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Single Haustiere strafbar

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Weil wir die Stärkeren sind, Benjamin.
Wie war das noch mit der Spitze der Nahrungskette?

Natürlich sollte ein Mensch nach Werten leben, sofern es die richtigen Werte sind. Aber das gilt vor allem für das Leben der Menschen untereinander.

Der Mensch, als Spezies, kann nicht jedem Tier das gleiche Recht einräumen wie sich selbst. Die Mehrheit sieht das ebenfallso so, möchte es aber sich nicht selbst zugeben.

Da wird dann lieber mal ein oder zwei Euro dem Tierschutzverein gespendet oder beim Einkaufen eine Dose Hundefutter in die Sammelbehälter für das Tierheim gesteckt.

Das beruhigt das Gewissen.

Und schon kann man sich wieder das Huhn für 1,99 Euro kaufen, die Spinne im Bad "kaputt machen", sich endlich die neuen und tollen Lederschuhe zulegen, der Tochter eine Freude machen und ihr einen Hamster schenken, der dann vereinsamt in der Ecke sitzt, nachdem das Kind einen Monat später ein neues Interesse hat, seine neue Echtholz Anbauwand bestaunen, für die wieder ein paar Quadratmeter Wald abgeholzt wurde usw.
 
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Re: Single Haustiere strafbar
Weil wir die Stärkeren sind, Benjamin.
Nja, das ist diese alte Geschichte: Ich sage jetzt, dass ich dann auch das Recht hätte, dir eins auf die Nuss zu hauen - weil in dem Moment, wo ich dich haue bin ich ja der Stärkere.

Du sagst dann, dass ich nicht das Recht dazu habe, weil du ja ein Mensch und kein Tier bist.

Ich antworte dir darauf, dass du das nicht zu entscheiden hast, weil ich als Stärkerer mir das Recht einfach nehme - und um das zu untermauern haue ich dir auf die Nuss.


Das hört sich jetzt nach Puppentheater an - ist aber keins. Überleg mal, wo und wann diese Argumentation -dass man anderen Lebewesen weniger Rechte einräumt, weil man Gewalt ausüben kann- angewendet wird.
 
Es ist aber so, Benjamin. Das ist ja Fakt: Wir räumen anderen Lebewesen weniger Rechte ein. Ist ja nicht so, dass alle Lebewesen auf diesem Planeten gleiche Rechte hätten und jetzt der böse House kommt und sagt:

"Nö, lasst uns Tieren weniger Rechte geben."

Ich beschreibe ja nur einen Zustand der Realität und versuche zu erklären, warum das so ist.

Außerdem hinkt dein Vergleich, weil er sich auf das Subjekt bezieht.
Der Mensch als Spezies räumt Tieren weniger Rechte als sich selbst ein.
Und mit welcher Begründung macht er das? Weil er der Stärkere ist. Naturgesetz.
 
Ist ja nicht so, dass alle Lebewesen auf diesem Planeten gleiche Rechte hätten und jetzt der böse House kommt und sagt:

"Nö, lasst uns Tieren weniger Rechte geben."

Ich beschreibe ja nur einen Zustand der Realität und versuche zu erklären, warum das so ist.
Hm, ein paar Posts weiter hinten hab ich dich noch so verstanden, dass du den Standpunkt vertrittst, wir hätten das Recht dazu...

Außerdem hinkt dein Vergleich, weil er sich auf das Subjekt bezieht.
Wie meinst du das?

Der Mensch als Spezies räumt Tieren weniger Rechte als sich selbst ein.
Und mit welcher Begründung macht er das? Weil er der Stärkere ist. Naturgesetz.
Naturgesetze sind was anderes, House... Es lässt sich halt allein aus einem Zustand kein Recht ableiten. Nur weil etwas immer schon so gemacht wurde, heisst das nicht, dass es richtig ist.

