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Indios in Brasilien

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Ja, sie werden - zumindest die, die das Pech haben in Gegenden von Großgrundbesitzern zu leben - sicherlich abgemurkst. Wie alle Indianer übrigens. Aber sie sind - wenn vielleicht auch auf sonst nichts - auf den Tod sicherlich besser vorbereitet als ein Mitteleuropäer.
Und aussterben werden sie ( frei nach House ) so oder so.

Warum sollte man ihnen denn dann den Kontakt zur Außenwelt vorenthalten?
Meinst Du nicht, dass sich einige von ihnen, wenn sie die Wahl hätten, eher der Zivilisation anpassen würden, anstatt zu sterben?
Und klar, alle würden es mit Sicherheit nicht wollen, aber einige bestimmt, wenn man ihnen zumindest mal Möglichkeit geben würde.
Entscheiden können sie dann immer noch selber ....
 
Das habe ich bereits mehrmals erwähnt. Man findet sie gar nicht. Der Fund dieses Stammes war ein Zufall. Wenn sich aber diese Indios nicht zufällig auf einer Lichtung aufgehalten hätten, wär da nichts gewesen. Was weiß ich: Diese Baumriesen sind 80 Meter hoch und bilden von oben eine grüne, undurchsichtige Platte. Wie also finden? Wie landen? Wie hinkommen?
Und wie willst Du einem Menschen, der vielleicht gerade ein paar Laute beherrscht erzählen, daß es für ihn besser sei, in irgendeinem Slum in Rio zu leben?
Auch ist Deine Sichtweise falsch. Niemand hält diesen Indios den Kontakt mit der Außenwelt vor. Sie haben die Möglichkeit zu kommen.
Oder willst Du jeden aus seinem angestammten Gebiet mit dem Hubschrauber ausfliegen um ihm eine Großstadt zu zeigen? Möglicherweise auch noch in Afrika, in der Mongolei, auf Borneo und den ganzen Südseeinseln?
Eine köstliche Idee, jedenfalls wäre es.
 
Da hatte ich tatsächlich gedacht, in diesem Thread muss ich mal nichts über den technologischen Fortschritt schreiben. 🙄

Die technischen Mittel werden auch immer ausgefeilter, Menschen aufzuspüren. Mehrere Firmen entwickeln z.B. winzig kleine fliegende Drohnen, von der Größe eines Doppelkeks. Ursprünglich für Häuserkämpfe in Kriegsgegenden gedacht, aber warum sollte man sie hier nicht dazu einsetzen, wenn man die Mittel hat?

Nicht um die Indios zu zivilisieren, sondern um sie zu töten.
Die Gründe hat Lena u.a. schon aufgezählt.

Ein bisschen extrapolieren. Unsere heutigen Mittel Menschen ausfindig zu machen, in entlegene Gebiete einzudringen, sind auch besser als vor 20 Jahren. Und in 20 Jahren werden sie besser sein als heute.

Der Regenwald wird bestimmt nicht auf ewig ein undurchdringbares Gebiet sein.
 
Auch ist Deine Sichtweise falsch. Niemand hält diesen Indios den Kontakt mit der Außenwelt vor. Sie haben die Möglichkeit zu kommen.

Du bist lustig. Sie haben die Möglichkeit zu kommen? Wie denn bitte?
Wie Du selber sagst, leben sie mitten im Urwald und wer besitzt denn nun über die besseren Voraussetzungen sich mit wem in Kontakt zu setzen?
Sie wissen doch überhaupt nicht, dass es uns überhaupt gibt, das konnte man ja auch daran erkennen, dass sie den Helikopter mit Pfeilen beschossen haben, weil sie dachten, dass es sich um einen Vogel o.ä gehandelt hat.

Genauso wie alle anderen Menschen, besitzen auch sie das Recht auf Selbstbestimmung und dadurch, dass wir sie vor der Außenwelt beschützen wollen,indem wir sie ihnen einfach vorenthalten, verstoßen wir doch gegen genau da gegen ( ist wahrscheinlich etwas unglücklich formuliert).

Bei dem Problem mit der Sprache gebe ich dir Recht, aber auch das ist insofern lösbar, dass es Sprachwissenschaftler gibt, aber auch ehemalige "Urwaldeinwohner" , mit deren Hilfe man sich mit Sicherheit irgendwie mit den Indios verständigen könnte.

Vielleicht wollen sie ja wirklich in ihrer Welt weiterleben, vielleicht aber auch nicht, wenn sie wüssten, dass es da draußen noch eine ganz andere Welt gibt.

Woher nehmen wir uns denn das Recht , ihnen diese Entscheidung zu nehmen?
 
