontakt so schnell zustande kam und dass du es geschafft hast, deinen Vater zurück zu rufen. Wenn du wirklich befürchtest, dass deinem Vater nicht mehr viel Zeit bleibt im Leben, dann schiebe ein Treffen nicht zu weit hinaus. Nimm dir recht bald Zeit dafür.
 

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