Zitat von Sigi:
Die Dreieinigkeit ist keinesfalls eine Selbstverständlichkeit, wie du das darzustellen suchst, um damit die Zeugen zu diskreditieren.
Es tut mir leid, aber Jesus wäre geistig verwirrt, wenn er einmal von einer Dreieinigkeit sprach, wenn er meinte, er wäre mit dem Vater eins und dann aber in vielen vielen Texten klar von zwei unterschiedlichen Personen sprach. Das lässt sich nur mit einem heiligem Geheimnis glattbügeln und genau so tut das ja die Christenheit.
(Anm.: nicht "die Christenheit", sondern die weltlich vermischten Kirchen und ihre Anhänger, Sigi. Die tatsächlichen Christen tun, was Jesus gesagt hat. Sie halten sich von solchen Irrlehren fern. Dazu zähle ich mich, aber ich bin kein Zeuge Jehovas. Dazu müsste ich (z.B.) erstmal wissen, ob Gott so heisst, was ich nicht weiß, auch nicht glaube, und die Zeugen wissen es, denke ich, auch nicht. Soundso.)
Nun zu Johannes 10, den du zitierst:
Klar hat Jesus Leben in sich und kann es weitergeben. Er bekam diese Macht von seinem Vater und hatte es nicht schon immer, was so sein müsste, wenn er Gott selbst wäre (Johannes 5:26).
Niemand wird sie aus der Hand Gottes, der Jesus die Schafe gab rauben und folglich auch nicht aus seiner.
Der Vater ist größer als alle, was ja zeigt, dass Jesus nicht der Vater ist, genauso, wie alles sonst angeführte gar nichts beweist in die Richtung Trinität. Wenn du sagst, wenn Jesus sagt, der Vater und er seien eins, dass das die Dreieinigkeit stützt ist dies ein einziger Text, der den vielen anderen Aussagen Jesu im Johannesevangelium widerspricht. Was nun?
Ein Blick in einen anderen Text hilft, wie es gemeint ist:
In Johannes 17:20-22 zeigt Jesus selbst, was mit dieser Einigkeit gemeint ist. Er führt auf, dass die Jünger auf DIESELBE Weise mit ihm und dem Vater eins sein werden, wie er es mit dem Vater ist....
...Dein Argument, dass der Vater nur größer war, als Jesus auf der Erde war, hinkt. Lies 1. Korinther 15:28. Dort wird klar gezeigt, dass der Vater auch künftig, wenn Jesus sein Werk getan hat, wieder größer sein wird, eindeutig eine andere Person.
@Sigi
Danke Sigi! Das mit der Bibelübersetzung der Zeugen habe ich rausgeschnitten, weil ich das erst gründlicher prüfen müsste, aber sonst kann ich (abgesehen von meiner Anmerkung in blau) diesen Textabschnitt voll bestätigen.
@Lonely Skunk
Ich gebe Dir den Rat, den Link, den ich bei meinen vorherigen Ausführungen zur Trinität gesetzt hatte, gründlich zu durchforschen, und Dir genau zu überlegen, was Jesus meint, wenn er im Hohepriesterlichen Gebet sagt:
"Darin besteht aber das ewige Leben, daß sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen."
(Johannes 17,3)
Lies auch gerne die Begrüßungsworte in
sämtlichen Briefen der Apostel und vergewissere Dich, daß dort ebenso zwischen Gott und Jesus unterschieden wird.
Wer die Trinität mit der Bibel begründen will, der wird immer wieder auf klare Widersprüche stossen. Wer aber auf klare Widersprüche trifft, der sollte seine Lehre, bzw. die, die man ihm erzählt hat, gründlich überprüfen. Vor allem, bevor er sie weitererzählt. Dabei geht kein Weg darum herum, Gottes Wort sehr gründlich zu studieren. Dazu braucht man
kein Theologiestudium, das kann man täglich zuhause tun.
