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Betreff: Einsamkeit...

Und erst dann ist man interessant genug, für Andere,
Interessant für andere sein wollen sollte nicht das Ziel sein. Das Ziel sollte sein, dass andere sich in deiner Gesellschaft wohl fühlen. Wenn du dich interessant machen willst, dann verstellst du dich, weil du dich nur so gibst wie du glaubst, dass andere dich haben wollen..

Michael Jackson hat sich einsam gefühlt, trotz seiner Millionen. Wenn das kein interessanter Mensch war, wer dann?
 
Einsamkeit schmerzt.
Und die Frage isy , kann man dagegen ankämpfen?
Und die Frage ist wie?
Wo findet man die Zufriedenheit ,auch im Alleinsein?
Ich persönlich brauche soziale Kontakte.
Für die innere Zufriedenheit.
Ich brauche also nicht andauernd Menschen um mich herum.
Aber trotzdem das Gefühl, da ist jemand , wenn ich jemanden brauche.
Ein Wohlfühlsort.
Und manchmal denke ich, ich hab das.
Aber trotzdem lauert die Einsamkeit plötzlich an der Ecke.
 
Die Frage ist doch auch warum sind so viele Menschen einsam ?
Warum tun sich die einsamen Menschen nicht zusammen ?
Liegt da auch ne gewisse Trägheit dahinter, dass die meisten meinen jemand anderes müsse auf sie zukommen ?
Sind sie nicht in der Lage sich langfristig für jemand anderen zu interessieren ?
Stellen sie zu hohe Ansprüche an den anderen ?

Sonst müsste doch eigentlich eine einsame Person, die ein Freundschaftsgesuch aufgibt von Angeboten nur so überrannt werden .
 
Ich persönlich sehe unter anderem eine Schwierigkeit darin, dass es mir oft schwer fällt, einen tieferen Zugang zu anderen Menschen zu finden bzw. bei ihnen "anzudocken", sodass eine emotionale Beziehung entsteht.
Was unter anderem auch daran liegt, dass ich mich selbst für nicht interessant genug halte.

Ich denke, es reicht wahrscheinlich nicht aus, einfach "unter die Leute zu gehen", denn das tue ich ja sowieso häufig. Ich bräuchte wahrscheinlich eine Art Training, in dem ich allmählich meine eigenen Selbstzweifel abbauen kann und Vertrauen in mich selbst erlange.
 
Die Frage ist doch auch warum sind so viele Menschen einsam ?
Warum tun sich die einsamen Menschen nicht zusammen ?
Liegt da auch ne gewisse Trägheit dahinter, dass die meisten meinen jemand anderes müsse auf sie zukommen ?
Sind sie nicht in der Lage sich langfristig für jemand anderen zu interessieren ?
Stellen sie zu hohe Ansprüche an den anderen ?

Sonst müsste doch eigentlich eine einsame Person, die ein Freundschaftsgesuch aufgibt von Angeboten nur so überrannt werden .
Also einerseits denke ich, soziale Kontakte sollen ja auch, wie @Leere?Zukunft schreibt, ein 'Wohlfühlsort' sein, jemand, auf den man sich verlassen kann,... Das funktioniert doch nicht mit irgendjemandem, nur, weil der auch einsam ist..
Also ich brauche schon das Gefühl einer inneren Verbindung, damit sich das als Kontakt anfühlt. Und das schließt ja mit ein, dass es gegenseitig ist, also dem Anderen auch so mit mir geht.
Einsamkeit reicht da als verbindendes Element nicht.

