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Ich weiß nicht mehr weiter mit meinem Sohn (15)

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 135986
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In zwei Situationen hat mein Verlobter ihn festgehalten beziehungsweise gegen die Wand gedrückt, nachdem mein Sohn wieder einmal extrem frech
Das geht gar nicht!
Dafür gibt es keine Begründung. Dein Freund muss sich soweit im Zaum halten und sich von einem 15jährigen nicht provozieren lassen.
Was passiert, wenn euer Baby mit dem Schreien nicht aufhören will? Da hätte ich Angst.
Dein Sohn muss auch nicht dankbar sein, dass er auf der Welt ist.
Ich war 10 Jahre alleinerziehend und habe dafür gekämpft, dass der leibliche Vater mit seinen Kindern Umgang hat.
Warum will dein Ex keinen Kontakt zu seinem Sohn?
 
Dass er mir deshalb bis heute Vorwürfe macht, kann ich ehrlich gesagt nicht nachvollziehen.
Ich schon, und zwar gut!
Ich würde Dir das nie verzeihen.

Du hast schon viele Antworten erhalten.
Dein Sohn ist ein Teil von Dir, aber er gehört Dir nicht.
Vor allem kannst Du nicht verlangen, dass er Deinen Verlobten akzeptiert.
Akzeptanz/Respekt muss man sich verdienen.
Aus meiner Sicht hat Dein Verlobter jede Chance verspielt.

Kennst Du das Gedicht?

Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selbst.
Sie kommen durch euch, aber nicht von euch,
und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht.
Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Gedanken,
denn sie haben ihre eigenen Gedanken.
Ihr dürft ihren Körpern ein Haus geben, aber nicht ihren Seelen,
denn ihre Seelen wohnen im Haus von morgen, das ihr nicht besuchen könnt, nicht einmal in euren Träumen.
Ihr dürft euch bemühen, wie sie zu sein, aber versucht nicht, sie euch ähnlich zu machen.
Denn das Leben läuft nicht rückwärts, noch verweilt es im Gestern.
Ihr seid der Bogen, von denen eure Kinder als lebende Pfeile ausgeschickt werden.
Der Schütze sieht das Ziel auf dem Pfad der Unendlichkeit,
Und er spannt euch mit Seiner Macht, damit seine Pfeile schnell und weit fliegen.
Lasst euren Bogen von der Hand des Schützen auf Freude gerichtet sein;
Denn so wie er den Pfeil liebt, der fliegt, so liebt er auch den Bogen, der fest ist.

Khalil Gibran, arabischer Dichter, 1883-1931
 
Er versucht jedes Wochenende, gemeinsame Zeit mit meinem Sohn zu verbringen und etwas Schönes zu unternehmen. Es ist aber immer mein Sohn, der ablehnt.
Mich erstaunt, dass euch das zu wundern scheint...der Junge ist 15, das ist was anderes als mit dem Dreijährigen in den Zoo zu gehen.
In dem Alter will man nicht mehr jedes Wochenende was mit den Eltern unternehmen, auch mit leiblichen vermutlich nicht, aber "Mamas neuer Typ" ist ganz sicher nicht seine Wahl der Freizeitgestaltung.
Verstehst du das tatsächlich nicht??
Das ist für mich wirklich schwer vorstellbar.
Was macht dein Sohn an den Wochenenden?
 