Ich definiere für mich kein Dogma (also Lehrsatz) sondern ich versuche die Worte Gottes aus ihrem Kontext (Textzusammenhang) heraus zu verstehen. Vieles durfte ich schon verstehen und ich bitte Gott dafür, daß er mich noch vielmehr verstehen lässt. Das tut er auch, denn es liegt in seinem ureigensten Interesse, daß wir ihn verstehen. Also nicht nur ich, sondern auch Du, Lonely Skunk. Es kommt lediglich auf Dein Herz an, ob Du nämlich von ganzem Herzen nach der Wahrheit suchst, oder nur irgendwelche Lehrsätze oder Eigennützigkeiten beweisen willst. Darauf achtet Gott. Wenn Du aufrichtig suchst, findest Du.
Da kann ich Sigi nur recht geben, Gott will keine
"Geheimnisse", das teilt er uns in seinem Wort wiederholt mit. Er will daß wir ihn verstehen und erkennen, und in dieser Erkenntnis wachsen. Aber das steht ja auch unter dem genannten Link. Ein vielzitiertes Beispiel:
Jesaja 9,5
"Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns gegeben; und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und man nennt seinen Namen: Wunderbarer, Ratgeber, starker Gott, Ewig-Vater, Friedefürst."
Zunächst könnte man durchaus annehmen, daß dies die Trinität stützt. Unter einer Bedingung: Wenn man die Bibel nicht ausreichend kennt. Also, gehen wir die Sache an. Zunächst mal zu dem Ausdruck
"starker Gott":
"Denn zu welchem von den Engeln hat er jemals gesagt: »Du bist mein Sohn; heute habe ich dich gezeugt«? Und wiederum: »Ich werde sein Vater sein, und er wird mein Sohn sein«?
6 Und wenn er den Erstgeborenen wiederum in die Welt einführt, spricht er: »Und alle Engel Gottes sollen ihn anbeten!«
7 Von den Engeln zwar sagt er: »Er macht seine Engel zu Winden und seine Diener zu Feuerflammen«;
8 aber von dem Sohn: »Dein Thron, o Gott, währt von Ewigkeit zu Ewigkeit. Das Zepter deines Reiches ist ein Zepter des Rechts.
9 Du hast Gerechtigkeit geliebt und Gesetzlosigkeit gehasst; darum hat dich, o Gott, dein Gott gesalbt mit Freudenöl, mehr als deine Gefährten.
10 Und: »Du, o Herr, hast im Anfang die Erde gegründet, und die Himmel sind das Werk deiner Hände.
11 Sie werden vergehen, du aber bleibst; sie alle werden veralten wie ein Kleid,
12 und wie einen Mantel wirst du sie zusammenrollen, und sie sollen ausgewechselt werden. Du aber bleibst derselbe, und deine Jahre nehmen kein Ende.«
13 Zu welchem von den Engeln hat er denn jemals gesagt: »Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde hinlege als Schemel für deine Füße«?
14 Sind sie nicht alle dienstbare Geister, ausgesandt zum Dienst um derer willen, welche das Heil erben sollen?
(Hebräer 1,9-14)
Beachte
Vers 9:
..."darum hat dich, o Gott, dein Gott gesalbt"...
Jesus hat also einen Gott. Einen, der höher ist als er, auch wenn er selbst als "Gott" bezeichnet wird. Wenn aber davon gesprochen wird, daß Gott
"sein Gott" ist, dann zeigt das an, daß dieser höher steht. Genau so hat es Jesus in den Evangelien auch wiederholt erwähnt: Daß Gott auch
sein Gott ist! (Johannes 20,17; Offb. 3,12) Vgl dazu auch meinen
Link, wo sehr gut deutlich wird, daß die Bibel hochgestelllte Persönlichkeiten (die von Gott hochgestellt, d.h. ermächtigt wurden), als "
Gott" oder "Götter" bezeichnet werden. So trifft dies auch auf Jesus zu, der der Höchste von allen ist, die Gott jemals
ermächtigt hat. Die Zuteilung geht also von Gott aus, der über allem steht. Daß er ermächtigt wurde, also die Macht nicht aus sich hatte, wird auch daraus deutlich, daß er von Gott gesalbt, also als Herrscher eingesetzt wurde. Ohne
Salbung keine Krönung. Jesus, der Christus oder Messias bedeutet ja auch:
"Jesus, der (von Gott) gesalbte."
