Hm, ich habe hier viel von erwarteter Dankbarkeit und ein wenig von Erwartung, dass der Sohn doch selbst sehen sollte, wie er im Haushalt helfen sollte oder so. Oder dass man alles nicht immer wieder sagen muss.
Hatte mal ne Freudin, die es auch von ihrem Sohn erwartet .
Plötzlich sollte er von selbst drauf kommen. In seiner Kindheit hat er jahrelang nicht erlebt, dass sowas mal von ihm gefordert wurde.
Natürlich muss man Teeniies das immer wieder sagen, dass sie was tun sollen, wenn sie das vorher gar nicht gelernt hatten.
Teenies sehen das nicht von selbst. Die sehen auch selten, dass die Mutter überlastet ist, die sind in diesem Alter ganz viel mit sich selbst beschäftigt.
Die müssen auch nicht dankbar dafür sein, dass die Mutter jahrelang alleinerziehend war.
Dafür können sie selbst nämlich überhaupt nichts. Sie können nichts dafür, dass die Eltern sich nicht verstanden haben, dass die sich gegenseitig so ausgesucht haben, dass es als Eltern nicht passt.
Und sie müssen auch damit leben, dass Muttern einen Neuen hat. Ein Jahr vor dem Zusammenziehen ist da nicht viel.
Dann kommt der auch noch mit Hund, die Katze muss gehen.
Dann soll er noch dankbar dafür sein, dass er auf eine Privatschule gehen darf, obwohl das nicht seine Entscheidung war. Die andere Schule, wo er seine Kontakte hatte, ist nach dem Umzug zu weit weg.
Dann ist es nichtmal gut genug, dass er gute Noten hat, weil, die könnten ja noch besser sein.
Und zu guter Letzt kommt noch ein neues Baby, von Mutter und dem neuen Freund.
Und dann knallt er mal Türen, ist beim gemeinsamen Sommerurlaub nicht besonders interessiert auf gemeinsame Unternehmungen, verschließt sich.
Dann gehst du zur Erziehungsberstung, damit ihm da mal klar gemacht wird, dass es nicht nur um ihn geht.
Meine Güte, verstehe schon, dass die Mutter jetzt gerade mal die neue Liebe spüren will, dass sie möchte, dass es mal um.sie geht.
Aber sie selbst hat mit einem nicht zuverlässigen Mann dieses Kind gemacht. Und dafür ist sie einfach verantwortlich.
Der Junge kann für alles, was passiert ist, nichts.
Er möchte gesehen werden, er ist in einem Alter, in dem.die Hormone durcheinander wirbeln, in dem ganz viel eigene Probleme hochploppen, Unsicherheiten, er braucht Halt. Halt um.erwachsen zu werden. Sicherheit, auch wenn er pubertär sich frech, aggressiv und manchmal dumm verhält.
Und die Mutter erwartet Dankbarkeit und Unterstützung. Sie hat ja sooo viel für ihn getan.
Naja. Vielleicht sollte man sich gut überlegen, Kinder in die Welt zu setzen.