Gehn wir doch mal ein Stück differenzierter an die Sache.

Da hat mal also ein Gruppe von Menschen gefunden, die so völlig anders leben als wir das gewohnt sind. Sie und wir - das sind Welten die aufeinander prallen.

Sie: leben in einer kleinen Gemeinschaft
Wir: leben in großen, miteinander verwobenen Gesellschaftssystemen

Sie: besitzen keine Technik wie Kühlschrank, Fernseher oder
Zentralheizungen
Wir: kommen ohne technische Hilfsmittel nicht mehr zurecht.

Sie: versorgen sich selbst, d.h. sie jagen, fischen.....etc.
Wir: haben das Tauschmittel "Geld". Wir gehen in den Supermarkt
und kaufen was wir brauchen. Die "direkte" Beschaffung
von Gemüse, Fleisch, Wasser.......etc. überlassen wir Anderen.

Sie: müssen sich zwangsläufig bewegen um zu überleben
Wir: Sind zwar mobil, aber bewegen uns immer weniger

Wir: können zum Arzt gehen, Pillen schlucken, oder gar ins Krankenaus
Viele Arten von Erkrankungen wie bakterielle Entzündungen sind
dank der Medizin nicht mehr tödlich....
Sie: haben -ich nehms an- Naturmedizin, leiden aber höchst-
wahrscheinlich nicht an den typischen Zivilisationskrankheiten

Die Liste ist beliebig erweiterbar.

Man wird auf BEIDEN Seiten sowohl Positives als auch Negatives finden. Medizin kann gut sein, muss aber nicht immer. Zivilisationskrankeiten sind nicht erstrebenswert. Große Politik kann falsch angewandt sehr viel Schaden anrichten. Kleine dezentralisierte Gruppen die für sich selbst sorgen kann von Vorteil sein, muss aber nicht. Und und und..........

Ich bin GEGEN das Überstülpen von Lebensformen, Ansichtweisen und überhaupt.

Die Erfahrung zeigt, dass dieser Schuss nach hinten losgehen kann und diese Menschen dann wirklich irgendwann einmal in den Ghettos der Großstädte leben.

Aber dessen ungeachtet:
Technische Errungenschaften haben etwas sehr Attraktives, auch das zeigt die Erfahrung. Waschmaschinen z.B. ein Segen für jede Frau weil arbeitserleichternd. Ein Haus, welches in der Regenzeit nicht überall klamm und feucht ist. Die Faszination des Fernsehens.

Menschen die damit in Berührung kommen möchten auch im "Luxus" schwelgen können. Muss so ein Trieb sein.

Auf der einen Seite finde ich, dass diese Menschen in Ruhe lassen. Auf der anderen Seite ist das vielleicht nicht mehr möglich oder sogar nicht erstrebenswert.

Wie überall wird der Weg der Mitte am wenigsten Schaden anrichten. Man kann zeigen, anbieten und ihnen die Wahl lassen.
Aber vor allem sollte man ihnen ihr Land lassen. Das Land ist ihre Lebensgrundlage und nicht wirklich so viel, dass wir es ganz nötig brauchten.

Man muss diesen Menschen Respekt und Akzeptanz entgegenbringen. Und man darf ihnen die Würde nicht nehmen.

Leider passiert das ständig und überall auf der Welt - früher und auch heute noch.

WIR die zivilisierten Menschen sollten uns auch so verhalten. Schließlich will jeder Mensch doch mit Respekt und Achtung beahandelt werden.

Außerdem sollten wir, die hochtechnisierten Gesellschaften uns selbst scharf unter die Lupe nehmen, denn es läuft ziemlich viel aus dem Ruder. Mittlerweile sind wir zu Schädlingen geworden.

Wir sollten uns Alle ganz genau überlegen, ob es so wie momentan weitergehen darf. Ich glaube es wird Zeit auf eine Rückbesinnung.

Durch diese "Wilden" wird uns drastisch gezeigt wie weit wir uns von der Natur und letztendlich von uns selbst entfernt und entfremdet sind.
 
Zuletzt bearbeitet:
Da müßtest Du zuerst die Frage stellen: Wer will das überhaupt? Nenne mir einen Menschen - außer Dir - der ein Intersse daran hätte, alle Indio-Stämme im südamerikanischen Busch zu finden?
Die Technik was Wämebildkameras betrifft ist sicherlich besser geworden - nützt ja aber nichts. Du kommst auf dem Boden nur hin, wenn es Straßen gibt oder wenn Du 100 bewaffnte Nehbergs unter Vertrag nimmst. Will auch niemand....
 