Siehe dazu auch
Psalm 97 Vers 7 und 9, wo auch von
Göttern die Rede ist, die sich vor dem allmächtigen
Gott niederwerfen, aber gegenüber
Götzen unterschieden wird.
Aus diesen Worten (Hebr. 1 etc.) wird deutlich, wie es auch Sigi schon erwähnt hat, daß nämlich Jesus von seinem Vater alle Macht
empfangen hat. Er hat sie
nicht aus sich selbst, genauso wie auch Jesus von Gott
gezeugt wurde, also
nicht immer existent war, auch wenn er schon vor der Schöpfung, also auch vor Existenz der Menschen, bei seinem Vater war (Joh 1,18; Micha 5,1), und
durch ihn die Schöpfung vollbracht wurde. Beachte:
Nicht von ihm sondern
durch ihn. Gott, der Vater, hat die Welt
durch Jesus Christus geschaffen, er wird ja auch das
"Wort Gottes" genannt (vgl. Johannes 1)
Vergleiche:
"Denn wenn es auch sogenannte Götter gibt im Himmel oder auf Erden - wie es ja viele Götter und viele Herren gibt -,
6 so ist doch für uns ein Gott, der Vater, von dem alle Dinge sind und wir auf ihn hin, und ein Herr, Jesus Christus, durch den alle Dinge sind und wir durch ihn."
(1.Korinther 8,5-6)
Jetzt zu der Bezeichnung
"ewig Vater" für Jesus. Aus der Sicht der Trinitarier scheinbar auch eindeutig auf das Dogma hindeutend. Aber:
"Da sprach Joseph zu seinen Brüdern: Tretet doch her zu mir! Als sie nun näher kamen, sprach er zu ihnen: Ich bin Joseph, euer Bruder, den ihr nach Ägypten verkauft habt!
5 Und nun bekümmert euch nicht und macht euch keine Vorwürfe darüber, dass ihr mich hierher verkauft habt; denn zur Lebensrettung hat mich Gott vor euch her gesandt!
6 Denn dies ist das zweite Jahr, dass die Hungersnot im Land herrscht, und es werden noch fünf Jahre ohne Pflügen und Ernten sein.
7 Aber Gott hat mich vor euch hergesandt, um euch einen Überrest zu sichern auf Erden, und um euch am Leben zu erhalten zu einer großen Errettung.
8 Und nun, nicht ihr habt mich hierher gesandt, sondern Gott: Er hat mich dem Pharao zum Vater gesetzt und zum Herrn über sein ganzes Haus und zum Herrscher über das ganze Land Ägypten."
(1.Mose 45,4-8)
"10 Da sagte Micha zu ihm: Bleibe bei mir und werde mir zum Vater und zum Priester! Und ich will dir jährlich zehn Silberstücke geben und Ausrüstung an Kleidern und deinen Lebensunterhaltb. Da ging der Levit <zu ihm hinein>.
11 Und der Levit entschloß sich, bei dem Mann zu bleiben. Und für den wurde der junge Mann wie einer seiner Söhne.
12 Und Micha weihte den Leviten. Und der junge Mann wurde sein Priester und war <für immer> im Haus Michas."
(Richter 17,10-12)
Dieselbe Bedeutung für
"Vater" findet sich in Richter 18,19. Aus diesen Stellen ist erkennbar, daß es sich tatsächlich um die Bezeichnung einer Person handelt, die nicht der leibliche Vater, auch nicht zwangsläufig älter, auch nicht der allmächtige Gott ist, sondern lediglich als
"Hüter" und
"Oberhaupt" über andere Menschen eingesetzt ist. So war es bei Josef der Fall, der dem Pharao sogar bezüglich der Machtfülle gleichgestellt war (abgesehen vom Thron), und so war es auch bei dem Leviten, der zu Micha kam. Auch er wurde "Vater", also Hüter, und konkret Priester in seinem Haus.
