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18 Jahre kein Kontakt zum Vater - mein größter Fehler

Ich habe auch wieder Kontakt zu meinem Vater. Bei mir ist es länger her, daß der Kontakt abgebrochen war. Wir hatten 30 Jahre keinen Kontakt. Ich hatte ihn genau wie Du im Zusammenhang mit der Scheidung abgebrochen. Es war allerdings eine sehr schmutzige Scheidung mit Drohung, Erpressung, Gewalt etc... Es hat lange gedauert, bis ich aus meinem Schwarz-Weiß-Denken Vater Schuld, Mutter nicht rausgefunden habe. Ich hatte auch viele Jahre Angst vor ihm. Nicht grundlos. Aber ich bin auch sehr froh, daß ich es geschafft habe, den Kontakt wieder aufzunehmen.

Ich verstehe, daß Dir das so unwirklich vorkommt, daß all die Jahre dazwischen liegen und eine Kontaktaufnahme wie eine unüberwindliche Hürde erschien, obwohl es jetzt doch so einfach ist. Daß Dir das vielleicht auch als verlorene zeit erscheint.

Aber wir sind verletzte Kinder. Es ist schwer für uns. Wir waren überfordert. Und wir haben uns geschützt. Sei gnädig mit Dir und bewerte Dich nicht.

Genieß die Zeit. Und das Zusammensein. Aber habe nicht zu hohe Erwartungen. Es wird auch nicht immer alles nur gut sein. Es wird normal sein. Ich bin auch unendlich dankbar, daß endlich wieder Frieden, Verständnis und Verbindung entstehen durfte.

Es brauchte eben die Zeit, die es brauchte, bis es wieder so sein kann.
 
Hallo das freut mich für dich.

Ja so wie Du das beschreibst, das wir als Kind überfordert waren (ich bekam sehr viel mit = finanzielle, das er das u jenes nicht zahlte...) so habe ich das noch nicht gesehen.

Durch den Kontakt zur meinem Vater wurde ich auch emotionaler. Uch kann jetzt wieder weinen u kann es rauslassen. Azf einmal ist sogar ein eigener Kinderwunsch da, selbst Vater zu werden. Sonst war ich alle Jahre gedanklich immer in meiner Kindheit = heile Welt, gefangen und die Realität/ Gegenwart ging an mir vorbei. Das einzigste wad mich an ihm sehr stört, das ist seine aufmerksamkeitsbezogene Lügerei.

Und wenn ich ihn darauf anspreche zB das ich mir Sorgen mache, das er soviel Fleisch ist (morgens, mittags, Abends1, Abends2 u zwischendurch) wird er patzig. Sagt Fleisch ist gesund, davon wird man nicht dick und sagt es kommt vom Diabetis/ wassertableten.

Er ist heute mehr als früher. Und das sieht man.

Und leider sage ich heute. Ich könnte mir diesen Mann an der Seite meiner Mutter nicht mehr vorstellen. Obwohl ich mir meine Eltern immer wieder gewünscht habe.

Aber auf dieser Seite versteh ich meine Mutter auch. Sie lag immer allein im Bett und er hörte bis in die Nacht (4-5Uhr) Musik.
Er sagt dann zu mir, das er immer getrennt geschlafen hat. Aber in wirklichkeit schöief er nur da ein bzw kam nicht ins Schlafzimmer.

Beide sind halt sehr verschieden.

Meine Oma traf ihn auch mal und sagte mir, das er sehr dick geworden ist. Als Frau sagt sie, das sie so einen Mann nicht an ihrer seite haben möchte. Deshalb denke ich, das meine Mama sich auch vielleicht nur geekelt hat

Ich merk es ja selbst an mir. Ich bin auch dick u weiß wie schwer es ist
 
Lieber Frage85,

laß die alten Geschichten ruhen. Du mußt nicht verstehen, was zwischen Deinen Eltern war und wahrscheinlich wirst Du es im Detail nie können. Es ist ihre Geschichte. Du siehst sie immer nur gefärbt durch ihren Blick.

Es gibt so viele Möglichkeiten: Dein Vater hat sich weggeträumt, wollte nicht zu Deiner Mutter ins Schlafzimmer. Er kann Angst vor ihrer Ablehnung gehabt haben. Sie kann ihn unbewußt auf Distanz gehalten haben. Aber sogar das Dicksein kann sein Schutz gewesen sein, daß er sie nicht an sich heranlassen muß. und er sie auf Distanz halten konnte. Vielleicht gab es noch ganz andere Geschichten und Gründe, die Du nie erfahren wirst, die sie selbst vielleicht nicht einmal im Zusammenhang erkennen, die dazu führten, daß eine Distanz entstand.

