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Eltern haben mein Leben in Rechnung gestellt

Aber selbst wenn man ein ganz tolles Verhältnis hat, kann man die Pflege trotzdem verweigern.

Ehrlich gesagt, ich möchte das gar nicht, von meinen Kindern gewickelt zu werden und gefüttert- falls das mal fällig werden sollte, fühle ich mich besser aufgehoben bei wem, der das zu seinem Beruf gemacht hat.
Nach meinem schweren Autounfall mit Rollstuhl und Halofixateur war ich unbeweglich über viele Monate, da war selbstverständlich jeder behilflich, sogar mein Ex ist zurückgekehrt in die Wohnung und hat auf mich geschaut, obwohl wir geschieden waren seit einigen Jahren.

Meine Freundinnen haben ihre Mütter jetzt in diesem Alter- eine wurde ins Heim gebracht, wegen der Rund-um-die-Uhr Betreuung, eine ist im eigenen Haus und die Tochter nimmt nun zusätzlich eine 24-Stundenhilfe in Anspruch. Es geht doch nur um die Zusage, dass man nicht im Stich gelassen wird, oder? Dass, wenn möglich immer wer da ist, wer auch immer.

In einigen Jahren sind bei uns alle, die jetzt die Ausbildung zur Pflege machen in den Startlöchern, die werde ich beanspruchen, wenn ich mich selber nicht mehr versorgen kann. Da mache ich mir keine Sorgen.
 
Es ist beides nicht der Hit ob Zuhause oder im Heim .

Meine Einblicke haben mir das Gegenteil bestätigt- die Mutter meines Freundes blühte regelrecht auf im Altenheim. Daheim siechte sie vor sich hin, klagte rund um die Uhr. Im Heim gabs Gleichaltrige, sie traf sogar dort alte Freunde wieder, war in Sicherheit, weil rund um die Uhr Pflege da war, sie lernte wieder gehen, singen, lachen, war vergnügt, hatte Leute um sich, es gab Unterhaltung, ein Musikant kam einmal wöchentlich, sie sang so gern.
Dann kam Corona, sie wurde eingesperrt im Zimmer, verstarb gleich drauf. Daheim wäre sie weit früher gestorben aus Langeweile.
Ich will in ein Heim. Eins gibts im Nachbarort, wo mein Ältester nebenan gebaut hat. Das wäre ideal......so wirds kommen.
 
Meine Einblicke haben mir das Gegenteil bestätigt- die Mutter meines Freundes blühte regelrecht auf im Altenheim. Daheim siechte sie vor sich hin, klagte rund um die Uhr. Im Heim gabs Gleichaltrige, sie traf sogar dort alte Freunde wieder, war in Sicherheit, weil rund um die Uhr Pflege da war, sie lernte wieder gehen, singen, lachen, war vergnügt, hatte Leute um sich, es gab Unterhaltung, ein Musikant kam einmal wöchentlich, sie sang so gern.
Dann kam Corona, sie wurde eingesperrt im Zimmer, verstarb gleich drauf. Daheim wäre sie weit früher gestorben aus Langeweile.
Ich will in ein Heim. Eins gibts im Nachbarort, wo mein Ältester nebenan gebaut hat. Das wäre ideal......so wirds kommen.
Aus unserer Erfahrung müssten wir jetzt sagen, dass wir die Schwiegermutter schon früher ins Heim hätten geben sollen.
Das war sie lange nicht so gelangweilt wie zuhause.
Einfach weil immer andere drumherum waren.
 
Das habe ich meinen Eltern nie gesagt und das würde auch nichts bringen. Es interessiert sie nicht. Sie wissen eigentlich nichts über mich. Sie wissen nicht was ich studiert habe, was ich jetzt beruflich mache, wie ich lebe, ob ich im anderen Land klar komme, ob ich Freunde habe, ob ich eine Beziehung habe usw. Das interessiert sie nicht. Ich habe ihnen meine neue Adresse quasi aufgedrängt für irgendwelche Notfälle. Sie wüssten sonst wahrscheinlich nicht mal in welche Stadt ich wohne, weil sie nie nachfragen würden.
Als hätten sie dich nur geboren damit du sie im Alter pflegen kannst. Was eine fürchterliche Vorstellung.

