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  • Liebe Forenteilnehmer,

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Was bedeutet Liebe für Euch?

Die größte Liebe empfinde ich tatsächlich für meine Hunde. Mag für viele nicht nachvollziehbar sein, aber ist so. Diese Liebe ist bedingungslose. Egal was sie anstellen und mal wieder kaputt machen, meine Liebe zu ihnen wird immer bleiben.
Ein Mensch dagegen könnte mit gewissen Verhaltensweisen meine Liebe verspielen.
Lügen, hinter meinem Rücken schlecht über mich reden, oder das im Forum hier aktuelle Beispiel nicht arbeiten gehen und die Familie in finanzielle Probleme bringen, obwohl kein med Grund dafür besteht.
Jemand der von Staat Leistungen bezieht , obwohl er arbeiten könnte und nur zu faul ist, ginge bei mir garnicht.
Also ich bezweifle, dass ich einen Mensch bedingungslos lieben kann.
Im Moment empfinde ich „ Liebe“ für T. , ein warmes Gefühl, wenn er in meiner Nähe ist, eine Vertrautheit, gemeinsame Zukunftspläne schmieden, sich vermissen wenn der andere nicht da ist .

Ob ich Liebe in ein paar Jahren anders definiere, keine Ahnung .
 
Liebe heißt den anderen Menschen glücklich sehen zu wollen, ihm nah zu sein.
Das Gefühl beim anderen angekommen zu sein, ein Gefühl von Zuhause, Geborgenheit.
Du meinst die romantische Zuneigung, oder? Liebe fühlen gibts doch auch ohne dass jemand da ist. Ich liebe den Tag, ich liebe die Regentropfen, ich liebe den Apfelbaum, ich liebe, was ich sehe, ich liebe, was ich mache, ich liebe, wie es ist...das ist eine Melodie in mir, die glücklich macht.
 
Welche Formen? Es gibt für mich nur eine. Von Mensch zu Mensch. Die Liebe ist für mich nicht mit Bedingungen verknüpft. Das ist doch das große Glück, wenn die Liebe frei sein kann und darf.
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Liebe bedeutet für mich, dass zwei Wesen eins werden und trotzdem zwei bleiben.
Da die Liebe eine Aktivität ist, kein passiver Affekt, muss man etwas dafür tun. Darin liegt die Schwierigkeit. Das sollte aber von innen herauskommen = geben. Ein Gefühle geben. Bspw. Wertschätzung.

Also:
Liebe ist, wenn beide ihr Herz einander geben wollen.
Das ist auch der Grund, warum es so weh tut, wenn man betrogen wird.

Spannend finde ich den Aspekt der 'Bedingungslosigkeit'. Oft wird gesagt, Liebe sei frei von Bedingungen – aber ist sie das in Beziehungen wirklich?

Sobald man erwartet, dass der andere etwas 'dazu tut', Wertschätzung zurückgibt oder exklusiv bleibt, ist die Liebe an klare Erwartungen geknüpft. Wenn der Schmerz bei einem Betrug entsteht, zeigt das doch, dass da sehr wohl eine implizite Bedingung war: 'Ich liebe dich, solange du mein Vertrauen nicht brichst.'

Ist die 'bedingungslose Liebe' im menschlichen Miteinander also nicht eher ein schönes Ideal – während reale Beziehungen fast immer auf Gegenseitigkeit und Bedingungen beruhen?
 
wo bist du denn auf diesen Gedanken gestossen?
In deinem Kopf oder hast das gehört oder gelesen?
Es gibt soviele Arten und Ausprägungen von Liebe.
Und wird oft so idealisiert dargestellt...die echte Liebe, die wahre Liebe, die ewige Liebe.
Als göttliches Gefühl, was man als Mensch garnicht empfinden kann.

Der Gedanke stammt ursprünglich aus einer Vorlesung, in der es genau um diese extrem idealisierte, 'göttliche' Form von bedingungsloser Liebe ging – also darum, niemanden nach den eigenen Vorstellungen formen zu wollen.

Ein Student brachte dort ein, wie ich finde, sehr treffendes Gegenbeispiel: Er liebe seinen Sohn über alles, müsse ihm aber Regeln und Vorschriften machen, um ihn zu schützen. Das sei schließlich seine Verantwortung.

Genau an dieser Schnittstelle wird es doch extrem komplex und zum schmalen Grat: Bedeutet Liebe, jemanden in seinem Wesen vollkommen so sein zu lassen, wie er ist? Und wo fängt im Alltag – ob bei Kindern oder Partnern – die Notwendigkeit an, durch Grenzen, Vereinbarungen oder Korrekturen Verantwortung zu übernehmen?

Deshalb die Frage, wo diese Grenze verläuft – zwischen echter Akzeptanz und der Realität des menschlichen Miteinanders.
 
Aus meiner ganz persönlichen Sicht ist Liebe ein Großkonzept, bei dem menschliche Beziehungen oder Partnerschaften untergeordnete Teile sind. Ich würde aber auch meinen, dass bei manchen Menschen die partnerschaftliche Beziehung die größte Form von Liebe ist, die über allem anderen steht.

Bei anderen Menschen wiederum sind es vielleicht die Kinder oder - wie hier bereits erwähnt - die Tiere.

Oft fokussiert sich die Liebe beim Menschen auf spezifische Objekte oder Personen, weniger auf ein großes Ganzes.
 
Du meinst die romantische Zuneigung, oder? Liebe fühlen gibts doch auch ohne dass jemand da ist
Ja, Liebe gibt es in vielen Formen.
Wenn der Schmerz bei einem Betrug entsteht, zeigt das doch, dass da sehr wohl eine implizite Bedingung war: 'Ich liebe dich, solange du mein Vertrauen nicht brichst.'
Nein, das meint es nicht.
Die Liebe ist trotzdem noch da, wenn jemand betrogen wird.
Deswegen tut es ja so weh, wenn das Vertrauen gebrochen wird.
Auf Vertrauen und Liebe baut eine Beziehung.
Fehlt das eine, hängt das Haus schief.

Und die Liebe zu uns selbst, gibt es ja auch.
Da heißt es, sich selbst zu schützen, wenn es der andere nicht tut.

Bei der Liebe zu Kindern ist noch wieder anders.
Man macht sich ein Bild und versucht , den Kindern so viel möglich Gutes mitzugeben.
Dazu gehört auch die unschöne Aufgabe Grenzen zu setzen, weil sie lernen müssen, dass es welche gibt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Genau an dieser Schnittstelle wird es doch extrem komplex und zum schmalen Grat: Bedeutet Liebe, jemanden in seinem Wesen vollkommen so sein zu lassen, wie er ist? Und wo fängt im Alltag – ob bei Kindern oder Partnern – die Notwendigkeit an, durch Grenzen, Vereinbarungen oder Korrekturen Verantwortung zu übernehmen?

Deshalb die Frage, wo diese Grenze verläuft – zwischen echter Akzeptanz und der Realität des menschlichen Miteinanders.
Oft bringt ja jemand einen Rucksack an Altlasten, fatalen Mustern mit, die ihn am Glücklichsein hindern. Oder hat blinde Flecken, die ihn behindern. Da wäre es doch liebevoller, demjenigen beim sich Ändern zu helfen, denke ich
Wo die Grenze verläuft, weiß ich nicht.
Vielleicht (beim Erwachsenen) dort, wo der Wunsch desjenigen selbst verläuft, sich zu ändern.
Vielleicht ist der Wunsch aber noch gar nicht vorhanden, weil die Erkenntnis dazu fehlt.
Macht denjenigen in seinem So-Sein aber auch nicht glücklicher
 

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