Wir hatten das Thema hier auch schon zweimal - einmal ging es um Tierversuche. Es wurde damals gesagt, dass es ethisch gesehen keinen Grund gibt, warum Tiere weniger Rechte haben sollten als Menschen. Der Grund dafür ist gerade, dass man als zivilisierter Mensch nicht das Recht des Stärkeren ausüben, sondern auch dann Schwächere schützen sollte, wenn man selbst keinen Vorteil davon hat.

Ein anderes Mal ging es um das Abtreiben von geistig behinderten Kindern. Es ist sehr, sehr problematisch zu sagen, dass ein Leben mehr wert sein kann als ein Anderes. Und sich auf das Recht des Stärkeren zu berufen, hilft dabei ziemlich wenig.
 
Hm, ein paar Posts weiter hinten hab ich dich noch so verstanden, dass du den Standpunkt vertrittst, wir hätten das Recht dazu...
Meine ich immer noch.

Naturgesetze sind was anderes, House... Es lässt sich halt allein aus einem Zustand kein Recht ableiten. Nur weil etwas immer schon so gemacht wurde, heisst das nicht, dass es richtig ist.

Wir hatten das Thema hier auch schon zweimal - einmal ging es um Tierversuche. Es wurde damals gesagt, dass es ethisch gesehen keinen Grund gibt, warum Tiere weniger Rechte haben sollten als Menschen. Der Grund dafür ist gerade, dass man als zivilisierter Mensch nicht das Recht des Stärkeren ausüben, sondern auch dann Schwächere schützen sollte, wenn man selbst keinen Vorteil davon hat.

Da widersprecht ihr euch selbst. Wenn man aus einem Zustand kein Recht ableiten kann bzw. nur weil etwas schon immer so war, es nicht heißt, dass es richtig ist.

Wenn man so argumentiert, kann man ja auch sagen, dass man den Planeten völlig verdrecken sollte und die Natur, da wo sie den Menschen im Wege ist, zerstören sollte.

Denn hier gilt das gleiche Konzept: Nur weil die Natur schon immer so war, heißt es ja nicht, dass es so richtig ist.

Der Punkt ist einfach der: Tierschützer argumentieren mit der Natur.
Das tue ich auch. Wer mit der Natur argumentiert, dem sollte auch im klaren sein, dass die Natur das Recht des Stärkeren vorgesehen hat.

Oder einfach: Wer A sagt, der muss auch B sagen.

Ein anderes Mal ging es um das Abtreiben von geistig behinderten Kindern. Es ist sehr, sehr problematisch zu sagen, dass ein Leben mehr wert sein kann als ein Anderes. Und sich auf das Recht des Stärkeren zu berufen, hilft dabei ziemlich wenig.
Das ist ja nun völlig was anderes. Hier geht es um Menschen.
 
Da widersprecht ihr euch selbst. Wenn man aus einem Zustand kein Recht ableiten kann bzw. nur weil etwas schon immer so war, es nicht heißt, dass es richtig ist.

Wenn man so argumentiert, kann man ja auch sagen, dass man den Planeten völlig verdrecken sollte und die Natur, da wo sie den Menschen im Wege ist, zerstören sollte.
Joah, netter Versuch.🙂 Du hättest Recht, wenn das Eine das Andere bedingen würde. Wenn ich gesagt hätte, dass etwas falsch ist, weil es schon immer so war.
Ich sage aber, dass das Eine mit dem Anderen nichts zu tun hat.
...und ich glaub dir auch nicht, dass du das nicht verstanden hast.😛

Denn hier gilt das gleiche Konzept: Nur weil die Natur schon immer so war, heißt es ja nicht, dass es so richtig ist.
Man betreibt keinen Naturschutz, weil etwas immer schon so war oder nicht so war.