Zitiere mich nochmal selber:

Vielleicht wollen sie ja wirklich in ihrer Welt weiterleben, vielleicht aber auch nicht, wenn sie wüssten, dass es da draußen noch eine ganz andere Welt gibt.

Woher nehmen wir uns denn das Recht , ihnen diese Entscheidung zu nehmen?

Ist das irgendwie dein Hauptargument, dass man sie eh nicht finden würde und deshalb auch alles so weiterlaufen lassen soll, wie bisher?
 
Das ist die Realität. Glaubst Du ernsthaft irgendein Staat auf dieser Welt oder eine Organisation würde sich die Suche nach Eingeborenen, möglicherweise einen Transport in sog. zivilisierte Gegenden, eine schulische Ausbildung, Sprache erlernen etc, bis hin zu der entscheidenen Frage: Mann, wo willst Du jetzt leben? - Riesenstangen von Geld kosten lassen? ( Es könnte sich ja sowieso nur um die entsprechende Regierung dieser oder dieses Landes handeln oder glaubst Du die hören auf einen deutschen Büttel? ) Warum sollet das jemand machen? Hat man Menschen andere Weltgegenden jemals die Frage gestellt, wo sie leben wollen?
Was sagts Du denn zu denen Schwarzafrikanern, die nachweislich nicht in ihrem Gebiet bleiben wollen und auf kleinen Booten nach Sizilien oder Tenneriffa gerudert kommen. Du sagst ihnen nichts, sondern sorgst dafür das sie entweder ersaufen, im besten Falle zurückkehren können.

Mir ist auch inzwischen völlig rätselhaft, wie manche hier gestrickt sind. Da wird plötzlich die "Menschlichkeit" in der Form entdeckt, das man missionarisch tätig sein will. Und diejenigen die allgemein gegen missionarische Tätigkeiten schelten, tun sich nioch besonders hervor. Unfassbar eigentlich.
Wenn irgendwo im Busch Menschen entdeckt werden, so interssiert mich doch eines: Wie kommen die da hin? Woher kommen sie? Auch das Thema "Inzest" wäre hochinterssant.....
Nein, hier schwingen sich die selbsternannten Missionare auf, und wollen den Herrn Wilden in die Schule stecken, damit sie ihn anschließend fragen können, wo er denn in Zukunft zu leben wünsche.
Entschuldigung, aber bei manchen wäre da ein Arzt gefragt....
 
Zuletzt bearbeitet:
Genauso wie alle anderen Menschen, besitzen auch sie das Recht auf Selbstbestimmung und dadurch, dass wir sie vor der Außenwelt beschützen wollen,indem wir sie ihnen einfach vorenthalten, verstoßen wir doch gegen genau da gegen ( ist wahrscheinlich etwas unglücklich formuliert).

(...)

Woher nehmen wir uns denn das Recht , ihnen diese Entscheidung zu nehmen?
Hallo Lena_,
ich hab mal eine grundsäztzliche Frage: Wenn du schreibst, dass man ihnen das Recht auf Selbstbestimmung nimmt, indem man ihnen etwas vorenthält - dann ist das prinzipiell richtig.
Es stellt sich dann aber auch die prinzipielle Frage, woher du das Recht nimmst, sie vor diese Entscheidung zu stellen?

Es gibt dazu ein aktuelles Beispiel: In einem Film über die amerikanischen Truppen im Irak wird ein Fußballfeld einheimischer Jugendlicher gezeigt. Die Jungs spielen auf einer kleinen brachliegenden Fläche zwischen Bergen von Müll, wobei selbst die Torpfosten aus Müll gebaut sind.
Die Amis sehen sich das einige Tage an, dann kommen sie mit Bulldozern, schieben den Müll zu Seite, planieren ein Spielfeld nach den Vorgaben des Weltfußballverbandes, sprühen Markierungen und errichten zwei schone Fußballtore.
In der nächsten Nacht reissen die Jugendlichen die Tore ein und übersähen den Fußballplatz mit Müll.
Die Soldaten hatten zwar gute Absichten - alles was sie den Jugendlichen aber vermittelt haben, war: Unsere Fußballplätze sind besser als Eure.
 
Es ist nicht wahr, daß wir sie vor der Außenwelt schützen wollen. man schaue nur nach Manaus wo jede Menge Indios leben, die ein Dasein in Slums vorziehen. Niemand hindert einen Indio daran, den Dschungel zu verlassen. Das aber z.B. Organisationen die die Indios schützen z.B. Koordinaten von Dörfern nicht herausgeben, hat sicherlich das Ziel die Weltpresse fernzuhalten. Zudem, Indios könnten ja zufällig auch über Giftpfeile verfügen.
 
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