Dann präzisiere ich: Es ist schlicht nicht kontrollierbar, mit einem verhältnismäßigen Aufwand. Wie soll das gehen? Kinder ca. alle 6 Monate bei einer neu geschaffenen Behörde vorpinkeln lassen? 😀
Hört sich nach Big-Brother an. Aber auch ohne das, könnte man Eltern Vorsorgeuntersuchungen nahe legen, die zeigen ob das Kind durch Umweltgifte belastet ist. In den meisten Fällen würde sich dann zeigen, dass das Kind durch Passivrauchen geschädigt ist. Wenn ich mich recht erinnere, ist das bei der Hälfte der Deutschen Kinder der Fall.
Objektiv ist nur nachweisbar, dass das Kind sich dort aufgehalten hat, wo geraucht wurde.
Du unterschätzt die Möglichkeiten unserer modernen Technologie.
🙂😉
Man kann recht einfach nachweisen, ob in einem Rauch geraucht wird, oder nicht. Tabakrauch verschwindet ja nicht, sondern zieht in Möbel, Teppiche, Tabeten, Mauerwerk, etc. Das ist auch ohne grossen Aufwand messbar - unangenehm ist daran, dass die teerhaltigen Schadstoffe im Rauch fettlöslich sind und über die Haut aufgenommen werden. Drum ist es für kleine Kinder auch nicht gesund in Räumen zu spielen, in denen stark geraucht wurde.
...hört sich fast so an, als ob ich ein militanter Nichtraucher wäre. Tatsächlich hab ich aber mit Rauchern oder Nichtrauchern nicht viel am Hut. Ich hab nur immer wieder Studien über Umweltschadstoffe auf dem Schreibtisch und da fällt Rauchen so stark ins Gewicht, dass die Aufregeung über andere Schadstoffquellen schwer verständlich wird. Es ist eigentlich ziemlich schräg, wenn sich Raucher oder Passivraucher um Ozon, Autoabgase oder Blei in Wasserleitungen Gedanken machen.
PS
Von wegen Schutz der Privatspäre:
Ich hatte mal mit einer Bürgerinitiative zu tun, die wegen Schwermetallen in ihren Hausgärten auf die Barrikanden gegangen ist. Die Sache war harmlos und in keinster Weise ungesund - aber wenns erstmal so eine Initiative gibt, dann wird auch protestiert. Die Initiatorin hat mich dann bei einer stundenlangen Podiumsdiskussion gefragt, ob mir "die Gesundheit meiner eigenen Kinder auch so egal wäre". Ich hab mich zu der Gegenfrage hinreissen lassen, wie sie denn die Folgen ihres Kettenrauchens auf ihre Kinder einschätzen würde. Es gab einen Tumult in den Reihen der Bürgerinitiative: Wie ich mir denn anmaßen könnte, das Privatleben einer unbescholtenen Bürgerin zu bewerten....
Klar hatten sie Recht - das ging mich nix an. Aber in der Öffentlichkeit eine Bürgerinitiative gegen Umweltgifte anzuführen und im Privatleben die eigenen Kinder einzuqualmen, ist nun mal nicht gerade clever.