Ich habe auf so vieles verzichtet, damit es ihm an nichts fehlt.
Das gehört dazu.
Aus deinem Verzicht ergibt sich kein Anspruch auf ein gefälliges Verhalten deines Sohnes.
Vor zwei Jahren habe ich endlich meinen Verlobten kennengelernt. Bei ihm hat einfach alles gepasst. Das Schönste war, dass er meinen Sohn sofort akzeptiert hat und sich sogar vorstellen konnte, irgendwann die Vaterrolle zu übernehmen. Nach allem, was ich allein geleistet habe, war das für mich wie ein Geschenk.
Dein Sohn hat da ein Wörtchen mitzureden. Oder wie sonst soll es gelingen, einen Mann als "Vater" anzuerkennen, der einem einfach so vor die Nase gesetzt wird?
Trotz allem scheint mein Sohn überhaupt nicht wertzuschätzen, was ich für ihn tue.
Er ist dir keine Dankbarkeit schuldig.
Du schleppst einen fremden Mann ins Haus, der jetzt Vater spielen darf und der Gipfel ist DAS hier:
Besonders verletzt mich, dass er mir bis heute vorwirft, unseren Kater abgegeben zu haben. Mein Verlobter ist hochgradig allergisch gegen Katzen, außerdem hätte sich der Kater vermutlich nie mit seinem Hund verstanden.
Das war das Letzte; als Kind würde ich dir das nie verzeihen.
Es ist schon zu Handgreiflichkeiten gekommen. Mein Verlobter hat sich sofort bei mir entschuldigt,
Bei ihm nicht?
Wenn dein "Verlobter" schon jetzt "handgreiflich" wird und du schwanger bist, gibt es letztlich nur eine Lösung: Ein Internat.
Der Junge stört euch, ihr wollt happy family spielen, da kommt euch ein verzweifelter Pubertierender böse in die Quere. Bietet ihm ein Internat an; es wird so nicht besser werden. Du wirst deinen Sohn ohnehin deinem Verlobten opfer, dann lieber durch ein gutes Internat als über kurz oder lang in einer städtischen Wohngruppe für "schwierige" Jugendliche.
Wenn er weg ist, könnt ihr euch ganz auf das Baby konzentrieren.
Ab Oktober haben wir einen Termin bei einem Therapeuten und außerdem Gespräche bei der Erziehungsberatung. Ich hoffe sehr, dass ihm dort endlich jemand klarmachen kann, dass sich die Welt nicht ausschließlich um ihn dreht
DU bist das Problem, siehst du das wirklich nicht?
Was soll ein Termin bei einem Therapeuten? Du brauchst dringend eine Therapie, um von dem Trip runterzukommen, alles richtig zu machen und um zu begreifen, dass dein Kind dir nichts schuldet.
Im Sinne des Sohnes würde ich unbedingt ein Internat vorschlagen; er wird sich ausgegrenzt und weggeschickt fühlen, aber das ist er ja jetzt schon. SO wäre es zumindest ehrlich.
Glaubt ihr, ein Therapeut kann ihm endlich klarmachen, dass nicht immer alle anderen schuld sind?
Das sollte er DIR klarmachen.
Noch ganz kurz angemerkt: Eine Erziehungsberatung ist keine Reparaturwerkstatt, die dir dein Kind so zurechtmodelt, wie du es gerne hättest.
Und: Ein mann, der mein Kind anpackt, wäre sofort raus. Diskussionslos.
Erstaunlich, dass du das so hinnimmst. Deine Empathie für deinen Sohn hält sich in sehr überschaubaren Grenzen.
 
Ein paar Gedanken:

Das Verhalten von Teenagern ist leider recht häufig, auch wenn es dir unglaublich undankbar vorkommt. Das heißt nicht, dass es normal ist, aber es erklärt teilweise, warum er so wenig Verständnis zeigt.

Einen Therapeuten aufzusuchen und eine Elternberatung in Anspruch zu nehmen, sind die richtigen Schritte. Bis dahin ist es besonders hilfreich, klare und ruhige Grenzen zu setzen, anstatt ihm ständig zu erklären, wie viel du für ihn opferst. Viele Teenager hören einfach nicht mehr zu, wenn sie hören: "Wir tun so viel für dich".

Dein Verlobter muss nicht jede Provokation tolerieren, aber körperliche Gewalt verschlimmert die Situation nur. Es ist gut, dass er sich entschuldigt hat - es ist wichtig, dass ihr als Paar Einigkeit demonstriert.

Kater sind für deinen Sohn immer noch eine emotionale Belastung. Auch wenn die Lösung verständlich war, fühlt er sich benachteiligt. Das wird ihm wahrscheinlich später klar werden.
 
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