Der Punkt ist einfach der: Tierschützer argumentieren mit der Natur. Das tue ich auch. Wer mit der Natur argumentiert, dem sollte auch im klaren sein, dass die Natur das Recht des Stärkeren vorgesehen hat.
Ich weiss nicht, was du mit "mit der Natur" meinst, House. Aber Tierschutz richtet sich nach ethischen Werten - und da ist ein "Recht des Stärkeren" nicht gültig.
 
Gut, dann lass uns aus und über die Ethik des Tierschutzes argumentieren.
Auch hier muss man konsequent sein. Anspruch und Wirklich sollten so nah wie möglich bei einander liegen.

Wenn man tatsächlich glaubt, Tiere sollten die selben Rechte wie Menschen haben, dann sollte man auch danach leben.

Kein Fleisch zu essen, keine Insekten "kaputt" zu machen, keine Lederprodukte kaufen, keine Milchprodukte verzehren, keine Haustiere halten, keine Medikamente benutzen usw.

Ich kann ja verstehen, dass manche Menschen auf meine Aussagen pikiert reagieren. Niemand möchte gerne als Heuchler enttarnt werden. Alle möchten gerne gut und gerecht sein, aber das sind sie nicht.
 
Woher nimmst Du eigentlich den Quatsch, das irgendjemand will, das Tiere diesselben Rechte haben wie Menschen? Das entspringt Deiner Phantasie.
Wenn von gleichen Rechten die Rede ist, dann ist zunächst von Menschenaffen die Rede - als naheste Verwandte des Menschen. Kein Tierschützer dieser Welt hat jemals gleiche Rechte für Ameisen oder Schnaken gefordert. Insofern erzählst Du hier einfach Müll. Tierschutz befasst sich ausschließlich mit Wirbeltieren. Und natürlich ist es auch Unfug zu glauben, für einzelne Tiere würde u.U. nicht mehr getan als für Menschen. Es gibt Tierarten für deren Erhaltung sehr viel getan wird.
Es spricht doch niemand dem menschen das recht ab, Tiere zu halten, Tiere für den Gebrauch und Verbrauch auch zu töten. Wir reden hier über das "wie".
 
Gut, dann lass uns aus und über die Ethik des Tierschutzes argumentieren.
An der Ethik des Tierschutzes finde ich interessant, wie man begründet, warum es verschiedene oder gleiche Rechte für Menschen und Tiere geben soll. Es gibt dazu noch nicht viele Überlegungen, weil das Thema noch sehr jung ist. Ich kenne nur eine Arbeit, in der gezeigt wird, dass man Humanität nicht auf Menschen beschränken kann. Es wäre nicht human, zu sagen Tiere haben weniger Rechte, weil sie keine Menschen sind, weil es dafür keine ethische Begründung gibt. Ich kann gucken, ob ich den Artikel nochmal finde.

Wie würdest du denn argumentieren?

Wenn man tatsächlich glaubt, Tiere sollten die selben Rechte wie Menschen haben, dann sollte man auch danach leben
Kein Fleisch zu essen, keine Insekten "kaputt" zu machen, keine Lederprodukte kaufen, keine Milchprodukte verzehren, keine Haustiere halten, keine Medikamente benutzen usw.
Ich denke, es gibt graduelle Unterschiede. Gegen Milchtrinken spricht sehr wenig oder nichts, gegen Massentierhaltung spricht sehr viel.

Alle möchten gerne gut und gerecht sein, aber das sind sie nicht.
Ja, niemand ist perfekt. Was zählt ist, ob man tut, was man tun kann.
 
Das entspringt nicht meiner Phantasie, sondern darüber wird gesprochen.
Wenn es nicht so ist, dann musst z.B. du es sehr viel genauer definieren, als es bisher getan wurde.


Wie würde ich argumentieren? Ich habe schon eine Meinung dazu.
Tiere haben nicht die gleichen Rechte wie Menschen.

Tiere sollten gut behandelt werden, ihnen sollten unnötige Qualen erspart werden. Dass sie aber zum nutzen des Menschen verbraucht werden dürfen, steht jedenfalls für mich außer Frage.
 
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