Hollunderzweig
Sehr aktives Mitglied
Aber selbst wenn man ein ganz tolles Verhältnis hat, kann man die Pflege trotzdem verweigern.
Ehrlich gesagt, ich möchte das gar nicht, von meinen Kindern gewickelt zu werden und gefüttert- falls das mal fällig werden sollte, fühle ich mich besser aufgehoben bei wem, der das zu seinem Beruf gemacht hat.
Nach meinem schweren Autounfall mit Rollstuhl und Halofixateur war ich unbeweglich über viele Monate, da war selbstverständlich jeder behilflich, sogar mein Ex ist zurückgekehrt in die Wohnung und hat auf mich geschaut, obwohl wir geschieden waren seit einigen Jahren.
Meine Freundinnen haben ihre Mütter jetzt in diesem Alter- eine wurde ins Heim gebracht, wegen der Rund-um-die-Uhr Betreuung, eine ist im eigenen Haus und die Tochter nimmt nun zusätzlich eine 24-Stundenhilfe in Anspruch. Es geht doch nur um die Zusage, dass man nicht im Stich gelassen wird, oder? Dass, wenn möglich immer wer da ist, wer auch immer.
In einigen Jahren sind bei uns alle, die jetzt die Ausbildung zur Pflege machen in den Startlöchern, die werde ich beanspruchen, wenn ich mich selber nicht mehr versorgen kann. Da mache ich mir keine Sorgen.