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Arbeit im Ehrenamt, trotzdem Mobbing?

Mobbing ist eine fiese Sache und die Opfer haben meine totale Solidarität.
Leider wird das Wort "Mobbing" aber auch sehr überstrapaziert.
Nicht jeder menschlicher Konflikt und nicht jede Kritik ist gleich Mobbing.
Wenn Leute einen nicht mögen , ist das auch nicht gleich Mobbing.
Wenn der Hausmeister und die Leitung unerfreut auf deine "relativ" freundliche E-Mail reagieren (relativ klingt schon danach, als ob es doch nicht gerade wirklich freundliche Worte waren) dann ist das kein Mobbing. Du hast dem Hausmeister deine Meinung gesagt, und bekamst jetzt ne Gegenmeinung zurück.

Wenn Kolleginnen dich nicht so akzeptieren/mögen, wie du bist, dann ist das auch kein Mobbing.
Niemand ist verpflichtet jemanden so mögen und/oder herzlich aufzunehmen.
Auch wenn es schmerzt, wenn man das Gefühl hat, man wird in einer Gruppe nicht gemocht , es ist kein Mobbing. Zum Mobbing wird es erst, wenn man dich über einen längeren Zeitraum gezielt fertigmacht.

Und ob Eltern gezielt gegen dich lästern/hetzen, dummes Zeug erzählen, das ist erst mal reine Spekulation von dir oder hast du da Beweise?
Vielleicht hat es andere Gründe, dass die Kinder sich dir gegenüber inzwischen anders benehmen.
 
Meine Reaktion ist mal wieder: wenn man mich nicht so akzeptieren kann wie ich bin, dann bin ich da weg.
Genau.

Ich möchte aber die Kinder nicht im Stich lassen. Wie seht Ihr das?
Naja, verstehen kann ich das schon. Aber dich gibt es doch eh nur 1x.
Will sagen, die KITA im Nachbarort kommt doch auch ohne jemand wie dich aus - weil man es nicht anders kennt.

Ich würde mir so eine Arbeitsatmosphäre im Ehrenamt nicht geben. Damit wäre für mich auch klar was zu tun ist. Vielleicht kannst du deine Dienste aber ja tatsächlich einer anderen Einrichtung anbieten?!
 
Hi!

Ich denke, es lässt sich von außen schwer bewerten, was wer warum und wie gemacht hat. Ich habe so die Vermutung, dass vielleicht auch alle ein bisschen aneinander vorbei reden?

Du bist ehrenamtlich tätig. Klar, du sollst entlasten und kannst wahrscheinlich dann nicht so viel selbst entscheiden wie eine fest angestellte Person. Auf der anderen Seite kannst du natürlich auch für dein Engagement mit etwas Entgegenkommen rechnen. Denn letztlich ist es deine Freizeit, die du opferst.

Wenn es dann nicht passt oder du merkst, dass mit den Leuten keine gemeinsame Linie möglich ist, ist es vermutlich wirklich besser, dort aufzuhören und dir etwas zu suchen, was besser passt. Für die Kinder mag es schade sein. Aber du hast den Vorteil, den ein Arbeitnehmer nicht hat. Du kannst ohne finanzielle Verluste Nein sagen.
Vielleicht wird es woanders besser? Auch du sollst ja was Positives aus deinem Engagement mitnehmen können.

Alles GUte!
 
Mobbing sehe ich hier nicht. Entweder du hast keine klaren Vorgaben erhalten, mit wem du was abzustimmen hast bzw. inwieweit du "frei" bist in der Programmgestaltung oder du gehst einfach davon aus, dass deine Tätigkeit wertvoller ist als z. B. die Aufgaben des Hausmeisters.

Dabei spielt es auch keine Rolle, welche Tätigkeiten er selbst ausführt und bei welchen er externe Dienstleister beauftragt. Er wird die Arbeiten ja nicht willkürlich planen, sondern gewissen Anforderungen nachkommen. Natürlich muss der Auftraggeber einer externen Firma die Zugänglichkeit und geforderten Rahmenbedingungen bereitstellen, damit diese den Auftrag ordnungsgemäß durchführen kann.

Also - was genau war denn der Vorwurf? Wurden durch dein Programm die Arbeiter behindert?

Wenn du das Gefühl hast, dass deine ehrenamtliche Tätigkeit dort nicht genug gewürdigt wird, kannst du diese jederzeit ohne Begründung abbrechen. Es gibt weder eine vertragliche Verpflichtung noch finanzielle Nachteile für dich, wenn du entscheidest, dass dies nicht die gewünschte Bereicherung in deinem Leben mit sich bringt.
 