Und dann kommt ja häufig bei Einsamkeit das Gefühl dazu, dass man selbst schuld wäre, dass etwas mit einem selbst nicht stimmen würde, weil sonst wäre man ja nicht einsam..
So wie sich das eben oft auch nicht einsame Menschen denken/sagen, z.B.:
@SchwarzesSchaf2000 (Zitat funktioniert gerade nicht):
"Die Frage ist doch auch warum sind so viele Menschen einsam ?
Warum tun sich die einsamen Menschen nicht zusammen ?
Liegt da auch ne gewisse Trägheit dahinter, dass die meisten meinen jemand anderes müsse auf sie zukommen ?
Sind sie nicht in der Lage sich langfristig für jemand anderen zu interessieren ?
Stellen sie zu hohe Ansprüche an den anderen?"
Das ist jetzt kein Vorwurf!! Soll ja ein Gedankenaustausch hier sein.
Und den Schluss ziehen ja einsame Menschen oft auch selber für sich..

Und wenn sich das Gefühl der sozialen Unzulänglichkeit mal in einem festsetzt/festgesetzt hat (warum auch immer), dann ist ja auch gar nicht mehr gut möglich, auf andere zuzugehen.
Ein Teufelskreis eben..
Also das muss jetzt überhaupt nicht 'Trägheit' sein.

Bzw. sind die Gründe dafür, warum das Aktiv-Zugehen nicht mehr klappt, auch ganz unterschiedliche, wie ja hier auch schon beschrieben wurde (in der Kindheit liegen, in Enttäuschungen,fehlendes Umfeld,....)

Jeder Mensch ist eben anders und daher liegen auch die Gründe für Einsamkeit vermutlich bei jedem Menschen woanders!
Können natürlich auch die im Zitat aufgezählten sein..
Die Einsamkeit gibt es vermutlich nicht!
 
Zuletzt bearbeitet:
Mir fehlen gemütliche Mädelsabende. Und Spiele spielen.
Du wohnst offenbar am falschen Ort. In Nürnberg gibt es eine sehr rührige Spieleszene, egal ob klassische Brettspiele, Kartenspiele wie Yu-Gi-Oh oder Tabletop Rollenspiele mit aufwendig bemalten Zinnfiguren wie Warhammer, es gibt alles was gefällt, der örtliche Comicladen organisiert das. Und wenn man sich beim Spiel näherkommt, kann das auch mit Mädels- oder gemischten Aktivitäten jenseits der Spiele was werden.
Deswegen sage ich, bei Einsamkeit kann auch der falsche Wohnort eine Rolle spielen, wenn es nämlich weit und breit niemanden gibt der auf der gleichen Wellenlänge liegt und eine kompatible Zeiteinteilung hat (auch wichtig), daß man sich regelmäßig treffen kann.
 
Das kann man so nicht sagen. Ich denke, Einsamkeit hat viele Ursachen, innere wie äußere, sowie die Prägung während der Jugend. Wer in seiner Jugend oder Kindheit häufig abgewertet, ausgegrenzt oder gehänselt wurde, wird vermutlich eher in Situationen von Einsamkeit rutschen, als jemand, der in einer größeren, wertschätzenden Gemeinschaft/Familie aufgewachsen ist.
Wie oft liest man in diesem Forum von wertschätzenden Familien, eher von solchen die toxisch sind, und die sorgen genauso für tiefsitzende Einsamkeit von Kindheit an, wenn man überall nur der Sündenbock für alles ist und nie was richtig machen kann. Aber zum Glück bleibt man nicht ewig Kind und auf diese Familie angewiesen, als Erwachsener kann man sich seine Umgebung und seinen Umgang selbst aussuchen.
 
Aber zum Glück bleibt man nicht ewig Kind und auf diese Familie angewiesen, als Erwachsener kann man sich seine Umgebung und seinen Umgang selbst aussuchen.
Es geht aber darum, dass man in der Herkunftsfamilie mental geprägt wird, und diese Prägung lässt sich weniger leicht überwinden, als man vielleicht denken könnte. Selbst dann nicht, wenn man nicht mehr Kind und nicht mehr Teil der Herkunftsfamilie ist.

Ich denke, wenn es immer so einfach wäre, würde es viele psychische Probleme in viel geringerem Ausmaß geben.
 
