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1 800 Euro privat verliehen

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 126016
  • Datum Start Datum Start
Manche Menschen schaffen es einfach nicht, dass sie "Geld haben". Wenn sie nicht betrügerisch agiert und zu diesem Kreis gehört, was soll sie denn machen? Natürlich ist das nicht in Ordnung, aber wie Du vorgegangen bist @dirk_e ist es auch nicht. Solche Vereinbarungen macht man IMMER gleich schriftlich und legt auch den "worst case" fest. Aber das ist eben Lehrgeld und bleibt niemandem erspart, mir auch nicht. 50,-€ monatlich kann für sie vielleicht unmöglich sein. Manchmal hilft Geduld und nicht zu viel Druck.
 
Liebe(r) Te,

ich habe leider keinen brauchbaren Tipp für dich, aber deine Geste finde ich sehr bewunderswert. Hoffentlich behälst du diese schöne Eigenschaft.

Ich habe in diesem Forum auch mal Geld verschenkt, da die Person sonst kein Geld für Essen hätte.
Ja, Menschen können einem enttäuschen. Daher erwarte ich auch nicht mir gegenüber Dankbarkeit bei so einer Geste. Ich helfe, wenn ich will und kann. Es könnte helfen nur Geld zu verleihen, wenn du tatsächlich auch auf die Summe notfalls verzichten kannst oder biete eine andere Form von Hilfe an, z.B. Lebensmittel selbst kaufen?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, Menschen können einem enttäuschen. Verleihe nut Geld, wenn du tatsächlich auch auf die Summe verzichten kannst oder biete eine andere Form von Hilfe an, z.B. Lebensmittel selbst kaufen?

Cleverer ist es natürlich einen vernünftigen Vertrag aufzusetzen.
Ob man auf das Geld verzichten kann oder nicht, macht es ja leider nicht besser am Ende enttäuscht zu werden. Und wenn der TE keine Kohle bis zum abwinken besitzt, und diesen Eindruck macht er nicht, ist es auch nie so als könne man auf Geld verzichten. Davon kann man heutzutage nämlich nicht genug haben.
 
Die Person (Kellnerin) war in finanzieller Not:
Beerdigung der Mutter
O-Ton: ich habe für den Rest des Monats nichts zum Essen.
Schufa Eintrag - Probleme mit einer Rechnung

Ich werde es dir zurückbezahlen - ich verspreche es.
Es gibt keine schriftliche Vereinbarung und keine Zeugen.

Das Geld ist wohl weg - oder seht ihr da noch eine Möglichkeit?
Das klingt so, als wäre Geld nicht nur kurzfristig, sondern grundsätzlich ein Problem bei ihr. Dann wird es aber auch schwierig mit der Rückzahlung, auch wenn sie tatsächlich vorhatte, das Geld zurück zu zahlen.
50,-€ monatlich sind viel Geld, wenn jemand finanzielle Probleme hat.

Vielleicht kannst du sie mal persönlich ansprechen und einen niedrigeren Betrag, vielleicht 20,-€ monatlich, vorschlagen? Es dauert dann zwar ewig, bis du dein Geld zurück bekommst, aber immer noch besser, es dauert lange, als dass gar nichts mehr kommt.

Habt ihr anfangs, als du ihr das Geld gegeben hast, irgendetwas dazu vereinbart, wie sie dir den Betrag zurück zahlt?
 
Sie zahlt 800,-- Euro Warmmiete.
Ihr Einkommen liegt (je nach Anzahl der Arbeitstage) bei ca. 1 600 - 1800 Euro in der Gastro.
Da sollten 10 Euro Anstandsrate im Monat möglich sein.

Sie hat meine E-Maiil / meine Telefonnummer /wir wohnen 900 Meter auseinander.
Da sollte eine Kommunikation möglich sein.

Ihr ist klar das sie ihr Versprechen gebrochen hat.
 
Für mich gibt es nur zwei Arten von Menschen:

Menschen, denen ich nie im Leben Geld leihen würde. Das sind fast alle.

Und Menschen, denen ich Geld leihen würde. Das sind Menschen, die sind mir so wichtig, dass ich ihnen das Geld dann schenken würde, wenn sie es wirklich dringender benötigen als ich.

Das habe ich einmal gemacht, mit einem sehr wichtigen Menschen, und ich habe es nie bereut. Ohne ein Wort gab sie mir das Geld, als die Notlage vorbei war, zurück, obwohl es ausdrücklich nicht geliehen war.

Du kannst nur ein tun: daraus lernen.
 
Ich lebe nach einem Sprichwort:

Verleih nie Geld was du nicht bereit bist, zu verschenken.

Wer mir nicht wichtig ist, dem leih ich nichts. Und wer mir wichtig ist, ehrlich gesagt keine Ahnung ob da Rechnungen noch nicht beglichen worden sind, weil ichs mir nicht merke.
 
Ach ja, größere Summen überweise ich in der Regel. Und schreibe in den Verwendungszweck immer noch "LEIHGABE" oder "GELIEHEN" dazu. Sodass man schon daran erkennen kann, dass das nicht als Schenkung gedacht war. Man muss grundsätzlich einen Zettel unterschreiben, auf welchem steht, welche Summe geliehen wurde und in welcher Form es zurückgezahlt werden muss (ab wann, welche Raten), erst recht bei Bargeld (zumindest wenn es mehr als 50€ sind).

Denn auch wenn ich nur Geld verleihe, das ich auch verschenken würde, so sehe ich das als gute Absicherung. Etwa falls ich mitkriege, dass eine vermeintlich gute Freundin zwar gerne Geld bei mir "borgt", hinter meinem Rücken aber in einer Tour über mich herzieht. Dann werde ich schon ungemütlicher und will das Geld eben nicht vergessen. Und auch, weil sich das Vorhandensein eines solchen Zettels gefühlt etwas auf die Rückzahlmentalität auswirkt. Wenn man weiß, dass Beweise vorliegen, mit welchen man auch einen Titel erwirken kann, zahlen manche eher zurück als wenn sie darauf pokern, das Geld als "das hat sie mir geschenkt" oder "welches Geld?" auszugeben.
 

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