Ich habe mich mal eine kurze Zeit in meinem Leben tatsächlich einsam gefühlt, kurz nach dem ersten und dann auch kurz nach dem zweiten Trauma und auch eine Weile danach, weil man da einfach alleine durch muss...
Inzwischen aber fühle ich mich nicht mehr einsam. Ich bin sehr viel alleine, was ich auch brauche und womit ich absolut fein bin.
Mein Kampfkunstlehrer schickte mir mal einen Text in dem gesagt wurde, in der Kampfkunst geht es nicht ums Gewinnen, sondern um die Akzeptanz des Verlierens. Ich fand diesen Text sehr strange ehrlich gesagt und habe meinem eigenem Lehrer widersprochen. Er fragte mich dann, was ich denke, sei das Ziel einer Kampfkunst und ich antworte ihm: Harmonie...
Das klingt paradox in diesem Kontext, wo man sich ja in erster Linie erstmal in den Kampf begiebt. ..
Aber wenn man selbst massiv aus seinem Gleichgewicht gefallen ist, scheint so vieles so schwer und unsicher zu sein. Man struggelt, stolpert, zweifelt, ist verunsichert, lässt sich provozieren, ist verletzlich, angreifbar, unachtsam
und ...
man fühlt sich einsam...
Wenn man aber den Weg zurück in sein Inneres und auch äußeres Gleichgewicht, in die Harmonie, gefunden hat, dann löst sich dies alles irgendwann wieder auf und Ruhe kehrt ein, Man ist mit sich selbst und dem Außen im Einklang und sowas wie Einsamkeit zieht (wieder) aus oder im besten Fall gar nicht erst ein. 🙂