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Betreff: Einsamkeit...

Stimmt ja auch meistens.
Da du ja offenbar alles richtig machst und auch am richtigen Ort wohnst, könntest du doch die Einsamen ein wenig aus ihrer Einsamkeit holen und ihnen zeigen, wie man zu einem Jubel-Trubel-Trallala Leben kommt. Du könntest zB. einmal im Monat bei dir zu Hause einen Spaghettiplausch veranstalten und ihnen dabei ein paar Tipps geben. Als Geschenk kannst du ihnen einen Umzugskarton in die Hand drücken, da sie ja alle am falschen Ort wohnen. Wär das eine Idee?

Du schreibst gerne Romane, ich lese gerne Kurzgeschichten. Also sei mir nicht böse wenn ich nicht genauer auf deinen Beitrag eingehe. Ich hab's schlichtweg nicht bis zum Ende geschafft.
 
Die Frage habe ich keineswegs vergessen. Es ist ja die Kernfrage. Aber wie gesagt: jeder Mensch ist anders, fühlt anders, denkt anders, ist anders geprägt worden, hat andere Ängste, und so weiter.
Man kann die Menschen nicht einfach austauschbar miteinander vergleichen und sagen "Die anderen schaffen es doch auch...."
Oft fehlt aber schon der Hinweis, daß andere das überhaupt schaffen, mit Hilfe oder von sich aus.

Sei es aus Unwissenheit oder weil jemand der das weiß, sich nicht traut das gegenüber dem Leidenden auszusprechen, denn es gibt auch solche die sich an ihrem Leiden festklammern, sich wohnlich drin eingerichtet haben, die Hoffnung längst aufgegeben haben oder aus anderen Gründen nichts davon wissen wollen, daß andere den Absprung schaffen.
Und die regieren dann oft ziemlich vergrätzt wenn man das zu erwähnen wagt, kündigen einem unter Umständen die Freundschaft. Sowas "darf man doch nicht!", da gerät ein ganzes Weltbild das auf Unausweichlichkeit basiert, in Schieflage. Was man glaube ich, auch an einigen Kommentaren hier merkt.
 
Interessant für andere sein wollen sollte nicht das Ziel sein. Das Ziel sollte sein, dass andere sich in deiner Gesellschaft wohl fühlen. Wenn du dich interessant machen willst, dann verstellst du dich, weil du dich nur so gibst wie du glaubst, dass andere dich haben wollen..

Michael Jackson hat sich einsam gefühlt, trotz seiner Millionen. Wenn das kein interessanter Mensch war, wer dann?
Das Eine führt zum Anderen und umgekehrt. Das ist die Krux daran.
 
Zuletzt bearbeitet:
Warum ist man schwach , wenn man einsam ist?
Ich denke, das hängt davon ab, wie sehr, wie oft man einsam ist, von der Intensität.
Wenn man sich hie und da einsam fühlt, wird einen das nicht schwach machen.
Aber das Einsamkeitsgefühl ist ja in etwa das Gegenteil von Lebensfreude. Und wenn sich dann das Gleichgewicht verschiebt - zu viel Einsamkeit, zu wenig Lebensfreude..
Mit zuwenig Lebensfreude ist man doch eine Art von schwach, oder?..
 
Da du ja offenbar alles richtig machst und auch am richtigen Ort wohnst, könntest du doch die Einsamen ein wenig aus ihrer Einsamkeit holen und ihnen zeigen, wie man zu einem Jubel-Trubel-Trallala Leben kommt. Du könntest zB. einmal im Monat bei dir zu Hause einen Spaghettiplausch veranstalten und ihnen dabei ein paar Tipps geben. Als Geschenk kannst du ihnen einen Umzugskarton in die Hand drücken, da sie ja alle am falschen Ort wohnen. Wär das eine Idee?
Hab ich die Zeit für sowas? Mit Sicherheit nicht. Auch ein Grund warum Leute einsam werden, sie haben zu viel freie Zeit mit der sie nichts anzufangen wissen. Wer den ganzen Tag auf der Arbeit oder mit einer (gewollten) Familie Streß hat, der hat keine Kapazitäten für Einsamkeit mehr frei, denn der ist dann froh wenn er mal seine Ruhe hat, weil das selten genug vorkommt.

Auch ein Grund warum Einsame nicht überall leicht Anschluß finden, weil die meisten anderen Menschen was wichtigeres zu tun haben, als die Einsamen zu bespaßen. Die meisten Menschen lernen schon im Kindesalter, sich mal selbst mit irgendwas zu befassen wo man keinen anderen dazu braucht. Aber anscheinend nicht alle. Und welche Personengruppen sind besonders einsam, die ohne Beschäftigung, Alte, Dauerkranke, arbeitslose Singles, Kinder die ihre Freunde nur in der Schule zu sehen kriegen aber nicht privat.
 
Wenn ein bewußt wird, man war nie einsam und ist es plötzlich, hat kein Selbtvertrauen mehr, ist unsicher in allem, macht Fehler, ist unkomzentriert, usw...dann ist man schwach.... Zu schwach, dass Andere mit so Jmd. was anfangen könnten.
Oder er realisiert daß es unzähligen anderen genauso geht, daß man kein Einzelfall ist in Sachen Einsamkeit, und daß man es selbst in der Hand hat ob man sich ins Schneckenhaus der Verzweiflung verkriecht, oder ob man aktiv was dagegen tut. Schwach ist nur, wer in dieser Lage in Passivität verfällt.
Irgendwie scheinen sich zu viele Menschen für den Nabel der Welt zu halten, denen alles zum erstenmal auf der Welt zustößt.
 

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