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Ich weiß nicht mehr weiter mit meinem Sohn (15)

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Für weitere Antworten geschlossen.
Auch bei Alltagsentscheidungen haben wir versucht, seine Wünsche einzubeziehen.
Ja, würde mich auch interessieren...
Als meine Tochter (die hochkompliziert war) in der Pubertät war, habe ich zum Beispiel die Parole ausgegeben, es werden ihr nur Schuhe gekauft, die uns beiden gefallen.
Sonst hätte sie mit 12 nur noch High Heels in der Schule angehabt.
Das war ich weder zu genehmigen noch zu finanzieren bereit - aber es sollte logischerweise auch was sein, was nicht ICH für SIE ausgesucht habe.
Also habe ich gesagt, es muss uns beiden gefallen, sie muss die Schuhe anziehen wollen, ich muss sie bezahlen wollen.
Manchmal haben wir sehr, seeeehr lange gesucht...

Dies nur mal als Beispiel, wie man vorgehen kann, wenn man das Kind durch die Pubertät bringen will.

Spoiler: ich hab's nicht hingekriegt.

Allerdings habe ich auch noch einen extrem unkomplizierten Sohn, bei dem habe ich aufgehört, ihn aktiv zu erziehen, als er 13 war. Nicht wegen der Überforderung, sondern weil er "fertig" war. Ich hab den Sohn nur noch sein Ding machen lassen und mich liebevoll für ihn interessiert. Heute ist er 30 und wir interessieren uns immer noch liebevoll füreinander.
 
Ich hatte mich auch gewundert, wieso du auf meine Fragen, wo der Sohn Verständnis erhält und wo sich an ihn angepasst wird, mit "wir haben Verständnis für seine nachlassenden Leistungen im Sport" geantwortet hattest. Das ist so ziemlich die größte Banalität überhaupt, und dürfte auf der Prioritätenliste deines Sohnes ganz weit unten sein. Und wieso es kein Beispiel für eine Anpassung an ihn gab. Er war also wirklich der Situation hilflos ausgesetzt, während um ihn herum sämtliche Aspekte seines Lebens zum Negativen verändert wurden.

Es gibt eine riesengroße Diskrepanz zwischen deinen Worten und deinen Taten. Zur Erinnerung, vor meiner Nachfrage dazu hattest du das hier geschrieben:
Aber eine Familie funktioniert auch nicht, wenn ein einzelnes Familienmitglied dauerhaft alles ablehnt und alle anderen sich ausschließlich danach richten müssen. Es braucht Verständnis und Anpassung von allen Seiten.
Meiner Meinung nach funktioniert eine Familie auch nicht, wenn die ganze Zeit bei jeder lebensverändernden Sache über ein einzelnes Familienmitglied hinweg bestimmt wird und man von diesem Familienmitglied vollkommene Unterwerfung bezüglich jeder Entscheidung erwartet. Da findet nämlich auch kein Verständnis und keine Anpassung statt.

Benutzt du in der Kommunikation mit deinem Sohn auch ständig honigsüße Phrasen wie "Es braucht Verständnis und Anpassung von allen Seiten", während du in deinen Taten einfach dein Ding durchziehst und - wie du ja jetzt selbst erkannt hast - seine Interessen mitunter einfach ausblendest? Da würde ich als Kind micht vera... veräppelt fühlen.
 
Was sind das für Entscheidungen?
Ja, würde mich auch interessieren...
Als meine Tochter (die hochkompliziert war) in der Pubertät war, habe ich zum Beispiel die Parole ausgegeben, es werden ihr nur Schuhe gekauft, die uns beiden gefallen.
Sonst hätte sie mit 12 nur noch High Heels in der Schule angehabt.
Das war ich weder zu genehmigen noch zu finanzieren bereit - aber es sollte logischerweise auch was sein, was nicht ICH für SIE ausgesucht habe.
Also habe ich gesagt, es muss uns beiden gefallen, sie muss die Schuhe anziehen wollen, ich muss sie bezahlen wollen.
Manchmal haben wir sehr, seeeehr lange gesucht...

Dies nur mal als Beispiel, wie man vorgehen kann, wenn man das Kind durch die Pubertät bringen will.

Spoiler: ich hab's nicht hingekriegt.

