Ich denke, dass das eines der grundsätzlichen Probleme bei Debatten über Gott ist.
Das religiöse Menschen nämlich vom ersten ausgehen und von den Atheisten einen Beweis verlangen, dass Gott nicht existiert.
Während Atheisten vom zweiten ausgehen und von den Religiösen Beweise für ihren Glauben verlangen.
Wenn Du meine Antwort gelesen hättest, dann wüsstest Du das diese Aussage Blödsinn ist. Ich glaube nicht, dass ein Kind mit einem Glauben an Gott auf die Welt kommt. Es stellt irgendwann (mit 3,4 frühestens) Fragen und sucht nach Erklärungen.
Und ich erwarte von Atheisten keinen Beweise, dass Gott nicht existiert. Es sei denn, es stellt sich jemand hin und sagt, dass Christen Idioten sind und es ja gar nicht sein kann, dass er existiert. Für so eine Aussage möchte ich dann einen Beleg.
Atheisten können ja gerne Gottesbeweise fordern, sie werden sie aber nicht bekommen, genauso wie sie keine Beweise gegen Gott liefern können, können wir nicht beweisen, dass es ihn gibt. Es ist Glaube, kein auf Fakten begründetes Wissen, warum verstehst du das nicht???
Da es keine Gottes-oder Glaubensgene gibt, die weitervererbt werden könnten, kann es ja nur eine Sache sein, die man sich aneignet - entwerde freiwillig oder auf Druck - oder durch Ereignisse wie Tod von Angehörigen, Krankheit etc. Insofern glaube ich an den zweiten Punkt bei Dr. Housens Frage. Dabei ist "anerzogen" vielleicht das falsche Wort - aber das diese Sache von außen kommt, erscheint mir sicher.
sag ich doch... angeboren ist meiner Meinung nur der Wunsch nach Erklärungen für das, was in der Welt passiert. Der eine fragt mehr, der andere weniger, aber kaum einer gibt sich mit allem einfach so zufrieden. Da wird gefragt, warum Butter in der Sonne schmilzt und warum es regnet und warum Papa schnarcht und was mit Oma passiert, wenn sie tot ist. Und wenn bei einigen dieser Sache die Erklärung "Gott" gebracht wird, dann akzeptiert das Kind das erstmal...
Und erst später hinterfragt das Kind, was davon Geschichten sind und was nicht... Und bei den Dingen, die nicht so eindeutig sind, entscheidet es sich irgendwann, zu glauben oder nicht zu glauben...
Ich denke auch, das die "Götter" austauschbar sind. Man könnte einem Kind bei Fragen auch erzählen, daß diese Erde von Allah, Buddah, Frau Merkel oder einer Klobürste erschaffen worden ist. Wenn man das oft genug wiederholt - und alles sagen es - dann werden das ganz sicher auch ein paar Kinder glauben. Ein paar halt nicht, und dazu gehöre ich.
ja sicher... Die Sache ist ja, dass sich der Glaube an Gott oder Buddah auf wesentlich mehr "Grundlagen" stützt als der Glaube an die Klobürste. Du sagst ja selber, dass es Jesus gegeben hat. Und hat es eben viele Menschen gegeben, die nicht nur an diese historische Person, sondern an die Wunder drumherum glauben. Das wird es dem Kind erleichtern, daran zu glauben, wenn es möchte. Bei der Klobürste stände es ziemlich alleine da, ähnlich wie bei der Sache mit dem Weihnachtsmann, wenn es ein bestimmtes Alter erreicht hat...