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Arbeit im Ehrenamt, trotzdem Mobbing?

Ysaia: Es gab Absprachen, dass ich mich informiere über bestimmte (Obst)sträucher, wie die zu behandeln sind. Der HM hat eine Firma beauftragt, genau diese Sträucher in voller Blüte zu kappen. Ich hab es zufällig mitbekommen, weil ich zum Gießen anderer Nutzpflanzen in den Garten gekommen bin und hab vor Schreck laut aufgeschrieen. Dann habe ich mich an anderen Sträuchern, die eindeutig zurückgeschnitten werden sollten!!! auch nach Absprache!! hilfreich fachkundig betätigt. Das war wohl der Fehler meinerseits. Die eingesetzten Menschen verstanden mich gar nicht, rein sprachlich. Der Oberboss von denen (immer noch nicht der HM selbst) setze sich über meine Bitten hinweg, das eine oder andere Gewächs zu verschonen, z.B. Baumscheiben bewachsen sein zu lassen (was jeder Ökologe unterstreichen würde) Das hätte sogar noch weniger Arbeit für die Arbeiter bedeutet. Nein, als ich weg war, hat er sie "gesäubert"... ich hätte heulen können.
Ich sehe nicht, wo da meine angebliche Überheblichkeit begründet ist. Ich kann nichts dafür, wenn andere mein Know-how als Bevormundung oder Besserwisserei empfinden. Als Lehrer sollst du ja gerade den anderen Menschen (halt den Schülern) was beibringen, erklären, Erkenntnis ermöglichen.
Hört das Lernen denn im Erwachsenenalter automatisch auf und wissen die Jüngeren frisch ausgebildeten Erwachsenen generell alles besser als die Alten???? Diese Frage bringt mich an den Rand der Verzweiflung und macht mir allerdings auch deutlich, dass es viel einfacher ist, auf einem vermeindlichen Fehler eines anderen herumzuhacken anstatt selber nachzudenken, ob vielleicht was dran sein könnte an dem, was der oder die andere sagt. Das ist aber ein anderes Thema... wäre auch sehr interessant hier!
Ich denke der HA hatte die Berechtigung oder sogar den Auftrag dazu.
Das zu sehen ist erstmal schmerzhaft und unverständlich, allerdings hat auch der KiGa eine Führsorgepflicht. Eventuell waren Sträucher, Bäume zu groß, ragen auf das Nachbarsgrundstück etc oder auch nichts von all dem. Der HA muss die Außenanlage in Schuss halten, das ist sein Auftrag. Das könnte natürlich besser abgesprochen und auf Sinnhaftigkeit geprüft werden. Wenn das allerdings nicht erfolgt, ist das so. Da hast du keinen Handlungsspielraum.
Ich hätte das Thema einfach ruhig angesprochen und erklärt, wieso das Zurückschneiden zu einem anderen Zeitpunkt besser gewesen wäre. Du hast keine Berechtigung einer beauftragten Firma Anweisungen zu geben, das war der falsche Weg.
 
Leider habe ich das Protokoll dieser Sitzung mit KiTa-Leitung, einer sehr interessierten Mitarbeiterin an dem Projekt und dem auch ehrenamtlich tätigen Hausmeister nicht zur Verfügung, das ja die Absprachen enthalten muss, an die sich auch ein Hausmeister zu halten hat.
Hier ist die Rede vom ehrenamtlich tätigen Hausmeister
 
Wenn du denkst das deine Arbeit in einer anderen KITA mehr Wertschätzung erfahren würde, warum wechselst du dann nicht? Die KITAs wachsen doch wie Pilze aus der Erde. Du bist doch gar nicht an diese KITA gebunden.
 
Und genau das passierte beim Hausmeister überhaupt nicht. Er hat sich überhaupt nicht für meine fachliche Qualifikation interessiert. Leider habe ich das Protokoll dieser Sitzung mit KiTa-Leitung, einer sehr interessierten Mitarbeiterin an dem Projekt und dem auch ehrenamtlich tätigen Hausmeister nicht zur Verfügung, das ja die Absprachen enthalten muss, an die sich auch ein Hausmeister zu halten hat.