Allerdings habe ich auch noch einen extrem unkomplizierten Sohn, bei dem habe ich aufgehört, ihn aktiv zu erziehen, als er 13 war. Nicht wegen der Überforderung, sondern weil er "fertig" war. Ich hab den Sohn nur noch sein Ding machen lassen und mich liebevoll für ihn interessiert. Heute ist er 30 und wir interessieren uns immer noch liebevoll füreinander.
Zum Beispiel bei der Gestaltung seines Zimmers: welche Farbe die Wände haben sollen, wie er es einrichten möchte, welche Möbel oder Dekorationen ihm gefallen. Auch bei Dingen wie der Auswahl seiner Kleidung, der Gestaltung seines Schreibtisches, welche Hobbys er ausprobieren möchte, welche Ausflüge oder Unternehmungen wir machen, welche Filme wir gemeinsam schauen.
 
Zum Beispiel bei der Gestaltung seines Zimmers: welche Farbe die Wände haben sollen, wie er es einrichten möchte, welche Möbel oder Dekorationen ihm gefallen. Auch bei Dingen wie der Auswahl seiner Kleidung, der Gestaltung seines Schreibtisches, welche Hobbys er ausprobieren möchte, welche Ausflüge oder
Da versucht ihr seine Wünsche zu berücksichtigen?
Mir fehlen wirklich die Worte.
War das auch schon, bevor dein Verlobter zu euch kam?
Gibt es irgendetwas was dein Sohn alleine entscheiden darf?
 
Ich hatte mich auch gewundert, wieso du auf meine Fragen, wo der Sohn Verständnis erhält und wo sich an ihn angepasst wird, mit "wir haben Verständnis für seine nachlassenden Leistungen im Sport" geantwortet hattest. Das ist so ziemlich die größte Banalität überhaupt, und dürfte auf der Prioritätenliste deines Sohnes ganz weit unten sein. Und wieso es kein Beispiel für eine Anpassung an ihn gab. Er war also wirklich der Situation hilflos ausgesetzt, während um ihn herum sämtliche Aspekte seines Lebens zum Negativen verändert wurden.

Es gibt eine riesengroße Diskrepanz zwischen deinen Worten und deinen Taten. Zur Erinnerung, vor meiner Nachfrage dazu hattest du das hier geschrieben:

Meiner Meinung nach funktioniert eine Familie auch nicht, wenn die ganze Zeit bei jeder lebensverändernden Sache über ein einzelnes Familienmitglied hinweg bestimmt wird und man von diesem Familienmitglied vollkommene Unterwerfung bezüglich jeder Entscheidung erwartet. Da findet nämlich auch kein Verständnis und keine Anpassung statt.

Benutzt du in der Kommunikation mit deinem Sohn auch ständig honigsüße Phrasen wie "Es braucht Verständnis und Anpassung von allen Seiten", während du in deinen Taten einfach dein Ding durchziehst und - wie du ja jetzt selbst erkannt hast - seine Interessen mitunter einfach ausblendest? Da würde ich als Kind micht vera... veräppelt fühlen.
Ich verstehe den Punkt, den du ansprechen möchtest: Dass Worte und Handlungen zusammenpassen müssen. Darüber denke ich auch nach.

Auf dieser Ebene, mit Formulierungen wie „honigsüße Phrasen“ oder „veräppelt fühlen“, möchte ich die Diskussion jedoch nicht weiterführen. Eine kritische Auseinandersetzung ist für mich wichtig, aber sie sollte respektvoll bleiben.
Auch dir wünsche ich alles Gute.
 
Ja dann tut es mir leid, ich brech mir echt einen ab, so zahm wie möglich zu schreiben. Würde ich schreiben, was ich wirklich zu dem Fall denke, wäre ich sofort gebannt.
Bin auch nicht der Meinung, dass das respektlos von mir war. Ich wollte veranschaulichen, wie das auf andere wirkt, deshalb auch am Ende "ich als Kind würde mich so und so fühlen", und da wüsste ich nicht, wie ich das noch sanfter ausdrücken könnte, ohne dass der Inhalt der Aussage zu stark verwässert wird.
 
Ja dann tut es mir leid, ich brech mir echt einen ab, so zahm wie möglich zu schreiben. Würde ich schreiben, was ich wirklich zu dem Fall denke, wäre ich sofort gebannt.
Bin auch nicht der Meinung, dass das respektlos von mir war. Ich wollte veranschaulichen, wie das auf andere wirkt, deshalb auch am Ende "ich als Kind würde mich so und so fühlen", und da wüsste ich nicht, wie ich das noch sanfter ausdrücken könnte, ohne dass der Inhalt der Aussage zu stark verwässert wird.
Ich verstehe, dass du deinen Eindruck deutlich machen möchtest und auch, welche Wirkung du aus deiner Sicht beschreiben willst.
Die Art der Formulierung empfinde ich allerdings nicht mehr als sachliche Kritik, sondern als abwertend. Ich bin bereit, mich mit unbequemen Rückmeldungen auseinanderzusetzen und über mein Verhalten nachzudenken, aber ich möchte das auf einer respektvollen Ebene tun. Deshalb beende ich diesen Austausch an dieser Stelle.
 
