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Schwere Erkrankung der Mutter im Ausland

Der Lebensgefährte hat uns einfach vor vollendete Tatsachen gestellt und gibt jetzt nur einen Monat Zeit, um irgendetwas zu tun. „Das ist jetzt euer Problem“, schrieb er gestern am Ende noch meinem Bruder.
Sag mal, ich weiß nicht, ob ich das eventuell überlesen habe...weiß deine Mutter auch, dass ihr LG alles hinschmeißt?

Vielleicht verlässt sie sich darauf, dass der das schon richten wird und will deswegen weder ein Pflegeheim noch jemanden zur Betreuung ins Haus lassen?
 
Sag mal, ich weiß nicht, ob ich das eventuell überlesen habe...weiß deine Mutter auch, dass ihr LG alles hinschmeißt?

Vielleicht verlässt sie sich darauf, dass der das schon richten wird und will deswegen weder ein Pflegeheim noch jemanden zur Betreuung ins Haus lassen?
Sie weiss es, kapiert aber nicht wie ernst die Lage ist.

Es hat sich eine Verwandte gemeldet — die Frau des verstorbenen Bruders meiner Mutter. So, wie sie den Zustand meiner Mutter beschreibt, klingt es schrecklich. Die Demenz scheint bei ihr schnell voranzugehen. Vor allem tut sie wirre Dinge — schaltet die alte Heizung voll auf, nimmt mehrere Tabletten auf einmal und meint dann, sie wollte sie nur „probieren“. Sie hat sich komplett aufgegeben und liegt nur im Bett. V. meinte, sie benimmt sich wie ein kleines Kind und ist völlig hilflos.

Ich spüre permanent diesen starken inneren Druck, etwas tun zu müssen — aber was? Außer ein Telefonat mit V. zu organisieren, kommt mir im Moment nichts in den Sinn. Mein Bruder will damit nichts zu tun haben. Im Gegenteil: Neulich, als wir telefonierten und er angetrunken war, wurde er ziemlich aggressiv und sagte, die Mutter habe sich auch nicht um uns gekümmert. Ja, das stimmt vielleicht — trotzdem kann ich sie nicht einfach so verrecken lassen.
 
Was würde an dem Punkt mit Menschen passieren, die gar keine Angehörigen haben? Gibt's irgendwas analog zu unserem Sozialpsychiatrischen Dienst?

Wenn deine Mutter jetzt niemanden hätte, würde sie einfach nur bis zum bitteren Ende allein in der Wohnung liegen oder wen würden z.B. die Nachbarn verständigen?
 
Was würde an dem Punkt mit Menschen passieren, die gar keine Angehörigen haben? Gibt's irgendwas analog zu unserem Sozialpsychiatrischen Dienst?

Wenn deine Mutter jetzt niemanden hätte, würde sie einfach nur bis zum bitteren Ende allein in der Wohnung liegen oder wen würden z.B. die Nachbarn verständigen?
Das will ich durch ein Telefonat mit V. klären. Mit meiner Mutter ist es offenbar nicht mehr möglich, vernünftig zu reden. Sie müsste wohl rechtlich entmündigt werden, da sie nicht in ein Pensionat gehen will. Das muss jemand vor Ort in die Wege leiten.

Am 6.04. kommt sie ins Krankenhaus. Von dort dürfte sie eigentlich nicht mehr allein nach Hause gehen, wenn ihr Zustand wirklich so ist, wie beschrieben. Ich hoffe, dass ich bis dahin mit V. telefoniert habe und wir uns etwas überlegen können.
Rein logisch denke ich, dass es solche Dienste auch in Russland geben muss. Sicher weiß ich es allerdings nicht.
 
Am 6.04. kommt sie ins Krankenhaus. Von dort dürfte sie eigentlich nicht mehr allein nach Hause gehen, wenn ihr Zustand wirklich so ist, wie beschrieben. Ich hoffe, dass ich bis dahin mit V. telefoniert habe und wir uns etwas überlegen können.
Hallo JPreston,
tut mir sehr leid, was du da durchmachst. Wo ich das mit dem Krankenhaus las, können die dort nicht dafür sorgen, dass sie anschließend irgendwo untergebracht wird? Einen Sozialdienst wird es da sicher nicht geben, aber vielleicht kann ihr Lebensgefährte das dort besprechen oder die eine Freundin von ihr...
Ich wünsche dir viel Kraft und pass auf dich auf...
P.S.: Ich hab deine Geschichte und das Problem mal in Kurzfassung in eine Facebookgruppe beschrieben, das ist eine Gruppe für Deutsche in Russland. Wenn du es nicht möchtest, lösche ich es wieder.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo JPreston,
tut mir sehr leid, was du da durchmachst. Wo ich das mit dem Krankenhaus las, können die dort nicht dafür sorgen, dass sie anschließend irgendwo untergebracht wird? Einen Sozialdienst wird es da sicher nicht geben, aber vielleicht kann ihr Lebensgefährte das dort besprechen oder die eine Freundin von ihr...
Ich wünsche dir viel Kraft und pass auf dich auf...
P.S.: Ich hab deine Geschichte und das Problem mal in Kurzfassung in eine Facebookgruppe beschrieben, das ist eine Gruppe für Deutsche in Russland. Wenn du es nicht möchtest, lösche ich es wieder.
Danke.
Nein, ich habe nichts dagegen.
 
Wenn sie in ein Krankenhaus geht würde ich versuche mit dem Krankenhaus zu reden, damit sie danach in ein Pflegeheim gebracht wird.
So einfach ist das nicht, in Russland ist die Situation der Unterbringung noch schwieriger als in Deutschland. Für Demenzkranke gibt es, außer teure private Einrichtungen, kaum Heime.
Ich bezweifle auch, dass ein Krankenhaus befugt ist, da aktiv zu werden, solange die rechtliche Betreuung nicht feststeht.
 

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