Vielleicht gibt es neben dem angestellten auch einen ehrenamtlichen Hausmeister.
Ansonsten wäre es mehr als ungewöhnlich, dass er eine Fremdfirma beauftragen darf.
 
Also ich könnte mir die Sache aus der Sicht des Hausmeisters so vorstellen:
„Ich mache hier seit Jahren solide Arbeit, und dann will mir so eine Öko-Lehrer-Tussi sagen wie ich meine Arbeit zu machen habe??“ Hinzu kommt, dass hier eine Frau einem Mann sagen will, wie man Männerarbeit zu machen hat. Und die Arbeiter führen einfach stur Befehle aus, die würden wahrscheinlich auch Äste absäbeln, in denen gerade Vogelnester sind, weil im Arbeitsplan steht „heute von 7 bis 12 Äste absäbeln“. Und dann kommt so eine studierte Besserwisserin, die mit ihrer Rente nichts Besseres anzufangen weiß als sich wichtig zu machen.
 
Du bist doch gar nicht an diese KITA gebunden.
Naja, wenn eigens Pflanzungen für das Projekt vorgenommen worden sein sollten, dann wechselt es sich eben nicht einfach mal so.

Wichtig fänd ich, dass ihr das Miteinander für die Zukunft klärt und womöglich hochgeschlagene Empörungswellen wieder glättet. Siehst du dafür noch Potenzial oder ist das Band zerschnitten? Ihr könntet die Vergangenheit unter 'dumm gelaufen' abhaken und es einfach zukünftig besser machen, nochmal neu starten. Der Knackpunkt ist hier ja ganz offensichtlich eine angemessene und gelungene Kommunikation, damit den Bedürfnissen aller Beteiligten gerecht werden kann.

Tatsächlich glaube ich aber auch, dass es ein Balanceakt einer nicht mehr im aktiven Dienst befindlichen Kollegin ist zu denen, die darin noch beruflich aktiv unterwegs sind. Selbst wenn du als alte Häsin vielleicht mehr Erfahrung hast, bist du eben nicht mehr entscheidungsbefugt und musst dich selbst geringer qualifizierten Kräften unterordnen. Das sind dann Eitelkeiten und ein Stückweit geht es vielleicht auch um Macht.

Nimm das doch als deine Stärke, die dir deine langjährige Berufstätigkeit beschert hat: Eben über solchen Befindlichkeiten zu stehen, stattdessen zu versuchen, die Sache unter den gegebenen Umständen noch bestmöglich umsetzen zu wollen.

Ist dein Projekt durch die Schnittarbeiten jetzt gescheitert? Wenn nicht, mach jetzt einfach noch das Beste daraus und versuch, den Ärger hinter dir zu lassen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also ich könnte mir die Sache aus der Sicht des Hausmeisters so vorstellen:
„Ich mache hier seit Jahren solide Arbeit, und dann will mir so eine Öko-Lehrer-Tussi sagen wie ich meine Arbeit zu machen habe??“ Hinzu kommt, dass hier eine Frau einem Mann sagen will, wie man Männerarbeit zu machen hat. Und die Arbeiter führen einfach stur Befehle aus, die würden wahrscheinlich auch Äste absäbeln, in denen gerade Vogelnester sind, weil im Arbeitsplan steht „heute von 7 bis 12 Äste absäbeln“. Und dann kommt so eine studierte Besserwisserin, die mit ihrer Rente nichts Besseres anzufangen weiß als sich wichtig zu machen.
Aber angeblich war die Kitaleitung von dem Projekt so angetan.

Und sie musste schließlich den Auftrag freigeben dass die Firma die Äste schneiden durfte.

Alles etwas merkwürdig.
 

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