Aber es ist ihre Geschichte. Sie sind die Eltern. Es ist ihr Leid. Es sind ihre Entscheidungen. Es ist ihre Verantwortung. Und es sind auch ihre Geheimnisse. Die dürfen sie haben als Eltern. Die müssen sie vor Dir - nicht mal voreinander - offenlegen. Und das können sie oft auch gar nicht. Und deshalb entsteht der Eindruck, daß sie immer nur Halbwahrheiten sagen. Aber oft durchblicken sie selbst die Mechanismen nicht. Und das Leben ist kompliziert. Und jeder ist in seiner Sicht gefangen. Es ist nicht unüblich, daß zwei Eheleute eine vollkommen unterschiedliche Wahrnehmung ihrer Ehe und der Gründe für bestimmte Verhaltensweisen haben.

Du bist das Kind. Und Du entwächst diesen alten leidvollen Geschichten und gehst Deinen Weg.

Wenn Du abnehmen möchtest, dann mach das. Aber Du mußt es nicht, um Dein Glück zu finden. Es gibt viele dicke Menschen in glücklichen Paarbeziehungen. Es ist vielleicht schwieriger einen Partner zu finden, aber sagt nichts über dauerhaftes Glück aus.

Aber vielleicht schaust Du auch einmal, wo Dein Äußeres etwas mit der Sehnsucht und der Identifikation der lange abwesenden Vaterfigur zu tun hat.

Laß ihn sein Leben leben. Es ist seins. Laß ihn essen, was er für richtig hält. Laß ihn auch Unsinn reden, wenn er mag. Er ist nicht perfekt. Er macht bestimmt eine Menge unsinniger oder gar schädlicher Dinge. Aber er ist ein erwachsener selbstverantwortlicher Mann, der seine eigenen Entscheidungen für sein Leben trifft.

Und das bist Du auch. Lebe Dein Leben. Nimm Dir die Freiheit, Dich von den alten Geschichten zu befreien und Deine Eigenständigkeit zu leben. Dazu darfst Du dick oder dünn sein. Sei das, was Dir selbst gefällt und gut tut.
 
Ja das stimmt, es ist eine Sache zwischen ihm und meiner Mutter.

Allein der Lebenspartner meiner Mutter. Den gehe ich soviele Jahre aus dem weg, für mich exestiert er nicht und doch ist er immer Gesprächsthema gewesen. Selbst mein Vater ärgert mich damit. Indem er manchmal ihn andeutet u weiß das ich es nicht mag.

Meine Verwa. ist da noch ein Stück anders. Sie akzeptieren ihn. Obwohl er mich viele Jahre ohne Gründe geschlagen hat. Deshalb hab ich auch kein vertrauen.
Und dann ist da das ewige gepetzte, hinterm beisein. Das mag ich auch nicht.

Bin zu besuch bei Oma, schlafe gerne lange, steh um 9uhr auf. Dann kommt der Spruch " und du willst ein baby haben? Ne ne" ich werde immer kritisiert und das hasse ich.

Mich beschäftigt die Sache mit der Kindheit und des Vaterseins mom sehr. Ich fühl mich einsam. Hab abr keine frau und kann auch keine kinder zeugen. Werde dann trotzdem noch kritisiert.

Es war schon immer so. Selbst in der kindheit. Immer wurde ixh mit anderen verglichen . Ich soll doch so sein wie mein cousin (der nun vater ist) da er alles kann. Ob noten, schule, arbeit etc. Er steht immer im vordergrund. Auch der liebling von allen. Nur er selbst tut so wenig für die Oma. Ich dagegen kümmere mich immer um sie.

Aber es schätzt keiner. Mein vater sagt hier, das ich dazu nicht verpflichtet bin und sie mich nicht immer kritisieren sollen. Er sagt ich wäre eine Marionette.

Bestes beispiel vorgestern. Meine Tante ruft an. Wir sind in 30min da. Meine Oma wird nervös. Sagt beeil dich. Ich ziehe mir in dem mom die schuhe an und werde wieder kritisiert, wie langsam ich doch wäre. Dann war ich fertig u musste 5min auf sie warten. Unten standen wir dann ca 20min rum.
Und im Auto petzt sie dann wie langsam ich war u es gab keinen grund dafür
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe immernoch Kontakt zur meinem Vater und besuche ihn, soweit ich kann (in der Stadt bin, da er ca 80km von mir wohnt)

Er ist mir sehr ans Herz gewachsen. Genauso wie ich ihn damals als Kind in Erinnerung hatte. Ein sehr schönes Gefühl.

Für mich ist er auch wie ein guter Kumpel. Da ich mit ihm überalles reden kann.

Wir haben Weihnachten und Silvester ua zusammen vollbracht oder sind auch schon wo hingefahren.

Seit Sept tel. ich auch tägl mit ihm. Urgendwie ist es komisch. Das ich all die Jahre keinen Kontakt und das ich Angst vor ihm hatte. Obwohl er mir nie was tat



Ihr habt noch die Chance. Nutze sie. Wieviele Menschen haben die nicht mehr, weil einer verstorben ist. Doch das begreifen junge Menschen oft leider nicht oder zu spät....
 

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