Ich möchte wetten, du hast keine Argumente die für diese ausserordentlich unüberlegte Bemerkung sprechen. Falls doch, ich bin ganz Ohr.

Ich habe noch ein paar Unüberlegungen im Sinne von obigem Zitat:
  • Wer arm ist, macht im Regelfall was falsch.
  • Wer arbeitslos ist, macht im Regelfall was falsch.
  • Wer krank ist, macht im Regelfall was falsch.
🙄
Stimmt ja auch meistens. Mir stößt die Einstellung auf die bei manchen durchscheint, ich bin grundsätzlich an nichts schuld, immer nur andere, Gott und die Welt, die böse Gesellschaft, das böse Geld das nicht vom Himmel fallen will, die böse Verwandtschaft, ein böses Leiden, wer auch immer. (Hab mich immer schon gefragt ob das typische Ost-Sozialisierung ist, wie sich diese Einstellung auf Ossis und Wessis aufteilt. Sollte wohl mal eine Umfrage zum Thema machen um meine Neugier zu befriedigen.)

Ein paar Argumente hast Du inzwischen gelesen, wie Einsamkeit zustandekommt, und daraus die logische Konsequenz, wie man sie beseitigen könnte. Was aber auch bedeuten könnte, daß man sich selbst verändern muß, z. B. Wohnort oder eigene Aktivitäten (Hobby anschaffen), und dazu sind halt viele anscheinend nicht willens oder fähig.

Eng verbunden mit der Überzeugung daß immer nur andere schuld seien, ist übrigens der Glaube, daß andere grundsätzlich riechen oder erraten können müßten wie man sich fühlt. Mit anderen Worten, andere sollen gefälligst Hellseher sein, das ist natürlich nicht der Fall. Um seine Situation und ggf. deren erwünschter Veränderung muß sich schon jeder selbst kümmern, aber siehe oben, nicht jeder ist dazu willens oder fähig. Und andere riechen es nicht, ergo passiert nie was. Eigene Schuld wenn man seine Bedürfnisse nicht kommuniziert.

Oder zwar kommuniziert, aber an die Falschen, denn nicht jeder ist der passende Topf zum Deckel. Manche Menschen nehmen alles was ihnen an Gesellschaft entgegenschneit, aber dann brauchen sie auch keine hohe Qualität erwarten. Andere die zu oft von minderer Qualität (toxisch oder schlicht todlangweilig) enttäuscht wurden, bleiben lieber einsam als erneut enttäuscht zu werden. Oder sich irgendwas einzufangen was sie später bereuen, einen Narzissten der bewunderndes Publikum braucht oder schlimmeres.
Und nicht jeder, mit dem man eigentlich gern möchte, weil Qualität etc. stimmen, hat für sich ein Anhängsel nötig, hat Zeit und Interesse sich mit jemand anderem regelmäßig abzugeben. Topf und Deckel passen nicht zueinander.

Besonders bedroht von Einsamkeit sind Personen, die von vornherein nur einen sehr beschränkten bis nichtvorhandenen Freundeskreis haben, aufgrund toxischer Familie, Umzug oder falschem Wohnort (einsam in der Pampa, nix gut!) oder weil sie sich von vornherein auf eine einzige Person beschränkt haben, bei Erwachsenen ist das in der Regel der Partner, bei Kindern der einzige echte Freund, und wenn diese Person wegfällt, durch Tod, Trennung, Wegzug, Neuorientierung, ist der Sturz ins schwarze Loch fast sicher. Außer man ist fähig, den Verlust bald zu kompensieren, aber das ist ein harter Weg wenn man sich mehr oder weniger vom Partner, Freund, Leben (sonstwas) "betrogen" fühlt. Man verließ sich ja darauf, daß die gute Zeit für immer anhalten wird, daß man nie jemand anderen brauchen wird ...
 

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