Zuletzt bearbeitet:
In meinem beruflichen Umfeld gibt es viele Ehrenamtler, zum Glück.
Die meistens sind sehr nett, zugewandt und eine Bereicherung.
Es gibt aber auch ein paar wenige, die auftreten, als müsse man ihnen vor lauter Dankbarkeit den roten Teppich ausrollen und die Füße küssen. Dabei legen sie eine unfassbare Erwartungshaltung an den Tag, denn schließlich opfern sie ja ihre kostbare Zeit usw.

Du bringst einen großen Erfahrungsschatz mit ein. Ist es möglich, dass du dadurch zu viel erwartest?
 
Erstmal vielen Dank für Eure bunt gemischten Antworten. Das liebe ich hier in dem Forum, mehrere Sichtweisen kennen zu lernen. Ich suche bestimmt auch nicht nur die Bestätigung meiner Einstellung, sondern bin mir selber gegenüber recht kritisch, nehme als Pädagogin gerne das von den KiTa-Kolleginnen an, was ich als Gymnasiallehrerin über die heutigen Anforderungen im Bereich der "Kleinsten" nicht wissen KANN. (Allerdings habe ich eine Montessori-Ausbildung, die auch das Kinderhaus einbezieht, und habe in einer solchen Grundschule mit Kinderhaus auch gearbeitet).

Ich bin jedoch Biologin und von daher ausgebildete Wissenschaftlerin mit Jahrzehnte langer praktischer, auch pädagogischer Erfahrung, sodass ich davon ausgehen kann, dass man mir fachliche Kenntnis durchaus zutrauen kann, wenn es um biologische Fragen und deren Behandlung für das Lernen der Kinder geht.
Und genau das passierte beim Hausmeister überhaupt nicht. Er hat sich überhaupt nicht für meine fachliche Qualifikation interessiert. Leider habe ich das Protokoll dieser Sitzung mit KiTa-Leitung, einer sehr interessierten Mitarbeiterin an dem Projekt und dem auch ehrenamtlich tätigen Hausmeister nicht zur Verfügung, das ja die Absprachen enthalten muss, an die sich auch ein Hausmeister zu halten hat. Dieses Projekt hat aufgrund meines Konzeptes dafür eine ordentliche Förderungssumme von der Sparkasse genau dafür erhalten, dass es so umgesetzt wird. Ich habe sogar im Vorfeld nochmal darauf hingewiesen, dass man genau das berücksichtigt. Als hätte ich es geahnt, dass der Mann mich überhaupt nicht ernst nimmt, weil ich in seinen Augen eben eine komische Alte bin.
Das kann einen schon sehr ärgern, oder? Trotzdem bleibe ich freundlich. Kann aber durchaus sein, dass mir eine ironische Bemerkung durchrutscht, die natürlich nicht von allen auch so verstanden wird. Das ist halt das Blöde an reinem Geschreibsel. Direkte persönliche Aussprache ist immer besser. Und auf das ungute Gefühl meinerseits in dieser ersten Sitzung hätte ich mehr hören und meine Position direkter klären sollen.
 
Es ist vollkommen egal, ob du Biologin, Professorin, Montessorispezialistin und Gymnasiallehrerin bist - dort bist du ein sehr kleines Licht und der Hausmeister genießt ein höheres Ansehen, da man diesen tatsächlich braucht.
Du solltest dir eine kleine Leiter besorgen und vom hohen Ross steigen.
(WAS genau vermutest du hinsichtlich des "dummen Zeugs", welches angeblich Eltern über dich verbreiten?)
 
Erstmal vielen Dank für Eure bunt gemischten Antworten. Das liebe ich hier in dem Forum, mehrere Sichtweisen kennen zu lernen. Ich suche bestimmt auch nicht nur die Bestätigung meiner Einstellung, sondern bin mir selber gegenüber recht kritisch, nehme als Pädagogin gerne das von den KiTa-Kolleginnen an, was ich als Gymnasiallehrerin über die heutigen Anforderungen im Bereich der "Kleinsten" nicht wissen KANN. (Allerdings habe ich eine Montessori-Ausbildung, die auch das Kinderhaus einbezieht, und habe in einer solchen Grundschule mit Kinderhaus auch gearbeitet).

