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Ich schaffe es nicht, mich von den Erwartungen anderer zu lösen – wie geht ihr damit um?

Moment mal.

Du lässt dir die WG, die du toll gefunden hättest, von deinen Eltern ausreden, ziehst in eine Wohnung und bist deswegen traurig?

Und du scheust davor zurück, dir einen Job zu suchen, um dir eben diese Wohnung leisten zu können, um deine Eltern öfter sehen zu können?

Zusammen mit dem, was du anfangs berichtest, sehe ich bei dir klare Indikationen für eine Betreuung im Alltag. Und für einen Neuanfang irgendwo fernab deiner Eltern.
 
Wenn deine Eltern sich für dich schämen, dann ist das einzig und allein ihr Problem!
Für mich liest es sich nicht nach Scham, sondern nach Sorge.
Ich möchte noch einmal kurz daran erinnern, dass es sich um einen Asperger-Autisten handelt und dass Eltern sich naturgemäß mehr Sorgen machen als um ein Kind ohne Neurodiversität und Probleme im sozialen Bereich.
Es bringt überhaupt nichts, dem TE immer wieder unter die Nase zu reiben, er sei "nicht abgenabelt".
 
Wieder hast du deine Elterngötter dein Leben bestimmen lassen. 0,0 Fortschritt. Tragisch, wirklich.
Was soll ich machen, wenn mir implizit eingeredet wird, dass meine eigenen Entscheidungen immer verwerflich sind und ich besser hätte, mehr auf sie zu hören.
Meine Mutter hat mir das letzte Mal bei einer Radtour eingeredet, ich würde sie bewusst quälen, obwohl ich überhaupt keine Ortskenntnisse hatte. Ich hätte lieber sie entscheiden lassen sollen, sie kann aber keine Karten lesen. Durch mein Studium muss ich in solchen Dingen immer direkt für sie Verantwortung übernehmen.
 
Ich möchte noch einmal kurz daran erinnern, dass es sich um einen Asperger-Autisten handelt und dass Eltern sich naturgemäß mehr Sorgen machen als um ein Kind ohne Neurodiversität und Probleme im sozialen Bereich.
Es bringt überhaupt nichts, dem TE immer wieder unter die Nase zu reiben, er sei "nicht abgenabelt".
Ein bisschen mehr Sorgen machen, ok, geschenkt. Aber ich empfinde die Eltern als übergriffig und den TE als komplett passiv - und das ist einfach keine natürliche Konsequenz aus der Asperger-Diagnose. So ein elterliches Verhalten, so nachvollziehbar es im Kern sein mag, führt gerade dazu, dass das "Kind" noch mehr Probleme hat, selbstständig zu werden, als ohnehin schon. Ich bin meinen Eltern jedes Mal, wenn dieser Thread aufploppt, sehr, sehr dankbar, dass sie mich nicht so eingeengt und bevormundet haben.
 
Ende April bin ich aus meiner WG rausgeschmissen worden bzw. gebeten worden zu gehen. Die Gründe dafür sind vielfältig, lassen sich aber zum größten Teil auf Kommunikationsprobleme und unterschiedliche Lebensrealitäten zurückführen.
Waa genau ist denn da vorgefallen? Du wirst doch sicher deine Miete gezahlt und auch niemanden belästigt oder aktiv gestört haben dort.

Haben sie sich direkt gebeten zu gehen, oder war das deine Schlussfolgerung, dass die das wollen oder hast du selbst entschieden ich muss da weg?

Herumschreien, sich gegen den Kopf schlagen oder strangulieren klingt sehr besorgniserregend. Da warst du sicher überfordert mit der ganzen Situation. Es klingt aber so, das der Zustand dann länger anhielt, stimmt das?

Die kleine eigene Wohnung finde ich jetzt keine so schlechte Idee. In der anderen WG kann auch wieder dieses und jenes passieren, du kennst die Leute dort ja nicht.
 
Waa genau ist denn da vorgefallen? Du wirst doch sicher deine Miete gezahlt und auch niemanden belästigt oder aktiv gestört haben dort.
Ja.
Problem war:
1. Die anderen waren unzufrieden mit der Art und Weise, wie ich geputzt habe. Man hat anscheinend nicht gesehen, dass geputzt worden ist.
Es kam dabei auch zu Missverständnissen, zum Beispiel habe ich die Küchengeräte nach dem Abwischen der Arbeitsfläche wieder an ihren Ort zurückgestellt. Es hat dann so ausgesehen, als hätte ich gar nichts gemacht. Ideal wäre gewesen, die Geräte noch einige Zeit auf einer anderen Fläche stehen zu lassen, damit jeder sieht, dass ich auch abgewischt habe.
Auch wusste ich nicht, ob ich ein halb leer getrunkenes Glas abräumen sollte oder es stehen lassen sollte. Hab eher zweiteres gewählt, in der Annahme, jemand würde es noch austrinken.
2. Ich habe mich nicht am WG-Leben beteiligt. Die Aussage dazu war "du bist irgendwie nie da". Ich habe nicht gekocht, weil ich mein eigen gekochtes Essen schlecht finde. Als ich doch mal gekocht habe, hat man das in der ganzen Wohnung gerochen und ich bekam prompt die Bemerkung. Ich wollte auch niemanden die Küche wegnehmen, der besser kochen kann als ich. Dazu kamen Bedenken wie ,,kaufe ich jetzt das richtige Putzmittel" oder ähnlich, weshalb ich das auch lieber sein gelassen habe.
3. Daraus resultierend hat sich dann Respekt vor meinen Mitbewohnern langsam in Richtung Angst entwickelt. Das Verhältnis zu meiner Mitbewohnerin galt seit Silvester als belastet, dazu hab ich aber einen eigenen Thread erstellt.

Haben sie sich direkt gebeten zu gehen, oder war das deine Schlussfolgerung, dass die das wollen oder hast du selbst entschieden ich muss da weg?
Sie sind mir zuvor gekommen.
Am Tag als sie es gesagt haben, haben sie ein dringendes Meeting einberufen. Da wusste ich was los war.
Es klingt aber so, das der Zustand dann länger anhielt, stimmt das?
Der Zustand hält bis heute an.
 
Wen fragst Du das? Du hast allein die Möglichkeit, das für Dich zu entscheiden. Interessiert mich, wieso entscheidest Du Dich nicht dagegen, auf Deine Elt*rn zu hören?
Wahrscheinlich aus moralischen Gründen. ,,du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren" und weil ich sehe, wie unsere Familie finanziell dasteht. Augenscheinlich müssen sie einiges richtig gemacht haben.
 

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