"
Ewig Vater" bedeutet hier auch nicht
"schon immer da" , sondern lediglich, daß die Herrschaft dieses Hüters und Oberhauptes und Hoherpriesters (was Jesus alles ist!)
niemals zuende geht. Siehe dazu Hebräer 1, Vers 11 und 12 oben. Von Ewigkeit zu Ewigkeit (Vers 8) bedeutet auch nur von Äon zu Äon (oder aion), was sowohl "Zeitabschnitt/Epoche" als auch "anfanglose Zeit/Ewigkeit" bedeuten kann. Das Lexikon zur Bibel dazu:
Ewigkeit, ewig
"Im griech. Text (LXX und NT) steht für E. aion (Zeitabschnitt, Epoche, anfangslose Zeit, Ewigkeit) und für ewig aionios. Hauptwort wie Eigenschaftswort lassen verschiedene Bedeutungen durchscheinen, die z.T. auch schon den hebr. Ausdrücken im AT innewohnen. Erst der Textzusammenhang läßt erkennen, ob im Vollsinn des Wortes »E.«, d.h. Endlosigkeit steht, oder nur »lange Zeit«, »Weltzeit«, »Welt« gemeint sind. Der Begriff der E. als anfangs- und endlose Zeitlosigkeit entstammt griechischem, nicht bibl. Denken (s.u. I B)."
Da ich aber schon erwähnt hatte, daß Jesus
nicht schon immer da war, sondern vor der Schöpfung von Gott gezeugt wurde (Joh 1,18; Micha 5,1 etc.) trifft also die Bedeutung
"schon immer da/anfanglose Zeit" nicht zu, aber durchaus die Bedeutung
"ohne Ende", d.h. Jesus wird niemals sterben und auch seine Herrschaft niemals verlieren. Siehe Hebräer 1 oben.
Das jetzt als
ein Beispiel für eine vielfach von Trinitariern zitierte Bibelstelle, die aber ohne den (hier dargestellten) Textzusammenhang leicht falsch verstanden und dementsprechend
missbraucht werden kann. So ist es dann wie Petrus und Paulus warnend und bestärkend aufschrieben:
"und erachtet die Langmut unsers Herrn für Errettung (oder: Heil), wie ja auch unser geliebter Bruder Paulus nach der ihm verliehenen Weisheit euch geschrieben hat.
Ebenso ist es ja in allen seinen Briefen der Fall, wenn er in ihnen auf diese Dinge zu sprechen kommt.
In diesen (Briefen) findet sich allerdings manches Schwerverständliche, das die Unwissenden und Ungefestigten ebenso zu ihrem eigenen Verderben verdrehen, wie sie es auch bei den übrigen (heiligen) Schriften tun.
Weil ihr dies nun zum voraus wißt, Geliebte, so seid auf eurer Hut, daß ihr nicht durch die Verirrung der gewissenlosen Leute mit fortgerissen und aus eurem eigenen festen Glaubensstande hinausgeworfen werdet!"
(2.Petrus 3,15-17)
"und kennst ja von Kind auf die heiligen Schriften, die imstande sind, dich weise zu machen zur Errettung (oder: zum ewigen Heil) durch den auf Christus Jesus gegründeten Glauben.
Jede von Gottes Geist eingegebene Schrift ist auch förderlich zur Belehrung und zur Überführung, zur Besserung und zur Erziehung in der Gerechtigkeit,
damit der Gottesmensch vollkommen (oder: fertig) sei, zu jedem guten Werk voll ausgerüstet."
(2.Tim 3,15-17)
In diesem Sinne möchte ich auch Dich, Lonely Skunk bitten, diese Worte der Apostel zu beachten, und nicht alles zu glauben, was Dir von irgendwelchen Lehrern so gelehrt wird. Lese, studiere die Bibel! Regelmässig, am besten täglich, zuhause. Wie sagte Paulus doch?
"Prüft alles..." (1.Thess 5,21) Wenn er
alles sagt, dann meint er auch
alles. Auch das vom Pastor, Bischof, Papst, Patriarchen und was weiß ich.
Auch diesen Text. Alles Gute!
Ansonsten, wie gesagt, siehe meine Webseite, unter:
Jesus