Ich bin jedoch Biologin und von daher ausgebildete Wissenschaftlerin mit Jahrzehnte langer praktischer, auch pädagogischer Erfahrung, sodass ich davon ausgehen kann, dass man mir fachliche Kenntnis durchaus zutrauen kann, wenn es um biologische Fragen und deren Behandlung für das Lernen der Kinder geht.
Und genau das passierte beim Hausmeister überhaupt nicht. Er hat sich überhaupt nicht für meine fachliche Qualifikation interessiert. Leider habe ich das Protokoll dieser Sitzung mit KiTa-Leitung, einer sehr interessierten Mitarbeiterin an dem Projekt und dem auch ehrenamtlich tätigen Hausmeister nicht zur Verfügung, das ja die Absprachen enthalten muss, an die sich auch ein Hausmeister zu halten hat. Dieses Projekt hat aufgrund meines Konzeptes dafür eine ordentliche Förderungssumme von der Sparkasse genau dafür erhalten, dass es so umgesetzt wird. Ich habe sogar im Vorfeld nochmal darauf hingewiesen, dass man genau das berücksichtigt. Als hätte ich es geahnt, dass der Mann mich überhaupt nicht ernst nimmt, weil ich in seinen Augen eben eine komische Alte bin.
Das kann einen schon sehr ärgern, oder? Trotzdem bleibe ich freundlich. Kann aber durchaus sein, dass mir eine ironische Bemerkung durchrutscht, die natürlich nicht von allen auch so verstanden wird. Das ist halt das Blöde an reinem Geschreibsel. Direkte persönliche Aussprache ist immer besser. Und auf das ungute Gefühl meinerseits in dieser ersten Sitzung hätte ich mehr hören und meine Position direkter klären sollen.
Was hat der Hausmeister denn konkret gemacht bzw. was wirft er dir vor?
Ohne diese Infos kann dir niemand mehr zu der Sache sagen.
Der Hausmeister muss deine Expertise auch nicht anerkennen, er muss lediglich seinen Job machen.
 
Erstmal vielen Dank für Eure bunt gemischten Antworten. Das liebe ich hier in dem Forum, mehrere Sichtweisen kennen zu lernen. Ich suche bestimmt auch nicht nur die Bestätigung meiner Einstellung, sondern bin mir selber gegenüber recht kritisch, nehme als Pädagogin gerne das von den KiTa-Kolleginnen an, was ich als Gymnasiallehrerin über die heutigen Anforderungen im Bereich der "Kleinsten" nicht wissen KANN. (Allerdings habe ich eine Montessori-Ausbildung, die auch das Kinderhaus einbezieht, und habe in einer solchen Grundschule mit Kinderhaus auch gearbeitet).

Ich bin jedoch Biologin und von daher ausgebildete Wissenschaftlerin mit Jahrzehnte langer praktischer, auch pädagogischer Erfahrung, sodass ich davon ausgehen kann, dass man mir fachliche Kenntnis durchaus zutrauen kann, wenn es um biologische Fragen und deren Behandlung für das Lernen der Kinder geht.
Und genau das passierte beim Hausmeister überhaupt nicht. Er hat sich überhaupt nicht für meine fachliche Qualifikation interessiert. Leider habe ich das Protokoll dieser Sitzung mit KiTa-Leitung, einer sehr interessierten Mitarbeiterin an dem Projekt und dem auch ehrenamtlich tätigen Hausmeister nicht zur Verfügung, das ja die Absprachen enthalten muss, an die sich auch ein Hausmeister zu halten hat. Dieses Projekt hat aufgrund meines Konzeptes dafür eine ordentliche Förderungssumme von der Sparkasse genau dafür erhalten, dass es so umgesetzt wird. Ich habe sogar im Vorfeld nochmal darauf hingewiesen, dass man genau das berücksichtigt. Als hätte ich es geahnt, dass der Mann mich überhaupt nicht ernst nimmt, weil ich in seinen Augen eben eine komische Alte bin.
Das kann einen schon sehr ärgern, oder? Trotzdem bleibe ich freundlich. Kann aber durchaus sein, dass mir eine ironische Bemerkung durchrutscht, die natürlich nicht von allen auch so verstanden wird. Das ist halt das Blöde an reinem Geschreibsel. Direkte persönliche Aussprache ist immer besser. Und auf das ungute Gefühl meinerseits in dieser ersten Sitzung hätte ich mehr hören und meine Position direkter klären sollen.

Man gewinnt tatsächlich den Eindruck, dass du auf Menschen, die 'einfach ein Handwerk ausführen' herab blickst und dich solchen überlegen fühlst. Du bist furchtbar stolz auf deine Zertifikate und gehst selbstverständlich davon aus, dass der Hausmeister zu dir aufzublicken und seine Arbeit so koordinieren muss, dass deine Pläne Vorrang haben.

Also - wurden die beauftragten Handwerker durch dein Programm gestört und eingeschränkt bei ihrer Arbeit?
 
Survivor, wie kommst Du darauf? welche Formulierungen treffen bei Dir den Nerv? Das ist keine rhetorische sondern eine echte Frage!
 

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