Zu dem Szenario das du angesprochen hast, da würde man aber doch eher auf deine Brüder zu sprechen kommen, da sie viel näher wohnen. Das wäre zumindest mein Gedanke.
 
Nur mal angenommen meine Eltern werden wirklich stark pflegebedürftig z.B. Demenz. Sie sitzen zuhause, kommen nicht mehr klar, verwahrlosen und fackeln versehentlich das halbe Haus ab.
Deine Brüder, samt Familien, werden sich darum schon kümmern, denn wenn es soweit kommen sollte, wären sie auch haftbar.
 
Kann dann irgendeine Behörde oder wer auch immer zuständig ist, auf mich zukommen? So nach dem Motto: Sie sind die Tochter, ihre Eltern können alleine nichts mehr regeln, kümmern Sie sich.
Immer noch nein 🙂

Falls überhaupt, dann nur zu deinem Anteil der Anzahl Elternkinder/deiner Geschwister.

Allerdings ist mir nicht ganz klar, was der eigentliche Grund deines Themas ist.

Im Moment verstehe ich es so, als sei das Erbe, worauf du - aus meiner Sicht - scheinbar nicht angewiesen bist, symbolisch für etwas anderes steht.

Weshalb siehst du dich verpflichtet ?
 
Muß das denn wirklich sein ?
Hier ist keiner dabei, der nicht gedanklich mit diesem Thema beschäftigt ist, es ist also weiterhin Input hier, selbst, wenn dieser nicht sofort beantwortet wird, oder reflektiert wird via Zurückschreiben.

Lieber Hajoo, bei den meisten Beiträgen werden Zuseher, Mitleser um ihre Meinung gefragt.
Was anderes tut hier ja keiner, als seine Meinung ausdrücken und zu gern hätte er Antwort drauf, wenn er schon aufgefordert wird. Auf diese warte ich... wir...und inzwischen sprudeln weitere Meinungen...
Vielleicht kann eine oder andere beitragen zum Wohle der TE- irgendwie auch zugleich zu unserer eigenen Bildung für jeden, der sich für dieses Thema interessiert. Ich habe viel gelernt. Ist das verboten mitzureden?
 
Bleibt nur zu wünschen, dass alle, die aktuell verstärkt verbal auf Eltern einprügeln, mit Kinderlein gesegnet werden, die ähnlich liebevoll agieren wie sie selber.
Ich hab keine, u. a. wegen der Erfahrungen mit meinen Eltern. Ich hätte es nicht ertragen, wenn meine Kinder dann später wegen mir in Therapie müssten. Kinder zu bekommen ist wirklich keine Kunst, aber manche Menschen hätten besser niemals welche bekommen sollen. Schade, dass du das nicht nachvollziehen kannst.
Sie sitzen zuhause, kommen nicht mehr klar, verwahrlosen und fackeln versehentlich das halbe Haus ab.
Kann dann irgendeine Behörde oder wer auch immer zuständig ist, auf mich zukommen? So nach dem Motto: Sie sind die Tochter, ihre Eltern können alleine nichts mehr regeln, kümmern Sie sich.
Nein! Kinder haften niemals für ihre Eltern. Nur umgedreht, bis sie volljährig sind. Außer dem enterben kann dir gar nichts passieren. Mir persönlich wäre das ja total egal, ich habe von meinem Vater auch nichts genommen. Wer mir zu Lebzeiten nichts gegönnt und mich schlecht behandelt hat, von dem möchte ich auch danach nichts haben. Aber da ist jeder anders und das ist auch völlig okay.
 
Immer noch nein 🙂
Falls überhaupt, dann nur zu deinem Anteil der Anzahl Elternkinder/deiner Geschwister.

Allerdings ist mir nicht ganz klar, was der eigentliche Grund deines Themas ist.

Steht doch in der Überschrift, wer gelesenes verstehen kann ist klar im Vorteil.
Im Moment verstehe ich es so, als sei das Erbe, worauf du - aus meiner Sicht - scheinbar nicht angewiesen bist, symbolisch für etwas anderes steht.

Weshalb siehst du dich verpflichtet ?
Ob die TE drauf angewiesen ist oder nicht steht hier nicht zu Diskussion und ist auch nicht Thema.
 
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