Kein Kommentar. 🙄
Hm, also soll ich jetzt deinem Glauben Respekt entgegenbringen, weil du daran glaubst?
Und was macht deinen Glauben so besonders?
Wenn ich dir sagen würde, dass ich an meine Spülbürste glaube und überzeugt davon bin, dass sie Gott ist. Würdest du das respektieren?
Was ist der Unterschied zwischen diesen beiden Glauben?
Hast du dich mal über Scientology informiert?
Weißt du, was für einen grandiosen Quatsch sie ihren "Gläubigen" eintrichtern?
Respektierst du Scientology, als eine komplett gleichwertige Religion, neben den Weltreligionen?
Und wenn nein, warum nicht? Millionen Menschen auf der ganzen Welt "glauben" daran.
Für sie ist ihr Glaube ein Bestandteil ihrer Lebens.
Entweder man respektiert jeden Glauben und damit meine ich wirklich jeden Glauben oder man respektiert keinen.
Eine Sonderbehandlung gibt es nicht.
und schon wieder wird alles durcheinander geschmissen.
Ja, wenn Du mir glaubhaft versichern würdest, dass Deine Spülbürste Gott ist, dann würde ich diesen Glauben respektieren. Das heißt ja noch lange nicht, dass ich das glaube und für sinnvoll halte. Vermutlich würde ich versuchen, dich vom Gegenteil zu überzeugen. Akzeptableres Beispiel: Mein sechsjähriger Cousin erzählt mir, dass in seinem Schrank ein Monster lebt. Ich weiß, dass das nicht stimmt, aber ich respektiere und akzeptiere, dass der Kleine das wirklich glaubt.
Wie geh ich jetzt damit um? Vermutlich würde ich sachlich argumentieren und versuchen, ihm klarzumachen, dass dort kein Monster ist. Vielleicht würde ich sogar auf sein Niveau runtergehen und eine "Monsteraustreibung" machen.
😉
Ich respektiere Scientolgy nicht in dem, was sie mit den Gläubigen macht (ich akzeptiere auch nicht, dass die Kirche Kondome verbietet). Aber ich respektiere, wenn mir jemand sagt, dass er an die scientologischen Lehren glaubt. Ebenso wenn mir jemand sagt, dass er Zeuge Jehovas ist. Das respektiere ich. Ich kann dann vielleicht einige Entscheidungen nicht akzeptieren, wenn man zum Beispiel dem Kind eine lebenswichtige Behandlung untersagt oder es zu Sachen zwingt, die es nicht will. Aber den Glauben an sich kann ich respektieren.
Nochmals deutlich: Ich respektiere vor allem den Menschen und dessen Glauben, nicht die Religion.
Mit der Einschränkung, dass das Glauben und Handeln eines Einzelnen nur solange respektieren kann, wie Grenzen anderer eingehalten werden.
Also dann, wenn Kinder durch den Glauben zu etwas gezwungen werden, was sie nicht wollen (das wäre durchaus auch ein Kirchgang oder das tägliche Gebet - so lang das Kind das möchte, okay, wenn nicht, sollte das respektiert werden), respektiere ich die Grenze des Kindes vor dem Glauben des Einzelnen.
Bedeutet im Prinzip, dass niemand seine Weltanschauung dem anderen über das natürliche Maß (in der Erziehung, unter Freunden, in der Schule gibst du automatisch einen Teil der Anschauung weiter) aufzwingen soll. Was dann auch wieder den Bogen zu Kreuzzügen und Terrorismus schlägt...
Um Deine ersten Fragen zu beantworten:
- mein Glaube ist nichts besonderes
- ich erwarte nicht, dass man meinen Glauben annimmt
- aber ich erwarte, dass man meinen Glauben akzeptiert und respektiert, weil ich erwarte, dass man mich als Person akzeptiert und respektiert.
Das ist das, was ich meinen Mitmenschen gegenüber einzuhalten versuche. Dass das nicht jeder kann oder möchte, kann ich nicht ändern...