Da versucht ihr seine Wünsche zu berücksichtigen?
Mir fehlen wirklich die Worte.
War das auch schon, bevor dein Verlobter zu euch kam?
Gibt es irgendetwas was dein Sohn alleine entscheiden darf?
Wie ich geschrieben habe, versuchen wir, seine Wünsche zu berücksichtigen. Das bedeutet aber nicht, dass jeder Wunsch automatisch umgesetzt wird.
Er hat zum Beispiel selbst entschieden, wie sein Zimmer eingerichtet wird, welche Möbel und Dekorationen er möchte und wie er seinen Schreibtisch gestaltet. Auch bei seiner Kleidung, seinem Haarschnitt, seinen Hobbys oder sportlichen Aktivitäten durfte und darf er vieles selbst entscheiden. Dass ich persönlich manche Hosen viel zu weit finde oder mir ein anderer Haarschnitt besser gefallen würde, spielt dabei keine Rolle. Es gibt aber auch Grenzen. Eine komplett schwarze Wandfarbe habe ich zum Beispiel nicht erlaubt.
Ich wünsche euch alles Gute und hoffe, ihr bekommt das alles in Griff.
Dankeschön.
 
Hm, ich habe hier viel von erwarteter Dankbarkeit und ein wenig von Erwartung, dass der Sohn doch selbst sehen sollte, wie er im Haushalt helfen sollte oder so. Oder dass man alles nicht immer wieder sagen muss.

Hatte mal ne Freudin, die es auch von ihrem Sohn erwartet .

Plötzlich sollte er von selbst drauf kommen. In seiner Kindheit hat er jahrelang nicht erlebt, dass sowas mal von ihm gefordert wurde.

Natürlich muss man Teeniies das immer wieder sagen, dass sie was tun sollen, wenn sie das vorher gar nicht gelernt hatten.

Teenies sehen das nicht von selbst. Die sehen auch selten, dass die Mutter überlastet ist, die sind in diesem Alter ganz viel mit sich selbst beschäftigt.

Die müssen auch nicht dankbar dafür sein, dass die Mutter jahrelang alleinerziehend war.

Dafür können sie selbst nämlich überhaupt nichts. Sie können nichts dafür, dass die Eltern sich nicht verstanden haben, dass die sich gegenseitig so ausgesucht haben, dass es als Eltern nicht passt.

Und sie müssen auch damit leben, dass Muttern einen Neuen hat. Ein Jahr vor dem Zusammenziehen ist da nicht viel.

Dann kommt der auch noch mit Hund, die Katze muss gehen.

Dann soll er noch dankbar dafür sein, dass er auf eine Privatschule gehen darf, obwohl das nicht seine Entscheidung war. Die andere Schule, wo er seine Kontakte hatte, ist nach dem Umzug zu weit weg.

Dann ist es nichtmal gut genug, dass er gute Noten hat, weil, die könnten ja noch besser sein.

Und zu guter Letzt kommt noch ein neues Baby, von Mutter und dem neuen Freund.

Und dann knallt er mal Türen, ist beim gemeinsamen Sommerurlaub nicht besonders interessiert auf gemeinsame Unternehmungen, verschließt sich.

Dann gehst du zur Erziehungsberstung, damit ihm da mal klar gemacht wird, dass es nicht nur um ihn geht.

Meine Güte, verstehe schon, dass die Mutter jetzt gerade mal die neue Liebe spüren will, dass sie möchte, dass es mal um.sie geht.

Aber sie selbst hat mit einem nicht zuverlässigen Mann dieses Kind gemacht. Und dafür ist sie einfach verantwortlich.

Der Junge kann für alles, was passiert ist, nichts.

Er möchte gesehen werden, er ist in einem Alter, in dem.die Hormone durcheinander wirbeln, in dem ganz viel eigene Probleme hochploppen, Unsicherheiten, er braucht Halt. Halt um.erwachsen zu werden. Sicherheit, auch wenn er pubertär sich frech, aggressiv und manchmal dumm verhält.

Und die Mutter erwartet Dankbarkeit und Unterstützung. Sie hat ja sooo viel für ihn getan.

Naja. Vielleicht sollte man sich gut überlegen, Kinder in die Welt zu setzen.
 
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